Welcher Monitor für Bildbearbeitung ist 2026 wirklich empfehlenswert? Diese Frage beschäftigt ambitionierte Fotografen und Grafiker – und mich. Die Antwort: Es kommt auf das Budget und die Workflow-Anforderungen an.
Auch günstige Monitore für Bildbearbeitung können überzeugen – wenn man weiß, worauf es ankommt.
Meine Top 3 Monitor-Empfehlungen für Bildbearbeitung sind derzeit:
- Web und Social Media: ASUS ProArt PA278CGRV (gelistet bei Amazon) – 100% sRGB, QHD auf 27 Zoll, werkskalibriert
- Druck (Mittelklasse): BenQ PhotoVue SW272QN (gelistet bei Amazon) – 99% Adobe RGB, Hardware-Kalibrierung
- Profi-Klasse: Eizo ColorEdge CS2740 (gelistet bei Amazon) – 4K, 99% Adobe RGB, Hardware-Kalibrierung
Ein Monitor für professionelle Bildbearbeitung muss deutlich höhere Anforderungen erfüllen als Standard-Office-Displays.
Farbraum, Kalibrierung, Auflösung und Panel-Qualität sind entscheidend für farbechte Ergebnisse in Lightroom, Photoshop und beim finalen Druck.
Nachfolgend zeige ich die wichtigsten Kriterien für den optimalen Bildbearbeitungs-Monitor und meine persönlichen Empfehlungen aus 10+ Jahren mit Hardware und Bildbearbeitung.
Wie immer kommt es auf den Workflow (sRGB vs. Adobe RGB) und die Anforderungen an.
Für Fotografen, bei denen Farbverbindlichkeit für die Druckvorbereitung unverzichtbar ist, kommen der BenQ PhotoVue SW272U (gelistet bei Amazon) oder der Eizo ColorEdge CS2740 (gelistet bei Amazon) in die engere Auswahl (beide mit 27 Zoll, 4K-UHD, Adobe RGB, Hardware-Kalibrierung).
Wer Fotos vordergründig online veröffentlicht (z.B. Content-Creator und Influencer), der kann auf den sRGB-Workflow zurückgreifen – und einen günstigen Monitor.
Der ASUS ProArt PA278CGRV (gelistet bei Amazon) kostet einen Bruchteil der High-End-Bildschirme und liefert 100% sRGB auf 27 Zoll bei QHD-Auflösung.
Folgendes sind die wichtigsten Kaufkriterien für einen Monitor für Bildbearbeitung:
- IPS ist das bevorzugte Panel, OLED eher für Foto und Video mit HDR
- mindestens 99% sRGB-Abdeckung und ab Werk ein Delta E unter 2
- ab 27 Zoll mindestens QHD-Auflösung (besser aber 4K / UHD)
- Hardware-Kalibrierungsmöglichkeit für Profis (LUT Zugriff)
Der Artikel gibt eine Kaufberatung zu Monitoren für Bildbearbeitung im Jahr 2026 und richtet sich an Fotografen und Grafiker mit unterschiedlichen Budgets und Workflow-Anforderungen. Entscheidend ist zunächst, ob Bilder im Web oder im Druck landen, da dies den benötigten Farbraum bestimmt: sRGB genügt für Social Media und Content-Creator, während professionelle Druckvorbereitung Adobe RGB und Hardware-Kalibrierung erfordert. Vorgestellt werden konkrete Modelle verschiedener Hersteller wie ASUS, BenQ, Eizo und Dell für unterschiedliche Einsatzzwecke, Bildschirmgrößen und Preisklassen. Zusätzlich erklärt der Beitrag technische Grundlagen wie Panel-Technologien, Kalibrierung, Anschlussarten und typische Fehlannahmen beim Monitorkauf.
- Für den sRGB-Workflow im Web reichen günstigere, werkskalibrierte Monitore wie der ASUS ProArt PA278CGRV vollkommen aus.
- Professionelle Druckvorbereitung erfordert Adobe RGB-Abdeckung und Hardware-Kalibrierung, etwa bei Modellen wie dem Eizo ColorEdge CS2740 oder BenQ PhotoVue SW272U.
- IPS-Panels gelten weiterhin als beste Wahl für die Bildbearbeitung, während OLED vor allem für Hybrid-Workflows mit Video und HDR interessant ist.
- 27 Zoll mit mindestens QHD-Auflösung gilt als idealer Kompromiss aus Pixeldichte und Preis, 4K wird ab 32 Zoll empfohlen.
- Eine regelmäßige Kalibrierung ist vor allem für farbverbindliche Druck- und Agenturarbeiten notwendig, für private oder Web-Nutzung reicht meist die Werkskalibrierung.
Monitor-Kaufberatung – welcher Fotografen-Typ trifft zu?
Es gibt viele Foto-Monitore auf dem Markt – die folgende Kaufberatung hilft, eine Vorauswahl zu treffen. Entscheidend ist zuerst, wo die Bilder landen – im Web oder im Druck.
- 🌟 Instagram und Social Media
- sRGB-Farbraum genügt vollkommen (≥ 99% empfohlen)
- Auflösung z.B. Full HD auf 24 Zoll, QHD darüber, 4K auf Wunsch
- Werkskalibrierung ausreichend
- IPS-Panel bevorzugt
- Kaufempfehlung z.B. ASUS ProArt PA278CGRV (gelistet bei Amazon) oder (24 Zoll, sehr günstig) AOC 24P2Q (gelistet bei Amazon)
- 📸 Ambitionierter Hobby-Fotograf
- sRGB-Abdeckung (≥ 99% empfohlen) ist Muss, Wide-Gamut (Adobe RGB) optional
- QHD auf 27 Zoll, höhere Auflösung (4K-UHD) empfehlenswert
- optionale Software-Kalibrierung
- IPS-Panel (≥ 300 cd/m² empfohlen)
- Kaufempfehlung z.B. ASUS ProArt PA279CRV (gelistet bei Amazon) oder Dell UltraSharp U2725QE (gelistet bei Amazon)
- 💼 Professioneller Fotograf
- Adobe RGB-Farbraum (≥ 99% empfohlen)
- Mindestens QHD auf 27 Zoll, besser 4K-UHD
- Hardware-Kalibrierung ist Pflicht
- IPS-Panel mit 10 Bit-Farbtiefe (nativ)
- Kaufempfehlung z.B. BenQ PhotoVue SW272QN (gelistet bei Amazon), BenQ PD2770U (gelistet bei Amazon) oder Eizo ColorEdge CS2740 (gelistet bei Amazon)
- 🎬 Foto und Video (Hybrid)
- DCI-P3 bzw. Display-P3 (≥ 95% empfohlen), Rec. 709 für Video
- 4K-UHD auf 27 oder 32 Zoll, gern mit HDR
- OLED möglich, IPS bleibt für statische Bearbeitung entspannter
- Kaufempfehlung z.B. Dell UltraSharp U2725QE (gelistet bei Amazon) oder ASUS ProArt PA279CDV (gelistet bei Amazon)
Was lässt sich daraus Schlussfolgern?
Die größte Geldverschwendung bei einem Monitor für Bildbearbeitung ist m.E. ein Adobe RGB-Monitor, wenn man anschließend im sRGB-Workflow arbeitet (Produktion für Web).
LUT-Zugriff (Lookup-Table) für die Hardware-Kalibrierung treibt den Preis ebenfalls nach oben – zwingend erforderlich ist das jedoch nur für farbkritische Arbeiten wie High-End-Produktionen und Agentur- bzw. Druckaufträge.
Deswegen – erst Anforderungen klären, dann einkaufen.
Monitore für Bildbearbeitung – Empfehlungen nach Einsatzzweck
Die Empfehlungen sind nach Workflow sortiert – erst die Frage, wo die Bilder landen, dann Größe und Budget.
Alle Modelle haben ein IPS-Panel. OLED-Alternativen für Foto und Video gibt es weiter unten.
Monitore für Web und Social Media (sRGB-Workflow)
ASUS ProArt PA278CGRV (QHD, 27 Zoll, sRGB-Workflow)
Ein günstiger Einstieg in die Bildbearbeitung auf 27 Zoll ist der ASUS ProArt PA278CGRV.
Das IPS-Panel deckt 100% sRGB und 97% DCI-P3 ab und ist ab Werk kalibriert (Delta E unter 2, Calman Verified). Für Fotos, die im Web oder auf Social Media landen, ist das genau das richtige Paket.
Praktisch für Laptop-Nutzer: USB-C mit DisplayPort und 96 Watt Power Delivery, dazu ein USB-Hub und ein KVM-Switch. Die 144 Hz sind für die Bildbearbeitung kein Muss, machen den Monitor aber auch für Gelegenheits-Gamer interessant.
