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Monitor mit Lautsprecher – gute Modelle sind die Ausnahme

Monitor mit Lautsprecher - diese Bildschirme haben gute integrierte Lautsprecher
Bild: Depositphotos / © DragosCondreaW

Vorweg ganz ehrlich – in den allermeisten Fällen klingt schon ein günstiges Paar externer Boxen besser als die Lautsprecher, die in einem Monitor stecken.

Trotzdem hat der eingebaute Lautsprecher seine Berechtigung – wenn der Schreibtisch klein ist, das Kabelgewirr überschaubar bleiben soll oder der Ton ohnehin nur für Videocalls, YouTube und Systemklänge gebraucht wird.

Und es gibt tatsächlich Modelle, bei denen sich die Hersteller Mühe geben. Genau die sind hier das Thema.

Wie selten das ist, zeigt ein Blick in unsere Monitor-Datenbank: Weniger als die Hälfte der Bildschirme hat überhaupt integrierte Lautsprecher. Der Normalfall ist dabei 2 x 2 Watt.

Mehr als 2 x 5 Watt schaffen nur wenige Modelle. Ein Audio-Hochgenuss mit hoher Klangtreue ist also die Ausnahme, nicht die Regel.

Es geht nämlich auch mehr: Leistungsstarke Stereo-Lautsprecher, integrierter Tieftöner, Surround-Sound oder gar eine DTS-Zertifizierung bietet der ein oder andere Monitor.

Nicht gemeint: Studio-Monitore
Wer nach „Monitor-Lautsprechern“ sucht, landet schnell bei Studio-Monitoren. Das sind Abhörlautsprecher für die Musikproduktion und haben mit einem Bildschirm nichts zu tun. Hier geht es ausschließlich um Computer-Monitore mit eingebautem Lautsprecher.
KI-Zusammenfassung

Der Artikel erklärt, warum eingebaute Monitor-Lautsprecher meist schlechter klingen als günstige externe Boxen, aber dennoch praktisch sind. Weniger als die Hälfte der Monitore hat überhaupt integrierte Lautsprecher, üblich sind schwache 2 x 2 Watt. Der Text erläutert, wie Ton über HDMI, DisplayPort oder USB-C zum Monitor gelangt, warum Wattzahl allein wenig über Klangqualität aussagt und stellt je nach Bildschirmgröße Modelle mit überdurchschnittlichem Soundsystem vor, von Business-Monitoren mit 2 x 5 Watt bis zu Großformaten mit Dolby-Atmos-Unterstützung. Angesprochen werden Käufer, die einen Monitor mit brauchbarem Ton suchen oder verstehen wollen, wie Audio-Anschlüsse funktionieren.

  • Weniger als die Hälfte aller Monitore verfügt über integrierte Lautsprecher, meist mit nur 2 x 2 Watt.
  • HDMI, DisplayPort und USB-C mit Alt Mode übertragen Audio, während DVI und VGA ausschließlich Bildsignale liefern.
  • Die Wattzahl sagt wenig über die Klangqualität aus, da Abstrahlrichtung und Gehäusevolumen entscheidender sind.
  • Ab 27 Zoll und besonders ab 32 Zoll gibt es Modelle mit echten 2.1- oder sogar 2.2.2-Soundsystemen samt Tieftöner.
  • Für besseren Klang empfehlen sich externe Boxen oder Soundbars, während interne Lautsprecher vor allem für einen aufgeräumten Schreibtisch sprechen.
KI-generierte Zusammenfassung. Kann Ungenauigkeiten enthalten.

Wie der Ton überhaupt zum Monitor kommt

Eine Frage, die immer wieder auftaucht: Der Monitor hängt an der Grafikkarte, der Sound kommt aber doch vom Mainboard – wie soll da Ton am Bildschirm ankommen?

Die Antwort ist einfach: HDMI und DisplayPort übertragen beide nicht nur Bild, sondern auch Audio. Die Grafikkarte reicht das Tonsignal einfach mit durch.

Hartnäckig hält sich die Behauptung, DisplayPort könne kein Audio. Das stimmt nicht: Der Standard sieht mehrkanaliges Audio ausdrücklich vor, bis zu acht Kanäle unkomprimiert.

Gleiches gilt für USB-C, sofern der Anschluss den DisplayPort Alt-Mode beherrscht – dann läuft der Ton über dieselbe Leitung wie das Bild.

