Lange Zeit gab es Laptops entweder mit einem x64-Prozessor von AMD oder Intel. Inzwischen hat sich ein Laptop mit ARM-Prozessor zur echten Alternative gemausert – und zwar nicht mehr nur bei Apple.
Die ARM-Architektur galt schon immer als effizient und stromsparend – entsprechende Mobilprozessoren stecken seit vielen Jahren in Smartphones und Tablets.
Apple hat mit Apple Silicon gezeigt, wie leistungsfähig ein ARM-Laptop sein kann. Auf Windows-Seite liefert Qualcomm mit dem Snapdragon X2 inzwischen die zweite Generation, und seit Oktober 2026 mischt auch Nvidia mit dem RTX-Spark-Chip mit.
Kurz gesagt: Ein ARM-Laptop lohnt sich für alle, die viel unterwegs sind, lange Akkulaufzeit wollen und hauptsächlich mit gängiger Software arbeiten. Wer auf spezielle Treiber, bestimmte Spiele oder Spezialsoftware angewiesen ist, sollte genauer prüfen.
Hier gibt es den Überblick über aktuelle Modelle, Plattformen und die Frage, was auf einem ARM-Laptop läuft und was (noch) nicht.
Der Artikel gibt einen Überblick über aktuelle ARM-Laptops für Windows, macOS und Linux und richtet sich an alle, die einen neuen Laptop kaufen möchten. Neben Apples M5-Chips liefert Qualcomm mit dem Snapdragon X2 inzwischen die zweite Generation, und seit Oktober 2026 bietet auch Nvidia mit dem RTX-Spark-Chip eine ARM-Plattform mit starker Grafikleistung für KI-Entwicklung und kreative Arbeit an. Verglichen werden Akkulaufzeit, Leistung und Softwarekompatibilität gegenüber klassischen x86-Laptops, außerdem werden konkrete Gerätemodelle verschiedener Hersteller sowie häufige Fragen zu Gaming, Linux-Unterstützung und Arbeitsspeicher beantwortet.
- ARM-Laptops punkten weiterhin bei Akkulaufzeit, wobei Intels neue x86-Chips den Abstand verringert haben.
- Bei der CPU-Leistung liegen aktuelle ARM-Chips wie Apple M5 und Snapdragon X2 Elite ganz vorn, während die Grafikleistung außer bei Nvidia RTX Spark eher im Mittelfeld liegt.
- Windows on ARM unterstützt inzwischen über 8.000 Apps nativ, doch Treiber und manche Spezialsoftware benötigen weiterhin eine native ARM64-Version.
- Gaming ist dank Emulation eingeschränkt möglich, scheitert aber häufig an Kernel-basierter Anti-Cheat-Software.
- Da der Arbeitsspeicher bei ARM-Laptops verlötet ist, empfiehlt der Artikel mindestens 16, besser 32 GB RAM beim Kauf.
ARM vs. x86 – wie schneiden ARM-Laptops ab?
Der wichtigste Unterschied steckt im Befehlssatz: ARM-Chips sind auf Effizienz ausgelegt, x86-Prozessoren von Intel und AMD auf maximale Kompatibilität auch mit jahrzehntealter Windows-Software.
Drei Unterschiede stechen besonders stark heraus:
- Akkulaufzeit und Standby – hier sind ARM-Laptops traditionell stark. Ein ganzer Arbeitstag ohne Ladegerät ist bei MacBooks und aktuellen Snapdragon-Laptops möglich (je nach Workload).
- Leistung – aktuelle ARM-Chips wie Apple M5 und Snapdragon X2 Elite spielen bei der CPU-Leistung ganz oben mit. Bei der Grafikleistung sind sie dagegen (mit Ausnahme von Nvidia RTX Spark) eher auf Mittelklasse-Niveau.
- Kompatibilität – x86 ist hier weiterhin überlegen. Windows on ARM übersetzt x64-Programme zwar automatisch, Treiber und manche Spezialsoftware müssen aber nativ für ARM vorliegen.