Auf eine Hardware-Kalibrierung muss man verzichten – für den sRGB-Workflow ist das jedoch kein Nachteil.
Der ASUS ProArt PA278CGRV ist ein günstiger, werkskalibrierter QHD-Monitor für den sRGB-Workflow mit USB-C-Docking und 144 Hz.
ASUS ProArt PA279CRV (4K, 27 Zoll, sRGB-Workflow)
Der ASUS ProArt PA279CRV ist ein Monitor für Fotografen und Grafiker, der viel an Bord hat, jedoch dennoch vergleichsweise günstig zu haben ist.
Das IPS-Panel mit 10 Bit-Farbtiefe (8 Bit + FRC) schafft 100% sRGB, 99% Adobe RGB und 99% DCI-P3.
Die LUT ist per Werkskalibrierung (Delta-E <2) und Calman Verified eingestellt – auf eine Hardware-Kalibrierung muss man bei diesem Monitor für Bildbearbeitung verzichten – also eher ein Allrounder.
Die Anschluss-Möglichkeiten sind „state of the art“ – neben DisplayPort und HDMI gibt es auch die Möglichkeit, auf DisplayPort via USB-C (inkl. Power Delivery mit 96 Watt) zurückzugreifen.
Der ASUS ProArt PA279CRV ist ein Allrounder-Monitor für Bildbearbeitung, der mit guter Ausstattung zu einem vernünftigen Preis punktet.
Dell UltraSharp U2725QE (4K, 27 Zoll, sRGB- und P3-Workflow)
Der Dell UltraSharp U2725QE ist ein 4K-Allrounder mit IPS-Black-Panel, das einen höheren Kontrast als klassische IPS-Panels erreicht.
Mit 100% sRGB und 99% DCI-P3 ist der Monitor gut für Web, Mac-Workflows und Video gerüstet. Für den Druck fehlen ihm allerdings die volle Adobe RGB-Abdeckung und eine Hardware-Kalibrierung.
Stark ist die übrige Ausstattung: 120 Hz, Thunderbolt 4 mit bis zu 140 Watt Power Delivery, LAN-Anschluss und ein umfangreicher USB-Hub. Ein MacBook lässt sich damit über ein einziges Kabel anschließen und laden.
Der Dell UltraSharp U2725QE ist ein 4K-Allrounder für Foto, Video und Büro mit P3-Farbraum, 120 Hz und Thunderbolt-Dock.
Wer nur ein knappes Budget hat und mit 24 Zoll auskommt, findet mit dem AOC 24P2Q (gelistet bei Amazon) einen IPS-Monitor mit 100% sRGB in Full HD.
Monitore für Druck und Adobe RGB (Hardware-Kalibrierung)
BenQ PhotoVue SW242Q (WQXGA, 24 Zoll, Adobe RGB-Workflow)
Der BenQ PhotoVue SW242Q bringt die Profi-Ausstattung der SW-Serie auf 24 Zoll.
Die Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln im 16:10-Format sorgt für eine hohe Pixeldichte und etwas mehr Höhe für Werkzeugleisten in Lightroom und Photoshop.
Das IPS-Panel deckt 99% Adobe RGB und 98% DCI-P3 ab, Hardware-Kalibrierung und eine Blendschutzhaube sind ebenfalls dabei. Per USB-C mit 90 Watt Power Delivery lässt sich ein Laptop direkt anschließen.
Der BenQ PhotoVue SW242Q bringt Adobe RGB, Hardware-Kalibrierung und Blendschutzhaube in das kompakte 24-Zoll-Format.
BenQ PhotoVue SW272QN (QHD, 27 Zoll, Adobe RGB-Workflow)
Für professionelle Fotografen und doch mit ordentlichem Preis-Leistungs-Verhältnis – da ist der BenQ PhotoVue SW272QN eine Erwähnung wert.
BenQ ist zwar ein renommierter Monitor-Hersteller, hat früher jedoch nicht den Ruf gehabt, „Cutting-Edge“ Foto-Monitore herzustellen (im Gegensatz zu z.B. Eizo).
Das hat sich jedoch geändert.
Es gibt ein IPS-Panel mit 99% Adobe RGB und 99% DCI-P3, Hardware-Kalibrierung und laut BenQ ein Delta E von höchstens 1,5.
Die entspiegelte Nano-Matte-Oberfläche reduziert Reflexionen, und mit Paper Color Sync lässt sich am Bildschirm simulieren, wie ein Foto auf Papier wirkt.
Der bisherige BenQ PhotoVue SW272Q (gelistet bei Amazon) mit vergleichbarer Ausstattung ist derzeit kaum noch lieferbar.
Der BenQ PhotoVue SW272QN ist ein QHD-Fotomonitor für den Druck-Workflow mit Adobe RGB, Hardware-Kalibrierung und entspiegeltem Panel.
Eizo ColorEdge CS2731 (QHD, 27 Zoll, Adobe RGB-Workflow)
Wird ein professioneller Monitor zur Bildbearbeitung z.B. mit Lightroom und Photoshop gesucht, so hat sich vor allem Eizo mit der ColorEdge-Serie einen Namen gemacht, viele Fotografen-Wünsche zu erfüllen.
Der Eizo ColorEdge CS2731 ist ein Wide-Gamut-Monitor und verfügt über 99% Adobe RGB-Farbraum und kann mit einem optional erhältlichen Messgerät (Sensor) kalibriert werden.
Das IPS-Panel (Wide Gamut) deckt fast den vollständigen CMYK-Farbraum ab. Eine Lichtschutzhaube ist auf Wunsch separat erhältlich.
Im Vergleich zu Vorgänger-Modell bekommt der Eizo ColorEdge CS2731 erstmals USB-C mit DisplayPort spendiert. Damit werden die bisherigen Anschluss-Möglichkeiten (DisplayPort, HDMI, DVI) ergänzt.
Übrigens: Wer statt 27 Zoll ein kleineres 24 Zoll Panel bevorzugt, kann einen genaueren Blick auf den kleineren Eizo ColorEdge CS2400S (gelistet bei Amazon) werfen.
Der Eizo ColorEdge CS2731 ist ein Monitor für Profi-Fotografen (Wide Gamut), der kaum Wünsche offen lassen dürfte.
BenQ PhotoVue SW272U (4K, 27 Zoll, Adobe RGB-Workflow)
Der BenQ PhotoVue SW272U untermauert den Anspruch von BenQ, im Segment der Monitore für Bildbearbeitung bzw. Fotografen ernsthaft mitzumischen.
Die Liste der Ausstattungsmerkmale kann beim BenQ PhotoVue SW272U durchaus überzeugen.
Mit dem IPS-Panel (10 Bit nativ) deckt der Fotografen-Monitor 100% sRGB, 99% Adobe RGB und auch 99% DCI-P3 ab.
Hard- und Software-Kalibrierung werden unterstützt.
Außerdem ist der Monitor HDR-fähig (HDR10, HLG) und kann mit 10 Bit besonders weiche Farbabstufungen darstellen.
Neben HDMI und DisplayPort ist auch ein USB-C Port dabei (inkl. Unterstützung für DisplayPort via USB-C mit 90 Watt Power Delivery – genug für ein MacBook Pro).
Eine Blendschutzhaube wird beim BenQ PhotoVue SW272U gleich mitgeliefert.
Profi-Monitor mit 4K-Auflösung inkl. 99% Adobe RGB, Hard-Software-Kalibrierung und USB-C mit DisplayPort.
BenQ PD2770U (4K, 27 Zoll, Adobe RGB-Workflow)
Der BenQ PD2770U stammt aus der Designer-Serie von BenQ, bringt aber alles mit, was Fotografen brauchen.
Das IPS-Panel deckt 99% Adobe RGB und 99% DCI-P3 ab und unterstützt Hardware-Kalibrierung.
Die Besonderheit: Ein Kalibrator ist bereits integriert. Ein externes Messgerät ist damit nicht nötig, und die Kalibrierung lässt sich laut BenQ zeitgesteuert wiederholen.
Eine Blendschutzhaube, USB-C mit 96 Watt Power Delivery und ein KVM-Switch runden die Ausstattung ab.
Der BenQ PD2770U kombiniert 4K, Adobe RGB und Hardware-Kalibrierung mit einem integrierten Kalibrator.
Eizo ColorEdge CS2740 (4K, 27 Zoll, Adobe RGB-Workflow)
Wer keine Kompromisse machen will, darf sich den Eizo ColorEdge CS2740 genauer anschauen.
Der Fotografen Monitor hat 27 Zoll Bildschirmdiagonale – das ergibt eine Pixeldichte von 163 PPI.