Kommt trotzdem nichts aus dem Monitor, liegt es fast immer an der Wiedergabegeräte-Auswahl des Betriebssystems. Windows und macOS merken sich oft das zuletzt genutzte Gerät, statt automatisch auf den Bildschirm umzuschalten.

Der zweite Klassiker: Ein per DVI oder VGA angeschlossener Monitor bekommt grundsätzlich keinen Ton – beide Anschlüsse übertragen ausschließlich Bild. 2026 kein großes Thema mehr – beide Schnittstellen sind nicht mehr auf der Höhe der Zeit.

Wofür die Klinkenbuchse am Monitor gut ist

Viele Bildschirme haben eine 3,5-mm-Buchse, die im Datenblatt als Kopfhörerausgang oder Line-Out auftaucht.

Der Monitor nimmt das Audiosignal aus HDMI oder DisplayPort entgegen und gibt es an dieser Buchse wieder aus. Kopfhörer oder aktive Boxen lassen sich damit direkt am Bildschirm anschließen, ohne unter den Schreibtisch zu kriechen.

Das funktioniert auch bei Monitoren ganz ohne eingebaute Lautsprecher – ein Detail, das beim Kauf gerne übersehen wird.

Umgekehrt gilt: Nicht jedes Modell hat diese Buchse, und ohne sie fällt eine ganze Klasse von Soundbars als Lösung weg.

Warum die Wattzahl wenig über den Klang verrät

In den technischen Daten steht eine Wattzahl, und die wird gerne als Qualitätsmerkmal gelesen. Sie ist aber nur die Leistungsaufnahme der Endstufe – nicht die Güte des Ergebnisses.

Das Problem ist häufiger die Abstrahlrichtung.

Häufig sind die Lautsprecher tief in das Gehäuse eingelassen – und strahlen ungünstiger weiße nach unten oder nach hinten ab. Der Ton kommt dann nur als Reflexion zu den Ohren.

Das klingt dann auch ein „besserer“ 2 x 5 Watt-Monitor dumpf.

Zielen die Klanggeber hingegen direkt auf die Sitzposition, wirkt das Tonbild deutlich präsenter.

Ein weiterer limitierender Faktor ist der Platz im Monitor-Gehäuse.

Ein Lautsprecher braucht Gehäusevolumen und Membranfläche, um tiefe Frequenzen zu erzeugen – beides ist in einem drei Zentimeter flachen Bildschirmrahmen kaum vorhanden.

Deshalb klingen großformatige Monitore in der Regel besser als kompakte, und deshalb ist ein separater Tieftöner ein ordentliches Qualitätssignal im Datenblatt.

Bezeichnungen wie DTS Virtual:X oder Dolby Atmos beschreiben zunächst nur, welches Tonformat der Monitor entgegennimmt und verarbeitet – sie sagen nichts über die verbauten Treiber aus.

Aussagekräftig wird so ein Label erst zusammen mit der Kanalangabe. Ein 2.1-System hat einen echten Tieftöner, ein 2.2.2-System zusätzlich nach oben abstrahlende Kanäle für die Höheninformation – erst dann trägt Atmos auch hörbar etwas bei.

Monitore mit guten integrierten Lautsprechern

Die folgende Auswahl orientiert sich an den gängigen Schreibtischgrößen. Wichtig dabei: Die Auswahl wird mit sinkender Bildschirmdiagonale drastisch dünner.

24 Zoll-Monitor mit Lautsprecher

In dieser Größenklasse muss man die Erwartungen dämpfen. Wer hier einen Monitor mit wirklich gutem Klang sucht, sucht lange – der Rahmen gibt schlicht zu wenig Volumen her.

Auffällig ist, wo die Modelle mit brauchbarer Ausstattung herkommen: fast ausschließlich aus dem Business- und Videokonferenz-Segment. Dort ist verständliche Sprachwiedergabe eine Anforderung.

Dell C2422HE (23,8 Zoll, Full HD, 2 x 5 Watt)

Der Dell C2422HE ist als Videokonferenz-Monitor ausgelegt und bringt entsprechend Webcam, Mikrofon und 2 x 5 Watt mit.

Das IPS-Panel löst mit Full HD auf und schafft 60 Hz – für Gaming ist das Modell also nicht gedacht.

Interessant macht ihn der USB-C-Anschluss, der zugleich als Dock dient und das Notebook mit Strom versorgt. Für einen Arbeitsplatz mit viel Videotelefonie ergibt das ein rundes Paket.

