Sollen an einen HDMI-Ausgang zwei Bildschirme oder an einen HDMI-Eingang zwei Ausgabegeräte angeschlossen werden, so macht ein Splitter bzw. Switch das Leben leichter.
Bei passendem Anlass (z.B. Umzug, neues Wohnzimmer usw.) lohnt es sich hier, einige Gedanken über eine sinnvolle Verkabelung für PC, Heimkinogeräte, Spielekonsole und TV sowie Monitor auf der anderen Seite anzustellen – das macht später das Leben leichter.
Für kompliziertere Setups muss eine Matrix her – diese erlaubt die Belegung über Kreuz.
Der Artikel erklärt den Unterschied zwischen HDMI-Switch und HDMI-Splitter sowie deren Einsatz bei der Verkabelung von PC, Spielekonsolen, Fernsehern und Monitoren. Ein Switch verbindet mehrere Quellen mit einem Bildschirm, während ein Splitter ein Signal auf mehrere Displays verteilt; für komplexere Setups eignen sich Matrix-Switches. Behandelt werden zudem wichtige Kaufkriterien wie HDMI-Version (2.0 vs. 2.1), maximale Kabellängen, HDCP-Kopierschutz und die Unterstützung von eARC für Soundbars. Zielgruppe sind Nutzer, die mehrere Geräte wie PS5, Xbox oder Streaming-Boxen an Fernseher, Monitore oder Beamer anschließen möchten und dabei typische Verkabelungsprobleme vermeiden wollen.
- Ein HDMI-Switch schaltet zwischen mehreren Quellgeräten für einen Bildschirm um, ein HDMI-Splitter verteilt ein Quellsignal gleichzeitig an mehrere Bildschirme.
- Für 4K mit 120 Hz, VRR und ALLM bei PS5 oder Xbox Series X wird ein echter HDMI 2.1-Switch bzw. -Splitter mit 40 oder 48 Gbit/s benötigt.
- Normale Switches leiten keinen eARC-Ton zur Soundbar zurück, wofür spezielle Modelle mit eARC-Durchleitung nötig sind.
- Ohne Downscaler richtet sich ein Splitter nach dem schwächsten angeschlossenen Bildschirm, was die Auflösung begrenzen kann.
- HDMI 2.2-Geräte mit voller Bandbreite werden erst ab 2027 erwartet, weshalb sich Warten derzeit nicht lohnt.
Splitter oder Switch – was brauche ich?
Unterschied zwischen Splitter und Switch
HDMI-Splitter und HDMI-Switch werden oft durcheinandergeworfen.
Bei der Planung der Verkabelung gilt hier aber Obacht, denn die Anwendungsfälle könnten eigentlich nicht unterschiedlicher ausfallen:
- HDMI-Switch – zwei Ausgabegeräte werden an nur einem HDMI-Eingang am Bildschirm betrieben. Der Switch dient dann dazu, zwischen den Signalen hin und her zu schalten.
- HDMI-Splitter – in dem Fall hat das Ausgabegerät nur einen HDMI-Anschluss (oder die anderen sind bereits belegt) – es sollen jedoch zwei Bildschirme angeschlossen werden.
Obwohl die beiden HDMI-Umschalter in die entgegengesetzte Richtung zeigen, werden Splitter und Switches doch oft irgendwie synonymhaft verwendet.
Das ist in gewissen Fällen auch legitim, denn es gibt bidirektionale Umschalter – diese funktionieren dann sowohl als Switch als auch als Splitter.
Aber Vorsicht: Im Splitter-Betrieb schalten solche bidirektionalen Geräte meist nur um – es ist also immer nur einer der beiden Bildschirme aktiv. Wer auf zwei Bildschirmen gleichzeitig ein Bild braucht, benötigt einen echten Splitter.
Ebenfalls wichtig: Ein Splitter spiegelt das Bild. Einen erweiterten Desktop mit zwei unterschiedlichen Inhalten erzeugt er nicht – dafür braucht es zwei getrennte Ausgänge an Grafikkarte oder Laptop.
Für kompliziertere (oder flexiblere) Setups stehen weiterhin noch HDMI-Matrizen zur Verfügung. Diese erlauben es, zwischen mehreren Quellen und auf mehrere Ausgabegeräte hin und her zu schalten.