Der 4K-Monitor verfügt über ein 10 Bit IPS-Panel (Wide Gamut), welches neben 99% Adobe RGB auch 95% des DCI-P3-Farbraums und 100% des REC 709-Farbraums abdeckt.
Weitere Besonderheit: Der Monitor verfügt über Zugriff auf die LUT (Lookup Table) für eine Hardware-Kalibrierung.
Ein USB-C mit DisplayPort sowie ein 4-fach USB-Hub mit KVM-Switch sind ebenfalls an Bord.
Fotografen, die nach einem Profi-Monitor für die Bildbearbeitung mit 4K und Wide Gamut suchen, können einen Blick auf den Eizo ColorEdge CS2740 werfen.
Eizo ColorEdge CG2700X (4K, 27 Zoll, Adobe RGB-Workflow)
Wer im Profi-Umfeld farbverbindlich arbeitet, landet früher oder später bei der CG-Serie von Eizo.
Der Eizo ColorEdge CG2700X deckt 99% Adobe RGB und 98% DCI-P3 ab und hat einen integrierten Kalibrierungssensor. Die Hardware-Kalibrierung läuft damit auf Wunsch automatisch.
Dazu kommen eine Ausleuchtungskorrektur für eine gleichmäßige Darstellung bis in die Ecken, eine Blendschutzhaube und USB-C mit 94 Watt Power Delivery.
Das hat seinen Preis – für Hobby-Fotografen ist der Monitor deutlich überdimensioniert.
Der Eizo ColorEdge CG2700X ist ein Referenz-Monitor für farbverbindliche Arbeit mit integriertem Kalibrierungssensor.
Monitore mit 32 Zoll für Bildbearbeitung
Dell UltraSharp U3225QE (4K, 32 Zoll, sRGB- und P3-Workflow)
Der Dell UltraSharp U3225QE ist das größere Schwestermodell des U2725QE – mit IPS-Black-Panel, 99% DCI-P3, 120 Hz und Thunderbolt 4.
Für Web, Video und Mac-Workflows ist er eine sehr gute Wahl. Wie beim kleineren Modell fehlen für den Druck die volle Adobe RGB-Abdeckung und eine Hardware-Kalibrierung.
Der Dell UltraSharp U3225QE bietet viel Arbeitsfläche in 4K, P3-Farbraum und ein Thunderbolt-Dock für Web- und Video-Workflows.
BenQ PhotoVue SW321C (4K, 32 Zoll, Adobe RGB-Workflow)
Der BenQ PhotoVue SW321C ist der 32-Zoll-Fotomonitor der SW-Serie mit 99% Adobe RGB, 10 Bit und Hardware-Kalibrierung über eine 16 Bit-LUT.
Eine Blendschutzhaube und ein Kartenleser sind dabei. Per USB-C liefert der Monitor allerdings nur 60 Watt – für leistungsstarke Laptops kann das knapp werden.
Der BenQ PhotoVue SW321C ist ein 32-Zoll-Fotomonitor mit 4K, Adobe RGB und Hardware-Kalibrierung für den Druck-Workflow.
Auch Eizo hat seine ColorEdge-CS-Serie inzwischen um ein 32-Zoll-Modell mit 4K und Hardware-Kalibrierung erweitert.
Monitor für Bildbearbeitung kaufen – wichtige Kriterien
Panel-Technologie für Bildbearbeitung – IPS vs. VA vs. OLED
Monitor für Bildbearbeitung – da ist in den allermeisten Fällen ein IPS-Panel (IPS steht für In-Plane Switching) die bevorzugte Wahl.
Das liegt vor allem an den folgenden Faktoren:
- Farbgenauigkeit: Beste Farbtreue mit natürlicher Farbwiedergabe – ideal für professionelle Bildbearbeitung
- Blickwinkelstabilität: 178° horizontal/vertikal – Farben bleiben aus jedem Winkel konstant
- Farbraumabdeckung: Gute IPS-Panels erreichen 100% sRGB und bis zu 99% Adobe RGB
- Helligkeit: Typisch 300-400 cd/m² – perfekt für helle Arbeitsumgebungen
Grundsätzlich kämen auch noch VA-Panels (VA steht für Vertical Alignment) in Frage. Diese haben grundsätzlich ein besseres Kontrastverhältnis als IPS, schneiden jedoch in den restlichen Kategorien schlechter ab.
Das ist übrigens die Schwäche von IPS – der Kontrast liegt in der Regel bei 1000:1, was bedeutet, dass Schwarzwerte nicht ideal dargestellt werden.
Fehlt noch OLED (Organic Light-Emitting Diode) als weitere Alternative, worauf ich gleich noch genauer eingehe. Diese punkten mit lebendigen Farben und tiefem Schwarz. Jedoch gibt es auch Nachteile – weshalb ich OLED vor allem für Hybrid-Workflows mit Foto und Video empfehle.
Unterm Strich gilt also – mit IPS macht man nichts verkehrt, VA ist ein Kompromiss und OLED lohnt sich vor allem, wenn HDR und Video eine Rolle spielen.
OLED-Monitore für Fotografen und Grafiker
OLED-Monitore für die Bildbearbeitung sind inzwischen in der Profi-Klasse angekommen – vor allem ASUS baut die ProArt-Serie mit QD-OLED-Panels aus.
Der ASUS ProArt PA279CDV (gelistet bei Amazon) kombiniert 4K auf 27 Zoll mit 99% DCI-P3, 10 Bit und 120 Hz. Der ASUS ProArt PA27USD (gelistet bei Amazon) geht noch weiter und unterstützt Hardware-Kalibrierung.
Etwas älter, aber weiterhin erhältlich sind die 4K-OLEDs der ersten ProArt-Generation:
Für die reine Fotobearbeitung würde ich dennoch weiterhin zu IPS raten. Dafür gibt es drei Gründe:
- Helligkeitsbegrenzung (ABL): OLEDs dunkeln große helle Flächen automatisch ab. Bei hellen Fotos schwankt die Bildhelligkeit damit je nach Motiv.
- Einbrennen: Statische Paletten in Lightroom und Photoshop bleiben stundenlang an derselben Stelle. Schutzfunktionen senken das Risiko, beseitigen es aber nicht gänzlich.
- SDR-Helligkeit: Im SDR-Betrieb liegen viele OLEDs um 250 cd/m² – für helle Räume ist das knapp.
Wer zusätzlich Videos schneidet oder HDR-Fotos bearbeitet, profitiert dagegen vom tiefen Schwarz. Mehr dazu in den Ratgebern zu OLED-Monitoren und zu Mini-LED-Monitoren.
Farbraum für Fotografen: sRGB vs. Adobe RGB erklärt
Viele Fotografen kaufen teure Monitore, doch brauchen sie diese auch?
Ein Adobe RGB-Monitor treibt den Preis kräftig nach oben. Deshalb empfehle ich, einen Schritt zurück zu machen und die Anforderungen klar zu definieren.
Viele Fotos werden heutzutage online veröffentlicht, z.B.:
- Social Media Plattformen wie Instagram oder Pinterest, Influencer und Content-Creators
- New-Portale, Blogs und andere Webseiten
- … und viele weitere Online-Kanäle
Auf die entsprechenden Online-Portale greifen vornehmlich Consumer-Geräte wie Smartphones, Tablets oder Laptops zu – und da ist nun einmal sRGB der dominierende Farbraum.
Wer einen Monitor für Bildbearbeitung sucht, vornehmlich online publiziert, der kann sich an WYSIWYG („what you see is what you get“) halten und direkt zu einem sRGB-Monitor greifen.
Adobe RGB ist vornehmlich für professionelle Druckaufträge ein Thema.
Dort spielt Adobe RGB die Stärken aus – der Farbraum ist ca. 35% größer als sRGB.

Adobe RGB bietet z.B. mehr Grün- und Cyan-Töne, was wichtig für die spätere CMYK-Konvertierung im Druck ist, weshalb es der Standard bei der professionellen Druckvorbereitung ist.
Zwingend erforderlich ist Adobe RGB oftmals nicht.
Fotografen können zwar auch im Adobe RGB-Workflow arbeiten und das Ergebnis z.B. bei Instagram veröffentlichen – dann müsste in Lightroom oder Photoshop jedoch beim Export ohnehin ein sRGB-Farbprofil ausgewählt werden.
Eine Erwähnung wert ist auch noch DCI-P3 – ein Farbraum, den besonders Apple (als Display-P3) vermarktet. Dieser spielt vordergründig in Film und Video eine Rolle.
Wichtig: Ein hoher DCI-P3-Wert ersetzt Adobe RGB für den Druck nicht. Adobe RGB reicht weiter in den Grün- und Cyan-Bereich, den viele Drucker abbilden können.