Hier kommt auch die einzige Zertifizierung ins Spiel, die in dieser Größenklasse wirklich etwas über den Ton aussagt – der Monitor ist für Microsoft Teams zertifiziert und hat dafür sogar eine eigene Taste.

Dahinter stehen Anforderungen an Sprachverständlichkeit und Mikrofonqualität – der Grund, warum Konferenzmonitore beim Klang oft besser dastehen als Consumer-Modelle derselben Größe.

Dell C2422HE (Videokonferenz-Monitor)
Produktbild zu Dell C2422HE (Videokonferenz-Monitor)
Videokonferenz-Monitor mit 2 x 5 Watt, USB-C-Dock und Webcam - in der 24-Zoll-Klasse kommen brauchbare Lautsprecher fast nur noch aus dem Business-Segment.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu Dell C2422HE (Videokonferenz-Monitor) via Shop-Datenfeed von Amazon, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Wer auf 24 Zoll vor allem Musik hören oder Filme schauen möchte, fährt mit externen Boxen klar besser.

27 Zoll-Monitor mit Lautsprecher

Ab 27 Zoll wird es interessanter. Hier finden sich die ersten Modelle mit echtem 2.1-System, also Stereo-Lautsprechern plus separatem Tieftöner.

BenQ EW2790U (27 Zoll, 4K-Auflösung, 2.1-System mit Tieftöner)

BenQ pflegt seine Entertainment-Reihe seit Jahren als eine der wenigen, bei denen der Ton nicht nachträglich eingeplant wirkt. Der BenQ EW2790U führt das fort.

Verbaut ist ein 2.1-Kanal-System mit Tieftöner und mehreren Klangprofilen für Film, Spiel und Musik. Das ist auf Schreibtischgröße die Ausnahme.

Vielerorts fällt das Urteil zum Klang überwiegend positiv aus, mit einer wiederkehrenden Einschränkung: Gelobt werden Klarheit und Sprachverständlichkeit, als begrenzt beschrieben werden Tiefgang und maximale Lautstärke.

Das passt zur Bauform. Ein Tieftöner in einem 27-Zoll-Gehäuse verschiebt die Grenze nach unten, er hebt sie nicht auf – wer kräftigen Bass erwartet, wird auch hier nicht fündig.

Das IPS-Panel löst mit 4K auf und deckt laut Hersteller 98 Prozent des DCI-P3-Farbraums ab. Neben drei HDMI-Anschlüssen gibt es USB-C mit DisplayPort Alt Mode und 65 Watt Power Delivery.

BenQ EW2790U (4K-Monitor)
Produktbild zu BenQ EW2790U (4K-Monitor)
27-Zoll-Monitor mit 4K-Auflösung und einem echten 2.1-System samt Tieftöner - eine der wenigen aktuellen Möglichkeiten, auf Schreibtischgröße mehr als Stereo-Gepiepse zu bekommen.
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Philips Momentum 279M1RV (27 Zoll, 4K-Auflösung, 2 x 5 Watt-Stereolautsprecher)

Eine Alternative mit Konsolen-Schwerpunkt ist der Philips Momentum 279M1RV.

Das IPS-Panel verfügt über 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) und schafft maximal 144 Hz Bildwiederholfrequenz bei 1 ms G2G-Reaktionszeit.

Die integrierten Stereo-Lautsprecher sind mit 2 x 5 Watt ordentlich dimensioniert.

Neben USB-C mit DisplayPort (kann auch Power Delivery mit bis zu 65 Watt) und DisplayPort 1.4 verfügt der Bildschirm auch über zwei HDMI 2.1-Schnittstellen.

Damit empfiehlt sich der Philips Momentum 279M1RV auch für Konsoleros mit einer PlayStation 5 oder Xbox Series X (4K @ 120 Hz-Gaming) – für letztere liegt eine „Designed for Xbox“-Zertifizierung bei.

Philips Momentum 279M1RV (4K-Monitor)
Produktbild zu Philips Momentum 279M1RV (4K-Monitor)
Umfangreich ausgestatteter Monitor mit VESA DisplayHDR 600, G-Sync Compatible, integrierten Stereo-Lautsprechern mit 2 x 5 Watt, der dank HDMI 2.1 auch für Konsoleros geeignet ist.
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Apple Studio Display (27 Zoll, 5K-Auflösung, Sechs-Lautsprecher-System mit Dolby Atmos)

Wer beim Ton keine Kompromisse machen will und die Preisklasse nicht scheut, kommt am Apple Studio Display kaum vorbei.

