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Externe USB4-SSD: Festplatten und Gehäuse mit USB4-Anschluss (USB-C)

Externe USB4-SSD - schnelle externe Festplatten mit bis zu 40 Gbit/s USB4-Anbindung zum PC
Bild: Depositphotos / © norgallery

Externe SSDs und SSD-Gehäuse mit USB4 schaffen in der Praxis rund 3.100 bis 3.800 MB/s – etwa das Dreifache einer typischen externen SSD mit 10 Gbit/s. Die neue Generation mit 80 Gbit/s (USB4 v2 bzw. Thunderbolt 5) erreicht sogar 6.000 bis 7.000 MB/s, allerdings nur an Rechnern mit entsprechendem USB-Anschluss.

Bei den 40 Gbit/s-Gehäusen steckt fast immer derselbe Controller im Inneren – der ASMedia ASM2464PD. Unterschiede bei den Gehäusen bestehen deshalb vor allem in Hinblick auf Kühlung, Verarbeitung und Kabel.

Hier stelle ich aktuelle Gehäuse und fertige SSDs mit 80 Gbit/s (USB4 v2) und 40 Gbit/s (USB4) vor – und erkläre, worauf es bei Chip, Rechner und Kühlung ankommt.

USB4- und Thunderbolt-5-SSDs im Überblick

ModellTypAnbindungControllerKühlung
TerraMaster D1 SSD ProGehäuse80 Gbit/sIntel JHL9480passiv
OWC Express 1M2 80GGehäuse80 Gbit/sk. A.passiv
UGREEN 80Gbps M.2 NVMe SSD GehäuseGehäuse80 Gbit/sIntel JHL9480Lüfter
UGREEN 40Gbps M.2 NVMe SSD GehäuseGehäuse40 Gbit/sASMedia ASM2464PDpassiv
OWC Express 1M2Gehäuse40 Gbit/sASMedia ASM2464PDpassiv
JMT TB2464-ProGehäuse40 Gbit/sASMedia ASM2464PDk. A.
OWC Envoy Ultrafertige SSD80 Gbit/sk. A.passiv
Samsung Portable SSD P9 / P7fertige SSD40 Gbit/sk. A.k. A.
SanDisk Extreme PRO mit USB4fertige SSD40 Gbit/sk. A.k. A.
Verbatim TurboMetalfertige SSD40 Gbit/sk. A.Lüfter
Corsair EX400Ufertige SSD40 Gbit/sPhison PS2251-21k. A.
ADATA SE920fertige SSD40 Gbit/sASMedia ASM2464PDLüfter

SSD-Gehäuse mit 80 Gbit/s (USB4 v2 und Thunderbolt 5)

Die schnellsten Gehäuse nutzen Intels Thunderbolt-5-Controller JHL9480 und binden die SSD mit PCIe 4.0 x4 an. An einem PC mit Thunderbolt 5 oder USB4 v2 sind damit 6.000 bis 7.000 MB/s möglich.

An einem USB4-Anschluss mit 40 Gbit/s oder Thunderbolt 4 laufen diese Gehäuse ebenfalls – dann aber im Tempo der 40-Gbit/s-Klasse.

Lohnt sich ein 80-Gbit/s-Gehäuse?
Nur mit passendem PC. Thunderbolt 5 haben etwa das MacBook Pro mit M4 Pro oder M4 Max, der Mac mini mit M4 Pro, der Mac Studio sowie die Pro- und Max-Modelle der M5-Generation.

Bei Windows-PCs ist Thunderbolt 5 bisher vor allem in leistungsstarken Notebooks und Workstations zu finden. Am Mac mini mit einfachem M4-Chip (Thunderbolt 4) bringt ein 80 Gbit/s-Gehäuse dagegen keinen Vorteil gegenüber einem 40 Gbit/s-Modell.