Monitor-Kalibrierung für perfekte Farben
Auch noch einmal so ein Thema – beim Kauf wird ein vergleichsweise teurer Monitor angeschafft, der Zugriff auf die LUT (lookup table) bietet und somit für die Hardware-Kalibrierung geeignet ist.
Doch dann kalibriert der Fotograf nie.
Grob zusammengefasst, gibt es zwei Gründe, weshalb eine regelmäßige Kalibrierung Sinn machen kann:
- Nach einigen Monaten kommt es zu einem Farbdrift am Bildschirm, d.h. die Farben verschieben sich. Das liegt daran, dass der Monitor altert.
- Werkskalibrierung ist schön und gut, doch da werden unter Laborbedingungen Durchschnittswerte eingestellt. Am Arbeitsplatz kann das Umgebungslicht eine Rolle spielen.
Muss ich also zwangsweise kalibrieren?
Meine Antwort lautet wieder nein. So wie Hobby-Fotografen keinen Adobe RGB-Monitor brauchen, müssen sie sich in meinen Augen auch nicht mit Kalibrierung herumschlagen.
Wir sind da nämlich wieder beim Thema Instagram und andere Online-Portale und Consumer-Geräte.
Die Bildbearbeitung auf einem akkurat kalibrierten Monitor stellt zwar ein farbverbindliches Ergebnis sicher – doch dies wird dadurch nichtig, dass es von Nutzern z.B. mit einem „unkalibrierten“ Smartphone abgerufen wird.
Wer durch Agentur-Vorgaben oder zur Druckvorbereitung hingegen farbverbindliche Arbeiten abliefern muss, der kommt am Thema Kalibrierung nicht vorbei.
Da ist stets die Hardware-Kalibrierung, bei der die Ergebnisse direkt in die LUT (lookup table) des Monitors geschrieben werden, zu empfehlen – das ist bei einer 16 oder 24 Bit-LUT präziser.
Neben einem kompatiblen Monitor mit LUT-Zugriff (bestimmte Modelle z.B. von Eizo, BenQ PhotoVue, ASUS Pro Art usw.) ist ein Kalibrierungsgerät bzw. Colorimeter erforderlich.
Die gängigen Wahl fällt z.B. auf das Datacolor SpyderPro (gelistet bei Amazon) oder das Calibrite Display Pro HL (gelistet bei Amazon).
Eine Kalibrierung dauert ca. 30-60 Minuten und sollte ca. monatlich bis quartalsweise wiederholt werden.
Wie genau ein Monitor die Farben trifft, beschreibt der Wert Delta E (ΔE) – die Abweichung zwischen Soll- und dargestellter Farbe. Werte unter 2 gelten als sehr gut, unter 1 ist ein Unterschied mit bloßem Auge kaum noch zu erkennen.
Herstellerangaben beziehen sich meist auf die Werkskalibrierung unter Laborbedingungen und sind zwischen Herstellern nur bedingt vergleichbar.
Ebenso wichtig ist die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung (Uniformity). Günstige Panels werden zu den Rändern hin oft dunkler oder bekommen einen Farbstich. Profi-Modelle von Eizo oder BenQ gleichen das elektronisch aus.
Eine Übersicht kalibrierbarer Modelle gibt es im Ratgeber zu Monitoren mit Hardware-Kalibrierung.

Benötigte Zeit: 45 Minuten
Monitor für Bildbearbeitung kalibrieren – Schritt-für-Schritt Anleitung
- Monitor vorbereiten
Monitor ca. 30 Minuten warmwerden lassen. Dieser Schritt ist erforderlich, um Normalbedingungen herzustellen.
- Raum vorbereiten
Während der Kalibrierung sollten gleichmäßige Lichtbedingungen herrschen. Direktes Sonnenlicht, wechselnde Lichtbedingungen, Farbeinflüsse von außen – all das gilt es zu vermeiden. Ganz abdunkeln ist ebenfalls nicht zu empfehlen.
- Kalibrierungs-Software installieren
Spätestens jetzt muss die Kalibrierungs-Software installiert werden. Das kann z.B. DisplayCAL (Open Source und kostenlos) oder eine herstellerspezifische Software wie BenQ Palette Master Element oder Eizo ColorNavigator sein.
- Colorimeter bzw. Kalibrierungsgerät anschließen und positionieren
Colorimeter per USB anschließen und mittig auf dem Bildschirm platzieren.
- Kalibrierungssoftware konfigurieren
Je nach verwendeter Software gibt es unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten. Oft wird ein einfacher Modus und ein erweiterter Modus angeboten. Grundeinstellungen sind Farbtemperatur: 6500K (D65), Gamma: 2.2, Helligkeit: 120 cd/m² (normales Umgebungslicht), Farbraum: sRGB für Web oder Adobe RGB für Druck.
- Monitoreinstellungen prüfen
Manche Monitore haben einen Umgebungslichtsensor, der die Helligkeit dynamisch anpasst – für eine Kalibrierung kontraproduktiv, also abschalten. Gleiches gilt für Display-Modi wie Cinema oder Gaming, die in die Farbdarstellung eingreifen. Im Zweifelsfall kann ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen angeraten sein.
- Kalibrierung durchführen
Per Button wird die Kalibrierung in der Software gestartet. Von nun an ist den Hinweisen auf dem Bildschirm zu folgen. Das Colorimeter misst alle erforderlichen Farben und Flecken, was einige Minuten in Anspruch nehmen kann.
- Kalibrierungsreport prüfen und Farbprofil installieren
Die Software erstellt einen Report mit den Ergebnissen der Kalibrierung und ein ICC-Profil, welches in den Systemeinstellungen (Windows oder macOS) eingerichtet wird. Bei Hardware-Kalibrierung dient das ICC-Profil zum Abgleich der Monitoreigenschaften, während die LUT direkt in den Monitor geschrieben wird. Bei Software-Kalibrierung verwendet das Betriebssystem zusätzlich Farbkorrekturkurven aus dem ICC-Profil, die die Grafikkarte dann bei der Signalausgabe anwendet.
- Kalibrierung alle 1-3 Monate wiederholen
Wer farbverbindlich arbeitet, muss die Kalibrierung alle 1-3 Monate wiederholen.
Matt oder glänzend – und das richtige Umgebungslicht
Für die Bildbearbeitung ist eine matte bzw. entspiegelte Oberfläche meist die bessere Wahl. Reflexionen von Fenstern und Lampen verfälschen sonst die Beurteilung von Schatten und Farben.
Glänzende Displays wirken knackiger, verlangen aber einen Arbeitsplatz mit kontrolliertem Licht. Viele Fotomonitore setzen deshalb auf eine feine Mattierung und liefern eine Blendschutzhaube mit.
Mehr zu den Unterschieden gibt es im Ratgeber Monitor glänzend oder matt. Wer abends am Schreibtisch arbeitet, sorgt mit einer Monitor-Lampe für gleichmäßiges Licht ohne Spiegelungen.
Monitor-Anschlüsse: HDMI vs. DisplayPort vs. USB-C vs. Thunderbolt
Wie schließt ein Fotograf eigentlich seinen Monitor an?
Nach dem Ende von DVI gibt es noch drei Video-Schnittstellen – HDMI, DisplayPort und USB-C mit DisplayPort.
DisplayPort und USB-C mit DisplayPort sowie Thunderbolt 3 und höher kann man im Grunde zusammenfassen – da wird das Videosignal in USB-C bzw. Thunderbolt „eingebettet“, behält die gleichen Eigenschaften.
Für Fotografen, die einen Laptop wie z.B. ein MacBook für die Bildbearbeitung nutzen, haben USB-C und Thunderbolt den Vorteil, dass nur ein Kabel Bild + Daten + Stromversorgung für den Laptop leisten kann.
Es sollte mindestens DisplayPort 1.4 sein – da reicht die Bandbreite auch um höhere Auflösungen wie 4K mit ausreichender Bildwiederholfrequenz, 10 Bit-Farbtiefe und HDR-Support auszugeben.
Der Nachfolger kommt natürlich auch in Frage – DisplayPort 2.1 hat derzeit jedoch noch eine dürftige Verfügbarkeit.
HDMI hat mit HDMI 2.1 kräftig bei der Bandbreite zugelegt, kommt jedoch traditionell mit Einschränkungen daher und ist für die Bildbearbeitung weniger verbreitet.
Ältere HDMI-Versionen wie HDMI 2.0 sind weniger zu empfehlen.
Für alle Schnittstellen gilt – um eine bestimmte Version wie DisplayPort 2.1 oder HDMI 2.1 zu nutzen müssen sowohl Grafikkarte bzw. Laptop, verwendetes Kabel wie auch der Monitor diese unterstützen.