Apple verbaut hier ein Sechs-Lautsprecher-System, bei dem die Tieftöner paarweise gegeneinander arbeiten. Dieser Kräfteausgleich hebt Vibrationen auf, die sonst als Dröhnen im Gehäuse landen – genau das Problem, an dem flache Monitor-Lautsprecher üblicherweise scheitern.

Dazu kommt die Unterstützung für 3D Audio bei Musik und Video mit Dolby Atmos sowie ein Ring aus drei Mikrofonen mit gerichtetem Beamforming.

Das Panel löst mit 5K auf (5.120 x 2.880 Pixel), was auf 27 Zoll eine Pixeldichte von 218 ppi ergibt. Gaming-Eigenschaften sucht man dagegen vergebens.

Apple Studio Display (5K-Monitor)
Produktbild zu Apple Studio Display (5K-Monitor)
Sechs-Lautsprecher-System mit Tieftönern mit Kräfteausgleich und 3D Audio über Dolby Atmos - klanglich das Gegenteil des üblichen Monitor-Pieptons, allerdings in eigener Preisklasse.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu Apple Studio Display (5K-Monitor) via Shop-Datenfeed von Amazon, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Daneben führt Apple eine XDR-Variante mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung und 120 Hz, die dasselbe Lautsprecherkonzept verwendet, preislich aber noch einmal deutlich darüber liegt.

Eine Einschränkung, die sich durch die ganze Klasse zieht: Wer 27 Zoll mit hoher Bildwiederholrate, aktuellem Panel und zugleich brauchbaren Lautsprechern sucht, muss Kompromisse machen. Diese Kombination ist bis heute selten.

Großformatige Monitore mit Soundsystem

Ab etwa 32 Zoll steht schlicht mehr Platz für die Klanggeber bereit – und hier finden sich auch die Modelle, bei denen Hersteller das Abstrahlproblem tatsächlich angehen.

Dell 32 Plus S3225QC (31,6 Zoll, 4K, fünf Lautsprecher mit Beamforming)

Der Dell 32 Plus S3225QC ist derzeit der ambitionierteste Versuch, das Richtungsproblem zu lösen.

Statt zwei Lautsprechern im Rahmen sitzen hier fünf Treiber mit je 5 Watt. Per Beamforming bündelt der Monitor den Schall und richtet ihn auf die Hörposition aus, eine Kopfverfolgung führt das Klangbild nach.

Ob man das räumliche Ergebnis mag – da muss jeder selbst die Hörprobe wagen. Der Ansatz ist jedenfalls interessant.

Das QD-OLED-Panel löst mit 4K auf und schafft 120 Hz bei 0,03 ms Reaktionszeit. Der Anschluss erfolgt per HDMI oder USB-C.

Dell 32 Plus S3225QC (4K-QD-OLED-Monitor)
Produktbild zu Dell 32 Plus S3225QC (4K-QD-OLED-Monitor)
Fünf 5-Watt-Lautsprecher mit Beamforming und Kopfverfolgung richten den Ton auf die Hörposition aus - der bislang konsequenteste Versuch, das Richtungsproblem eingebauter Monitor-Lautsprecher zu lösen.
Vollständige Bezeichnung (wie bei Cyberport):
Bezeichnung, Bilder und Preis zu Dell 32 Plus S3225QC (4K-QD-OLED-Monitor) via Shop-Datenfeed von Cyberport, Affiliate-Links (Provisions-Links)

LG UltraGear 32GS95UV-W (31,5 Zoll, 4K-OLED, 2 x 7 Watt mit DTS Virtual:X)

Gaming-Monitore sind beim Ton traditionell sparsam ausgestattet – die Annahme lautet, dass ohnehin ein Headset zum Einsatz kommt.

Der LG UltraGear 32GS95UV-W ist eine der Ausnahmen: LG gibt 2 x 7 Watt samt DTS Virtual:X an, also spürbar mehr als anderswo.

Das OLED-Panel löst mit 4K auf und schafft 240 Hz, per Dual-Mode alternativ Full HD mit 480 Hz.