Beim Kauf gilt es deshalb darauf zu achten, dass das benötigte Anschlussszenario auch unterstützt wird.

Maximale Kabellänge bei HDMI
Was wenn mehrere Quellen und Bildschirme verbunden werden sollen, diese sich jedoch in unterschiedlichen Räumen befinden?
Dann kommen schnell Kabellängen von mehr als 5 Metern zustande.
Wenn ein Full HD-Signal übertragen werden soll, ist mit einem gut abgeschirmten Kabel mit Premium-Qualität auch eine Länge von über 10 Metern zu realisieren.
Anders sieht es bei hohen Auflösungen aus. Bei 4K @ 60 Hz (HDMI 2.0) oder 8K @ 60 Hz (HDMI 2.1) ist teils schon bei 3 bis 5 Metern Feierabend. Mit einem guten Kabel sind 10 Meter möglich.
Eine pauschale maximale Länge lässt sich nicht angeben. Es kommt auf die Qualität des Kabels, die Abschirmung und auch die Umgebung an.
Mit einem Switch oder Splitter dazwischen wird es noch enger. FeinTech empfiehlt z.B. für seine HDMI 2.1-Switches bei 4K / 120 Hz maximal 3 Meter Kabel, bei 4K / 60 Hz bis zu 5 Meter. Kurze, zertifizierte Ultra High Speed-Kabel sind deshalb Pflicht.
Aber auch für solche Fälle gibt es mögliche Abhilfe:
- HDMI-Verstärker
- optisches HDMI-Kabel (Glasfaser) statt Kupferkabel
- HDMI-Extender
- HDMI over Ethernet-Extender
- HDMI over Fiber-Extender
In den meisten Fällen reicht ein Verstärker wie z.B. der CSL Primewire HDMI 2.0 Repeater (gelistet bei Amazon).
Die hochwertige Lösung ist die Verwendung von Glasfaser- statt Kupferkabel. Ein optisches HDMI-Kabel wie das FIBBR HDMI-Glasfaserkabel (48Gbps, 8K / 60 Hz, 4K / 120 Hz, HDMI 2.1) 20m (gelistet bei Amazon) überbrückt auch große Distanzen.
Der Vollständigkeit halber gibt es auch noch HDMI-Extender, die das Videosignal über ein Netzwerkkabel (HDMI over LAN) oder Glasfaser transportieren. Für das Eigenheim sind sie jedoch in den meisten Fällen überdimensioniert.
Unterschiede bei der Ausstattung
HDMI-Version und HDMI-Features
Der wichtigste Unterschied ist die jeweilige HDMI-Version. So gibt es Splitter mit:
- HDMI 2.1
- HDMI 2.0 (mit Subversionen HDMI 2.0a, HDMI 2.0b)
- HDMI 1.4 (mit Subversionen HDMI 1.4a, HDMI 1.4b)
- ggf. noch ältere Versionen (HDMI 1.3, HDMI 1.2)
HDMI ist zwar abwärtskompatibel. Wichtig ist jedoch, dass sich alle Komponenten und die Verkabelung (Ausgabegerät, Bildschirm, Kabel, Switch bzw. Splitter) dem gewünschten kleinsten gemeinsamen Nenner entsprechen.
Das hieße also – eine HDMI 2.1-fähige Spielekonsole wie PS5 oder Xbox Series X, per HDMI 2.1-Kabel über einen HDMI 1.4-Splitter an einem HDMI 2.1-Monitor angeschlossen – so macht es eher keinen Sinn.
Das betrifft die Bandbreite und max. mögliche Auflösung sowie weitere HDMI-Features wie z.B. HDR, 3D, VRR, HDCP-Unterstützung, Audio-Kanäle, ALLM, VESA DSC…
Was jedoch nicht „weh tut“, ist das Betreiben eines HDMI 2.1-Umschalters (und somit der neuesten Version) an älteren Komponenten – dann ist der Umschalter an sich zukunftssicher.
Achtung beim Kauf: „HDMI 2.1“ oder „8K“ auf der Verpackung ist noch keine Garantie für 4K / 120 Hz und VRR. Im Datenblatt sollten eine Bandbreite von 40 oder 48 Gbit/s sowie 4K / 120 Hz, VRR und ALLM ausdrücklich genannt sein.