Da DisplayPort 1.4 (inkl. USB-C, Thunderbolt) weit verbreitet ist und alle gängigen Anforderungen erfüllt, hat der Standard derzeit die Nase für die Bildbearbeitung vorn.
Auflösung & Bildschirmgröße – 27 Zoll ist der „Sweet Spot“
Einsteiger und Fotografen, die mit einem kleineren Bildschirm zurecht kommen, können auch 2026 noch zeitgemäß mit Full HD-Auflösung arbeiten – dann sollten es aber maximal 24 Zoll sein.
Andernfalls fällt die Pixeldichte zu sehr ab.
Als „Sweet Spot“ gilt WQHD und 27 Zoll – 109 PPI sind eine ordentliche Schärfe und entsprechende Fotografen-Monitore sind vergleichsweise günstig zu haben.
Wer eine höhere Pixeldichte bevorzugt, darf ab 27 Zoll auch zu 4K greifen. Ab 32 Zoll ist unbedingt 4K-UHD-Auflösung zu empfehlen.
| Größe | Auflösung | Pixeldichte | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| 24 Zoll | Full HD | 92 PPI | Einsteiger / Budget |
| 27 Zoll | WQHD | 109 PPI | „Sweet Spot“ |
| 27 Zoll | 4K | 163 PPI | Profis |
| 32 Zoll | 4K | 138 PPI | Profis – großer Bildschirm |
Für Mac-Nutzer sind 5K-Monitore interessant: 5.120 x 2.880 Pixel auf 27 Zoll ergeben rund 218 PPI, und macOS skaliert die Oberfläche damit besonders scharf.
Beispiele sind der ViewSonic VP2788-5K (gelistet bei Amazon) und der BenQ PD2730S (gelistet bei Amazon). Mehr dazu in den Ratgebern zum Monitor für das MacBook und zu 6K-Monitoren.
8K-Monitore gibt es ebenfalls – diese spielen in der Bildbearbeitung jedoch noch keine große Rolle.
Workflow-Integration – Monitor mit Photoshop und Lightroom optimal nutzen
Jedes Gerät im Workflow (Kamera, Monitor, Drucker) kann Farben unterschiedlich interpretieren. Die Lösung ist Farbmanagement und die richtige Monitor-Konfiguration.
Die wichtigste Einstellung bei Photoshop ist der sRGB-Arbeitsfarbraum in den Farbeinstellungen. Hier gibt es mehrere Szenarien:
- RGB-Arbeitsfarbraum: sRGB
Maximale Kompatibilität, auch für unprofilierte Bilder, aber reduzierter Farbraum - RGB-Arbeitsfarbraum: Adobe RGB
Größerer Farbraum, Druckvorbereitung, Adobe RGB-Monitor erforderlich - RGB-Arbeitsfarbraum: Monitor-ICC-Profil
Kontroverse Methode – nutzt den exakten kalibrierten Farbraum des Monitors, sorgt aber für Kompatibilitätsprobleme sobald die Bilddaten den eigenen Workflow verlassen
In allen Szenarien empfiehlt es sich, die Option „Eingebettete Profile beibehalten“ zu aktivieren.
Interessant ist die Variante mit dem Monitor-ICC-Profil in Photoshop – es fällt direkt auf, dass in dem Auswahlmenü neben Farbräumen auch weitere Farbprofile angeboten werden.
Diese Variante ist jedoch im Normalfall nicht zu empfehlen.
Die installierten ICC-Profile befinden sich übrigens in ~/Library/ColorSync/Profiles (macOS, alternativ ColorSync-Tool öffnen) bzw. C:\Windows\System32\spool\drivers\color (Windows).
Wichtig ist es auch, die Ausnahme bei ACR (Adobe Camera Raw) zu kennen – die Photoshop-Einstellungen greifen hier nicht. ACR hat sein eigenes Farbmanagement.
Lightroom funktioniert anders als Photoshop, verwendet intern immer Adobe RGB bzw. ProPhoto RGB.
Deswegen kann es vorkommen, dass es zu unterschiedlichen Farben zwischen Photoshop und Lightroom kommt.
Im Entwicklungsmodul (Softproof) kann sRGB ausgewählt werden.
Wichtig beim Arbeiten mit Lightroom – bei Bildschirmwechsel, z.B. Beginn der Bildbearbeitung auf dem Laptop, dann Fortführung auf dem angeschlossenen Monitor, empfiehlt es sich Lightroom einmal neu zu starten, um sicherzustellen, dass das richtige Farbprofil geladen ist.
Sowohl für Photoshop wie auch Lightroom ist es empfehlenswert die Hardwarebeschleunigung der Grafikkarte (GPU-Beschleunigung) zu aktivieren.
Typische Denkfehler beim Kauf eines Monitors für Bildbearbeitung
Einige Fehlannahmen kosten beim Monitorkauf unnötig Geld – oder führen zu Farben, die nicht stimmen:
- „Der Gaming-Monitor hat 95% DCI-P3, das reicht.“ Für den Druck nicht – und ohne zuverlässigen sRGB-Modus wirken Web-Bilder auf Wide-Gamut-Monitoren übersättigt.
- „Ab Werk kalibriert heißt dauerhaft kalibriert.“ Monitore altern, die Farben driften. Wer farbverbindlich arbeitet, kalibriert regelmäßig nach.
- „Mehr Auflösung bringt bessere Farben.“ Ein günstiger 4K-Office-Monitor ist schärfer, aber nicht farbtreuer als ein guter QHD-Fotomonitor.
- „OLED hat das beste Bild, also ist es ideal.“ Für Video und HDR ja, für stundenlange Bearbeitung mit statischen Paletten sind ABL und Einbrennen Kompromisse.
- „Ein Curved-Monitor ist komfortabler.“ Die Krümmung verzerrt gerade Linien – für Architektur- und Landschaftsfotos ungünstig.
- „Adobe RGB ist immer besser.“ Wer nur fürs Web arbeitet, bezahlt für einen Farbraum, den am Ende kaum ein Betrachter sieht.
FAQ: Welcher Monitor eignet sich für Bildbearbeitung?
Welche Auflösung braucht ein Monitor für Bildbearbeitung?
Die kurze Antwort – Full HD für 24 Zoll, QHD für 27 Zoll, 4K ab 32 Zoll.
Die optimale Auflösung hängt von der Bildschirmgröße ab: Full HD (1.920 × 1.080) reicht bis 24 Zoll völlig aus, für 27 Zoll ist QHD/WQHD (2.560 × 1.440) der „Sweet Spot“ für Bildbearbeitung. Bei größeren Bildschirmen 32 Zoll+ empfehle ich 4K-UHD (3.840 x 2.160). Wichtig ist die Pixeldichte: Mindestens 90 PPI sollten es sein. Ein 27-Zoll-Monitor mit QHD bietet ideale 109 PPI – scharf genug für Details. 5K ist vor allem für Mac-Nutzer interessant, 8K für Bildbearbeitung überflüssig.
Welches Panel ist ideal für Bildbearbeitung – IPS oder OLED?
IPS-Panels sind aktuell die beste Wahl für Bildbearbeitung.
Die Panel-Technologien im Überblick:
IPS: Beste Farbgenauigkeit, große Blickwinkel, bewährte Technologie
OLED: Perfekte Schwarzwerte, stark bei HDR und Video, aber Helligkeitsbegrenzung und Einbrenn-Risiko
VA: Guter Kontrast, langsamere Reaktionszeiten
TN: Günstig, aber schlechte Farben (nicht empfohlen)
OLED-Monitore bieten zwar beeindruckende Schwarzwerte durch selbstleuchtende Pixel, sind für statische Bearbeitungsoberflächen aber ein Kompromiss. Für professionelle Bildbearbeitung empfehle ich weiterhin IPS-Panels – sie bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und exzellente Farbtreue.
Wer maximale Helligkeit braucht, kann IPS-Panels mit Mini-LED-Backlight in Betracht ziehen.
Welche Bildschirmgröße ist ideal für Bildbearbeitung?
27 Zoll ist der Standard für Fotografen und Bildbearbeitung.
Die optimalen Monitor-Größen:
27 Zoll: Der „Sweet Spot“ – groß genug für Details, nicht zu überwältigend
24 Zoll: Kompakte Alternative bei wenig Platz
32 Zoll: Für maximale Arbeitsfläche (dann mit 4K-Auflösung)
Die meisten professionellen Fotografen arbeiten mit 27-Zoll-Monitoren. Diese Größe bietet die beste Balance zwischen Arbeitskomfort und Schreibtischplatz.
Bildformat: 16:9 ist Standard. Ultrawide-Monitore (21:9) bieten bei der Bildbearbeitung keine echten Vorteile – reine Geschmackssache.
Faustregel: Sitzabstand = 1,5 x Bildschirmdiagonale für optimales Arbeiten.
