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Panasonic Lumix FZ2000 vs. FZ1000 II vs. FZ1000: Vergleich, Nachfolger und Alternativen

Panasonic Lumix FZ2000 vs. FZ1000 II vs. FZ1000
Bild: Panasonic

Die Panasonic Lumix FZ2000, FZ1000 II und FZ1000 sind Edel-Bridgekameras: 1-Zoll-Sensor, langer Zoom, Sucher und 4K-Video in einem Gehäuse.

Einen Nachfolger hat Panasonic für keines der drei Modelle vorgestellt. Im deutschen Panasonic-Shop ist als Bridgekamera nur noch die FZ82D mit kleinem Sensor gelistet (Stand: Oktober 2026).

Neuware ist gelegentlich noch im Handel verfügbar, jedoch eher als Restbestand. Gebrauchtware gibt es natürlich weiterhin – und deshalb ist auch der Vergleich der Bridgekameras weiter gefragt.

Wie die Panasonic Lumix FZ2000 (gelistet bei Amazon) im Vergleich zur Panasonic Lumix FZ1000 (gelistet bei Amazon) und deren Nachfolger Panasonic Lumix FZ1000 II (gelistet bei Amazon) abschneidet, welche Alternativen es heute gibt und wann ein Smartphone reicht, dem gehe ich hier auf die Spur.

KI-Zusammenfassung

Der Artikel vergleicht die Panasonic-Edel-Bridgekameras FZ2000, FZ1000 II und FZ1000, die alle einen 1-Zoll-Sensor, langen Zoom, Sucher und 4K-Video bieten. Da Panasonic keine Nachfolger mehr vorstellt und im deutschen Shop nur noch die kleinsensorige FZ82D gelistet ist, sind die drei Modelle nur noch gebraucht oder als Restbestand erhältlich. Der Beitrag richtet sich an Fotografen und Videografen, die eine gebrauchte Bridgekamera kaufen möchten, und stellt zudem aktuelle Alternativen wie die Sony RX10 V, die Panasonic TZ300 und die Nikon Coolpix P1100 vor. Abschließend wird diskutiert, wann ein Smartphone als Ersatz ausreicht.

  • Die FZ2000 bietet das größte Zoomobjektiv und umfangreichere Videofunktionen wie Cinema-4K und unbegrenzte Aufnahmedauer.
  • Die FZ1000 II überzeugt durch ein leichteres Gehäuse, Touchscreen, Bluetooth und ein schärferes Objektiv im Telebereich.
  • Die FZ1000 bleibt gebraucht die günstigste Option, verfügt jedoch nicht über Post-Focus oder Focus-Stacking.
  • Als einzige neu entwickelte 1-Zoll-Bridgekamera gilt die Sony RX10 V, allerdings zu einem deutlich höheren Preis.
  • Für Telebrennweiten bleibt eine Bridgekamera Smartphones überlegen, während diese bei Normalbrennweiten oft das bessere Bild liefern.
KI-generierte Zusammenfassung. Kann Ungenauigkeiten enthalten.

Unterschiede Panasonic Lumix FZ2000 vs. FZ1000 II vs. FZ1000

Sensor (jeweils mit 1-Zoll-Sensor)

Beim Sensor tut sich nichts. Das ist auch nicht unbedingt von Nöten.

In der Panasonic Lumix FZ2000 und Panasonic Lumix FZ1000 II kommt jeweils der gleiche 1-Zoll-CMOS-Sensor mit 20,1 Megapixel (eff.) wie in der Panasonic Lumix FZ1000 zum Einsatz.

Auf eine umfassende Überarbeitung des Sensors verzichtet Panasonic also bei der Bridgekamera-Serie.

Zwingend notwendig wäre das auch nicht gewesen. Denn in der Panasonic Lumix FZ1000 steckt bereits einer der besten Sensoren dieses Kamerasegments.

Objektiv

Wichtig: Anders als z.B. bei einer DSLM-Kamera oder anderen Systemkameras ist das Objektiv bei einer Bridgekamera fest verbaut.