TerraMaster D1 SSD Pro

Ganz ohne Lüfter kommt das TerraMaster D1 SSD Pro aus. Das CNC-gefräste Aluminiumgehäuse leitet die Wärme passiv ab und arbeitet damit lautlos.

Im Inneren sitzt neben dem Intel JHL9480 ein zusätzlicher USB-Bridge-Chip (JMicron JMS583). Dadurch funktioniert das Gehäuse auch an Rechnern ohne Thunderbolt oder USB4 – mit USB 3.2.

TerraMaster nennt mit einer Samsung 990 Pro an einem Mac mit M4 Pro rund 7.000 MB/s lesend und 6.800 MB/s schreibend. Einschränkung: Platz ist nur für M.2-SSDs im Format 2280.

TerraMaster D1 SSD Pro
Produktbild zu TerraMaster D1 SSD Pro
Lüfterloses Thunderbolt-5-Gehäuse aus Aluminium mit rund 7.000 MB/s laut Hersteller - es nimmt allerdings nur SSDs im Format 2280 auf.
Vollständige Bezeichnung (wie bei Amazon):
Bezeichnung, Bilder und Preis zu TerraMaster D1 SSD Pro via Shop-Datenfeed von Amazon, Affiliate-Links (Provisions-Links)

OWC Express 1M2 80G

Das OWC Express 1M2 gibt es inzwischen auch als 80-Gbit/s-Version. Wie beim Vorgänger kühlt ein massiver Aluminiumkörper die SSD ohne Lüfter. Das Gehäuse wird über das USB-Kabel mit Strom versorgt.

OWC nennt je nach Anschluss unterschiedliche Werte:

  • USB4 v2 oder Thunderbolt 5 – über 6.000 MB/s an
  • USB4 mit 40 Gbit/s – über 3.800 MB/s
  • Thunderbolt 4 – 2.800 bis 3.800 MB/s an
  • Thunderbolt 3 – bis zu 2.800 MB/s

Das Gehäuse nimmt M.2-SSDs im Format 2242 und 2280 auf.

OWC Express 1M2 80G
Produktbild zu OWC Express 1M2 80G
Die 80-Gbit/s-Version des bewährten 1M2 - passiv gekühlt und busbetrieben, mit über 6.000 MB/s an passenden Rechnern, an Thunderbolt 3 dagegen nur rund 2.800 MB/s.
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UGREEN 80Gbps M.2 NVMe SSD Gehäuse

Von UGREEN kommt eines der wohl bekanntesten Thunderbolt 5-Gehäuse. Auch hier arbeitet der Intel JHL9480 zusammen mit einem USB-Bridge-Chip (für USB 3.2-Kompatibilität).

Das Gehäuse nimmt M.2-SSDs von 2230 bis 2280 mit bis zu 8 TB auf. Ein zusätzlicher Lüfter springt ab 40 °C an.

An Thunderbolt 5-Macs werden vielerorts Werte um 6.000 MB/s und mehr berichtet. Da gibt es wenig zu meckern.

Kritik gibt es an dem hörbaren Lüfter, der sich häufig ein- und ausschaltet, und an Erkennungsproblemen mit manchen Windows-Rechnern mit Thunderbolt 4.

UGREEN 80Gbps M.2 NVMe SSD Gehäuse
Produktbild zu UGREEN 80Gbps M.2 NVMe SSD Gehäuse
Schnelles Thunderbolt-5-Gehäuse mit bis zu 7.000 MB/s an passenden Rechnern - der temperaturgesteuerte Lüfter ist hörbar und an manchen Windows-Rechnern mit Thunderbolt 4 hakt die Erkennung.
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Weitere Gehäuse dieser Klasse sind das Acasis TBU501PRO (gelistet bei Amazon) und das ORICO 80Gbps M.2 NVMe SSD Gehäuse (lüfterlos) (gelistet bei Amazon).

SSD-Gehäuse mit 40 Gbit/s (USB4)

In dieser Klasse steckt fast immer der ASMedia ASM2464PD. Er bindet die SSD mit PCIe 4.0 x4 an. Unter realen Bedingungen sind rund 3.100 bis 3.800 MB/s möglich.

