OLED-Monitor - verfügbare und angekündigte Bildschirme mit OLED-Panel
Hardware

OLED-Monitor – die ersten Bildschirme mit OLED-Panel sind da

Bild: Depositphotos / EvgeniyShkolenko

Zwar habe ich mir erst letztes Jahr einen neuen Monitor gegönnt – jedoch noch „altmodisch“ mit IPS-Panel. Ich denke aber, die nächste Anschaffung könnte ein OLED-Monitor werden.

Warum?

Ganz einfach: Farben, Helligkeit und Kontrast – hier kann ein OLED-Panel doch einiges mehr, als dies andere gängige Panel-Typen wie IPS, VA oder TN anbieten könnten.

Die ersten verfügbaren OLED-Monitore wenden sich vorrangig an Professionals, die in der Bild- und Videobearbeitung tätig sind. In diesem Bereich kommen die Vorteile nunmal besonders zum Tragen.

Doch auch im Segment der Gaming-Monitore steht nun einiges in der Pipeline.

Aktuell muss man für einen der ersten OLED-Monitore noch tief in das Tasche greifen. Die Preise dürften mit der Zeit aber sinken. Darauf und auf mehr Auswahl warte auch ich 🙂

Welche Monitore mit OLED-Panel bereits verfügbar sind, welche weiteren Hersteller-Ankündigungen es gibt und ob das Einbrennen („Burn-In“) Mythos oder Problem ist, das zeige ich hier.

Ankündigung neuer OLED-Monitore

Die Auswahl bereits verfügbarer Monitore mit OLED-Panel bleibt überschaubar.

Für dieses Jahr sind jedoch einige neue Modelle angekündigt – und ich versuche, diese Übersicht durch regelmäßige Aktualisierungen auf dem Laufenden zu halten.

Auf der CES (Januar 2022) wurden gleich mehrere OLED-Gaming-Monitore vorgestellt.

Dazu gehören der Acer Predator CG48 (48 Zoll 4K-Gaming-Monitor), der Asus ROG Swift OLED PG42UQ und der Asus ROG Swift OLED PG48UQ (jeweils 4K mit 120 Hz, 42 bzw. 48 Zoll), der Samsung Odyssey G8QNB (34 Zoll, Curved-Panel und UW-QHD-Auflösung mit 3440 × 1440 / 21:9).

Zuvor (November 2021) kam die Ankündigung des MSI MEG 551U OLED hinzu (ein großformatiger Gaming-Monitor mit 4K-Auflösung, HDMI 2.1, VRR und max. 144 Hz).

Derzeit scheinen OLED-Monitore also vermehrt für Gamer in der Pipeline zu sein. Kreativschaffende (z.B. Grafiker, Fotografen) stehen jedoch ebenfalls im Fokus.

Außerhalb des Gaming-Segments gab es auf der CES den Asus ZenScreen OLED (MQ16AH), einen portablen OLED-Screen mit 15.6 Zoll Diagonale, zu sehen. ViewSonic hat neben einem solchen portablen Monitor (ViewSonic ColorPro VP16-OLED) auch den ViewSonic ColorPro VP32 (32 Zoll, 4K, Thunderbolt 3 / USB-C) für Kreative vorgestellt.

Ich erwarte, dass im Laufe des Jahres 2022 noch der ein oder andere OLED-Monitor in die Release-Liste aufgenommen wird.

Zuletzt kam hier noch der LG UltraGear 48GQ900 (48 Zoll OLED-Gaming-Monitor mit 120 Hz und HDMI 2.1) hinzu.

Liste der OLED-Monitore

Derzeit verfügbare oder vorbestellbare OLED-Monitore

Gigabyte AORUS FO48U (47.5 Zoll / 4K)

Ein Monitor oder doch eher ein TV?

Einen TV-Tuner hat der Gigabyte AORUS FO48U zwar nicht, jedoch trifft man solche Abmessungen (47.5 Zoll) normalerweise eher im Wohnzimmer an.

Der großformatige Monitor ist ein Gaming-Spezialist u.a. auch für NextGen-Konsolen wie PS5 oder Xbox Series X mit hoher Bildwiederholfrequenz (max. 120 Hz) , geringer Reaktionszeit (1 ms G2G) und Adaptive Sync-Features.

