Sony benennt innerhalb der APS-C-Reihe keine direkten Nachfolger, sondern führt drei nebeneinander laufende Linien: Einstieg, Mittelklasse und Spitzenmodell.
Im Sortiment abgelöst wurden die hier verglichenen Kameras trotzdem – die Alpha 6000 durch die Alpha 6100, die Alpha 6300 durch die Alpha 6400 und die Alpha 6500 durch die Alpha 6600.
Darüber steht seit 2023 die Alpha 6700 als aktuelles Spitzenmodell.
Mit den spiegellosen Systemkameras aus der Sony Alpha 6x00er-Serie gelang Sony bereits vor über 10 Jahren ein großer Wurf.
Während die günstige Sony Alpha 6000 vor allem Einsteiger anspricht, sind die Sony Alpha 6300, die neue Sony Alpha 6400 und die Sony Alpha 6500 für anspruchsvolle Fotografen ausgelegt.
Die Sony Alpha 6300 diente nur kurze Zeit als Topmodell. Nur ein gutes halbes Jahr nach der Vorstellung der DSLM folgte die Ankündigung, dass mit der Sony Alpha 6500 ein neues Spitzenmodell erscheint.
Dabei gilt jedoch: Die Sony Alpha 6500 ist kein Sony Alpha 6300 Nachfolger und die Sony Alpha 6300 ist kein Sony Alpha 6000 Nachfolger.
So stellt es jedenfalls Sony dar.
Neu kommt nun noch die Sony Alpha 6400 hinzu, die mit einem verbesserten Autofokus (schnell, noch mehr Phasen- und Kontrastdetektionspunkte) und verbesserten Video-Features punktet.
Weiterhin großer Beliebtheit erfreut sich die Sony Alpha 6000 mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.
Nach der Vorstellung der Sony Alpha 6400 halten sich weiterhin Gerüchte zu einer möglichen Sony Alpha 6700 (unbestätigt, als möglicher Sony Alpha 6500-Nachfolger und neues Top-Modell).
Wo die wichtigsten Unterschiede der vier Systemkameras liegen, das stelle ich im Vergleich Sony Alpha 6000 vs. 6300 vs. 6400 vs. 6500 gegenüber.
Der Artikel vergleicht die Sony-Systemkameras der APS-C-Reihe Alpha 6000, 6300, 6400, 6500, 6100, 6600 und 6700 hinsichtlich Sensor, Autofokus, Bildstabilisierung, Sucher, Touchscreen, Video-Funktionen und Pufferspeicher. Erläutert wird, dass Sony keine direkten Nachfolger benennt, sondern parallele Linien für Einstieg, Mittelklasse und Spitzenmodell führt, wobei im Handel dennoch Ablösungen stattfanden. Zielgruppe sind Fotografen und Käufer, die vor der Entscheidung stehen, welches Modell - neu oder gebraucht - ihren Anforderungen entspricht, sowie Nutzer, die den Umstieg zwischen Modellen oder auf Vollformat abwägen.
- Die Alpha 6000 punktet mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, bietet aber nur Full-HD-Video und keinen Touchscreen.
- Die Alpha 6300 und 6400 liefern 4K-Video und einen schnelleren Autofokus mit mehr Messpunkten als die Alpha 6000.
- Nur die Alpha 6500, 6600 und 6700 verfügen über eine integrierte 5-Achsen-Bildstabilisierung im Gehäuse.
- Seit Juli 2023 ist die Alpha 6700 mit 26 Megapixeln und KI-gestütztem Autofokus das aktuelle Spitzenmodell der Reihe.
- Beim Umstieg lohnt sich meist ein neueres APS-C-Gehäuse mit hochwertigerem Objektiv statt eines teureren Vollformat-Wechsels.