Weil der Controller meist derselbe ist, entscheidet vor allem die Kühlung. Unter Dauerlast wird der Chip sehr warm, und schlecht gekühlte Gehäuse drosseln das Tempo oder trennen im schlimmsten Fall die Verbindung.

UGREEN 40Gbps M.2 NVMe SSD Gehäuse

Vergleichsweise günstig ist das UGREEN 40Gbps M.2 NVMe SSD Gehäuse. Es verzichtet auf einen Lüfter und setzt stattdessen auf ein Aluminiumgehäuse mit beidseitigen Kühlrippen.

Unterstützt werden M.2-SSDs von 2230 bis 2280 mit bis zu 8 TB. Unter Dauerlast wird das Gehäuse spürbar warm – das beiliegende Wärmeleitpad sollte deshalb auch genutzt werden.

Das mitgelieferte Kabel ist kurz – das wird häufig kritisiert. Für das volle Tempo lohnt ein zertifiziertes USB4- oder Thunderbolt-Kabel.

UGREEN 40Gbps M.2 NVMe SSD Gehäuse
Produktbild zu UGREEN 40Gbps M.2 NVMe SSD Gehäuse
Günstiges USB4-Gehäuse mit ASM2464PD und lüfterlosem Kühlkörper - unter Dauerlast wird es spürbar warm, das beiliegende Wärmeleitpad gehört deshalb unbedingt hinein.
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OWC Express 1M2

Das OWC Express 1M2 ist so etwas wie der Klassiker unter den USB4-Gehäusen. Der massive Aluminiumkörper wirkt als großer Kühlkörper. Ein Lüfter ist damit nicht erforderlich, das Gehäuse ist lautlos.

OWC nennt bis zu 3.836 MB/s. Die Kühlung gilt als eine der besten dieser Klasse, auch unter Dauerlast bleibt die SSD vergleichsweise kühl.

Eine Einschränkung gibt es – an Intel-Rechnern mit Thunderbolt 3 läuft das Gehäuse laut OWC nur als USB-Gerät mit 10 Gbit/s.

OWC Express 1M2
Produktbild zu OWC Express 1M2
Massiver Aluminium-Kühlkörper statt Lüfter - das OWC Express 1M2 hält die SSD leise und kühl, an Intel-Rechnern mit Thunderbolt 3 läuft es allerdings nur mit 10 Gbit/s.
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JMT TB2464-Pro

Einen robusten Eindruck macht das CNC-gefertigte „rugged“ Aluminiumgehäuse des JMT TB2464-Pro, das laut Hersteller Stürze aus bis zu 2 Metern Höhe schadlos überstehen soll.

Wer meldet sich freiwillig zum Ausprobieren? 🙂

Auch hier kommt der ASM2464PD zum Einsatz. Platz finden M.2-SSDs im Format 2280.

JMT TB2464-Pro
Produktbild zu JMT TB2464-Pro
Robustes USB4-Gehäuse mit ASM2464PD für M.2-SSDs im Format 2280 - laut Hersteller übersteht es Stürze aus bis zu 2 Metern.
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Weitere Gehäuse mit ASM2464PD

Fertige externe SSDs mit USB4 und Thunderbolt 5

Wer nicht selbst eine SSD einbauen will, greift zu einem fertigen Laufwerk. Hier ist die Auswahl mittlerweile ebenfalls größer geworden.

Samsung Portable SSD P9 und P7

Seit Ende August 2026 hat auch Samsung USB4-SSDs im Programm. Die Portable SSD P9 und P7 schaffen laut Samsung bis zu 4.000 MB/s lesend und 3.800 MB/s schreibend und sind mit 1 bis 8 TB erhältlich.

Grundsätzlich sind beide SSDs ähnlich ausgestattet – die P9 ist jedoch das Profimodell inkl. Hitzeschutz-Funktion. Die Schreibraten können so auch über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten werden.