Das OLED-Panel verfügt über 4K-Auflösung.

Der Monitor soll laut Datenblatt zwar HDR10 und HLG unterstützen, jedoch gibt der Hersteller keine DisplayHDR-Zertifizierung an. Ein Eintrag findet sich auf der DisplayHDR-Webseite – seltsam.

Gigabyte AORUS FO48U (4K-Monitor)
Produktbild zu Gigabyte AORUS FO48U (4K-Monitor)
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alternativ auch gelistet mit-Lieferung Amazon
Zwei Dinge machen den Gigabyte AORUS FO48U besonders - die riesige Bildschirmdiagonale und das OLED-Panel. Aber auch die übrige Ausstattung des HDMI 2.1-Monitors ist recht üppig bemessen.
Vollständige Bezeichnung (wie bei Computeruniverse):
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Gigabyte AORUS FO48U (4K-Monitor) in anderen Online-Shops
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Dell Alienware AW3423DW (34.2 Zoll / UW-QHD)

Mit dem Dell Alienware AW3423DW kommt ein weiterer OLED-Gaming-Monitor hinzu.

Der Monitor verfügt über ein gebogenes Panel (i.e. ein Curved-Monitor) mit UW-QHD-Auflösung – 3.440 x 1.440 Pixel, was einem 21:9-Seitenverhältnis entspricht.

Über dem OLED-Panel liegt eine Quantum Dot-Schicht – das nennt sich QD-OLED. Die Panel-Technik stammt von Samsung – und es gibt gemischte Meinungen dazu.

Die HDR-Fähigkeiten sind mit VESA DisplayHDR True Black 400 zertifiziert. Weiterhin verfügt der Dell Alienware AW3423DW über ein G-Sync Ultimate-Siegel.

Max. 175 Hz Bildwiederholfrequenz sowie 0,1 ms Reaktionszeit (G2G) gehören ebenfalls zur Gaming-Ausstattung. Weiterhin gibt RGB-Beleuchtung auf der Rückseite.

An Anschlüssen stehen 2 x HDMI 2.0 sowie 1 x DisplayPort 1.4 zur Verfügung. Einen USB-Hub (3-fach) hat der Dell Alienware AW3423DW ebenfalls – jedoch kein USB-C.

Dell Alienware AW3423DW (UW-QHD-Monitor)
Produktbild zu Dell Alienware AW3423DW (UW-QHD-Monitor)
Letzte Aktualisierung: 23.05.2022 02:35 Uhr, Preis kann jetzt höher sein - Änderungen / Irrtümer möglich, zzgl. Versand ab 4,95 €.
Mit dem Dell Alienware AW3423DW gesellt sich ein Gaming-Monitor mit OLED-Panel hinzu, der auf dem Schreibtisch Platz findet - UW-QHD-Auflösung (21:9), QD-OLED-Curved-Panel, VESA DisplayHDR True Black 400-Rating sowie G-Sync Ultimate inklusive.
Vollständige Bezeichnung (wie bei Office-partner):
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LG UltraFine Display OLED Pro 32EP950-B (31.5 Zoll / 4K)

Von LG Electronics kommt ein OLED-Monitor, der sich mit 31.5 Zoll Bildschirmdiagonale für vielfältige Anwendungsszenarien in der Bildbearbeitung bzw. Videobearbeitung eignet.

Und dieser heißt LG UltraFine Display OLED Pro 32EP950-B.

Verbaut ist ein OLED-Panel mit 4K-Auflösung und 60 Hz Bildwiederholfrequenz.

Die Lichtstärke wird mit bis zu 540 cd/​m² angegeben – das reicht für die HDR-Zertifizierungen HDR10 sowie DisplayHDR 400 True Black.

Der Monitor richtet sich klar an Professionals, die in der Bild- oder Videobearbeitung tätig sind. Entsprechend fallen auch die Wide Gamut-Eigenschaften aus: 99% Adobe RGB und 99% DCI-P3 kann das Panel abdecken.

Neben Anschlussmöglichkeiten per HDMI oder DisplayPort steht auch eine USB-C-Schnittstelle bereit, die das Bildsignal auf Wunsch per DisplayPort via USB-C entgegennimmt.