Im Vergleich: Sony Alpha 6000 vs. 6300 vs. 6400 vs. 6500
Vergleichstabelle der APS-C-Reihe: α6000 bis α6700
Die Tabelle führt neben den vier ursprünglich verglichenen Modellen auch die drei jüngeren Kameras der Reihe auf, damit die Einordnung vollständig ist.
| Merkmal | α6000 | α6300 | α6400 | α6500 | α6100 | α6600 | α6700 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kurzbezeichnung | A6000 | A6300 | A6400 | A6500 | A6100 | A6600 | A6700 |
| Sensor | APS-C | APS-C | APS-C | APS-C | APS-C | APS-C | APS-C |
| Megapixel | 24,3 MP | 24,2 MP | 24,2 MP | 24,2 MP | 24,2 MP | 24,2 MP | 26 MP |
| Objektivanschluss | E-Mount | E-Mount | E-Mount | E-Mount | E-Mount | E-Mount | E-Mount |
| Elektronischer Sucher | OLED (1,4 MP) | XGA OLED (2,4 MP) | XGA OLED (2,4 MP) | XGA OLED (2,4 MP) | OLED (1,44 MP) | OLED (2,36 MP) | OLED (2,36 MP) |
| Max. Video (30 FPS) | Full HD (1080p) | 4K / UHD | 4K / UHD | 4K / UHD | 4K / UHD | 4K / UHD | 4K / UHD (bis 120p) |
| Witterungsschutz | nein | ja | ja | ja | nicht angegeben | ja | ja |
| Bildstabilisierung | nur über Objektiv | nur über Objektiv | nur über Objektiv | IBIS (5-Achsen) | nur über Objektiv | IBIS (5-Achsen) | IBIS (5-Achsen) |
| AF-Messfeld (P/K) | 179 / 25 | 425 / 169 | 425 / 425 | 425 / 169 | 425 / 425 | 425 / 169 | 759 (Phasen) |
| Touchscreen | nein | nein | ja | ja | ja | ja | ja |
| Buffer (RAW+JPG) | 21 Bilder | 22 Bilder | 44 Bilder | 100 Bilder | nicht vergleichbar erhoben | nicht vergleichbar erhoben | nicht vergleichbar erhoben |
| Konnektivität | WLAN | WLAN | WLAN + Bluetooth | WLAN + Bluetooth | WLAN + Bluetooth | WLAN + Bluetooth | WLAN + Bluetooth |
| Linie | Einstieg | Mittelklasse | Mittelklasse | obere Mittelklasse | Einstieg | Spitzenmodell | Spitzenmodell |
| Im Sortiment abgelöst durch | Alpha 6100 (2019) | Alpha 6400 (2019) | Alpha 6700 (2023) | Alpha 6600 (2019) | — | Alpha 6700 (2023) | — |
| Erscheinungsdatum | 17.02.2014 | 10.02.2016 | 27.02.2019 | 16.12.2016 | 08/2019 | 08/2019 | 07/2023 |
Wichtige Unterschiede bei den α6×00-Systemkameras
Autofokus: Messpunkte und Geschwindigkeit
Der Sony Alpha 6300, Sony Alpha 6400 und Sony Alpha 6500 spendiert Sony einen überarbeiteten Autofokus, der sowohl über mehr Messpunkte verfügt als auch schneller scharf stellt.
Obwohl das Spitzen-Modell eigentlich die Sony Alpha 6500 ist, dürfte der derzeit leistungsstärkste Autofokus in der Sony Alpha 6400 stecken.
Statt bislang 0,05 s (was bereits schnell ist), soll der Hybrid-AF der neuen Sony Alpha 6400 schaffen, nun sogar in nur 0,02 s scharf zu stellen. Zusätzlich gibt es jeweils 425 Phasen- und Kontrastdetektionspunkte.
Doch auch die Sony Alpha 6000 verfügt bereits über einen sehr guten Autofokus.
Die neuen α6×00-Systemkameras (Nachfolger) toppen das jedoch nochmals.
Bildstabilisierung: Integriert oder nur Objektiv
Eine integrierte Bildstabilisierung (IBIS bzw. Sensor-Shift-5-Achsen) gibt es nur bei der Sony Alpha 6500.