Samsung Portable SSD P9 2TB
Produktbild zu Samsung Portable SSD P9 2TB
USB4-SSD mit bis zu 4.000 MB/s, die auch bei langen Schreibvorgängen wie 12K-Direktaufnahmen das Tempo halten soll - das volle Tempo gibt es allerdings nur an USB4- oder Thunderbolt-Ports.
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Die P7 schafft nominal die gleichen Schreibwerte – hat jedoch nicht die Optimierungen für Dauerlast.

Samsung Portable SSD P7 1TB
Produktbild zu Samsung Portable SSD P7 1TB
Gleiche Spitzenwerte wie die P9 mit bis zu 4.000 MB/s und 2-m-Sturzschutz - ohne die Optimierung für lange Dauerschreib-Jobs, dafür günstiger und für den Alltag mit Laptop, Smartphone und Konsole gedacht.
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Die bisherigen Samsung-Modelle T7 und T9 nutzen dagegen USB 3.2 mit 10 bzw. 20 Gbit/s.

OWC Envoy Ultra

Die OWC Envoy Ultra ist eine fertige Thunderbolt-5-SSD die mehr als 6.000 MB/s erreichen kann. Das Kabel ist fest verbaut, dafür ist das Gehäuse nach IP67 gegen Wasser und Staub geschützt und kommt ohne Lüfter aus.

Bei langen Schreibvorgängen sinkt das Tempo nach dem Zwischenspeicher allerdings deutlich – beim 4-TB-Modell auf rund 1.700 MB/s. Neben der 2-TB-Version gibt es die OWC Envoy Ultra 4TB (gelistet bei Amazon) und die OWC Envoy Ultra 8TB (gelistet bei Amazon).

OWC Envoy Ultra 2TB
Produktbild zu OWC Envoy Ultra 2TB
Fertige Thunderbolt-5-SSD mit über 6.000 MB/s, IP67 und fest verbautem Kabel - bei langen Schreibvorgängen sinkt das Tempo nach dem Cache allerdings deutlich.
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SanDisk Extreme PRO mit USB4

Die SanDisk Extreme PRO mit USB4 schafft bis zu 3.800 MB/s lesend und 3.700 MB/s schreibend. Das Aluminiumgehäuse steckt in einer Silikonhülle und ist nach IP65 geschützt. Die SSD soll Stürze aus bis zu 2 Metern Höhe überstehen.

Für das volle Tempo sollte ein zertifiziertes USB4-Kabel zum Einsatz kommen. Neben 2 TB gibt es auch die SanDisk Extreme PRO mit USB4 4TB (gelistet bei Amazon).

SanDisk Extreme PRO mit USB4 2TB
Produktbild zu SanDisk Extreme PRO mit USB4 2TB
Robuste USB4-SSD mit bis zu 3.800 MB/s und IP65-Schutz - für das volle Tempo sollte ein zertifiziertes USB4-Kabel zum Einsatz kommen.
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Verbatim TurboMetal

Die Verbatim TurboMetal (gelistet bei Amazon) schafft bis zu 3.700 MB/s lesend und 3.600 MB/s schreibend und ist mit 1, 2 und 4 TB erhältlich. Ein kleiner, temperaturgesteuerter Lüfter hält sie unter Last kühl.

Corsair EX400U

Die Corsair EX400U bringt einen anderen Controller ins Spiel, den Phison PS2251-21. Corsair verspricht bis zu 4.000 MB/s lesend und 3.600 MB/s schreibend.

Eine Besonderheit ist die MagSafe-Kompatibilität. Die SSD lässt sich magnetisch an passenden iPhone-Modellen befestigen. Erhältlich sind die Corsair EX400U mit 1 TB (gelistet bei Amazon) und die Corsair EX400U mit 2 TB (gelistet bei Amazon).