Der USB-C-Anschluss unterstützt auch das gleichzeitige Laden eines angeschlossenen Endgeräts (z.B. Laptop) – und zwar mit maximal 90 Watt via USB-C PD.

Eine werkseitige Kalibrierung, die Unterstützung von Hardware-Kalibrierung, echte 10 Bit-Farben sowie Pivot-Funktionalität runden das Paket für professionelle Anwender ab.

LG UltraFine Display OLED Pro 32EP950-B
Produktbild zu LG UltraFine Display OLED Pro 32EP950-B
Letzte Aktualisierung: 23.05.2022 02:35 Uhr, Preis kann jetzt höher sein - Änderungen / Irrtümer möglich, zzgl. Versand ab 0,00 €.
Der erste vielseitig einsetzbare OLED-Monitor steht in der Startlöchern - der Bildschirm von LG bietet üppige Ausstattung für anspruchsvolle Anwender, hat jedoch auch einen hohen Preis.
Vollständige Bezeichnung (wie bei Office-partner):
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LG UltraFine Display OLED Pro 32EP950-B in anderen Online-Shops
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LG UltraFine Display OLED Pro 27EP950-B (26.5 Zoll / 4K)

Jetzt wird es doch schon ziemlich alltagstauglich – zumindest was die Größe angeht.

Der LG UltraFine Display OLED Pro 27EP950-B ist frisch verfügbar und hat mit 27 Zoll (genau genommen 26.5 Zoll) eine konventionelle Größe für einen klassischen Schreibtisch-Monitor.

Die Ausstattung des OLED-Modells ist im High-End-Bereich einzuordnen.

Zum Einsatz kommt ein Panel mit 4K-Auflösung inkl. einer Lösung für die Hardware-Kalibrierung (LG Calibration Studio), 10 Bit-Farbtiefe und Wide-Gamut-Eigenschaften (99% Adobe RGB, 99% DCI-P3).

Angeschlossen werden kann der LG UltraFine Display OLED Pro 27EP950-B mittels USB-C mit DisplayPort, HDMI oder DisplayPort. Der USB-C-Anschluss unterstützt die Stromversorgung via USB-C PD mit max. 90 Watt.

Ein Schnäppchen ist der Monitor nicht – auch hier dürfen sich vornehmlich professionelle Anwender im Kreativbereich angesprochen fühlen.

Ein weitere Variante des Monitors mit Blendschutzhaube (LG UltraFine Display OLED Pro 27EP95E) wurde angekündigt, jedoch konnte ich diese bislang nicht bei einem Händler gelistet finden.

LG UltraFine Display OLED Pro 27EP950-B
Produktbild zu LG UltraFine Display OLED Pro 27EP950-B
Preise, Verfügbarkeit, Lieferbedienungen usw. siehe Shop - Änderungen / Irrtümer möglich
Wer einen OLED-Monitor in der beliebten 27 Zoll-Größe sucht, darf einen Blick auf den LG UltraFine Display OLED Pro 27EP950-B werfen: OLED-Panel, 4K-Auflösung, 10 Bit-Farbtiefe, Hardware-Kalibrierungsoption, Wide-Gamut und USB-C sind an Bord.
Vollständige Bezeichnung (wie bei Coolblue):
Weitere Details zu LG UltraFine Display OLED Pro 27EP950-B siehe Coolblue, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Asus ProArt PQ22UC (21.6 Zoll / 4K)

Asus hat schon länger einen OLED-Monitor im Programm – den Asus ProArt PQ22UC.

Den „Winzling“ stellt man sich aber eher nicht auf den heimischen Schreibtisch. Einerseits sind 21.6 Zoll Bildschirmdiagonale dafür recht wenig, andererseits will der Monitor ja gerade bei der mobilen Anwendung punkten.

Der Standfuß ist faltbar und eine Hülle (genannt „Smart-Case“) wird mitgeliefert – das soll für einen einfachen und sicheren Transport sorgen.

Für das OLED-Panel wird eine max. Lichtstärke von 335 cd/​m² angegeben und es gibt eine HDR10-Zertifizierung. Die Farbtiefe beträgt native 10 Bit.