Die Besonderheit: Die integrierte 5-Achsen-Bildstabilisierung greift sowohl bei Objektiven ohne Bildstabilisierung als auch zusätzlich bei Objektiven, die bereits über eine Bildstabilisierung verfügen.
Bei der Sony Alpha 6000, Sony Alpha 6300 und Sony Alpha 6400 fehlt die integrierte Bildstabilisierung.
Wer hier Bildstabilisierung benötigt, muss ein stabilisiertes Objektiv verwenden.
Bildbuffer für Serienbilder
Pfeilschnell Serienbilder können sowohl Sony Alpha 6000, Sony Alpha 6300, Sony Alpha 6400 als auch Sony Alpha 6500 aufnehmen.
Schnelle Serienbilder nutzen jedoch wenig, wenn der Bildbuffer voll ist.
Ein großer Zwischenspeicher in der Kamera ist notwendig, da die Bilder im Serienbild-Modus nicht direkt auf die SD-Karte geschrieben werden können.
Bei der Sony Alpha 6500 wurde die Buffergröße deutlich aufgestockt.
So passen bis zu 307 (JPG-Qualitätsstufe „Fine“), 233 (JPG-Qualitätsstufe „Extra-Fine“), 107 (RAW) bzw. 100 (RAW + JPG) Serienbilder in den Bildbuffer.
Video: 4K oder Full HD
Wer 4K-Video sucht, muss entweder zur Sony Alpha 6300, zur Sony Alpha 6400 oder zur Sony Alpha 6500 greifen.
Die günstige Sony Alpha 6000 unterstützt als maximale Videoauflösung Full HD.
Das 4K-Format bleibt den drei Nachfolger-DSLMs vorbehalten.
V-Logger sollten indes einen Blick auf die neue Sony Alpha 6400 werfen.
Hier gibt es ein Touchscreen-Display, welches sich 180° nach oben klappen lässt. So ist ein kontrollierender Blick möglich, wenn man selbst und ohne Kameramann filmt.
Neuer elektronischer Sucher ab α6300
Für die beiden Spitzen Systemkameras Sony Alpha 6300 und Sony Alpha 6500 spendiert Sony einen elektrischen Sucher mit hoher Auflösung (2.4 MP), der auch bei Serienbildern (LiveView mit 8 FPS) prima verwendet werden kann.
In der Sony Alpha 6000 steckt ein elektronischer Sucher, der sich mit 1,4 MP begnügen muss.
Wichtig jedoch: Alle drei DSLMs verfügen über einen elektronischen Sucher, was ein Abgrenzungsmerkmal zur Sony Alpha 5x00er-Serie ist.
Touchscreen nur bei α6400 und α6500
Einen Touchscreen bekommen nur die Sony Alpha 6400 und die Sony Alpha 6500 spendiert.
Der Touchscreen ist durchaus sinnvoll und ermöglicht es beispielsweise einfach und unkompliziert den Fokus-Punkt am Display zu verschieben.
Für meinen Teil möchte ich jedenfalls den Touchscreen nicht mehr missen.
Das Display der Sony Alpha 6000 und Sony Alpha 6300 verfügt über keine Touch-Funktion.
Welches Modell hat welches abgelöst? α6100, α6600 und α6700 im Bezug
Diese Frage führt regelmäßig zu Verwirrung, weil zwei Antworten kursieren, die sich zu widersprechen scheinen. Beide stimmen – sie beschreiben nur verschiedene Ebenen.
Sony selbst benennt innerhalb der APS-C-Reihe keine direkten Nachfolger. Der Hersteller führt drei nebeneinander laufende Linien: eine Einstiegslinie, eine Mittelklasse und ein Spitzenmodell. Deshalb heißt es an anderer Stelle in diesem Vergleich, die Alpha 6500 sei kein Nachfolger der Alpha 6300 – aus Sonys Sicht ist sie das auch nicht, sondern die teurere Schwester derselben Generation.