Viele günstige Bestseller sind dagegen HDMI 2.0-Geräte mit 18 Gbit/s – für Streaming-Sticks und 4K / 60 Hz reicht das, für 120 Hz an PS5 oder Xbox nicht.
Mit HDMI 2.2 steht der Nachfolger schon in den Startlöchern – mit bis zu 96 Gbit/s und zertifizierten Ultra96-Kabeln. Switches und Splitter mit HDMI 2.2 sind derzeit jedoch noch nicht erhältlich, erste Geräte mit voller Bandbreite werden erst für 2027 erwartet. Warten lohnt sich daher nicht, für heutige Konsolen und Fernseher ist HDMI 2.1 ausreichend.
Anzahl der Anschlüsse (1×2, 1×4 usw.)
In den meisten Fällen reichen zwei Anschlüsse auf einer Seite, also:
- 2-fach-Switch – zwei HDMI-Eingänge, ein HDMI-Ausgang
(Alternative Schreibweisen – 2×1 oder 2 In / 1 Out) - 2-fach-Splitter – ein HDMI Eingang, zwei HDMI-Ausgänge
(Alternative Schreibweisen – 1×2 oder 1 In / 2 Out)
Auch 4-fach- oder 8-fach-Geräte usw. gibt es im Handel, wenngleich das für die meisten Anschlusskonstellationen zu Hause eher kein Thema ist.
Umgang mit HDCP
HDCP ist der Kopierschutz, der in den HDMI-Standard integriert ist – die Abkürzung steht für High Bandwidth Digital Content Protection.
Bei Videos von einer Blu-ray Disc oder einem Streamingdienst wie Netflix kommt HDCP zum Einsatz, um ein unlauteres Kopieren des Videosignals zu unterbinden.
Damit die Wiedergabe gelingt, müssen Ausgabegerät und Bildschirm einen HDCP-Handshake durchführen.
Potenzielles Hindernis ist ein Umschalter.
Die meisten Splitter und Switches, die derzeit erhältlich sind, unterstützen HDCP. Es lohnt sich aber dennoch, einen Blick in das Datenblatt zu werfen. Für aktuelle Streaming-Geräte und Konsolen sollte es HDCP 2.3 sein.
HDCP ist leider auch ein typischer Problemfall.
Gerne „zickt“ die HDCP-Wiedergabe. Da hilft es nur, das heimische Setup zu testen und ggf. auch einen anderen Umschalter auszuprobieren.
eARC und Soundbar – der häufigste Stolperstein
Ein normaler HDMI-Switch leitet Bild und Ton nur in eine Richtung – zum Fernseher. Den Ton vom Fernseher zurück zur Soundbar (ARC bzw. eARC) leitet er nicht weiter.
Wer eine Soundbar per eARC betreibt und gleichzeitig HDMI-Anschlüsse am Fernseher sparen will, braucht deshalb einen Switch mit eARC-Durchleitung oder einen Audio-Extractor. Passende Geräte gibt es weiter unten.
Viele günstige Switches weisen im Datenblatt ausdrücklich darauf hin, dass ARC und eARC nicht unterstützt werden.
Welche Konsole braucht welchen Switch?
Nicht jedes Gerät braucht einen teuren HDMI 2.1-Switch. Entscheidend ist, was die Quelle tatsächlich ausgibt:
| Gerät | Max. Videoausgabe | Wichtig am Switch / Splitter |
|---|---|---|
| Nintendo Switch 2 | 4K / 60 Hz, 1080p bzw. 1440p mit bis zu 120 fps | HDR, VRR (im TV-Modus seit einem Update 09/2026) – ein HDMI 2.0-Switch genügt für 4K / 60 Hz |
| PS5 / PS5 Pro | 4K / 120 Hz | HDMI 2.1 mit 4K / 120 Hz, VRR, ALLM, HDCP 2.3 |
| Xbox Series X | 4K / 120 Hz | HDMI 2.1 mit 4K / 120 Hz, VRR, ALLM, Dolby Vision |
| Apple TV 4K, Fire TV | 4K / 60 Hz | HDR bzw. Dolby Vision, HDCP 2.3, CEC – HDMI 2.0 reicht |
Geräte mit geringer Bandbreite wie Streaming-Sticks, Blu-ray-Player oder die Nintendo Switch 2 können also über einen günstigen Switch laufen.