Der Abstand bei der Akkulaufzeit ist allerdings kleiner geworden. Intel hat mit Lunar Lake und Panther Lake stark aufgeholt, in einzelnen Vergleichen liegen x86-Laptops inzwischen sogar gleichauf.
ARM-Laptop kaufen – aktuelle Empfehlungen
Welcher ARM-Laptop passt, hängt vor allem vom Betriebssystem und vom Einsatzzweck ab. Ich habe mich umgeschaut (auch in Community-Diskussionen) – und die folgenden Laptop-Modelle scheinen derzeit einen genauen Blick wert zu sein.
Windows on ARM: Leistung und großes Display
Das ASUS Zenbook A16 ist derzeit das wohl meistgelobte Windows-ARM-Notebook. In Communitys wird es oft als erstes Gerät beschrieben, mit dem man nicht mehr zu x86 zurück will – schnell, kühl und ausdauernd.
Das derzeit spannendste Windows-ARM-Notebook: 16-Zoll-OLED, 18 Kerne mit bis zu 5 GHz und viel Laufzeit - nur bei Spezialsoftware wie CAD sollte man vorher die Kompatibilität prüfen.
Eine Alternative mit 16-Zoll-Display ist das Samsung Galaxy Book6 Edge 16 (gelistet bei Amazon) mit Snapdragon X2 Elite.
Windows on ARM: Allrounder für Office und unterwegs
Microsoft hat mit den neuen Surface-Modellen die X2-Generation in die Breite gebracht. Das 13-Zoll-Modell ist der günstigste Einstieg, setzt aber auf den kleineren X2 Plus mit sechs Kernen.
Der kompakte Einstieg in die X2-Generation für Office, Browser und Videocalls - mit sechs CPU-Kernen allerdings kein Leistungsmonster.
Mehr Leistung und ein größeres Display bietet das Microsoft Surface Laptop 15 Zoll mit Snapdragon X2 Elite (gelistet bei Amazon). Wer Tablet und Stift möchte, greift zum Microsoft Surface Pro 12 Zoll mit Snapdragon X2 Plus (gelistet bei Amazon) – siehe auch die Übersicht zu Laptops mit Touchscreen.
Ebenfalls interessant ist das Lenovo Yoga Slim 7x mit Snapdragon X2 Plus (gelistet bei Amazon) mit OLED-Display.
Windows on ARM: Premium-Notebook
Beim HP OmniBook mit 14 Zoll muss man genauer hinschauen – es ist auch Ryzen AI 9- oder Coral Ultra 7-Chip erhältlich.
Hier geht es jedoch um das HP OmniBook Ultra 14 mit Snapdragon X2 Elite, 32 GB RAM und 1 TB SSD.
Premium-Notebook mit 3K-OLED-Touchscreen, 32 GB RAM und der stärksten NPU der X2-Reihe - ein Netzteil liegt allerdings nicht bei.
Nvidia RTX Spark: ARM mit starker Grafik
Seit dem 16.10.2026 sind die ersten Notebooks mit Nvidia RTX Spark im Handel.
Sie kombinieren eine ARM-CPU mit Blackwell-Grafik und sind klar für KI-Entwicklung und kreative Arbeit gedacht – entsprechend liegen sie preislich deutlich über den Snapdragon-Modellen.
Microsofts erstes Notebook mit Nvidias ARM-Chip und Blackwell-Grafik zielt auf KI-Entwickler und Kreative - als brandneue Plattform muss sich die Software-Unterstützung aber erst noch beweisen.
Weitere Modelle mit RTX Spark sind z.B. das MSI Prestige N16 Flip AI+ (gelistet bei Amazon) oder das ASUS ProArt P16 mit RTX Spark (gelistet bei Amazon).
MacBook: ARM mit macOS
Apple bietet ausschließlich ARM-Laptops an. Das MacBook Air bleibt für die meisten die bevorzugte Wahl – aktuell mit M5-Chip.