Im Sortiment sieht es anders aus. Dort haben die 2019 vorgestellten Modelle die älteren Kameras der jeweiligen Linie abgelöst – in der Einstiegsklasse die Sony Alpha 6100 (gelistet bei Amazon), in der oberen Mittelklasse die Sony Alpha 6600 (gelistet bei Amazon).
| Linie | Ursprungsmodell | Nachfolger | Heutiges Top-Modell |
|---|---|---|---|
| Einstieg | Alpha 6000 (2014) | Alpha 6100 (2019) | Alpha 6700 |
| Mittelklasse | Alpha 6300 (2016) | Alpha 6400 (2019) | Alpha 6700 |
| Obere Mittelklasse | Alpha 6500 (2016) | Alpha 6600 (2019) | Alpha 6700 |
Über allen dreien steht seit Juli 2023 die Alpha 6700. Sie folgte auf die Alpha 6600 und ist das aktuelle Spitzenmodell der APS-C-Reihe.
Aktuelles Spitzenmodell der APS-C-Reihe mit 26 Megapixeln, KI-gestütztem Autofokus und Bildstabilisierung im Gehäuse.
Damit ist auch die alte Frage beantwortet, ob überhaupt noch ein neues Top-Modell kommt. Sie stand hier jahrelang offen im Raum – inzwischen ist sie erledigt.
Worauf es beim Umstieg wirklich ankommt
Wer von einer älteren Alpha aufrüstet, entscheidet in der Praxis selten anhand der Sensordaten. Ausschlaggebend ist meist der vorhandene Objektivpark.
Bleibt man bei APS-C, lassen sich sämtliche vorhandenen E-Mount-Objektive weiter nutzen. Der Wechsel auf ein Vollformat-Gehäuse ist dagegen teurer als der Gehäusepreis vermuten lässt: APS-C-Objektive verlieren dort ihren Sinn und müssten nach und nach ersetzt werden.
Wer also mehrere Objektive besitzt, fährt mit einem neueren APS-C-Gehäuse fast immer günstiger – selbst wenn ein Vollformat-Modell auf dem Datenblatt besser aussieht.
Alpha 6000, 6300 und 6500 gibt es neu nur noch als Restbestand. Alpha 6400 und 6600 sind weiterhin im Handel, die Alpha 6700 ohnehin.
Beim Gebrauchtkauf sagt die Auslösezahl mehr über den Zustand aus als das Modelljahr.
Und es lohnt sich, den Aufpreis für ein neueres Gehäuse gegen ein besseres Objektiv zu rechnen. Bei Landschaft oder Reise fällt die Optik meist stärker ins Gewicht als eine Generation Autofokus.
Überblick Kit-Versionen Sony Alpha 6000 / 6300 / 6400 / 6500
Sony Alpha 6000
Die Sony Alpha 6000 gibt es in zwei gängigen Kit-Versionen.
Das eine gängige Kit beinhaltet ein kompaktes 16-50 mm Zoomobjektiv (SELP1650 – E PZ 16 – 50 mm F3,5 – 5,6 OSS).
Eine zweite gängige Kit-Version beinhaltet neben dem 16-50 mm Zoomobjektiv zusätzlich ein 55-210 mm Zoomobjektiv (SEL55210 – E55-210 mm F4,5-6,3 OSS).
Bei der dritten Kit-Variante der Sony Alpha 6000 wird das vergleichsweise teure 16-70 mm Zoomobjektiv SEL1670Z mit Zeiss-Optik mitgeliefert.
Die Sony Alpha 6000 beeindruckt mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis und ist damit eine der angesagtesten spiegellosen Systemkameras.
Sony Alpha 6300 (löste die α6000 ab)
Die Sony Alpha 6300 ist der Sony Alpha 6000-Nachfolger und wird in einer gängigen Kit-Version mit Objektiv angeboten.
Dabei ist das 16-55 mm Zoomobjektiv, welches bereits von der Sony Alpha 6000 bekannt ist, im Lieferumfang enthalten.