Brauche ich einen Wide Gamut-Monitor (Adobe RGB vs. sRGB)?
Für die meisten Fotografen reicht 100% sRGB völlig aus.
Die Farbraum-Empfehlung nach Zielgruppe:
Hobby-Fotografen: 100% sRGB ist perfekt (alle Endgeräte nutzen sRGB)
Profi-Fotografen: Adobe RGB für Druckaufträge
Videoschnitt: DCI-P3 für Filmprojekte
Warum sRGB meist ausreicht: Monitore, Smartphones, Webseiten – alles arbeitet mit sRGB. Ein Monitor mit 99-100% sRGB-Abdeckung zeigt deine Bilder so, wie sie überall aussehen werden.
Adobe RGB ist nur sinnvoll bei: Professioneller Druckvorbereitung, High-End Fashion/Werbefotografie, speziellen Kundenanforderungen.
Wer nicht explizit für Print arbeitet, kann sich das Geld für Adobe RGB sparen.
Wie wichtig ist die Kalibrierung?
Die Kalibrierungs-Optionen im Überblick:
Werkskalibrierung: Bei guten Monitoren ab Werk dabei – völlig ausreichend für Hobby-Fotografen
Software-Kalibrierung: Mit externem Colorimeter (z.B. Spyder) – für ambitionierte User
Hardware-Kalibrierung: Nur bei Profi-Monitoren – für Color-Critical Work
Eine eigene Kalibrierung lohnt sich für farbverbindliche Druckaufträge, Kundenarbeit mit Farbvorgaben und um Multi-Monitor-Setups anzugleichen.
Für Instagram, Web und private Drucke ist ein werkseitig kalibrierter Monitor völlig ausreichend. Die meisten modernen Monitore für Bildbearbeitung kommen mit solider Werkskalibrierung.
Mein Tipp sodann – statt teurem Colorimeter lieber in einen besseren Monitor investieren.
Monitor zeigt falsche Farben nach Kalibrierung?
Wenn eine Software-Kalibrierung durchgeführt wird, lässt sich das meist einfach korrigieren. Zuerst empfiehlt es sich zu prüfen, ob das ICC-Profil überhaupt aktiv ist. Dazu kann es in der Systemsteuerung (Windows) bzw. den Systemeinstellungen (Mac) erneut zugewiesen werden. Wenn das nicht funktioniert, empfiehlt es sich, die Treiber für die Grafikkarte (z.B. Nvidia, AMD oder Intel) zu aktualisieren. Anschließend sollte die Bildbearbeitungssoftware noch neu gestartet werden. Bei der Hardware-Kalibrierung ist die Thematik seltener – hier führt der erste Stopp ins OSD-Menü. Ist der Monitor für Bildbearbeitung im richtigen Modus?
Ist HDMI oder DisplayPort besser für Bildbearbeitung?
DisplayPort ist die bevorzugte Wahl für professionelle Bildbearbeitung. Ob direkt oder als USB-C bzw. Thunderbolt mit DisplayPort spielt keine Rolle. Es sollte mindestens DisplayPort 1.4 sein (gilt sowohl für die Grafikkarte wie auch den Monitor).
HDMI, spätestens ab HDMI 2.1, bietet ebenfalls genügend Bandbreite an – auch für 4K, 10-Bit Farbtiefe und HDR-Support. Das gilt für ältere HDMI-Versionen jedoch nicht.
Curved-Monitor für Bildbearbeitung – ja oder nein?
Die Antwort ist ein klares Nein. Curved-Monitore haben ein gekrümmtes Panel was dazu führt, dass eigentlich gerade Linien gebogen dargestellt werden. Das ist alles andere als ideal für die Bildbearbeitung. Allenfalls bei sehr großen Monitoren (34 Zoll +) mit geringer Krümmung wäre das ggf. zu vernachlässigen. Außerdem – eine gleichmäßige Kalibrierung ist ebenfalls schwierig.
LCD- oder LED-Monitor für die Bildbearbeitung – was hat es damit auf sich?
Man liest gelegentlich von LCD- oder LED-Bildschirmen – gemeint ist jedoch das Gleiche. Jeder LCD-Monitor hat auch LEDs – diese hinterleuchten das LCD-Panel. Stichwort Panel – es gibt also IPS-LCD, VA-LCD, TN-LCD – nur OLEDs fallen heraus. OLED-Panels basieren nicht auf Flüssigkristallen und haben auch keine LED-Hintergrundbeleuchtung. Noch einmal zurück zu LCDs mit LED-basierter Hintergrundbeleuchtung: besser als klassisches LED-Backlight schneiden übrigens Mini-LEDs ab – mit präziser Ausleuchtung von feinsten Bildschirmarealen.
Gibt es einen Nachfolger für den Eizo CS2740 oder den ASUS ProArt PA279CRV?
Stand Oktober 2026 nein. Eizo führt den CS2740 und den CS2731 weiterhin im Programm und hat die CS-Serie um ein 32-Zoll-Modell ergänzt. Auch der ASUS ProArt PA279CRV ist weiterhin erhältlich – neu ist bei ASUS vor allem eine 27-Zoll-Variante mit QD-OLED-Panel, die aber kein direkter Ersatz ist. Neuere 27-Zoll-Alternativen mit 4K und Hardware-Kalibrierung gibt es etwa von BenQ.
Was bedeutet Delta E bei einem Monitor?
Delta E (ΔE) beschreibt, wie stark eine dargestellte Farbe von der Sollfarbe abweicht. Werte unter 2 gelten als sehr gut, unter 1 ist ein Unterschied mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Herstellerangaben beziehen sich meist auf die Werkskalibrierung und sind nur bedingt vergleichbar.
Kann man einen Fernseher als Monitor für Bildbearbeitung nutzen?
Davon ist abzuraten. Fernseher bearbeiten das Bildsignal mit eigenen Bildverbesserern, und Farbräume lassen sich oft nicht sauber festlegen. Typisch sind Drucke, die dunkler wirken als am Bildschirm. Ein Computermonitor mit definiertem Farbraum und Kalibrierungsmöglichkeit ist die bessere Wahl.
Lohnt sich ein gebrauchter Profi-Monitor statt eines neuen Mittelklasse-Monitors?
Das kann sich lohnen. Gebrauchte Profi-Monitore mit Hardware-Kalibrierung, etwa aus der Eizo ColorEdge-Serie, bieten oft eine bessere Ausleuchtung und Farbtreue als neue Mittelklasse-Modelle. Wichtig sind die Betriebsstunden, ein gleichmäßiges Bild ohne Flecken und eine aktuelle Kalibrierungssoftware für das eigene Betriebssystem.
Eignet sich ein Monitor für Bildbearbeitung auch für Videobearbeitung?
Grundsätzlich ja. Für Video ist vor allem die Abdeckung von Rec. 709 bzw. DCI-P3 wichtig, für HDR-Projekte zusätzlich eine hohe Spitzenhelligkeit. Monitore mit HDR-Unterstützung oder OLED-Panel spielen hier ihre Stärken aus.
Bester Monitor für Foto und Grafik – meine Empfehlungen
Günstige Consumer-Monitore machen kaum einen Fotografen glücklich.
Von einem Monitor mit einem gutem Panel, der für die Bildbearbeitung geeignet ist, bis hin zu einem Profi-Grafik-Monitor (mit Wide Gamut / Adobe RGB) ist es aber nochmal ein großer Sprung.
Hobby-Fotografen müssen sich von Wide Gamut, Adobe RGB, Hardware-Kalibrierung usw. nicht beeindrucken lassen und können sich dazu entscheiden, auf den sRGB-Workflow zu setzen.
Denn wer mit sRGB arbeitet, kann einen günstigen Monitor für Bildbearbeitung mit gutem Panel wie den ASUS ProArt PA278CGRV (gelistet bei Amazon) oder – bei knappem Budget – den AOC 24P2Q (gelistet bei Amazon) auswählen.
Mit solch einem Monitor lässt sich bereits gut und effizient z.B. in Verbindung mit Lightroom und Photoshop arbeiten.
Professionelle Fotografen und Grafiker hingegen erhalten mit einem High-End-Bildschirm wie dem BenQ PhotoVue SW272U (gelistet bei Amazon) oder dem Eizo ColorEdge CS2740 (gelistet bei Amazon) eine vollwertige Lösung – inkl. 4K-Auflösung.
Günstiger und ähnlich ausgestattet, aber mit QHD-Auflösung, ist der BenQ PhotoVue SW272QN (gelistet bei Amazon).
Die Arbeit an einem 4K-Monitor war für Fotografen lange Zeit ein zweischneidiges Schwert. Einige 4K-Panels waren technisch noch nicht ganz ausgereift und einige Software wie Bildbearbeitungsprogramme waren für die 4K-Auflösung ebenfalls nur bedingt vorbereitet.