Umso wichtiger ist ein gutes Allround-Objektiv, das naturgemäß als Kompromiss viele Einsatzszenarien abdecken muss.

In der Panasonic Lumix FZ1000 und der Panasonic Lumix FZ1000 II steckt das gleiche Objektiv (25 – 400 mm KB-äquiv. bei f/2.8 – 4.0).

Bei der Panasonic Lumix FZ2000 hingegen kommt ein anderes Objektiv zum Einsatz (24 – 480 mm KB-äquiv. bei f/2.8 – 4.5)

So fällt folgerichtig der optische Zoom bei der FZ2000 größer aus. Es sind 20x (im Vergleich zu 16x bei der FZ1000 / FZ1000 II).

Der größere Zoombereich hat seinen Preis. Mehrere Tests bescheinigen dem FZ2000-Objektiv ab etwa 200 mm KB eine sichtbar weichere Abbildung, am langen Ende ist es mit f/4.5 außerdem etwas lichtschwächer.

Wer vor allem im Telebereich fotografiert, ist mit der FZ1000 oder FZ1000 II deshalb nicht schlechter bedient – trotz des kürzeren Zooms.

FZ2000 mit ND-Filter / Graufilter Bild: Panasonic

Sucher und Display

Panasonic Lumix FZ1000 II und Panasonic Lumix FZ2000 verfügen über einen überarbeiteten Sucher (jeweils OLED), der über eine 0,74-fache Vergrößerung verfügt.

In der Panasonic Lumix FZ1000 steckt ein Sucher mit 0,70-facher Vergrößerung.

Die Sucher-Auflösung ist bei den drei Bridgekameras ähnlich – ca. 2,36 Mio. Dots.

Auch beim Display gibt es Unterschiede.

Grundsätzlich verfügen alle drei Kameras über ein 3-Zoll-LCD-Display, welches dreh- und schwenkbar ist.

Bei der Panasonic Lumix FZ1000 II und der Panasonic Lumix FZ2000 ist jedoch ein Touchscreen-Display verbaut.

Außerdem steigt die Auflösung (0,92 Mio. Dots bei FZ1000, 1,04 Mio. Dots bei FZ2000 bis hin zu 1,24 Mio. Dots bei der FZ1000 II).

Video-Funktionen

Video-Funktionen der Bridgekameras im Vergleich

Videoaufnahmen sind der wichtigste Punkt der Neuerungen bei der Panasonic Lumix FZ2000.

Zwar konnte die Panasonic Lumix FZ1000 bereits 4K-Video (Ultra HD) aufnehmen.

Die Panasonic Lumix FZ2000 im Vergleich kommt nun jedoch mit einer (theoretisch) unbegrenzten Aufnahmedauer auch in 4K daher.

Neben 4K (UHD, 3840×2160 Pixel) kann die FZ2000 auch in Cinema-4K (C4K, 4096×2160 Pixel) aufnehmen.

Damit richtet sich die Panasonic Lumix FZ2000 gezielt an Filmemacher.

Viele Videografen bevorzugen für bestimmte Aufnahmen eine Bridgekamera, da diese handlicher ist und aufgrund des großen Sensors ein detailreicheres Bild erzeugt.

Um Profis anzusprechen, kann mit dem FZ1000-Nachfolger wahlweise auch mit offener Blende gefilmt werden. Dazu lässt sich der eingebaute Graufilter (ND-Filter) einschalten.

Gegen Aufpreis kann V-Log L für die erweiterte Videobearbeitung freigeschaltet werden.

Die Panasonic Lumix FZ1000 II kann wie die Panasonic Lumix FZ2000 bis zu 4K (UHD, 3840×2160 Pixel) @ 30 FPS filmen, jedoch fehlt die Unterstützung für Cinema 4K (C4K, 4096×2160 Pixel).

Über einen Audioeingang (3,5 mm Klinke für externes Mikrofon) sowie einen Videoausgang (Micro-HDMI) verfügen alle drei Bridgekameras.

Einen Audioausgang (3,5 mm Klinke für Kopfhörer) gibt es hingegen nur bei der Panasonic Lumix FZ2000.