Es gibt eine weitere Variante. Beim Zeiss-Kit wird das SEL1670Z mitgeliefert.
Die Sony Alpha 6300 punktet vor allem mit einem überarbeitetem Bildsensor, einem verbesserten Autofokus und 4K-Video.
Sony Alpha 6400 (löste die α6300 ab)
Die neueste Kamera der Sony Alpha 6x00er-Familie ist die Sony Alpha 6400 (A6400).
Dabei beerbt die DSLM-Kamera am ehesten die Sony Alpha 6300 und liefert Upgrades insbesondere beim Autofokus und bei den Video-Funktionen.
Bei den Kits gibt es eine neue Konfiguration: Die Sony Alpha 6400 ist entweder mit dem üblichen SELP1650 oder aber mit dem recht neuen SEL18135 lieferbar.
Die Sony Alpha 6400 ist die neueste in der APS-C-DSLM-Familie und wurde bezüglich Autofokus und Video-Funktionen aufpoliert.
Sony Alpha 6500 (obere Mittelklasse derselben Generation)
Die Sony Alpha 6500 ist der Sony Alpha 6300-Nachfolger.
Die DSLM wird es als Kit-Version mit einem 16-70 mm Zoomobjektiv mit Zeiss-Optik geben.
Es handelt sich um das SEL1670Z (Vario-Tessar T* E 16 – 70 mm F4 ZA OSS).
Die Sony Alpha 6500 ist das Top-Modell mit Touchscreen, integrierter Bildstabilisierung und größerem Bildbuffer.
Hochwertiges Objektiv statt Kit-Objektiv
Im Zweifelsfall würde ich zur günstigen α6000 greifen und die Ersparnis lieber in ein hochwertiges Objektiv investieren.
Patrick Woessner, Autor bei Tech Junkies
Das Standard-Kit-Objektiv (SELP1650, 16-50 mm) ist kein schlechtes Objektiv, jedoch lässt sich der Kamera-Familie A6000 / A6300 / A6400 deutlich mehr Bildqualität mit einem hochwertigen Objektiv entlocken.
Bei der Sony Alpha 6500 gibt es das Kit von vornherein mit einem hochwertigen Objektiv.
Das Kit-Objektiv SELP1650 ist hingegen allemal gut für den günstigen Einstieg in die Alpha 6x00er-Serie von Sony geeignet.
Wer gleich auf ein hochwertigeres Standard-Objektiv wechseln möchte, fährt jedoch unter Umständen besser, nur den Body (Gehäuse) der A6000 / A6300 / A6400 zu kaufen.
Eine hochwertige Alternative zum Kit-Objektiv ist beispielsweise das Zoom-Objektiv Sony SELP18105G. Mit dem großen Brennweitenbereich 18-105 mm deckt das Objektiv fast alle Situationen ab und bietet eine bessere Bildqualität als das Standard-Kit-Objektiv.
Ein weiteres hochwertiges Zoom-Objektiv ist das Sony SEL1670Z (Standard-Kit-Objektiv der Sony Alpha 6500 bzw. A6500). Das Objektiv verfügt über eine hochwertige Zeiss-Optik, deckt jedoch einen kleineren Brennweitenbereich ab (16-70 mm).
Wer noch eine Festbrennweite für die Fototasche sucht, kann sich das Sony SEL35F18 (35 mm) genauer anschauen.
Kurzum: Das Kit-Objektiv ist ein guter Einstieg. Richtig Spaß machen A6000 / A6300 / A6400 jedoch erst mit einem hochwertigeren Objektiv.
Das ist jedenfalls meine bescheidene Meinung 😉
6x00er-Serie vs. Sony Alpha 5000 vs. 5100
Hintergrund – von Sony NEX zu Sony Alpha
Als Sony spiegellose Systemkameras vorstellte, erschienen diese zunächst als „Sony NEX“, wobei NEX für „New E-Mount Experience“ (abzielend auf das Objektiv-Bajonett) steht.