PS5 und Xbox sollten hingegen direkt an den HDMI 2.1-Anschlüssen des Fernsehers hängen.
Switches und Splitter für verschiedene Anwendungsfälle
HDMI-Switches
2×1 HDMI-Switch 4K / 120 Hz (HDMI 2.1, z.B. für PS5 oder Xbox Series X)
Nur ein HDMI-Eingang am Bildschirm verfügbar? Oder mehrere HDMI-Eingänge, jedoch bereits alle belegt? Hier ist ein Switch die richtige Wahl.
Fangen wir an mit der aktuellen HDMI-Version – also einem HDMI 2.1-Switch.
Ein günstiger Kandidat ist der FeinTech SW210. Er schaltet zwischen zwei Quellen um und unterstützt 4K / 120 Hz bzw. 8K / 60 Hz bei bis zu 48 Gbit/s sowie VRR und ALLM.
Bidirektional lässt er sich auch umgekehrt nutzen – eine Quelle an zwei Bildschirmen, dann aber immer nur einer gleichzeitig. ARC bzw. eARC für die Soundbar wird nicht unterstützt.
Eine Alternative mit Aluminiumgehäuse ist der UGREEN HDMI 2.1 Switch 2 in 1 Out (gelistet bei Amazon), der per USB-C mit Strom versorgt werden muss.
Günstiger, bidirektionaler HDMI 2.1-Switch für zwei Quellen mit 4K / 120 Hz, VRR und ALLM - ohne ARC/eARC.
3×1 HDMI-Switch 4K / 120 Hz (HDMI 2.1, Fernbedienung)
Insgesamt drei HDMI-Quellen verfügbar? Dann ist ein 3×1-Switch die richtige Wahl.
Der UGREEN HDMI 2.1 Switch 3 In 1 Out bietet 4K / 120 Hz bzw. 8K / 60 Hz, VRR und HDCP 2.3. Umgeschaltet wird per Taste oder mitgelieferter Fernbedienung.
Eine automatische Umschaltung gibt es nicht – was in der Praxis aber auch Vorteile hat (dazu unten mehr).
HDMI 2.1-Switch für drei Quellen mit 4K / 120 Hz, VRR, HDCP 2.3 und Fernbedienung - umgeschaltet wird manuell.
4×1 HDMI-Switch 4K / 120 Hz (HDMI 2.1, automatische Umschaltung)
Stehen viele Ausgabegeräte wie PC, Blu-ray Player, Streaming-Stick, Spielekonsole usw. zur Wahl, die am gleichen Bildschirm betrieben werden sollen, so muss ein Switch mit vielen Eingängen her.
Der FeinTech VSW14100 nimmt vier HDMI 2.1-Quellen auf und unterstützt 4K / 120 Hz, VRR, ALLM, HDR10+ und Dolby Vision sowie alle gängigen Audioformate bis Dolby Atmos.
Umgeschaltet wird per Taste, Fernbedienung oder automatisch. Die Automatik lässt sich abschalten – laut Hersteller funktioniert sie mit Apple TV und Xbox ohnehin nicht, weil diese Geräte nie ganz ausgehen.
HDMI 2.1-Switch für vier Quellen mit abschaltbarer automatischer Umschaltung, Fernbedienung und Netzteil.
3×1 HDMI-Switch 4K / 60 Hz (HDMI 2.0, günstig)
Wer nur Streaming-Geräte, einen Receiver oder eine Nintendo Switch 2 anschließt, kommt mit einem HDMI 2.0-Switch aus.
Der UGREEN HDMI Switch 3 in 1 Out 4K@60Hz schafft 4K / 60 Hz mit HDR und HDCP 2.2, eine Fernbedienung ist dabei. Die Stromversorgung läuft über USB – ein eigenes 5-Volt-Netzteil ist stabiler als der USB-Port am Fernseher.
Preiswerter HDMI 2.0-Switch für drei Quellen mit 4K / 60 Hz, HDR und Fernbedienung - ideal für Streaming-Geräte.
HDMI-Switch mit eARC für die Soundbar (HDMI 2.1)
Für Soundbars mit eARC, etwa von Sonos oder Bose, ist ein normaler Switch keine Lösung. Hier hilft ein Switch mit eARC-Durchleitung.