Vergleich Video bei FZ1000 / FZ2000

Um die Video-Funktionen anschaulich zu vergleichen, stellt Panasonic ein Promo-Video auf YouTube bereit.

Hier werden einige der neuen Video-Funktionen der Panasonic Lumix FZ2000 vorgestellt.

Foto-Funktionen

Alle drei Kameras beherrschen die 4K-Foto-Funktion – der FZ1000 wurde sie im Oktober 2014 per Firmware-Update (Version 2.0) nachgereicht.

Damit können auch Serienbilder mit bis zu 30 Aufnahmen je Sekunde aufgenommen werden.

Focus-Stacking und Post-Focus beherrschen dagegen nur die FZ2000 und die FZ1000 II. Die FZ1000 muss hier passen.

Per Firmware wurden die beiden Funktionen auch nicht nachgerüstet – das letzte Update für die FZ1000 (Version 2.2) stammt aus dem Jahr 2015.

Konnektivität (WLAN, Bluetooth, NFC)

Bei der Panasonic Lumix FZ1000 waren noch WLAN und NFC verfügbar.

Bei der Panasonic Lumix FZ2000 verzichtet Panasonic auf NFC und spendiert lediglich WiFi.

Das bedeutet in der Praxis, dass die WLAN-Verbindung (WLAN-SSID und Passwort) zwischen den Endgeräten manuell konfiguriert werden muss.

Panasonic hat angeblich herausgefunden, dass die NFC-Funktion bei den Lumix-Anhängern nicht häufig genutzt wird.

Dem widerspricht jedoch, dass die Panasonic Lumix FZ1000 II als jüngstes der drei Modelle weiterhin über WLAN und NFC verfügt.

Hier implementiert Panasonic zusätzlich auch noch Bluetooth (genauer – Bluetooth 4.2).

Gehäuse und Gewicht

Äußerlich weisen die Gehäuse der Panasonic Lumix FZ2000, Panasonic Lumix FZ1000 II und Panasonic Lumix FZ1000 Ähnlichkeiten auf, jedoch fällt die FZ2000 größer aus.

Während das Gewicht der FZ1000 (inkl. Akku und SD-Karte) ca. 820 g beträgt, ist die FZ2000 mit ca. 970 g (ebenfalls inkl. Akku und SD-Karte) ein gutes Stück schwerer.

Im Vergleich zum direkten Vorgänger-Modell dreht der FZ1000-Nachfolger den Trend um.

Die Panasonic Lumix FZ1000 II kommt auf ca. 810 g und ist damit die leichteste der drei Kameras.

Panasonic Lumix FZ1000 II Bild: Panasonic

Erscheinungstermine und Verfügbarkeit

Die FZ1000 kam im Juni 2014 auf den Markt, die FZ2000 im November 2016. Das jüngste Modell der drei ist die FZ1000 II (April 2019).

Neu sind alle drei nur noch als Restbestand zu finden, die FZ1000 II ist bei vielen Händlern bereits ausverkauft. Auf dem Gebrauchtmarkt sind die Kameras dagegen gut vertreten.

Beim Gebrauchtkauf lohnt ein genauer Blick auf das Objektiv – es ist fest verbaut und lässt sich bei einem Defekt nicht einfach tauschen.

Die drei Modelle im Handel

Panasonic Lumix DMC-FZ2000

Panasonic Lumix DMC-FZ2000
Produktbild zu Panasonic Lumix DMC-FZ2000
Die FZ2000 rüstet vor allem bei Videoaufnahmen auf und ist eine interessante Wahl für ambitionierte Videografen.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu Panasonic Lumix DMC-FZ2000 via Shop-Datenfeed von Amazon, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Panasonic Lumix DMC-FZ1000 II

Panasonic Lumix DMC-FZ1000 II
Produktbild zu Panasonic Lumix DMC-FZ1000 II
Der direkte FZ1000-Nachfolger mit Touchscreen, Bluetooth und Post-Focus - neu kaum noch zu bekommen, gebraucht aber eine runde Wahl für viele Fotografen.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu Panasonic Lumix DMC-FZ1000 II via Shop-Datenfeed von Amazon, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Panasonic Lumix DMC-FZ1000

Panasonic Lumix DMC-FZ1000
Produktbild zu Panasonic Lumix DMC-FZ1000
Nicht mehr die Jüngste, aber immer noch eine gute Allrounder-Bridgekamera - die Panasonic Lumix DMC-FZ1000. Die Kamera punktet besonders mit einem starken Sensor.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu Panasonic Lumix DMC-FZ1000 via Shop-Datenfeed von Amazon, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Gibt es einen Nachfolger der FZ2000 oder FZ1000 II?