Die Auflösung ist 4K (3.840 x 2.160). Das ergibt eine Pixeldichte von 204 PPI, was beinahe dem Retina-Niveau im Apple-Universum entspricht.

Weiterhin hat der Asus ProArt PQ22UC Wide Gamut-Qualitäten: Das Panel bietet eine Farbraumabdeckung von 100% sRGB, 99.5% Adobe RGB sowie 95% DCI-P3.

An Anschlüssen stehen Micro-HDMI sowie USB-C mit DisplayPort zur Verfügung.

Der kompakte Monitor hat einen hohen Preis und ein sehr spezielles Einsatzszenario – es dürfen sich vornehmlich Kreativschaffende, die viel unterwegs sind, angesprochen fühlen.

Asus ProArt PQ22UC
Produktbild zu Asus ProArt PQ22UC
Letzte Aktualisierung: 23.05.2022 00:18 Uhr, Preis kann jetzt höher sein - Änderungen / Irrtümer möglich, zzgl. Versand ab 3,99 €.
Mobiler OLED-Monitor für Kreative - der ASUS ProArt PQ22UC ist einfach transportierbar und richtet sich somit vornehmlich an Fotografen und Videografen, die viel unterwegs sind.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu Asus ProArt PQ22UC via Shop-Datenfeed von Amazon, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Angekündigte OLED-Monitore

Der ein oder andere OLED-Monitor ist bereits mehr oder minder fest angekündigt.

Daneben gibt es eher wage Ankündigungen von Herstellern, künftig ebenfalls auf die OLED-Technik setzen zu wollen – hier muss man warten, inwieweit sich das in konkreten Monitor-Modellen niederschlägt.

Acer Predator CG48
(48 Zoll / 4K / Gaming-Monitor mit 138 Hz)
Acer Predator CG552K
(55 Zoll / 4K / Gaming-Monitor mit 144 Hz)
AOC Agon AG485UD
(48 Zoll / 4K / Gaming-Monitor mit 120 Hz, HDMI 2.1)
Asus ZenScreen OLED MQ13AH
(13 Zoll / portabler OLED-Monitor)
Asus ZenScreen OLED MQ16AH
(15.6 Zoll / portabler OLED-Monitor)
Asus ProArt OLED PA32DC
(32 Zoll / 4K / Grafik-Monitor / integrierter Kalibrator / HDR m. DisplayHDR 400 True Black)
Asus ROG Swift OLED PG42UQ
(42 Zoll / 4K / Gaming-Monitor mit 120 Hz, HDMI 2.1 mit ALLM / VRR, 0,1 ms G2G-Reaktionszeit)
Asus ROG Swift OLED PG48UQ
(48 Zoll / 4K / Gaming-Monitor mit 120 Hz, HDMI 2.1 mit ALLM / VRR, 0,1 ms G2G-Reaktionszeit)
LG UltraFine OLED Pro 27EP95E
(wie 27EP950 – jedoch mit Blendschutzhaube und Hardware-Kalibrierung)
LG UltraFine OLED Pro 32BP95E
(wie 32EP950 – jedoch mit Blendschutzhaube und Hardware-Kalibrierung)
LG UltraFine OLED Pro 65EP5G
(65 Zoll / 4K / f. Kreativschaffende / integrierter Kalibrator / HDR m. DisplayHDR 400 True Black)
LG UltraGear 48GQ900
(48 Zoll / 4K / Gaming-Monitor / HDMI 2.1)
MSI MEG 551U OLED
(55 Zoll / 4K / Gaming-Monitor mit 144 Hz und HDMI 2.1 – angekündigt für 2022)
Samsung Odyssey G8QNB
(34 Zoll / UW-QHD / QD-OLED / Gaming-Monitor mit Curved-Panel – angekündigt für 2022)
ViewSonic ColorPro VP16-OLED
(15.6 Zoll / portabler OLED-Monitor)
ViewSonic ColorPro VP32-OLED
(32 Zoll / 4K, Monitor für Kreativschaffende / mit USB-C PD und Thunderbolt 3)

Liste angekündigter OLED-Monitore, Quelle: eigene Recherche

Es fällt auf, dass neben Professionals (Fotobearbeitung, Bildbearbeitung) auch vermehrt Gamer von den Herstellern in den Fokus genommen werden.