Hier hat sich jedoch einiges getan.
Den perfekten Allround-Monitor für Fotografen, die den Arbeitsplatz z.B. auch für Gaming oder Video nutzen, gibt es indes (noch) nicht.
Ein ziemlicher Alleskönner ist der Dell UltraSharp U2725QE (gelistet bei Amazon) mit 4K, 120 Hz und P3-Farbraum – dieser deckt den sRGB-Workflow und Video ab.
Wenn hingegen 4K-Auflösung und Wide Gamut (Adobe RGB) zum Anforderungsprofil gehören, lohnt sich ein Blick auf den BenQ PD2770U (gelistet bei Amazon) mit integriertem Kalibrator.
Wenn QHD-Auflösung für die Bildbearbeitung ausreichend ist (was bis 27 Zoll für gewöhnlich der Fall ist), wird es übrigens günstiger – z.B. beim BenQ PhotoVue SW272QN (gelistet bei Amazon) oder dem kompakten Eizo ColorEdge CS2400S (gelistet bei Amazon).
Übrigens: OLED hat inzwischen den Sprung in die Profi-Klasse geschafft. Für die reine Fotobearbeitung bleibt IPS aber vorerst die erste Wahl.













Hallo Patrick
Interessanter Artikel – passt zu meinem aktuellen Bedürfnis.
So habe ich selbst einen LG 27″ 4k Monitor (mit 99% sRGB, SW kalibriert) für die Bildbearbeitung. Um mehr Platz zu haben und keinen zweiten 27″ nebendran interessiere ich mich für den LG 38″ Widescreen, den du erwähnst. Bin allerdings skeptisch, ob nach der Arbeit am 4k Monitor ein WQHD Monitor nicht vom Bild her ein Downgrade ist. Wie ist da deine Einschätzung?
Hallo Udo,
mit 4K @ 27 Zoll bist Du bei ca. 160 PPI (entspricht einem Pixelabstand von ca. 0,16 mm) und der LG 38WK95C-W liegt bei ca. 110 PPI (entspricht einem Pixelabstand von ca. 0,23 mm).
Bei einem typischen Abstand vom Bildschirm von 70 cm am Arbeitsplatz kann man ganz grob schätzen, dass ab ca. 0,25 mm Pixelabstand aufwärts die Pixelstruktur erkennbar wird.
Legt man das zu Grunde, könnte es sein, dass Du trotz geringerer Pixeldichte keinen nennenswerten Unterschied zwischen den Monitoren wahrnehmen kannst.
Leider ist die Sache aber nicht so einfach – neben unterschiedlich eingerichteten Arbeitsplätzen (und entsprechenden Betrachtungsabständen) gilt auch: Jedes menschliche Auge ist anders. Eine allgemeine Faustregel gibt es nicht, da hilft letztlich nur der Selbsttest.
Vielleicht noch als Idee für die erweiterte Auswahl – die beiden 34-Zoll-Monitore mit Widescreen-5K (5K2K-Auflösung) LG 34WK95U-W und MSI Prestige PS341WU bringen es ebenfalls auf gut 160 PPI. Vielleicht eine Idee, wenn Du eine größere Arbeitsfläche suchst, bei der Pixeldichte aber keine Abstriche machen willst.
Viele Grüße,
Patrick
Hallo Patrick
Danke für die ausführliche Antwort und Alternativvorschläge. Vor allem der LG 34″ tönt interessant. Da meine Geforce 1060 DisplayPort 1.4 hat sollte es wohl auch mit der Auflösung gehen. Leider kann man die Monitore selten irgendwo anschauen und testen. Beide LG haben bei mir Lieferfristen von 2-4 Wochen.
So werde ich mal drüber schlafen. Einerseits ist 4K am 27″ schon sehr klein, sprich so einen geringen Pixelabstand bräuchte es vielleicht auch gar nicht… Bin gespannt, was es wird!
Viele Grüsse
Udo
Hallo Patrick, welche Kriterien sind für dich entscheidend dass du jetzt den Eizo CS2731 vor dem Eizo CS2730 empfiehlst. Ich stehe gerade vor der Entscheidung und bin noch unsicher.
Danke und lieben Gruss
Hallo Sabine,
der Grund ist eigentlich nur, dass der Eizo ColorEdge CS2730 m.W. abgekündigt ist und bei vielen Händlern (zumindest als Neugerät) bereits nicht mehr lieferbar sein dürfte.
Der Eizo ColorEdge CS2731 wäre da der direkte Nachfolger mit QHD-Auflösung. Als wichtigste Neuerung würde ich den universellen USB-C-Anschluss für Grafik, Daten (USB-Hub) und USB-C PD (Stromversorgung) nennen – hilfreich, wenn man oft ein entsprechendes Laptop zur Arbeit verwendet.
Es gibt dann noch den Eizo ColorEdge CS2740 als quasi zweiten Nachfolger. Dieser Monitor hat jedoch bereits 4K-Auflösung.
Viele Grüße,
Patrick
Sind solche farbkalibrierten Monitore auch zur Videobearbeitung geeignet oder muss man da noch spezielle Dinge berücksichtigen?
Hallo Andreas,
für die meisten Anwender der Videobearbeitung dürfte ein Monitor mit IPS-Panel, guter sRGB-Fabraumabdeckung und hohen Helligkeitswerten eine gute Wahl sein.
Ich weiß jetzt allerdings natürlich nicht, welche Art von Videos und für welches Ausgabemedium Du bearbeitest.
Viele Grüße,
Patrick
Hallo Patrick,
Danke für den informativen und ausführlichen Artikel.
Bin im Moment am überlegen ob es der Asus PA247CV oder der BenQ PD2500Q werden soll.
Da der BenQ auf 25 Zoll eine 2K Aufllösung hat bin ich am überlegen ob es nicht doch dieser werden sollte.
In erster Linie lege ich mir den Monitor zu wegen der Bildbearbeitung. Allerdings benötige ich ihn auch um Hausarbeiten für die Uni zu schreiben, wo eine höhere Auflösung eventuell von Vorteil wäre wenn ich den ganzen Tag auf den Bildschirm starre.
Was ist deine Meinung dazu, bzw. welchen Monitor würdest du mir empfehlen?
Danke im Voraus.
LG
Daniel
Hallo Daniel,
QHD (bzw. 2K-Auflösung) auf 25 Zoll ist ein wenig „exotisch“, da gibt es m.W. nur eine Handvoll Monitore. Ich kenne da ansonsten eigentlich nur noch den Dell UltraSharp U2520D.
Im direkten Vergleich würde ich vermutlich den 25-Zöller nehmen. Auf der Bildschirmdiagonale ginge zwar noch FHD – es ist gerade die Größe, bei der man die höhere Auflösung beginnt richtig wahrzunehmen. Zumindest ist das bei mir (subjektiv) der Fall. Ansonsten ist ein etwas größerer Monitor auch gut, wenn man verschiede Anwendungsbereiche hat – also eben nicht nur Bildbearbeitung.
Viele Grüße,
Patrick
Hallo Patrick,
Dein blog zu den Monitoren hat mir gut gefallen….
Nun bin ich bei den BenQ Monitoren u.a. auf den PD3200U gestossen, der in den techn. Details – soweit ich diese beurteilen kann – eigentlich gleich gut ist, wie der BenQ SW271C.
Der eine sei für Architekten/Designer – der andere für Fotografen optimiert…. Worin liegt denn nun genau der Unterschied der beiden ? Immerhin wäre der 32 Zoll erheblich günstiger ??
Vielen Dank im Voraus für Deine Antwort .
Gerhard
Hallo Gerhard,
ja, da hast Du erstmal recht. Wenn bei einem Monitor drauf steht „für Grafiker“, „für Fotografen“, „für Architekten“, „für CAD-Zeichner“ usw. ist das erstmal Hersteller-Marketing. So spezielle Monitore gibt’s eigentlich nicht – die darf man prinzipiell schon ein wenig zweckentfremden 🙂
Ich würde jetzt im konkreten Fall jetzt aber nicht soweit gehen, dass BenQ PD3200U und BenQ PhotoVue SW271C prinzipiell „gleich“ sind.
Denn der letztgenannte hat doch noch einmal einige Profi-Features für Fotografen im Gepäck – und zwar 99% Adobe RGB, Hardware-Kalibrierung, Blendschutzhaube. Der BenQ PhotoVue SW271C ist auch der neuere Monitor (erschienen 2021 und damit bereits mit modernem USB-C-Anschluss für Video, Daten und Stromversorgung z.B. für MacBook). Der BenQ PD3200U ist hingegen bereits seit 2017 auf dem Markt.