Nein. Panasonic hat weder eine FZ1000 III noch eine FZ2000 II vorgestellt, und die Edel-Bridgekameras verschwinden nach und nach aus dem Sortiment.

Im deutschen Panasonic-Shop ist als Bridgekamera nur noch die FZ82D gelistet. Weitere Nachfolger sind derzeit kaum zu erwarten.

Den 1-Zoll-Sensor setzt Panasonic inzwischen in der Taschenklasse ein: Die Panasonic Lumix TZ300 bietet 24-360 mm, verzichtet aber auf einen Sucher. Bei Micro Four Thirds geht Panasonic mit Edel-Kompakten wie der Panasonic Lumix L10 (gelistet bei Amazon) und den Systemkameras der G-Serie andere Wege.

Alternativen zur FZ2000 und FZ1000 II

Wer heute neu kaufen möchte, hat einige Optionen.

Die Auswahl ist kleiner geworden, 2025 und 2026 sind aber sogar neue Modelle erschienen.

Sony RX10 V – die einzige neue 1-Zoll-Bridgekamera

Die direkte Konkurrenz kommt von Sony. Im Juli 2026 stellte Sony die Sony RX10 V vor – das erste neue Modell der RX10-Reihe seit fast neun Jahren.

Ein brandneue Bridgekamera in 2026 – damit hatte ich persönlich nicht gerechnet.

Die Kamera behält das 24-600-mm-Objektiv (F2.4-4) und den 1-Zoll-Stacked-Sensor des Vorgängers, bekommt aber den aktuellen Bildprozessor und einen Autofokus mit KI-Motiverkennung.

Damit ist die Sony RX10 V die einzige neu entwickelte Kamera mit 1-Zoll-Sensor und langem Zoom – spielt preislich aber in einer anderen Liga als die FZ-Modelle.

Sony RX10 V
Produktbild zu Sony RX10 V
Die einzige neue 1-Zoll-Bridgekamera: 24-600 mm mit F2.4-4, Stacked-Sensor und deutlich schnellerem Autofokus als die FZ-Modelle - allerdings in einer anderen Preisklasse.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu Sony RX10 V via Shop-Datenfeed von MediaMarkt, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Panasonic Lumix TZ300 – 1 Zoll für die Jackentasche

Wer vor allem auf Reisen fotografiert und den langen Zoom nicht braucht, landet bei der Panasonic Lumix TZ300.

Die Kompaktkamera nutzt einen 1-Zoll-Sensor mit 20,1 Megapixel und ein 15-fach-Zoom (24-360 mm KB).

Der Haken für FZ-Umsteiger: Die TZ300 hat keinen Sucher, und der Zoom endet deutlich früher.

Panasonic Lumix TZ300
Produktbild zu Panasonic Lumix TZ300
Panasonics 1-Zoll-Sensor im Taschenformat: 24-360 mm und 4K-Video - wer einen Sucher braucht, ist hier allerdings falsch.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu Panasonic Lumix TZ300 via Shop-Datenfeed von Amazon, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Nikon Coolpix P1100 – maximaler Zoom

Für Vögel, Mond und weit entfernte Motive bietet die Nikon Coolpix P1100 einen 125-fach-Zoom bis 3.000 mm KB.

Möglich macht das ein kleiner Sensor im Smartphone-Format. Bei wenig Licht und in der Bildqualität liegt sie deshalb hinter den 1-Zoll-Modellen.

