Fehlt dem Desktop-PC ein USB-C-Anschluss (auch bekannt als USB Type-C), lässt er sich per PCIe-Erweiterungskarte nachrüsten. Die Karte kommt in einen freien PCIe-Steckplatz des Mainboards – der Einbau dauert wenige Minuten.
Welche Karte passt, hängt von den Ansprüchen ab.
Einfache Karten liefern USB-C mit 10 Gbit/s (USB 3.2 Gen 2) für Daten. Andere versorgen die USB-C-Buchse vorn am Gehäuse. Wer Bild, hohe Ladeleistung oder Thunderbolt möchte, landet bei USB4- und Thunderbolt-Karten mit bis zu 120 Gbit/s – die setzen allerdings ein passendes Mainboard voraus.
Fehlt einem Desktop-PC ein USB-C-Anschluss, lässt er sich per PCIe-Erweiterungskarte nachrüsten, die in einen freien Steckplatz des Mainboards gesteckt wird. Einfache Karten liefern 10 oder 20 Gbit/s für Daten, teils auch für die USB-C-Frontbuchse am Gehäuse. Wer zusätzlich Bild, hohe Ladeleistung oder Thunderbolt benötigt, braucht eine USB4- oder Thunderbolt-Karte mit DisplayPort-Eingang - diese setzen allerdings ein kompatibles Mainboard mit entsprechendem Header voraus. Der Beitrag richtet sich an PC-Nutzer, die ihren Rechner mit modernen USB-C-Anschlüssen nachrüsten möchten, und erklärt Unterschiede bei Datenrate, Stromversorgung, Steckplatzanforderungen und Einbau.
- Die erreichbare Datenrate hängt vom PCIe-Steckplatz ab, da ein x1-Slot volle 10 Gbit/s ausbremsen kann und für 20 Gbit/s oder mehr ein x4-Steckplatz nötig ist.
- Karten mit mehreren Anschlüssen teilen sich oft einen Controller, sodass nur Modelle mit separaten Controllern jedem Port volles Tempo liefern.
- Für die USB-C-Buchse am Gehäuse gibt es Karten mit internem 20-Pin-Key-A-Anschluss, falls das Mainboard keinen eigenen Port dafür besitzt.
- USB4- und Thunderbolt-Karten ermöglichen zusätzlich Bildausgabe und hohe Ladeleistung, funktionieren aber nur mit vom Hersteller gelisteten, kompatiblen Mainboards.
- Der Einbau einer PCIe-Karte ist in rund 15 Minuten erledigt, wobei einfache USB-C-Karten meist ohne zusätzliche Treiber auskommen, während USB4- und Thunderbolt-Karten BIOS-Einstellungen und Herstellertreiber erfordern.
Welche USB-C-Karte für welchen Zweck?
- Ein paar schnelle Anschlüsse für Datenträger und Zubehör: da reicht eine Karte mit USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s).
- USB-C-Buchse am Gehäuse, aber kein passender Anschluss auf dem Mainboard: eine Karte mit internem 20-Pin-Anschluss (Key-A) ist die richtige Wahl.
- Externe SSDs mit 20 Gbit/s: eine Karte mit USB 3.2 Gen 2×2 – sofern die SSD diesen Standard auch beherrscht.
- Monitor, Dockingstation oder Laden mit hoher Leistung: eine USB4- oder Thunderbolt-Karte mit DisplayPort-Eingang, nur mit kompatiblem Mainboard.
Richtig Nachrüsten
PCIe-Steckplatz und Lanes
Die Datenrate der Karte hängt am Steckplatz. PCIe 3.0 x1 schafft netto knapp 8 Gbit/s – schon ein einzelner Anschluss mit 10 Gbit/s wird damit leicht ausgebremst.
Für volle 10 Gbit/s je Port oder für 20 Gbit/s braucht es einen Steckplatz mit vier Lanes (x4), USB4- und Thunderbolt-Karten setzen auf PCIe 4.0 x4 bzw. 3.0 x4. Eine x4-Karte passt auch in einen x8- oder x16-Steckplatz.