Der FeinTech AX340 nimmt vier Zuspieler auf, gibt das Bild an den Fernseher oder Monitor weiter und den Ton per eARC an die Soundbar – inklusive Dolby Atmos und DTS:X.
4K / 120 Hz, VRR und ALLM bleiben dabei erhalten. Praktisch ist das auch an Monitoren oder Beamern ohne eARC-Anschluss.
HDMI 2.1-Switch mit eARC-Durchleitung für die Soundbar - inklusive 4K / 120 Hz, VRR, ALLM und Dolby Atmos.
HDMI-Splitter
1×2 HDMI-Splitter 4K / 120 Hz (HDMI 2.1, z.B. für PS5 oder Xbox Series X)
Konsolen sind ein klassischer Anwendungsfall für einen HDMI-Splitter – denn die gängigen Modelle haben nur einen einzigen HDMI-Ausgang.
Auch bei PS5 und Xbox Series X ist das der Fall. Diese haben 1 x HDMI 2.1 und unterstützen 4K @ 120 Hz mit VRR / ALLM (jedoch auch vom Spiel abhängig).
Gar nicht mal so ungewöhnlich ist das Setup, bei dem man neben dem TV auch noch einen Monitor (z.B. HDMI 2.1-Monitor als Konsolenmonitor) anstöpseln will.
Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Kabel umstecken und immer eines hängen haben oder der „saubere“ Weg mit einem HDMI 2.1-Splitter.
Der FeinTech SP211 verteilt das Signal gleichzeitig an zwei Displays – mit bis zu 4K / 120 Hz, VRR, ALLM und Dolby Vision.
Hängen unterschiedliche Bildschirme dran, etwa ein 4K-Fernseher und ein Full-HD-Beamer, rechnet der Splitter das Bild für das schwächere Gerät herunter. Bildrate, HDR und Tonformat bleiben dabei laut Hersteller erhalten.
Das Schwestermodell FeinTech SP210 (gelistet bei Amazon) bietet bis zu 48 Gbit/s und ebenfalls einen Downscaler.
HDMI 2.1-Splitter, der ein Signal mit bis zu 4K / 120 Hz gleichzeitig an zwei Displays verteilt - inklusive Downscaling für ältere Bildschirme.
1×2 HDMI-Splitter 4K / 60 Hz (HDMI 2.0)
Auch die vorhergehende HDMI-Version kann mit 4K-Auflösung umgehen – dann jedoch mit maximal 60 Hz Bildwiederholfrequenz.
Sofern 4K @ 60 Hz das Maximum ist, reicht auch ein HDMI 2.0-Splitter. Der Vorteil hier: Es gibt im Vergleich zu HDMI 2.1 mehr Auswahl und günstigere Preise.
Einen Blick wert wäre in diesem Fall z.B. der ATEN 2-Port True 4K HDMI-Splitter.
Verständlich, dass der Hersteller hier „True 4K“ (also echtes 4K) in die Produktbezeichnung packt. Es gibt nämlich auch Hersteller, die bereits bei 4K @ 30 Hz (was man sich in der Praxis eher nicht antun will) das 4K-Logo zücken.
Der ATEN 2-Port True 4K HDMI-Splitter kann jedenfalls mit HDMI 2.0 umgehen – und will auch mit HDCP 2.2 keine Probleme haben.
Der ATEN 2-Port True 4K HDMI-Splitter ist ein günstiger 1x2-Splitter, der 4K @ 60 Hz unterstützt (i.e. HDMI 2.0).
Matrix-Switches (bzw. HDMI-Matrizen)
4×2 Matrix-Switch 4K / 120 Hz (HDMI 2.1, Audio-Extraktion)
Möchte man mehrere Quellen mit mehreren Bildschirmen verbinden und frei zwischen diesen umschalten, so muss ein Matrix-Switch her.
Der FeinTech VMS14201 verbindet vier HDMI 2.1-Quellen mit zwei Bildschirmen – etwa Fernseher und Beamer – und unterstützt 4K / 120 Hz, VRR und ALLM.
Ein Downscaler sorgt dafür, dass 4K-Inhalte auch auf einem Full-HD-Display laufen. Der Ton lässt sich per Toslink oder Cinch an eine Stereoanlage ausleiten.