So stehen nun auch OLED-Gaming-Monitore (teils mit HDMI 2.1) auf der Release-Liste.

Abgekündigte bzw. nicht mehr lieferbare Modelle

Dell Alienware AW5520QF (54.6 Zoll / 4K)

Ein riesiger Gaming-Bolide: Der Dell Alienware AW5520QF hat stolze 54.6 Zoll Bildschirmdiagonale, wird trotz TV-Abmessungen jedoch von Dell als Gaming-Monitor vermarktet.

Das OLED-Panel schafft bis zu 120 Hz und verfügt über Zertifizierungen für AMD FreeSync Premium sowie Nvidia G-Sync Compatible.

Mittlerweile scheint der Dell Alienware AW5520QF (jedenfalls in Deutschland) abgekündigt zu sein. Im US-Shop von Dell ist der Monitor weiterhin bestellbar.

Dell UP3017Q (30 Zoll / 4K)

Der ewig angekündigte – diesen Titel könnte man dem Dell UP3017Q geben.

Vorserienmodelle gab es auf Messen zu sehen und zumindest in den USA war der OLED-Monitor auch zwischenzeitlich gelistet, ging jedoch nie in den Verkauf.

Die Eckdaten hörten sich interessant an, der Preis war jedoch sehr hoch angesetzt (5.000,- US$).

Das war übrigens vor ca. fünf Jahren – und die OLED-Technik war damals auch noch nicht so ausgereift, wie es heute der Fall ist.

Auf der US-Webseite von Dell ist der OLED-Monitor noch archiviert.

Eizo Foris Nova (21.5 Zoll / 4K)

Der Eizo Foris Nova hat ganz ähnliche Eigenschaften wie der Asus ProArt PQ22UC, ist jedoch nach meinen Recherchen bei keinem Händler in Deutschland eingelistet.

In einer frühen Ankündigung gab Eizo an, nur 500 Stück des OLED-Bildschirms produzieren zu wollen – das dürfte die eingeschränkte Verfügbarkeit erklären.

Auf der Eizo-Webseite wird der Bildschirm jedoch noch geführt.

OLED-Bildschirme von LG Electronics

Bild: Flickr / LG Electronics, (CC BY 2.0)

Vor- und Nachteile bei einem OLED-Panel

Schnelle Reaktionszeiten, hohe Helligkeit und hoher Kontrast, brillante Farben, geringer Energieverbrauch – die OLED-Technik hat einige Vorteile auf der Habenseite.

Wie bei jedem Panel-Typ gibt es aber genauso Nachteile.

Der gewichtigste Nachteil dürfte für viele Anwender derzeit noch der Preis sein. Erfahrungsgemäß erledigt sich dies jedoch von selbst, wenn ein Panel-Typ irgendwann in die breite Massenproduktion geht.

Ein anderes Problem ist die prinzipielle Tendenz zum Einbrennen (engl. Burn-In).

Das kennt man vielleicht noch von Röhrenmonitoren – wird häufig bzw. für längere Zeit das gleiche Bild gezeigt (z.B. Menüleiste im unteren Bildschirmbereich), brennt das Bild an dieser Stelle ein.

Die OLED-Hersteller greifen hier teilweise auf Software-Lösungen zurück, um das Einbrennen zu verhindern – das Bild regelmäßig wird z.B. minimal und für den Nutzer kaum merklich verschoben (sog. Pixel-Shift).

Auch einen „Bildschirmpflege-Modus“ gibt es häufig – hier läuft ein Wartungsprogramm, was Einbrenneffekte reduzieren und die Langlebigkeit erhöhen soll (sog. Pixel-Refresh).

Weiterhin wird mit einer „Memory-Funktion“ gearbeitet – Daten zu Leuchtdauer und Helligkeit werden Pixel für Pixel gespeichert. Lange und hell leuchtende OLED-Pixel werden dann mit mehr Strom versorgt.