Corsair EX400U 1TB
Produktbild zu Corsair EX400U 1TB
Neuer USB4-Controller, rasante Geschwindigkeiten - die Corsair EX400U ist eine hochperformante externe SSD.
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ADATA SE920

Die ADATA SE920 war die erste externe SSD mit nativem USB4-Controller (ASM2464PD). ADATA nennt bis zu 3.800 MB/s lesend und 3.700 MB/s schreibend, ein kleiner Lüfter ist integriert.

Erhältlich ist sie als ADATA SE920 mit 1 TB (gelistet bei Amazon) und ADATA SE920 mit 2 TB (gelistet bei Cyberport).

ADATA SSD SE920 1TB
Produktbild zu ADATA SSD SE920 1TB
Native USB4-Anbindung und rasante Transfergeschwindigkeiten - die ADATA SSD SE920 tritt als erste „echte“ USB4-SSD an.
Vollständige Bezeichnung (wie bei Amazon):
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Gehäuse für mehrere SSDs

Wer mehrere SSDs an einem Kabel betreiben will, findet inzwischen auch dafür Lösungen. Das TerraMaster D4 SSD (gelistet bei Amazon) nimmt vier M.2-SSDs auf und wird per USB4 angeschlossen, ebenso das OWC Express 4M2 (gelistet bei Amazon).

Die Bandbreite teilen sich die SSDs dabei. Bei der Thunderbolt-5-Variante des OWC-Gehäuses verteilt der Controller seine vier PCIe-Lanes auf die vier Steckplätze – das volle Tempo gibt es daher nur im RAID-Verbund.

Worauf es bei USB4-SSDs ankommt

USB4 am Rechner – 20, 40 oder 80 Gbit/s

Damit eine externe SSD ihr Tempo ausspielen kann, muss auch der Rechner mitspielen. USB4 gibt es mit 20 und 40 Gbit/s, die neue Version USB4 v2 mit 80 Gbit/s.

Für eine schnelle USB4-SSD sollte es mindestens ein Anschluss mit 40 Gbit/s sein – also USB4 in der vollen Ausbaustufe oder Thunderbolt 4. Für die 80-Gbit/s-Klasse braucht es Thunderbolt 5 oder USB4 v2.

Im Umkehrschluss gilt: Die Spezifikation genau lesen, und zwar beim Rechner wie beim Gehäuse.

Nativer USB4-Controller oder Thunderbolt-3-Bridge

Die ersten „USB4“-Gehäuse haben ein wenig gemogelt. Sie kombinierten einen Thunderbolt-3-Controller (Intel JHL7440) mit einem zweiten Chip für USB 3.x, etwa ASMedia ASM2362, Realtek RTL9210B oder JMicron JMS583.

Am Thunderbolt- oder USB4-Anschluss sprechen diese Laufwerke den Rechner per Thunderbolt 3 an, sonst per USB mit maximal 10 Gbit/s. Das volle USB4-Tempo erreichen sie nicht – an älteren Rechnern mit USB, aber ohne Thunderbolt, laufen sie dafür problemlos.

Beispiele für diese Bauweise sind die SanDisk Professional PRO-G40 1TB (gelistet bei Amazon) und das Yottamaster HC4-C4-GY (gelistet bei Amazon). Wer Wert auf die volle Geschwindigkeit legt, achtet auf einen nativen Controller wie den ASM2464PD.

ASM2464PD, ASM2464PDX und Phison PS2251-21

Neben dem ASM2464PD gibt es die Variante ASM2464PDX. Laut ASMedia bieten beide 40 Gbit/s und PCIe 4.0 x4. Der PDX kann seine PCIe-Lanes flexibler aufteilen und eignet sich damit auch für Gehäuse mit mehreren SSDs.

Einen messbaren Geschwindigkeitsvorteil des PDX bei einer einzelnen SSD gibt es nicht. Wenn Gehäuse mit gleichem Chip unterschiedlich schnell messen, liegt das an Rechner, Firmware, SSD, Kühlung und Messmethode – manche Hersteller geben realistische Dauerwerte an, andere Spitzenwerte.