Nikon Coolpix P1100
Derzeit keine aktuelle Shop-Listung gefunden.
125-fach-Zoom bis 3.000 mm für Vögel und Mond - der kleine Sensor kostet aber Bildqualität, sobald das Licht nachlässt.
Derzeit keine aktuellen Daten zu Nikon Coolpix P1100 verfügbar, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Panasonic Lumix FZ82D und FZ300 – Panasonics kleine Bridgekameras

Nicht zu verwechseln ist die FZ2000 mit der FZ200, die eine Einsteiger-Bridgekamera in der Panasonic Lumix-Serie war.

Ihren Platz nahm später die FZ300 ein.

Beide Bridgekameras sind 2026 nicht mehr aktuell und aus dem Lineup ohne direkte Nachfolger verschwunden.

Aktuell im Panasonic-Sortiment ist nur noch die Panasonic Lumix FZ82D mit 20-1.200 mm KB (Release – Sommer 2024). Die Kamera richtet sich an Einsteiger und ihr Sensor ist deutlich kleiner als bei den FZ-Edelmodellen.

Panasonic Lumix FZ82D
Derzeit keine aktuelle Shop-Listung gefunden.
Panasonics einzige aktuell gelistete Bridgekamera: 20-1.200 mm und 4K-Video für Einsteiger - mit kleinem Sensor statt 1 Zoll.
Derzeit keine aktuellen Daten zu Panasonic Lumix FZ82D verfügbar, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Die FZ300 ist dagegen nur noch als Restbestand zu finden.

Panasonic Lumix DMC-FZ300
Produktbild zu Panasonic Lumix DMC-FZ300
Die Panasonic Lumix FZ300 positioniert sich mit interessantem Preis-Leistungsverhältnis zwischen den Edel- und Einsteiger-Bridgekameras von Panasonic.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu Panasonic Lumix DMC-FZ300 via Shop-Datenfeed von Amazon, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Aufstieg zur Systemkamera

Mehr Bildqualität gibt es nur mit größerem Sensor – also mit einer Systemkamera und Telezoom. Ein 100-400-mm-Objektiv an Micro Four Thirds deckt dabei kleinbildäquivalent bis 800 mm ab.

Der Preis dafür sind Gewicht und Kosten: Kamera und Telezoom sind schwerer und deutlich teurer als eine Bridgekamera. Einen Einstieg bei Panasonic zeigt z.B. mein Vergleich Lumix G81 vs. G91 vs. G110.

Wer keinen langen Zoom braucht, findet bei Kompaktkameras mit großem Sensor und lichtstarken Kompaktkameras eine handlichere Alternative.

Bridgekamera oder Smartphone?

Dass derzeit keine Nachfolger von Panasonic für das Segment der Edel-Bridgekameras zu erwarten sind, hat einen konkreten Grund.

Das Smartphone hat die Masse der Kompaktkameras verdrängt.

Fanden 2010 noch über 100 Millionen Kompaktkameras einen Käufer, so ist der Markt heute auf eine niedrige, einstellige Millionenzahl geschrumpft.

Bei Weitwinkel und Normalbrennweite liefert ein aktuelles Smartphone oft das gefälligere Bild – dank Rechenleistung und automatischer Bildverarbeitung. Kleine Superzoom-Kameras mit Sensor im Smartphone-Format haben hier kaum noch Vorteile.

Für Bridgekameras gilt das eigentlich nicht – der Vorteil liegt im Tele.

Ein Kamera-Flaggschiff wie das Samsung Galaxy S26 Ultra bietet ein Periskop-Tele mit 5-fach optischem Zoom. Die FZ1000 kommt auf 16-fach, die FZ2000 auf 20-fach.

Für Tiere, Sport oder Flugzeuge bleibt die Bridgekamera damit die bessere Wahl – dazu kommen Sucher und Handling. Für Alltag, Reise und Schnappschüsse reicht dagegen oft das Smartphone.