HDMI 2.1-Matrix für vier Quellen und zwei Displays mit 4K / 120 Hz, Downscaler und Audio-Extractor.
4×2 Matrix-Switch 4K / 60 Hz (HDMI 2.0, Audio-Extraktion)
Möchte man mehrere Quellen mit mehreren Bildschirmen verbinden und simultan zwischen diesen umschalten, so muss ein Matrix-Switch her.
Ein Beispiel dafür ist der Lindy 4×2 HDMI 2.0 18G Matrix Switch.
Dieser erlaubt es, zwischen vier Quellgeräten (z.B. Spielekonsole, Blu-ray Player, PC) und zwei Bildschirmen hin und her zu schalten.
Für den ersten HDMI-Ausgang wird zusätzlich die Audio-Extraktion unterstützt. Das per HDMI angelieferte Audiosignal kann wahlweise per Toslink (digital) oder 3,5 mm Klinke (analog) abgegriffen werden, um externe Lautsprecher, eine Soundbar oder ein sonstiges Audiosystem anzubinden.
Eine Downscaling-Funktion (steuerbar per EDID-Schalter) für den zweiten HDMI-Ausgang ist ebenfalls integriert. Mit HDCP 2.2 will der Matrix-Switch ebenfalls keine Probleme haben.
Neben der Umschaltung per Drucktaste direkt am Matrix-Switch wird auch eine Fernbedienung mitgeliefert.
Matrix-Switch für vier Quellen und zwei Bildschirme (4x2) inkl. Downscaling, Audioextraktion, HDMI 2.0-Support für 4K @ 60 Hz sowie Fernbedienung.
4×2 Matrix-Switch mit eARC (HDMI 2.1)
Wer Fernseher, Beamer und eine eARC-Soundbar kombinieren will, findet im FeinTech AX341 eine Allround-Lösung.
Vier Zuspieler, zwei Displays gleichzeitig, eARC zur Soundbar sowie Toslink und Klinke für ältere Audiosysteme – dazu ein Downscaler, CEC und automatische Umschaltung.
Kombination aus HDMI 2.1-Switch und -Splitter für vier Quellen, zwei Displays und eine eARC-Soundbar.
Für noch größere Installationen mit 4×4-Matrizen und Netzwerksteuerung gibt es Profi-Geräte – für Heimanwender sind diese meist überdimensioniert.
Typische Probleme mit HDMI-Switches und Splittern – und Lösungen
Viele Probleme entstehen nicht durch ein defektes Gerät, sondern durch die Kombination aus Quelle, Switch, Kabel und Bildschirm:
- Kein 4K / 120 Hz oder Abbruch beim Spielstart: Alle Glieder der Kette müssen HDMI 2.1 mit ausreichender Bandbreite unterstützen. Kurze, zertifizierte Kabel verwenden und den Switch mit eigenem Netzteil betreiben. Zum Test die Konsole direkt an den Fernseher anschließen.
- Schwarzbild bei Netflix & Co. (HDCP): Alle Geräte einmal komplett vom Strom trennen und in der Reihenfolge Fernseher, Switch, Zuspieler wieder einschalten.
- Kein Ton an der Soundbar: Ein normaler Switch leitet kein ARC bzw. eARC zurück – hier hilft ein Switch mit eARC-Durchleitung.
- Splitter liefert nur Full HD: Ohne Downscaler einigt sich ein Splitter auf den kleinsten gemeinsamen Nenner beider Bildschirme. Abhilfe schafft ein Modell mit Downscaler oder EDID-Schalter.
- Switch schaltet von selbst um: Konsolen und Streaming-Boxen wecken den HDMI-Port teils im Ruhemodus auf. Eine abschaltbare Automatik oder manuelles Umschalten schafft Ruhe.
- Geräte schalten sich gegenseitig ein: HDMI-CEC ist praktisch, sorgt mit vielen Geräten aber für Durcheinander. CEC bei einzelnen Geräten gezielt deaktivieren.
FAQ: HDMI-Switch und HDMI-Splitter
Was ist der Unterschied zwischen HDMI-Switch und HDMI-Splitter?