Ein zweiter nativer Controller ist der Phison PS2251-21. Er steckt etwa in der Corsair EX400U.

USB4 v2 und Thunderbolt 5 – was 80 Gbit/s bringen

Die 80-Gbit/s-Gehäuse sind die eigentliche Neuerung. Erst Thunderbolt 5 und das eng verwandte, bislang noch seltene USB4 v2 bringen extern den Sprung auf PCIe 4.0 x4 – dafür sorgt Intels Controller JHL9480 alias Barlow Ridge. Einen 80-Gbit/s-Controller von ASMedia gibt es bislang nicht.

Manche dieser Gehäuse haben zusätzlich einen USB-Bridge-Chip an Bord und funktionieren damit auch an Rechnern ohne Thunderbolt oder USB4. Das lohnt einen Blick ins Datenblatt, wenn das Gehäuse an mehreren Rechnern zum Einsatz kommen soll.

Eine PCIe-5.0-SSD bringt in einem externen Gehäuse keinen Vorteil, weil die Anbindung bei PCIe 4.0 x4 endet. Eine schnelle PCIe-4.0-SSD reizt die 80-Gbit/s-Klasse bereits aus.

An vereinzelten Windows-Rechnern mit Thunderbolt 4 werden Gehäuse mit JHL9480 nicht zuverlässig erkannt. Vor dem Kauf lohnt deshalb ein Blick auf aktuelle BIOS- und Treiber-Updates des Rechners.

Kühlung, Kabel und Einsatz am Mac

Bei der Kühlung zählt vor allem Masse: Ein großer Aluminiumkörper mit gutem Kontakt zur SSD über ein Wärmeleitpad kühlt besser als ein kleines Gehäuse mit Mini-Lüfter.

Die mitgelieferten Kabel sind häufig kurz, und nicht jedes erreicht das volle Tempo. Für einen größeren Abstand zum Rechner braucht es ein zertifiziertes USB4- oder Thunderbolt-Kabel, keine Verlängerung – Hinweise dazu gibt es bei USB-C-Verlängerungen.

Besonders beliebt sind USB4-SSDs am Mac mini, dessen interner Speicher sich nicht erweitern lässt – bis hin zum ausgelagerten Benutzerordner. Passendes Zubehör gibt es bei Hubs und Docks für Mac mini und Mac Studio.

Nach macOS-Updates kam es vereinzelt vor, dass Gehäuse nur noch mit 10 Gbit/s statt 40 Gbit/s verbunden waren. Welche Geschwindigkeit ausgehandelt wurde, zeigt der Systembericht unter USB bzw. Thunderbolt. Mitunter helfen dann ein anderes Kabel oder eine neuere Gehäuse-Firmware.

Thunderbolt 3 und ältere PCs

Der ASM2464PD ist laut ASMedia mit Thunderbolt 3 kompatibel. Ob ein Gehäuse diese Fähigkeit auch nutzt, hängt aber vom Hersteller ab: Das OWC Express 1M2 etwa läuft an Intel-Rechnern mit Thunderbolt 3 nur als USB-Gerät mit 10 Gbit/s.

Ohne Thunderbolt oder USB4 fallen alle Gehäuse auf USB 3.2 zurück – mit 10 Gbit/s sind dann knapp 1.000 MB/s drin. Wer einen Desktop-PC aufrüsten möchte, findet Möglichkeiten unter Thunderbolt nachrüsten und USB-C nachrüsten.

Neben USB4-SSDs sind USB4 Docks und Hubs sowie Thunderbolt-5-Docks der zweite große Einsatzzweck für die schnellen Anschlüsse.

Häufige Fragen zu USB4- und Thunderbolt-5-SSDs

Wie schnell ist eine USB4-SSD wirklich?