Nach wie vor die Referenz für einen leisen, effizienten ARM-Laptop - lüfterlos, aber dadurch unter langer Volllast im Nachteil gegenüber dem MacBook Pro.
Neu ist das MacBook Neo – ein Einstiegs-MacBook mit dem A18 Pro, also einem Chip aus der iPhone-Familie.
Das neue Einstiegs-MacBook bringt den iPhone-Chip A18 Pro in den Laptop - mit 8 GB Arbeitsspeicher ist es aber eher für Alltag und Studium als für anspruchsvolle Projekte gedacht.
Für längere Volllast, etwa bei Video- und Fotobearbeitung, ist das MacBook Pro mit M5 Pro (gelistet bei Amazon) und aktiver Kühlung die bessere Wahl (siehe auch Laptop für Bildbearbeitung).
Schnäppchen: Snapdragon X der ersten Generation
Laptops mit dem Snapdragon X Elite oder X Plus der ersten Generation sind seit dem Start der X2-Reihe deutlich günstiger zu haben. Für Office, Browser und Videokonferenzen reicht ihre Leistung weiterhin locker.
Ein Beispiel ist das Microsoft Surface Laptop 7 (gelistet bei Amazon) mit Snapdragon X Elite.
Beim Arbeitsspeicher sollte man nicht sparen: Er ist bei allen ARM-Laptops verlötet und lässt sich nicht nachrüsten. 16 GB sollten es mindestens sein. Ich empfehle lieber 32 GB zu wählen.
Die ARM-Plattformen im Überblick
Qualcomm Snapdragon X2
Die zweite Generation der Snapdragon-X-Chips ist seit dem Frühjahr 2026 in Laptops erhältlich. Sie setzt auf die dritte Generation der hauseigenen Oryon-CPU.
| Variante | CPU-Kerne | Max. Takt | NPU |
|---|---|---|---|
| Snapdragon X2 Elite Extreme | 18 | 5,0 GHz | bis 85 TOPS |
| Snapdragon X2 Elite | 18 | 4,7 GHz | bis 85 TOPS |
| Snapdragon X2 Elite | 12 | 4,7 GHz | bis 85 TOPS |
| Snapdragon X2 Plus | 6 oder 10 | k. A. | 80 TOPS |
Die Spitzenvariante X2 Elite Extreme taktet bis zu 5,0 GHz, die Grafikeinheit bis zu 1,85 GHz. Bis zu drei 5K-Monitore mit 60 Hz lassen sich ansteuern, dazu kommen Wi-Fi 7 und optional 5G.
Wie bei der ersten Generation gilt: Genau auf die Modellnummer schauen. Hinter „X2 Elite“ stecken Varianten mit 12 oder 18 Kernen, beim X2 Plus solche mit 6 oder 10 Kernen.
Thunderbolt bieten Snapdragon-Laptops nicht, stattdessen USB4. Das reicht in für die meisten Anwendungsfälle – passendes Zubehör gibt es in der Übersicht zu USB4-Docks und -Hubs.
Qualcomm Snapdragon X (erste Generation)
Die erste Generation kam im Juni 2024 auf den Markt und hat Windows on ARM den Durchbruch gebracht, wenngleich der ganz große Hype ausgeblieben ist.
Die Chips sind weiterhin in vielen Laptops erhältlich und inzwischen deutlich günstiger.
| CPU | Anz. Kerne | Max. Frequenz Multithread | Max. Frequenz Boost-Kerne (2x) | GPU-Leistung (TFLOPS) |
| Snapdragon X Elite X1E-00-1DE | 12 | 3.8 GHz | 4.3 GHz | 4.6 |
| Snapdragon X Elite X1E-84-100 | 12 | 3.8 GHz | 4.2 GHz | 4.6 |
| Snapdragon X Elite X1E-80-100 | 12 | 3.8 GHz | 4.0 GHz | 3.8 |
| Snapdragon X Elite X1E-78-100 | 12 | 3.4 GHz | n/a | 3.8 |
| Snapdragon X Plus X1P-64-100 | 10 | 3.4 GHz | n/a | 3.8 |
Auch hier unterscheiden sich die vier X-Elite-Varianten bei der Leistung deutlich, sind aber nur an der Modellnummer zu erkennen.