LG UltraGear 32GS95UV-W (4K-OLED-Monitor)
Produktbild zu LG UltraGear 32GS95UV-W (4K-OLED-Monitor)
Gaming-OLED mit 4K und 240 Hz, dessen 7-Watt-Stereolautsprecher samt DTS Virtual:X deutlich über dem liegen, was Gaming-Monitore sonst mitbringen.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu LG UltraGear 32GS95UV-W (4K-OLED-Monitor) via Shop-Datenfeed von Amazon, Affiliate-Links (Provisions-Links)

In derselben Baureihe experimentiert LG zusätzlich mit einem Verfahren, bei dem das OLED-Panel selbst als Schallwandler dient und der Ton damit direkt aus der Bildfläche nach vorne kommt.

Die entsprechende Variante ist in Deutschland allerdings nur sporadisch lieferbar.

Samsung Odyssey Ark 2nd Gen (54,6 Zoll, 4K, 2.2.2-Soundsystem mit Dolby Atmos)

Wenn ein Monitor das Thema Ton ernst nimmt, dann vermutlich dieser. Der Samsung Odyssey Ark 2nd Gen ist mit 54,6 Zoll allerdings eher Möbelstück als Bildschirm.

Samsung verbaut vier Lautsprecher in den Ecken und zwei Tieftöner in der Mitte, zusammen 60 Watt in einer 2.2.2-Konfiguration. Die Bezeichnung Sound Dome beschreibt dabei die Idee, den Schall über der Sitzposition zu bündeln.

Das ist der Fall, in dem die Dolby-Atmos-Unterstützung tatsächlich etwas zu tun bekommt: Die nach oben abstrahlenden Kanäle können Höheninformationen wiedergeben – mehr als reine Simulation.

Das gekrümmte VA-Panel mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung löst mit 4K auf, schafft 165 Hz und lässt sich hochkant in einen Cockpit-Modus drehen.

Samsung Odyssey Ark 2nd Gen (4K-Mini-LED-Monitor)
Produktbild zu Samsung Odyssey Ark 2nd Gen (4K-Mini-LED-Monitor)
54,6-Zoll-Koloss mit 2.2.2-Soundsystem aus vier Eck-Lautsprechern und zwei Tieftönern - der seltene Fall, in dem die Dolby-Atmos-Unterstützung auch von passender Hardware getragen wird.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu Samsung Odyssey Ark 2nd Gen (4K-Mini-LED-Monitor) via Shop-Datenfeed von Amazon, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Monitor-Lautsprecher oder doch lieber externe Boxen?

Die Vorteile eingebauter Lautsprecher liegen nicht beim Klang, sondern bei der Praktikabilität:

  • aufgeräumter Schreibtisch mit mehr Platz
  • einfach zugängliche Audio-Anschlüsse am Monitor (meist 3,5 mm-Klinke als Kopfhörerausgang, teils auch ein zusätzlicher Audio-Eingang, selten S/PDIF)
  • weniger Verkabelung
  • einfachere Reinigung des Arbeitsplatzes bzw. Schreibtisches

Kaum jemand wird einen Monitor nur wegen des Sounds kaufen.

Sinnvoller ist es, den Bildschirm nach Auflösung, Diagonale und Ausstattung auszuwählen und die Tonfrage separat zu beantworten.

Ein günstiges 2.1-System wie das Logitech Z407 (gelistet bei Amazon) mit separatem Tieftöner sticht gängige interne Monitor-Lautsprecher locker aus.

Nachteil ist hierbei natürlich der Platzbedarf sowie die zusätzlich anfallende Verkabelung.

Platzsparend und kabellos geht es auf Wunsch aber auch: Die Creative Stage Air V2 (gelistet bei Amazon) ist zum Beispiel eine Stereo-Soundbar, die per Bluetooth angebunden werden kann und über einen integrierten Akku verfügt (Aufladen per USB-C-Buchse).

Eine Soundbar lässt sich zudem besonders platzsparend unterbringen – direkt unter dem Monitor.

Beim Kauf lohnt ein Blick darauf, wie das Gerät sein Signal bekommt. Manche Modelle ziehen den Ton direkt über USB vom Rechner, andere brauchen die 3,5-mm-Buchse am Monitor – die nicht jeder Bildschirm hat.

So gibt es also die ein oder andere smarte Lösung, um bei fehlenden Monitor-Lautsprechern oder schwachem Sound für ein sinnvolles Audio-Upgrade zu sorgen.