Sony hat mittlerweile damit abgeschlossen, die NEX-Serie in die Alpha-Serie umzubenennen.
Die ehemalige Einsteigerserie NEX-3 heißt jetzt Sony Alpha 5000 bzw. 5100.
Beim Vergleich Sony Alpha 6000 vs. 6300 vs. 6400 vs. 6500 bewegt man sich in der Mittelklasse, die früher als NEX-5 bekannt war.
Auch die Oberklasse NEX-7 wurde zwischenzeitlich umbenannt.
Hier hat Sony einstellige Modellnummern beibehalten, so dass hier die Wahl zwischen Sony Alpha 7S, Sony Alpha 7R und Sony Alpha 7 besteht.
Sony Alpha 5000 vs. 5100 im Vergleich zur 6x00er-Serie
Wo sind also Sony Alpha 5000 und Sony Alpha 5100 im Vergleich der 6x00er-Serie (6000, 6300, 6400, 6500) einzuordnen?
Eine wichtige Gemeinsamkeit vorab: In der Sony Alpha 5100 steckt der gleiche APS-C Bildsensor, der bereits von der Sony Alpha 6000 bekannt ist.
Lediglich in der Sony Alpha 5000 werkelt ein abgespeckter Sensor (ebenfalls APS-C, jedoch 20,1 statt 24,3 Megapixel).
Bei den Unterschieden Sony Alpha 5000 vs. 5100 und Sony Alpha 6000 vs. 6300 vs. 6400 vs. 6500 muss man also etwas genauer hinschauen:
- Alpha 5000 / 5100 haben ein kleineres Gehäuse als Alpha 6000 / 6300 / 6400 / 6500
- Kein Sucher bei Alpha 5000 / Alpha 5100
- Reduzierte Buffergröße / eingeschränkte Serienbildfunktion
(4 FPS bei 5000 bzw. 6 FPS bei 5100) - Kein Blitzschuh bei Alpha 5000 / Alpha 5100
- Hybrid-Autofokus fehlt (nur bei Alpha 5000)
- Reduzierte ISO-Empfindlichkeit (nur bei Alpha 5000)
- Vorteil Alpha 5000 / 5100: Um 180 ° neigbares LCD Display
(Selfie-Funktion, fehlt bei 6x00er-Serie außer Sony Alpha 6400)
Gerade der fehlende Sucher ist eines der Argumente, weshalb die Sony Alpha 6000 bei vielen Fotografen beliebter als die Sony Alpha 5000 bzw. Sony Alpha 5100 sein dürfte.
Wer mit den Einschränkungen leben kann, darf jedoch durchaus auch einen Blick auf die 5x00er-Serie werfen.
Kit-Versionen Sony Alpha 5000 / 5100
Sony Alpha 5000
Auch bei der Sony Alpha 5000 gibt es mit Blick auf die Kit-Versionen wenig Überraschungen.
Es gibt eine Kit-Variante mit SELP1650 (E PZ 16 – 50 mm F3,5 – 5,6 OSS) und eine weitere Kit-Variante mit zusätzlichem SEL55210 (E55-210 mm F4,5-6,3 OSS).
Das sind letztlich die gleichen Kit-Objektive, die bereits von der Sony Alpha 6000 bekannt sind.
Die Einsteigervariante Sony Alpha 5000 ist günstig, jedoch fehlen neben dem Sucher einige der Ausstattungsmerkmale, die die Sony Alpha 6000 zum Tipp machen.
Sony Alpha 5100
Bei der Sony Alpha 5100 sind die gleichen Kit-Versionen wie bei der Sony Alpha 5000 erhältlich.
Die DSLM-Kamera verfügt über einen besseren Sensor (bekannt von Sony Alpha 6000) und einen verbesserten Autofokus.
Mit Blick auf den Sensor ist die Sony Alpha 5100 zwar der Sony Alpha 6000 ebenbürtig. Bei der sonstigen Ausstattungen unterscheiden sich DSLMs jedoch deutlich.