Alle haben 42 MB Cache, eine NPU mit 45 TOPS und unterstützen bis zu 64 GB LPDDR5x.
Qualcomm Snapdragon C
Mit dem Snapdragon C hat Qualcomm im Mai 2026 eine neue Plattform für günstige Einsteiger-Laptops vorgestellt.
Zur Zielgruppe dürften Schüler, Familien und kleine Unternehmen gehören, die vor allem surfen, streamen und Office nutzen.
Damit wird Windows on ARM erstmals auch im unteren Preissegment ernsthaft interessant – ein Bereich, in dem sich bislang vor allem Chromebooks mit ARM-Chips von MediaTek tummelten.
Nvidia RTX Spark
Lange war es nur ein Gerücht, seit Oktober 2026 ist es soweit: Nvidia RTX Spark (Codename N1X) erscheint als der erste Nvidia-ARM-Chip für Windows-Laptops.
Den CPU-Teil hat Nvidia gemeinsam mit MediaTek entwickelt. Bei der Grafik-Einheit kommt das Nvidia-Know-How zu tragen – hier entflieht Nvidia RTX Spark der Konkurrenz.
Es gibt zwei Ausbaustufen – mit 20 CPU-Kernen und 6.144 Grafik-Shadern sowie mit 18 Kernen und 5.120 Shadern. Der gemeinsame Arbeitsspeicher reicht bis 128 GB.
Zum Start gibt es Geräte unter anderem von Microsoft, ASUS, MSI, HP, Lenovo und Dell. RTX Spark richtet sich klar an KI-Entwickler und Kreative, nicht an den klassischen Office-Nutzer.
Nvidia zählt in der Ankündigung z.B. 90 GB-plus 3D-Szenen, 12K 4:2:2 Videobearbeitung, lokale KI-Modelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern, AAA-Gaming mit WQHD (1440p) @ 100 FPS, Ray Tracing und DLSS auf.
Apple Silicon
Apple hat die MacBook-Reihe vollständig auf ARM umgestellt. Aktuell sind das MacBook Air und das MacBook Pro mit M5, M5 Pro und M5 Max.
Neu dazugekommen ist das MacBook Neo mit dem A18 Pro. Damit kommt erstmals ein Chip aus der iPhone-Familie in einem MacBook zum Einsatz.
Übrigens gibt es Apple Intelligence auf dem Mac nur mit Apple Silicon – Intel-Macs bleiben außen vor.
Weitere ARM-Prozessoren für Laptops
- Qualcomm Snapdragon 8cx Gen3 – der Vorgänger der X-Serie überzeugte vor allem mit Akkulaufzeit, weniger mit Leistung. Das wohl bekannteste Gerät war das Lenovo ThinkPad X13s (gelistet bei Amazon).
- MediaTek Kompanio und Qualcomm Snapdragon 7c – kommen vor allem in Chromebooks zum Einsatz, wie z.B. dem Acer Chromebook Spin 513 (gelistet bei Amazon).
- Samsung Exynos und Huawei Kirin – Samsung setzt bei der Galaxy-Book-Reihe weiter auf Qualcomm, Huaweis ARM-Laptops mit Kirin-Chips sind für den chinesischen Markt bestimmt.
Software und Kompatibilität – was läuft auf einem ARM-Laptop?
Windows 11 on ARM
Microsoft ist inzwischen gut für ARM gerüstet. Windows 11 on ARM läuft auf allen aktuellen Snapdragon- und RTX-Spark-Laptops.