Trotzdem gab es bei OLED-Geräten (aufgrund der geringen Verfügbarkeit von OLED-Monitoren sind hier vor allem Erfahrungswerte mit Smartphones und TV-Geräten gefragt) teils Probleme damit.

Gesagtes betrifft im Übrigen sowohl die zuerst verfügbaren White-OLEDs (WOLED) als auch die neueren Quantum Dot-OLEDs (QD-OLED).

Zwar ist der Aufbau durchaus unterschiedlich. Jedoch unterliegen sowohl WOLED wie auch QD-OLED einer Abnutzung der organischen Schicht, der die Panel-Hersteller versuchen entgegenzusteuern.

Und bei einem Monitor ist das Problem nunmal gewichtiger: Auf einem TV-Gerät gibt tendenziell wenige statische Inhalte, während ein Monitor diese unweigerlich darstellen muss (z.B. Menüleiste eines Bildbearbeitungsprogramms oder die Taskleiste des Betriebssystems).

Die ersten OLED-Monitore sind auf Kreativ-Professionals ausgerichtet. Wie sich OLED bei Desktop, Web-Browsing oder Office-Anwendung hinsichtlich der Lebensdauer schlägt, muss sich noch beweisen.

Mittlerweile scheinen Hersteller die Technik aber besser im Griff zu haben.

Was neben des Preises und der Langlebigkeit als Nachteil bleibt: Zumindest bei Monitoren hat man eine sehr beschränkte Auswahl an OLED-Modellen, während z.B. mit einem IPS-Panel die Auswahl riesig ist.

Patrick Woessner

Ich bin Patrick und hier blogge ich zu verschiedenen Themen rund um Technik, Gadgets und mehr. Früher hatte ich gleich mehrere Blogs zu diesem Thema. Mittlerweile steht Tech Junkies im Mittelpunkt.

Diskussion - 6 Kommentare
  • Richard sagt:

    Hallo Patrick,

    Dein nächster Monitor wird ein OLED? Gut 3000 €! Und obendrauf Sorgen im Hinterkopf: Ständig Gedanken machen, wie man arbeitet und wofür man den Monitor nutzt (das Bild könnte ja einbrennen)!

    Überzeugt mich nicht.

    Richard.

    • Hallo Richard,

      ja stimmt grundsätzlich, da relativiere ich wie folgt: Ich glaube ein OLED-Monitor könnte interessant sein, wenn bei mir die nächste Neuanschaffung ansteht.

      Und das wird noch das ein oder andere Jahr dauern 🙂

      Die aktuell verfügbaren bzw. angekündigten High End- bzw. Professional-Monitore sind zumindest bei meinem bescheidenen Tätigkeitsbereich nicht wirtschaftlich sinnvoll zu betreiben, das ist mir klar.

      Ich lasse mich jedoch überraschen bzw. bin vorsichtig optimistisch, dass OLED-Panels vielfältig nutzbar (Stichwort Lebensdauer / Einbrennen) und günstiger werden dürften – und dann auch ein Thema für Mainstream-Monitore wären.

      Viele Grüße,
      Patrick

  • Reader sagt:

    Danke für die Übersicht.
    Hilft mir sehr bei der Entscheidung.
    Noch etwas Abwarten wegen Preis und potentiellen Einbrennen. Hoffe aber sehr, dass sich beides in günstige Richtungen etabliert.

  • Anon sagt:

    Es ist schon ein wenig merkwürdig, dass die Displays alle so riesig oder winzig sind. Die erinnern mehr an Fernseher oder Notebookdisplays. Leider wenig im klassischen 24″ oder 27″ Format. Oder es sollen Konsolenspieler angesprochen werden.

    • Hallo „Anon“,

      etwas Geduld ist da noch gefragt.

      Mit dem LG UltraFine Display OLED Pro 27EP950 bzw. dem LG UltraFine Display OLED Pro 27EP95E (letzterer mit Blendschutzhaube) sind ja zwei interessante OLED-Modelle mit 27 Zoll angekündigt. Von einem 24 Zoll-Monitor habe ich jedoch noch nichts gehört.

      OLED erobert erst langsam den Monitor-Markt. Das wird schon noch mit der Verfügbarkeit weiterer Modelle… 🙂

      Viele Grüße,
      Patrick

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