Häufige Fragen zur Sony Alpha 6000er-Serie
Ist die Sony Alpha 6000 noch aktuell?
Als Neuware ist sie ausgelaufen und nur noch als Restbestand oder gebraucht zu bekommen. Für Landschaft, Reise und ruhige Motive liefert der 24-Megapixel-Sensor weiterhin brauchbare Ergebnisse. Ihre Schwächen liegen bei Autofokus, hohen ISO-Werten, Pufferspeicher und Akkulaufzeit – also bei allem, was schnelle Serien und lange Sessions verlangt.
Was ist der Nachfolger der Sony Alpha 6000?
Das ist die Alpha 6100 von 2019. Sony selbst spricht allerdings nicht von einem Nachfolger, sondern führt Einstieg, Mittelklasse und Spitzenmodell als nebeneinander laufende Linien. Auch die Alpha 6100 ist 2026 nur noch bedingt aktuell und im Handel häufig vergriffen.
Alpha 6300 oder Alpha 6400 – was ist der Unterschied?
Die Alpha 6400 hat die Alpha 6300 in der Mittelklasse abgelöst. Sie bringt den schnelleren Autofokus mit mehr Messfeldern, einen deutlich größeren Pufferspeicher, einen Touchscreen und Bluetooth mit. Sensor und Auflösung sind vergleichbar.
Alpha 6400 oder Alpha 6700 – welche lohnt sich?
Die Alpha 6700 ist seit Juli 2023 das aktuelle Spitzenmodell der APS-C-Reihe und folgte auf die Alpha 6600. Sie bringt unter anderem einen integrierten Bildstabilisator mit, den die Alpha 6400 nicht hat. Die Alpha 6400 bleibt die günstigere Mittelklasse-Option und ist weiterhin im Handel.
Was ist der Unterschied zwischen Alpha 6100 und Alpha 6400?
Beide stammen aus dem Jahrgang 2019 und teilen sich einen Großteil der Technik. Die Alpha 6100 ist das Einstiegsmodell, die Alpha 6400 die Mittelklasse mit dem höher auflösenden Sucher und dem Witterungsschutz.
Kann ich meine Objektive beim Umstieg weiter nutzen?
Innerhalb der APS-C-Reihe ja – alle Modelle nutzen denselben E-Mount. Beim Wechsel auf ein Vollformat-Gehäuse verlieren APS-C-Objektive dagegen ihren Sinn und müssten nach und nach ersetzt werden. Wer mehrere Objektive besitzt, sollte das in die Rechnung aufnehmen.
Fazit zum Vergleich Sony Alpha 6000 vs. 6300 vs. 6400 vs. 6500
α6000, α6300, α6400 oder α6500? Falsch macht man wohl mit keiner dieser Kameras etwas. Ob die zusätzliche Ausstattung den höheren Preis der hochwertigeren Modelle wert ist, muss jeder selbst abwägen.
Patrick Woessner, Autor bei Tech Junkies
Die Neuerungen bei der Sony Alpha 6300 und Sony Alpha 6500 sind attraktiv, keine Frage. Jedoch steigt der Preis bei den verschiedenen Kameramodellen deutlich.
Diese „Tradition“ hält Sony auch mit der Sony Alpha 6400 aufrecht.
Die zusätzliche Ausstattung der Nachfolger hat also ihren Preis.
Was würde ich nun empfehlen – Sony Alpha 6000 oder 6300 oder 6400 oder 6500? Eine klare Antwort darauf kann ich nicht geben.
Die Sony Alpha 6000 wird zu einem Preis angeboten, der fast schon zu gut ist.
Deshalb ist diese nach wie vor die spiegellose Systemkamera aus der α6x00er-Serie, die über das beste Preis-Leistungs-Verhältnis verfügt.
Der überarbeitete Bildsensor ist indes ein starkes Argument für die Sony Alpha 6300.