Windows 10 spielt 2026 keine Rolle mehr, der Support endete im Oktober 2025.
Viele Programme gibt es nativ für ARM64 – darunter Microsoft Office, Edge, Chrome, Firefox, Zoom, Teams und Spotify. Im Oktober 2026 (Stand 18.10.2026) werden auf der Webseite Works on WoA über 8.000 kompatible Apps gelistet.
Programme, die nur als x64-Version vorliegen, übersetzt der Emulator Prism automatisch. Seit einem Update Ende 2025 beherrscht Prism auch die Befehlssatzerweiterungen AVX und AVX2 – dadurch starten viele Anwendungen und Spiele, die vorher den Dienst verweigerten.
Die Grenze verläuft bei allem, was tief ins System eingreift. Treiber laufen im Windows-Kernel und lassen sich nicht emulieren – sie müssen nativ für ARM64 vorliegen.
Vor dem Kauf eines Windows-ARM-Laptops sollte man daher prüfen:
- VPN-Client und Sicherheitssoftware – gerade bei Firmen-Laptops häufig der Knackpunkt.
- Drucker und Scanner – bei älteren Geräten fehlen ARM64-Treiber oft (siehe auch Drucker für MacBook).
- Spezielle Hardware – Audio-Interfaces, schnelle USB-Netzwerkkarten oder Messgeräte mit eigenem Treiber.
- Spezialsoftware – einige CAD-Programme und Entwicklungsumgebungen wie Android Studio laufen nur eingeschränkt.
Sind ARM-Laptops also für Geschäftsanwendungen geeignet? Für Office, Microsoft 365, Browser-Anwendungen und Videokonferenzen eindeutig ja. In Unternehmen bremst vor allem die Frage, ob die vorgeschriebene Sicherheits- und VPN-Software ARM unterstützt.
Gaming auf ARM-Laptops
Spielen ist auf Windows-ARM-Laptops möglich, aber mit Einschränkungen. Dank der AVX2-Emulation laufen inzwischen viele Spiele ohne Kopierschutz-Treiber.
Problematisch sind Spiele mit Anti-Cheat-Software, die als Kernel-Treiber arbeitet. Easy Anti-Cheat gibt es inzwischen nativ für ARM, andere Systeme fehlen noch. Für Online-Multiplayer bleibt ein x86-Laptop die sicherere Wahl.
Performance-seitig legt Nvidia RTX Spark eine Schippe obendrauf – damit laufen auch AAA-Games auf dem Laptop mit hohen Grafikeinstellungen.
macOS
Apple hat softwareseitig eine reibungslose Umstellung auf die ARM64-Architektur hingelegt. Vorteil – Apple kontrolliert Hardware und Software und kann beides eng aufeinander abstimmen.
Ältere Intel-Programme laufen über die Übersetzungsschicht Rosetta 2. Apple stellt diese aber nur noch bis einschließlich macOS 27 vollständig bereit – ab macOS 28 funktioniert Rosetta nur noch für bestimmte ältere Spiele.
Wie lange ein Mac Updates bekommt, zeigt die Übersicht zum Support-Ende von macOS.
Linux
Linux mit ARM64 gibt es schon deutlich länger. Und zwar seit über 10 Jahren – die Unterstützung kam mit Linux-Kernel 3.7 im Dezember 2012. Debian, Ubuntu und Fedora gibt es für ARM64.
Auf Snapdragon-Laptops ist Linux allerdings weiterhin Bastelarbeit. Es gibt erste Images für einzelne Modelle, doch Kamera, externe Displays oder Energiesparmodi funktionieren je nach Gerät nicht zuverlässig.
Googlebook
Neu ist Googlebook – Googles Android-basierte Laptop-Kategorie mit Gemini-Funktionen.
Die ersten Geräte von Dell und HP setzen auf den Snapdragon X Elite, es gibt aber auch Googlebooks mit Intel-Prozessor.
Was wurde aus den Copilot+ PCs?