Mit 40 Gbit/s sind in der Praxis rund 3.100 bis 3.800 MB/s möglich, also deutlich weniger als die theoretischen 5.000 MB/s. Gehäuse und SSDs mit 80 Gbit/s (USB4 v2 bzw. Thunderbolt 5) erreichen an einem passenden Rechner 6.000 bis 7.000 MB/s.

Lohnt sich ein Thunderbolt 5-Gehäuse mit 80 Gbit/s?

Nur, wenn der Rechner Thunderbolt 5 oder USB4 v2 bietet. Das ist z.B. bei einem Mac mit M4 Pro, M4 Max oder den Pro- und Max-Chips der M5-Generation der Fakk. An Thunderbolt 4 oder USB4 mit 40 Gbit/s läuft ein 80-Gbit/s-Gehäuse nicht schneller als ein günstigeres 40-Gbit/s-Modell.

Gibt es eine Samsung-SSD mit USB4?

Ja. Seit Ende August 2026 bietet Samsung mit der Portable SSD P9 und P7 externe SSDs mit USB4 und bis zu 4.000 MB/s an. Die älteren Modelle T7 und T9 nutzen dagegen USB 3.2 mit 10 bzw. 20 Gbit/s.

Funktioniert ein USB4-Gehäuse auch an Thunderbolt 3 oder normalem USB?

Ja, aber langsamer. An USB 3.2 laufen USB4-Gehäuse mit bis zu 10 Gbit/s. An Thunderbolt 3 hängt es vom Gehäuse ab: Manche nutzen den Thunderbolt-Modus, andere laufen dort nur als USB-Gerät mit 10 Gbit/s.

Welche SSD eignet sich für ein USB4-Gehäuse?

Eine M.2-NVMe-SSD mit PCIe 4.0 ist die beste Wahl. PCIe-5.0-SSDs bringen extern keinen Vorteil, weil die Anbindung bei PCIe 4.0 x4 endet. SATA-SSDs passen nicht in USB4-Gehäuse für NVMe. Wichtiger als das Spitzentempo ist ein gutes Temperaturverhalten der SSD.

Was ist schneller – interne oder externe SSD?

Interne SSDs sind schneller: Eine PCIe-5.0-SSD schafft bis zu 14.500 MB/s. Externe SSDs erreichen mit USB4 rund 3.800 MB/s und mit Thunderbolt 5 bis zu 7.000 MB/s – für Backups, Videoschnitt und große Dateien ist das mehr als genug. Die maximal Performance gibt es jedoch nur bei direkter PCIe-Anbindung einer internen SSD.

Patrick Woessner

Ich bin Patrick und hier blogge ich zu verschiedenen Themen rund um Technik, Gadgets und mehr. Früher hatte ich gleich mehrere Blogs zu diesem Thema. Mittlerweile steht Tech Junkies im Mittelpunkt.

20 Kommentare

  1. Aaron

    Kleine Ergänzung:

    – ZikeDrive USB4 SSD und
    – HyperDrive Next USB4 NVMe SSD Enclosure,

    nutzen ebenfalls den ASMedia ASM2464PD Chipsatz. In Verbindung mit USB-4 oder Thunderbolt 4 Ports am Rechner (z.b. M2 oder M3 Macs) macht man mit diesen SSD-Gehäusen (plus passender SSD) hier absolut nichts falsch.

    Antworten
  2. Stef

    Wie ist das wenn man einen ASMedia ASM2464PD USB4 Controller an einen „alten“ PC ohne USB4, sondern mit lediglich Thunderbolt 3 anschließt? Schafft dann vermutlich nur die 10 Gbit/s anstatt die Thunderbolt-Speed?

    Antworten
    1. Hallo Stef,

      wenn Du ein Endgerät mit ASMedia ASM2464PD USB4-Chipsatz an einen älteren Laptop oder PC mit Thunderbolt 3 (ohne explizites USB4) anschließt, sollte das problemlos über den „TB3 Mode“ mit bis zu 40 Gbit/s angebunden werden.