Samsung Galaxy S26 Ultra
Produktbild zu Samsung Galaxy S26 Ultra
Kamera-Flaggschiff mit 200-MP-Hauptkamera und Periskop-Tele mit 5-fach optischem Zoom - stark im Alltag, beim langen Tele aber nicht auf dem Niveau einer 1-Zoll-Bridge.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu Samsung Galaxy S26 Ultra via Shop-Datenfeed von Amazon, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Ganz verschwunden ist das Segment trotzdem nicht: 2025 legten Kameras mit festem Objektiv wieder zu, und mit der Sony RX10 V, der Panasonic Lumix TZ300 und der Nikon Coolpix P1100 kamen neue Modelle. Eine Nische – aber keine tote.

Häufige Fragen zu FZ2000, FZ1000 II und FZ1000

Gibt es einen Nachfolger der Panasonic Lumix FZ2000 oder FZ1000 II?

Nein. Panasonic hat weder eine FZ2000 II noch eine FZ1000 III vorgestellt. Im deutschen Panasonic-Shop ist als Bridgekamera nur noch die FZ82D mit kleinem Sensor gelistet. Die direkte, aktuelle Konkurrenz mit 1-Zoll-Sensor und langem Zoom ist die Sony RX10 V.

Lohnt sich die FZ1000 II oder FZ2000 heute noch?

Ja, wenn man den langen Zoom mit 1-Zoll-Sensor braucht – etwa für Tiere, Sport oder Reisen. Neu gibt es die Kameras nur noch als Restbestand, gebraucht sind sie gut zu bekommen. Beim Gebrauchtkauf sollte man vor allem das Objektiv genau prüfen.

FZ2000 oder FZ1000 II – welche ist besser?

Für Video die FZ2000: Sie bietet Cinema-4K, unbegrenzte Aufnahmedauer, ND-Filter und einen Kopfhörerausgang. Für Fotografen ist die FZ1000 II die bessere Wahl – sie ist leichter, und ihr Objektiv bildet im Telebereich schärfer ab.

Warum ist das Objektiv der FZ2000 umstritten?

Es bietet mit 24-480 mm mehr Zoom als die FZ1000-Modelle, wird in Tests ab etwa 200 mm KB aber als sichtbar weicher beschrieben. Am langen Ende ist es mit f/4.5 außerdem etwas lichtschwächer als das f/4.0-Objektiv der FZ1000 und FZ1000 II.

Lassen sich Post-Focus und Focus-Stacking per Firmware auf die FZ1000 nachrüsten?

Nein. Die FZ1000 hat per Firmware-Update 2.0 zwar die 4K-Foto-Funktion bekommen, Post-Focus und Focus-Stacking aber nicht. Das letzte Firmware-Update für die FZ1000 stammt aus dem Jahr 2015 – da kommt also nicht mehr. Beide Funktionen haben nur die FZ2000 und die FZ1000 II.

Ist eine Bridgekamera besser als ein Smartphone?

Bei normalen Brennweiten und im Automatikmodus liefern aktuelle Smartphones oft das gefälligere Bild. Im Telebereich ist eine Bridgekamera mit 1-Zoll-Sensor dagegen klar überlegen: Die FZ1000 bietet 16-fach, die FZ2000 20-fach optischen Zoom. Ein Smartphone ist da limitiert und schafft im besseren Fall z.B. 5-fach.

Welche FZ-Bridgekamera ist die Richtige?

Für Schwerpunkt Video die FZ2000, für Foto die FZ1000 II und für Preisbewusste die FZ1000 – so lässt sich mein Fazit in Kürze zusammenfassen.

Kommentar von Patrick Woessner, Autor bei Tech Junkies

Fotografen, die die drei Bridgekameras Panasonic Lumix FZ2000 vs. FZ1000 II vs. FZ1000 in der näheren Auswahl haben, sehen sich mit vielen Gemeinsamkeiten aber auch grundlegenden Unterschieden konfrontiert.

Am ehesten abgrenzen lässt sich die Panasonic Lumix FZ2000.

Hier stehen Videofunktionen im Mittelpunkt und das Objektiv, welches hier abweichend zur Panasonic Lumix FZ1000 II und Panasonic Lumix FZ1000 verbaut wird, macht nicht alle Fotografen glücklich.