Mit dem Snapdragon X führte Microsoft 2024 das Label „Copilot+ PC“ ein – für Laptops mit einer NPU ab 40 TOPS, auf denen KI-Funktionen lokal laufen.
Inzwischen rückt Microsoft davon ab. Die im September 2026 vorgestellten Surface-Modelle werden laut Microsoft nicht mehr als Copilot+ PC vermarktet, obwohl sie die Anforderungen erfüllen. Auch Qualcomm verzichtet künftig auf das Branding.
Eine offizielle Abschaffung der Gerätekategorie gibt es nicht. Die lokalen KI-Funktionen bleiben, und viele Händler nutzen das Label weiterhin.
Beim Kauf sollte das Label daher kein Kriterium mehr sein. Alle aktuellen ARM-Laptops haben eine ausreichend starke NPU – wichtiger sind Arbeitsspeicher, Kompatibilität und Akkulaufzeit.
Häufige Fragen zu ARM-Laptops
Wie schneiden ARM-Laptops im Vergleich zu Laptops mit x86-Prozessor ab?
Bei der CPU-Leistung spielen aktuelle ARM-Chips wie Apple M5 und Snapdragon X2 Elite ganz vorne mit. Bei Akkulaufzeit und Standby sind sie traditionell stark, wobei Intel mit Lunar Lake und Panther Lake deutlich aufgeholt hat. Der größte Nachteil von Windows on ARM bleibt die Kompatibilität bei Treibern und Spezialsoftware.
Sind ARM-Laptops für Geschäftsanwendungen geeignet?
Für Office, Microsoft 365, Browser-Anwendungen und Videokonferenzen ja – diese Programme laufen nativ. Vor dem Kauf sollte man aber prüfen, ob VPN-Client, Sicherheitssoftware, Drucker und branchenspezifische Programme ARM unterstützen. Treiber lassen sich unter Windows on ARM nicht emulieren.
Sind ARM-Laptops wirklich effizienter?
In der Regel ja, vor allem im Leerlauf, im Standby und bei typischen Office-Aufgaben. Der Vorsprung ist aber kleiner geworden: Aktuelle Intel-Laptops erreichen inzwischen ähnliche Akkulaufzeiten. Display, Akkugröße und Einsatz beeinflussen die Laufzeit oft stärker als die Prozessorarchitektur.
Kann man auf einem ARM-Laptop spielen?
Eingeschränkt. Viele Spiele laufen dank der Emulation unter Windows on ARM, Spiele mit Kernel-Anti-Cheat jedoch oft nicht. Auf dem Mac ist die Auswahl an nativen Spielen begrenzt. Für Online-Multiplayer und anspruchsvolles Gaming bleibt ein x86-Laptop mit dedizierter Grafikkarte die sicherere Wahl.
Läuft Linux auf einem ARM-Laptop?
Grundsätzlich ja, der Linux-Kernel unterstützt ARM64 seit 2012 und große Distributionen wie Debian, Ubuntu oder Fedora gibt es für ARM. Auf Snapdragon-Laptops funktionieren Kamera, externe Displays oder Energiesparmodi aber je nach Modell noch nicht zuverlässig.
Was ist aus den Copilot+ PCs geworden?
Microsoft vermarktet die neuen Surface-Modelle seit September 2026 nicht mehr als Copilot+ PC, auch Qualcomm verzichtet auf das Branding. Eine offizielle Abschaffung gibt es nicht, die lokalen KI-Funktionen bleiben erhalten. Als Kaufkriterium spielt das Label keine Rolle mehr.
Wie viel Arbeitsspeicher sollte ein ARM-Laptop haben?
Mindestens 16 GB. Der Arbeitsspeicher ist bei ARM-Laptops verlötet und lässt sich später nicht erweitern. Wer das Gerät viele Jahre nutzen oder mit großen Dateien arbeiten möchte, dem empfehle ich 32 GB.