Ich würde einen Monitor nie wegen seiner Lautsprecher kaufen – dafür ist der Klangunterschied zu einem 40 €-Boxenpaar einfach zu groß. Wo eingebaute Lautsprecher glänzen, ist der aufgeräumte Schreibtisch: ein Kabel weniger, keine zusätzliche Stromversorgung, nichts, was im Weg steht.

Kommentar von Patrick Woessner, Autor bei Tech Junkies

Häufige Fragen zu Monitoren mit Lautsprecher

Haben Monitore eingebaute Lautsprecher?

Viele, aber längst nicht alle. Mehr als die Hälfte der verfügbaren Monitore dürfte gar keine integrierten Lautsprecher haben. Der Normalfall sind dabei schwache 2 x 2 Watt – mehr als 2 x 5 Watt bieten nur wenige Modelle. Gerade bei hochwertigen Gaming- und Profi-Monitoren wird der Lautsprecher häufig eingespart.

Wie bekomme ich Ton auf den Monitor?

Über das Bildkabel. HDMI und DisplayPort übertragen beide Audio, ebenso USB-C mit DisplayPort Alt Mode – die Grafikkarte reicht das Tonsignal mit durch. Kommt kein Ton an, ist meist das falsche Wiedergabegerät im Betriebssystem ausgewählt. Über DVI oder VGA ist keine Tonübertragung möglich, diese Anschlüsse führen ausschließlich Bild.

Überträgt DisplayPort Audio?

Ja. Der DisplayPort-Standard sieht mehrkanaliges Audio ausdrücklich vor – bis zu acht Kanäle unkomprimiert. Die gegenteilige Behauptung hält sich hartnäckig, ist aber falsch. Auch USB-C-Verbindungen im DisplayPort Alt Mode übertragen Ton.

Was tun, wenn der Monitor keine Lautsprecher hat?

Zwei Wege führen zum Ziel: Aktive Boxen oder eine Soundbar lassen sich direkt am Rechner anschließen, alternativ an der 3,5-mm-Buchse des Monitors, sofern vorhanden. Diese Buchse gibt den über HDMI oder DisplayPort ankommenden Ton aus – auch bei Bildschirmen ganz ohne eingebaute Lautsprecher. Klanglich ist die externe Lösung in fast allen Fällen die bessere.

Wie kann ich Lautsprecher an einen Monitor anschließen?

Über den Kopfhörer- oder Line-Out-Ausgang des Monitors, meist eine 3,5-mm-Klinkenbuchse. Aktive Boxen mit eigener Stromversorgung lassen sich dort direkt betreiben, passive Boxen brauchen einen Verstärker. Einige Soundbars beziehen ihr Signal stattdessen per USB vom Rechner – dann wird der Monitor gar nicht benötigt.

Schadet es dem Monitor, die eingebauten Lautsprecher dauerhaft zu nutzen?

Nein. Die Lautsprecher sind ein regulärer Bestandteil des Geräts und für den Dauerbetrieb ausgelegt. Dauerhafte Wiedergabe am Anschlag kann den Klang verzerren, ein Schaden am Monitor entsteht dadurch aber nicht.

Wie viel Watt sollte ein Monitor-Lautsprecher haben?

Die Wattzahl allein sagt wenig aus. 2 x 2 Watt reichen für Systemklänge und Videocalls, ab 2 x 5 Watt wird es alltagstauglich. Entscheidender als die Leistung ist die Abstrahlrichtung. Lautsprecher, die nach vorne auf die Sitzposition zielen, klingen bei gleicher Wattzahl deutlich präsenter als solche, die nach hinten oder in den Schreibtisch feuern.

Was bringt Dolby Atmos an einem Monitor?

Dolby Atmos ist ein Tonformat, keine Hardware-Garantie. Auch ein Bildschirm mit 2 x 2 Watt darf mit der Unterstützung werben und klingt trotzdem flach, weil ihm die Kanäle dafür fehlen. Hörbar wird der Unterschied erst bei Systemen, die eigene Höhenkanäle und Tieftöner mitbringen – etwa in einer 2.2.2-Konfiguration. Dasselbe gilt für DTS Virtual:X, das räumlichen Klang aus zwei Lautsprechern errechnet, statt ihn abzubilden.

Patrick Woessner

Ich bin Patrick und hier blogge ich zu verschiedenen Themen rund um Technik, Gadgets und mehr. Früher hatte ich gleich mehrere Blogs zu diesem Thema. Mittlerweile steht Tech Junkies im Mittelpunkt.

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