Kurzum gilt – die Panasonic Lumix FZ2000 dürfte vor allem für Videografen, die eine „All-In-One“-Kamera suchen, interessant sein oder aber für Fotografen, die auch oft filmen.

Eher an Fotografen (wenngleich die Video-Funktionen inkl. 4K-Video ebenfalls ordentlich ausfallen) sind die Panasonic Lumix FZ1000 II und die Panasonic Lumix FZ1000 gerichtet.

Hier lässt sich festhalten, dass Panasonic eher vorsichtige Produktpflege betrieben hat.

Über grundlegend neue Ausstattung verfügt die Panasonic Lumix FZ1000 II nicht. Es handelt sich um eine in mehreren Punkten modernisierte Panasonic Lumix FZ1000.

Gebraucht ist die Panasonic Lumix FZ1000 am günstigsten zu bekommen und bleibt deshalb weiterhin interessant.

Denn wer für die modernisierte Ausstattung des FZ1000-Nachfolgers keinen Aufpreis zahlen will, wird unter Umständen auch weiterhin mit der Panasonic Lumix FZ1000 glücklich.

Mit einem Nachfolger von Panasonic ist nicht mehr zu rechnen.

Wer heute neu kaufen will, findet allen voran eine Alternative – die Sony RX10 V.

Patrick Woessner

Ich bin Patrick und hier blogge ich zu verschiedenen Themen rund um Technik, Gadgets und mehr. Früher hatte ich gleich mehrere Blogs zu diesem Thema. Mittlerweile steht Tech Junkies im Mittelpunkt.

22 Kommentare

  1. Baumgart, Franz Georg

    Vielen Dank für den aufschlussreichen Vergleich.
    Ich hatte Gelegenheit, eine FZ1000 II zu testen. Auffallend war ein leises Motorengeräusch als Dauerton, das mit dem Einschalten der Kamera begann und im eingeschalteten Zustand immer zu hören war, auch wenn die Kamera nicht benutzt wurde. Meine Rückfrage bei Panasonic ergab, dass das Geräusch vom Bildstabilisator stamme und keine Fehlfunktion sei.
    Das kann ich fast nicht glauben, denn dieses Geräusch wurde vom linken und rechten Tonpegelkanal permanent mit 2-3 Balken angezeigt. Bei 10 Balken sind das schon 20 Prozent des Tonspektrums.
    Außerdem „frisst“ so ein permanent arbeitender Bildstabilisator doch unnötig Akkuleistung. Nach 30 Aufnahmen war mein neuer Akku halbleer.
    Meine Fragen:
    a) gibt es dieses Geräusch auch bei den beiden anderen Modellen FZ1000 und FZ2000?
    b) Ist das ein nur Panasonic-Problem oder
    c) gibt es das auch bei anderen Herstellern, z.B. Sony RX10 III oder IV?

    Antworten
    1. Hallo Franz-Georg,

      ja, der Stabilisator ggf. auch Servo-Motor des Objektivs oder das AF-System können ein summendes Geräusch erzeugen. Bei einer FZ1000, die ich in den Händen hatte, war das auch so.

      Grundsätzlich gibt es das herstellerübergreifend – natürlich mit Unterschieden je nach Kamera und deren Ausstattung.

      Für Videos – besonders betroffen sind interne Mikrofone. Bei meiner derzeit hauptsächlich im Einsatz befindlichen Kamera gibt es ebenfalls summende Betriebsgeräusche. Beim Filmen nutze ich jedoch ein externes Kondensator-Richtmikrofon – damit ist die Tonaufnahme nach meinem Höhrempfinden sauber.

      Viele Grüße,
      Patrick

      Antworten
  2. Harald

    Ich habe irgendwo gelesen, dass man post-focus und focus-stacking, die bei FZ1000II und FZ 2000 vorhanden sind, via firmware update auch auf ältere Modelle aufladen kann. Ist das für die FZ 1000 möglich? Das wäre schön, weil die FZ 1000 in allen anderen Punkten für mich genau richtig wäre.