Ein HDMI-Switch verbindet mehrere Quellen, etwa PS5 und Fire TV, mit einem Bildschirm und schaltet zwischen ihnen um. Ein HDMI-Splitter verteilt das Signal einer Quelle gleichzeitig an mehrere Bildschirme. Eine HDMI-Matrix kombiniert beides.
Wie macht man aus einem HDMI-Anschluss zwei?
Sollen zwei Geräte an einen HDMI-Eingang des Fernsehers, braucht man einen HDMI-Switch. Soll ein Gerät zwei Bildschirme gleichzeitig bespielen, braucht man einen HDMI-Splitter. Bidirektionale Umschalter zeigen im Splitter-Betrieb meist nur auf einem Bildschirm ein Bild.
Welche Nachteile hat ein HDMI-Splitter?
Ein Splitter spiegelt immer dasselbe Bild und erzeugt keinen erweiterten Desktop. Ohne Downscaler richtet er sich nach dem schwächsten angeschlossenen Bildschirm. Außerdem kann es bei HDCP-geschützten Inhalten Probleme geben, wenn nicht alle Geräte HDCP 2.3 unterstützen.
Brauche ich für PS5 oder Xbox einen HDMI 2.1-Switch?
Nur wenn 4K mit 120 Hz, VRR und ALLM genutzt werden sollen. Dann muss der Switch HDMI 2.1 mit 40 oder 48 Gbit/s unterstützen. Für 4K mit 60 Hz genügt ein HDMI 2.0-Switch.
Funktioniert eARC über einen HDMI-Switch?
Bei normalen Switches nein, sie leiten den Ton nicht vom Fernseher zurück zur Soundbar. Dafür gibt es spezielle Switches mit eARC-Durchleitung oder Audio-Extractor.
Lohnt es sich, auf HDMI 2.2-Switches zu warten?
Derzeit nicht. HDMI 2.2 ist zwar spezifiziert, Switches und Splitter mit voller 96-Gbit/s-Bandbreite werden aber erst ab 2027 erwartet. Aktuelle Konsolen und Fernseher nutzen HDMI 2.1.
Richtig planen, aktuelle HDMI-Version wählen
Mit Verteilern und Umschaltern lassen sich auch aufwendigere HDMI-Verkabelungen realisieren – und zwar ganz ohne lästiges Umstecken des Kabels.
Wichtig sind zunächst einmal die Anzahl der Signalquellen, der Bildschirme sowie deren Belegung. Daraus lässt sich ableiten, ob ein Switch, ein Splitter oder eine Matrix benötigt wird und wie viele Ports vorhanden sein müssen.
Bei den Ports kann man ruhig großzügig planen – und einen Port für künftige Erweiterungen unbelegt lassen.
Ferner ist auch die HDMI-Version wichtig.
Besonders bei aktuellen Spielkonsolen wie PS5 und Xbox Series X kommt bereits HDMI 2.1 zum Einsatz – und bietet 4K @ 120 Hz, VRR, ALLM.
Passende HDMI 2.1-Switches und -Splitter sind längst verfügbar – beim Kauf sollte man aber auf echte 40 bzw. 48 Gbit/s achten und prüfen, ob eARC benötigt wird.
Auch wenn bislang nur ältere HDMI-Geräte im heimischen Setup vorkommen, ist es eine Überlegung wert, gleich zu einem aktuellen HDMI-Standard wie HDMI 2.1 oder HDMI 2.0 zu greifen.
So ist der Verteiler bzw. Umschalter zukunftssicher.










Hallo Patrick, ich benötige eine Bedienungsanleitung zu folgenden HDMI-Switch:
CSL – Switch HDMI Splitter, 8K Aluminium HDMI Switch 2 in 1 Out UHD HDMI Verteiler, HDMI Umschalter Unterstützt 4K 3D HDR kompatibel mit Fire TV Stick, UHD TV, PS4 PS5, Xbox, DVD Blue-Ray.
Kannst Du mir einen Tipp hierzu geben, wo ich diese Bedienungsanleitung mir herunterladen kann, oder kannst Du mir eine solche zukommen lassen?
VG
Mario Kroeger-Jannetti
Hallo Mario,
sollte dieser hier sein, korrekt? Ich würde für die Bedienungsanleitung das Kontaktformular des Herstellers nutzen und es auf diesem Wege anfragen.
Viele Grüße,
Patrick