Heißt das jetzt, dass der BenQ PD3200U für Fotografen nicht geeignet ist? Nein, denn das predige ich auch in meinem Artikel hier – besser auf die eigenen Anforderungen schauen als blind dem Hersteller-Marketing zu folgen.
Wenn Du mit sRGB arbeitest, den Monitor ohnehin nicht mit einem Colorimeter kalibrieren würdest usw., dann kann der Monitor eine veritable Wahl sein. Es bringt nämlich nichts, für Profi-Features zu zahlen, die man dann nicht nutzt.
Ich hoffe, ein wenig zur Aufklärung beigetragen zu haben.
Viele Grüße,
Patrick
hallo Patrick,
danke für deine Analyse… genau das brauche ich gerade…
welche Rolle spielt eigentlich die Reaktionszeit bei Monitoren… ich hatte mir in einem Laden den acer Predator XB323UGP 81cm (32″) WQHD Gaming-Monitor IPS HDMI/DP 0,5ms 144Hz angeschaut, der den Adobe RGB Farbraum mit 99 Prozent abdeckt und der mit bis zu 0,5 ms Reaktionszeit ausgewiesen wird… allerdings frage ich mich, wie es bei diesen Modellen mit der Kalibrierung gestellt ist…
Wenn ich mir den EIZO ColorEdge CS2731 aus Deiner Empfehlung ansehe, mit dem ich jetzt vielleicht liebäugel, ist der mit 10 ms ausgewiesen… ist das so ein Gaming Monitor Ding mit der Reaktionszeit oder ist eine kurze RZ auch gut für die Grafikgestaltung?
Ich gestalte Webseiten und ab und an auch Printerzeugnisse…
ich suche nach einem guten kalibrierbaren Bildschirm… weil mir die Farbtreue wichtig ist…
farbenfrohe Grüße
Patricia
oh, ich sehe schon bei https://www.displayspecifications.com/de/comparison/08541dd554 dass die Pixeldichte vom EIZO auf jeden Fall viel höher ist als beim Acer… mir brummt gerade der Kopf… und hoffe auf Deine Unterstützung…
Hallo Patricia,
ja, die Reaktionszeit ist ein Thema für Gaming. Für die Arbeit mit SW für Bildbearbeitung, Office usw. ist das irrelevant.
Grundsätzlich kommt die Reaktionszeit häufigen, schnellen Bildwechseln zu tragen (z.B. Action-Games). Ist die Reaktionszeit zu hoch, hat man da mit z.B. Schlierenbildung und anderen Artefakten zu kämpfen.
Eine Ausnahme gibt es für Kreativschaffende: Hättest Du auch mit Bewegtbild zu tun (z.B. Video-Design), dann wäre die Reaktionszeit ein Thema. Soweit ich das verstehe, ist das bei Dir kein Thema.
Derzeit kenne ich keinen Gaming-Monitor, der Hardware-Kalibrierung unterstützen würde. Bei den Farbräumen haben die jedoch stark aufgeholt – wie Du schreibst, 99% sRGB ist fast Standard und 99% Adobe RGB sieht man auch immer häufiger.
Wenn die Hardware-Kalibrierung wichtig ist, müßtest Du Dich dann im Bereich professioneller Monitore umsehen. „Normale“ Consumer- sowie Gaming-Monitore bieten das in der Regel nicht an.
Bzgl. dem nachgereichten Kommentar zur Pixeldichte: Beide Monitore haben QHD-Auflösung (also die gleiche Anzahl an Pixeln), der Eizo ColorEdge CS2731 hat jedoch die kleiner Bildschirmdiagonale (27 Zoll). Die gleiche Anzahl auf Pixeln auf kleinerer Fläche ergibt eine höhere Pixeldichte.
Viele Grüße,
Patrick
Hallo allerseits, sei mir eine Frage gestattet?
Zur Bildbearbeitung arbeite ich seit 2 Jahren mit einem 4k Samsung TV (GQ55Q90R). Wenn ich diese Bilder dann drucke oder weitergebe, sind diese immer zu dunkel. Nun meine Überlegung, der QLED TV gibt die Bilder nie nativ wie aus dem PC wieder, sondern unterzieht diese immer noch einer gewissen Verarbeitung !? Alle Farbraum- und Bildeinstellungen brachten keinen Erfolg. Nun Frage und Kommentar: TV Geräte sind als Bildschirme zur Bildbearbeitung wohl eher nicht geeignet und man sollte lieber auf einen ausgewiesenen Computerbildschirm mit nativer Bilddarstellung zurück gehen ?! Diese gibt es jetzt auch in 4k Auflösung, wie ich diesem Beitrag entnahm ? Viele Grüsse EB
Hallo Eyck,
natürlich ist Dir eine Frage gestattet 🙂
Zwar haben Fernseher mittlerweile häufig auch einen Computer-Modus, der zurückhaltender ist. Jedoch gilt nach wie vor, dass TV-Geräte recht stark in die Farbwiedergabe eingreifen. Das Ziel ist bei Wohnzimmer-Geräten eben keine Farbechtheit, sondern ein stimmungsvoll, cinematisch wirkendes Bild. Daher dürften Deine Probleme kommen…
Deswegen ja – bei der Bildbearbeitung spielt ein dedizierter Grafik-Monitor seine Vorzüge aus. Und ja, solche Monitore gibt es in verschiedensten Varianten: 4K oder auch 5K, und auf Wunsch auch mit großen Bildschirmdiagonalen.
Viele Grüße,
Patrick
Hallo Patrick
Kompliment! Dein Artikel! ist sensationell!
Im Gegensatz zu vielen anderen Test-Seiten, ist hier Deine (gefragte) persönliche Meinung mit dabei und das ist es, worauf sich Amateurfotografen wie ich freuen. Denn sonst bleibt es erst wieder beim Parametervergleich, ohne diese richtig deuten zu können.
Toll auch, dass über eine so lange Zeit der Thread weiter betreut und kommentiert wird.
Nun meine Frage an Dich: Ist es empfehlenswert einen gebrauchten Monitor der Oberklasse zu kaufen, anstelle eines neuen Mittelklasse-Monitors?`
Ich denke da an ein Budget von um die 800€
Vielen Dank im Voraus für Deine Antwort.
Herzliche Grüße aus Österreich
Peter
Hallo Peter,
ein gebrauchter Monitor ist grundsätzlich ein gute Möglichkeit, zumindest wenn nicht die neueste Panel-Technik her soll. OLED-Panels, Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung – da gibt es schlichtweg noch wenig auf dem Gebrauchtmarkt.
Für ca. 800,- € gibt es mit OLED / Mini-LED neuen Monitor für die Bildbearbeitung – die sind (deutlich) teurer.
Beim genannten Budget wird es wahrscheinlich ein IPS-Monitor – und da hat sich (zumindest was das Panel angeht) in den letzten Jahren nichts bahnbrechendes mehr geändert. Wieso also kein gebrauchter Bildschirm, der gut in Schuss ist?
Ausnahme wäre dann vielleicht noch die weitere Ausstattung – USB-C bzw. Thunderbolt 3 oder Thunderbolt 4 sind eben nützlich, besonders mit einem Laptop.
Trotzdem würde ich bei einem Gebrauchten zum guten Preis zuschlagen. Dann freut sich das Sparschwein und es werden eben ein paar Kabel mehr auf dem Schreibtisch. Es hängt also alles von den Angeboten ab.
Viele Grüße,
Patrick
Hallo Patrick, ich bedanke mich für diesen interessanten Beitrag bezüglich Foto-Bildschirm. Ich bin ein ambitionierter Fotograf und erledigte oftmals Aufträge, welche dann auch ausgedruckt werden. Aus diesem Grund bin ich auf der Suche nach einem qualitativ hochwertigen Bildschirm. Ich habe Deinen kompletten Artikel aufmerksam durchgelesen und bin leider „noch“ nicht zum Ziel bzw. zu meiner Entscheidung gekommen. Mir persönlich würde eigentlich ein 24 Zoll Monitor ausreichen… Du hast so viele Möglichkeiten aufgezeigt dass ich nun den Wald vor lauter Bäume nicht mehr sehen kann. Deshalb wollte ich Dich bitten, ob Du mir bei der Kaufempfehlung helfen könntest und mir vielleicht Deine 2-3 Favoriten-Bildschirme senden könntest. Ich wäre Dir sehr dankbar dafür und bedanke mich im Voraus. Dir wünsche ich weiterhin alles Liebe und Gute….. LG Jay
Hallo Jay,
die drei Foto-Monitore in diesem Abschnitt würden Deinen Anforderungen entsprechen. Ist da nichts mit dabei?
Viele Grüße,
Patrick