Die Sony Alpha 6500 punktet überdies mit integrierter Bildstabilisierung, einem Touchscreen-Display und einem größeren Bildbuffer für Serienbilder.
Bei allen Unterschieden positioniert Sony die Sony Alpha 6500 weder als Sony Alpha 6000-Nachfolger noch als Sony Alpha 6300-Nachfolger. Die verschiedenen DSLM-Modelle sollen koexistieren und verschiedene Fotografen-Zielgruppen ansprechen.
Ein „echter“ Sony Alpha 6300-Nachfolger liegt noch am ehesten mit der Sony Alpha 6400 vor, die mit einem schnellen Autofokus und neuen Features für Videografen und V-Logger punktet.
Ferner gilt: Die Einsteiger-Serie (5x00er) unterscheidet sich deutlich von der 6x00er-Serie im DSLM-Sortiment von Sony.
Was die Sony DSLM-Kameras gemein haben: Es lohnt sich, über einen hochwertigeren Ersatz für das Kit-Objektiv (wie z.B. das Sony SELP18105G) nachzudenken.
So lässt sich den DSLMs der 6x00er-Serie die bestmögliche Bildqualität entlocken.








Toller Bericht, da hast du dir ja enorm viel Arbeit mit gemacht! Würde mir die a6400 gegenüber meiner a6000 wesentliche Vorteile in der Landschaftsfotografie bringen? AF, Sucher, Sensor evtl.?
Hallo Franz-Josef,
danke für das Lob!
Vorab gesagt: Zu dem Thema Umstieg ja / nein kann es zwei (oder mehr) Meinungen geben.
Ich persönlich würde bei Schwerpunkt Landschaftsfotografie eher bei der α6000 bleiben und stattdessen z.B. lieber ein gutes Objektiv zusätzlich anschaffen, sofern das Budget so oder so der Fotoausrüstung zu Gute kommen soll.
Zwar hat die α6400 Vorteile. Ein richtiges K.O.-Kriterium wäre m.E. aber nur dabei, wenn Du z.B. sagst, Du willst auch Filmen – denn gerade bei den Video-Funktionen hat sich richtig viel getan.
Ansonsten würde ich als weiteren, noch nicht genannten großen Vorteil die Benutzerführung (Bedienung) sehen: Die kann man auf der α6000 etwas „angestaubt“ nennen. Da kann die α6400 mit Touchscreen doch mehr bieten.
Viele Grüße,
Patrick
Hallo Patrick,
Danke für den ausführlichen Bericht.
Zu Beginn wird geschrieben: „Dabei gilt jedoch: Die Sony Alpha 6500 ist kein Sony Alpha 6300 Nachfolger und die Sony Alpha 6300 ist kein Sony Alpha 6000 Nachfolger.“ In der Vergleichstabelle unter Punkt „Reihenfolge“ und im weiteren Text sind die Modelle aber als jeweiliger Nachfolger betitelt. Kannst du dazu Stellung nehmen?
Gruß Patricia
Hallo Patricia,
ja, das ist so gemeint: Was ein Nachfolger ist, muss man ja erstmal definieren.
Es kann ein modellpolitischer Nachfolger sein. Das hieße dann Kamera B erscheint und ersetzt Kamera A, die dann in den Abverkauf geht und künftig nicht mehr erhältlich ist.
Da hat sich Sony so geäußert, dass das bei Sony Alpha 6000 / 6300 / 6400 / 6500 nicht der Fall sein soll – neue Kameras ergänzen die Serie, sollen aber keine Vorgängermodelle „ausmustern“.
In der Tabelle steht das in der Zeile „Reihenfolge“ und das ist hier auch gemeint. Zu welche Zeitpunkt erschien die Kamera und auf welchem Vorgängermodell baut sie auf. Gemeint ist hier also zeitliche und logische Nachfolge.
Ich schaue mal, wie ich das klarer darstellen kann.
Viele Grüße,
Patrick