      ASMedia hat es sogar geschafft, eine Thunderbolt 4-Zertifizierung (und die ist stets abwärtskompatibel zu Thunderbolt 3) für den ASMedia ASM2464PD USB4-Chipsatz zu erhalten:
      https://www.asmedia.com.tw/news-main/464zy98pI4hJ5RS3

      Viele Grüße,
      Patrick

      Antworten
  3. Michael K

    Hallo, OWC Express 1M2 sowie ZikeDrive nutzen beide ASM2464PD. Bei Tests hat das OWC eine Geschwindigkeit von ca. 3100 mb/s, ZikeDrive jedoch bis zu 3800 mb/s. Wie kann das sein?

    Antworten
    1. Hallo Michael,

      neben dem Chipsatz gibt es durchaus noch einige andere Faktoren, die eine Rolle spielen, z.B. Firmware und Design mit Kühlung (Thermal Throttling).

      Ansonsten – schaust Du auf einen Vergleichstest mit gleichen Rahmenbedingungen? Wenn unterschiedliche SSDs, Kabel oder Host-Computer in den Benchmarks verwendet werden, sind die Ergebnisse ohnehin nicht direkt vergleichbar.

      Viele Grüße,
      Patrick

      Antworten
  4. Danke für diesen tollen und informativen Testbericht. Der ist sehr hilfreich bei der Suche nach einem neuen und schnellen Backup-Speicher.

    Mittlerweile gibt es auch noch die Verbatim TurboMetal Portable SSD mit 1TB, 2TB und 4TB als USB4-Speicher. Allerdings ist die mit 299 € für 2TB bei Amazon sehr teuer.

    https://amzn.eu/d/isqHrGX

    @ Patrick: Wirst du de auch noch testen und in deine Liste aufnehmen?

    Gibt es aktuell noch weitere native USB4-Speicher außer den hier getesteten?

    Liebe Grüße
    Michael

    Antworten
    1. Hallo Michael,

      danke für das nette Feedback.

      Ja, die Liste ist nicht erschöpfend. Es gibt diverse ODM-Modelle (ein Original Design Manufacturer entwirft das SSD-Gehäuse, ein anderer Hersteller vermarktet es anschließend) – da ist es schwierig, alles abzudecken. Einige Modelle sind in Deutschland auch schwierig zu bekommen.

      Die Verbatim hatte ich auch schon gesehen, die ist im nächsten Update voraussichtlich mit dabei.

      Viele Grüße,
      Patrick

      Antworten
      1. Ich danke dir nochmals. Auch dafür, dass du diese Testliste hier weiterhin vervollständigst. 👍🏼

        Liebe Grüße
        Michael

        Antworten
  5. Hans

    Der Link auf das OWC-Gehäuse bei Cyberport landet zur Zeit woanders: OWC Mercury Elite Pro USB-C 10Gb/s 2,5 Zoll SATA HDD Gehäuse. Das 1M2 ist trotzdem ab 125,- zu haben, inkl. Festplatten ab 262,-.

    Antworten
  6. Michi

    Danke für die Details. Bin sehr zufällig hier gelandet und weiß nun, dass ich das Delock-Gehäuse ignorieren kann, wenn ich unbedingt USB4 haben will. Mein Einsatzzweck kommt daher, dass ich nun Rechner mit NVMe habe und die auch mal woanders per USB auslesen will. Und da überlege ich, ob nicht gleich USB4 ein Gehäuse für die nächsten Jahre sein soll.

    Antworten
  7. Michi

    PS: Delock sagt, dass ihr Gehäuse Art. 42018 mit Chipsatz: Intel JHL7440, Realtek RTL9210B ausgestattet sei,
    das neue Gehäuse Nr 42029 hingegen mit Chipsatz: Asmedia ASM2464PD – was als USB4-nativer Chipsatz hier steht. Danke nochmal für solche Details, hätte ich sonst übersehen beim Kauf.

    Antworten

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