    Antworten
  3. Manuel

    Gut recherchiert und informiert, danke dafür. Gibt es etwas Neues über Nachfolgemodelle, die FZ2000 wird heuer ja schon 5 Jahre alt, lohnt sich ein Kauf noch?

    Antworten
    1. Hallo Manuel,

      leider ist es ruhig um die FZ1000 / FZ2000-Serie geworden.

      Zu einem FZ2000-Nachfolger habe ich noch nichts gehört – auch keine erstzunehmenden Gerüchte. In Facebook-Gruppen und in Foto-Communities wird immer wieder zu einer FZ3000 spekuliert, aber Panasonic hat noch nichts verlauten lassen.

      Da sowohl die Panasonic Lumix FZ1000 II wie auch die Panasonic Lumix FZ2000 weiterhin zu den besten Bridgekameras gehören, würde ich einen Kauf auch heute noch in Erwägung ziehen, ja. Ausnahme vielleicht: Es fehlt Dir etwas in der Ausstattung; Du bist vom Gesamtpaket nicht ganz überzeugt.

      Das Alter der Kameras wird immerhin auch im Preis gewürdigt. Die FZ2000 kam zu einem Listenpreis von 1.249,- € auf den Markt, mittlerweile sehe ich die Bridgekamera immer wieder für ca. 850,- € bei Händlern.

      Viele Grüße,
      Patrick

      Antworten
    1. Hallo Gerd,

      während die Objektive auf dem Datenblatt betrachtet keine großen Unterschiede offenbaren, berichten doch einige Fotografen nach dem Umstieg, dass das neue Objektiv weichere Bilder produziert.

      Bei den Video-Features ist die FZ2000 hingegen überlegen. Da muss man abwägen.

      Viele Grüße,
      Patrick

      Antworten
  4. Ulrich Behnke

    Hallo Patrick,
    vielen Dank für diesen sehr aufschlussreichen Vergleich der Modelle. Das hat mir die Kaufentscheidung echt leichter gemacht.
    VG Uli

    Antworten
  5. Heini Rajes

    Ich hatte bzw. habe die FZ1000 und kann mich den Ausführungen nur anschließen. Leider ist aktuell bei meiner FZ 1000 die Linse etwas defekt und sie macht unten links unscharfe Bilder.

    Aber die Neue (auch eine FZ1000) ist schon bestellt – die halte ich immer noch, für meine Bedürfnisse, die beste Kamera.

    Ich kann nur sagen, Patrick, mach weiter so!
    Sonnige Grüße Heini

    Antworten
  6. Melvin Tobler

    Technisch mögen die drei Kameras sehr ähnlich sein.
    Kleines Detail: Nur bei der 2000 ist der Stativ-Anschluss in Linie mit dem Objektiv. Das heisst auch, dass es mit einem kleinen ARCA Adapter möglich ist, den Akku zu wechseln, wenn der Adapter drangeschraubt bleibt. Bei der 1000, der 1000II sowie der baugleichen V-Lux 5 ist der Stativ-Anschluss wie bei der 200 wieder nach rechts gerückt und der Adapter muss weg, wenn man den Akku im Verlauf des Tages zweimal wechseln muss.

    Antworten
  7. Stephan Ziemer

    Ich bin schwer beeindruckt. Fundiertes Fachwissen kombiniert mit einer einfachen, gut verständlichen Sprache, machen den Kameravergleich zum Leckerbissen. Weiter so!

    Antworten
  8. Winfried

    Hallo, eine klare und deutliche ausführliche Beschreibung der noch aktuellen (07.2024) Lumix Modelle. Kann das auch fast genauso unterschreiben, denn ich hatte schon alle Modelle selbst, bin dann zur Sony RX10 IV gewechselt, der Sensor ist ganz sicher etwas schneller im Fokus und die BQ ein wenig aber nicht viel besser, aber nicht den Preis wert denke ich, deshalb ist sie auch wieder weg, denn einen Touchdisplay kennt die Sony nicht. Werde mir wohl statt eines OM Tele lieber wieder die FZ 2000 gebraucht kaufen.
    Danke nochmals für die Zusammenstellung.

    Antworten

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