Auf vielen Mainboards teilen sich Steckplätze die Lanes mit M.2-Slots. Ist eine zweite SSD verbaut, kann ein Steckplatz abgeschaltet oder gedrosselt sein – da lohnt sich ein Blick ins Handbuch.
Geteilte Bandbreite bei mehreren Anschlüssen
Karten mit mehreren Anschlüssen hängen meist an einem einzigen Controller. Die angegebenen 10 oder 20 Gbit/s teilen sich dann alle Ports – wer zwei SSDs gleichzeitig auslastet, merkt das.
Soll jeder Port sein volles Tempo liefern, ist eine Karte mit separaten Controllern empfehlenswert.
Stromversorgung und Laden
Einfache Karten liefern an USB-C meist 5 V mit bis zu 3 A, also rund 15 W – genug für Zubehör und zum (langsamen) Laden eines Smartphones. Für die Stromversorgung wird ein SATA-Stromanschluss vom Netzteil belegt.
Deutlich mehr Leistung per USB Power Delivery liefern USB4- und Thunderbolt-Karten mit 6-Pin-Stromanschluss. Je nach Modell sind 60 W je Port bis 130 W insgesamt verfügbar. Damit lässt sich auch ein Notebook flott laden.
Treiber und Betriebssystem
Unter Windows 10 und 11 sowie Linux laufen die gängigen USB-Controller mit den Standardtreibern. Ein Treiber-Download ist meist nicht erforderlich.
USB4- und Thunderbolt-Karten sind anspruchsvoller: Hier sind BIOS-Einstellungen, Firmware und teils eigene Treiber vom Mainboard-Hersteller nötig.
Das passende Kabel
Ein schneller Anschluss bringt nichts, wenn das Kabel bremst.
Viele Ladekabel übertragen Daten nur mit USB 2.0 und kein Bild. Für 20 Gbit/s, USB4 oder Thunderbolt braucht es ein entsprechend spezifiziertes Kabel – mehr dazu: USB-C-Verlängerung.
USB-C mit 10 Gbit/s nachrüsten
Die meisten USB-C-Karten setzen auf USB 3.2 Gen 2 (früher USB 3.1) mit maximal 10 Gbit/s. Das reicht für externe SSDs mit bis zu rund 1.000 MB/s, Kartenleser und Zubehör.
Einfacher Einstieg: USB-C und USB-A auf einer Karte
Einfach zu USB-C – das ermöglicht die Digitus DS-30225 mit je einem USB-C- und USB-A-Anschluss.
Die Karte steckt in einem PCIe-3.0-x1-Steckplatz. Beide Anschlüsse teilen sich damit knapp 8 Gbit/s – für den Alltag ist das genug, für zwei schnelle SSDs gleichzeitig nicht.
Die Stromversorgung erfolgt über einen SATA-Stromanschluss.
Sofern 1 x USB-C reicht, kommt die Digitus DS-30225 als günstige Erweiterungskarte in Frage.
Zwei oder vier USB-C-Anschlüsse
Wer zwei USB-C-Anschlüsse möchte, findet sie etwa auf der Icy Box IB-PCI1902-C31 (gelistet bei Amazon). Sie nutzt einen x4-Steckplatz und bezieht ihren Strom ebenfalls per SATA.
Die StarTech P10Q4C-USB-CARD geht einen Schritt weiter: Vier USB-C-Anschlüsse hängen an vier eigenen Controllern, jeder Port hat also seine eigenen 10 Gbit/s. Zusammen begrenzt der PCIe-3.0-x4-Steckplatz auf rund 32 Gbit/s.
Braucht man nur gelegentlich mehr Anschlüsse, ist ein externer USB-Hub die günstigere Alternative.
Vier USB-C-Anschlüsse mit je eigenem Controller - jeder Port hat seine eigenen 10 Gbit/s, statt sie sich mit den anderen zu teilen.
USB-C-Buchse am Gehäuse anschließen
Viele Gehäuse haben vorn eine USB-C-Buchse, ältere oder günstige Mainboards aber keinen Anschluss dafür. Die Buchse braucht einen internen 20-Pin-Anschluss, der Key-A oder Type-E genannt wird.
Auch dafür gibt es passende PCIe-Karten, die einen internen Anschluss bereitstellen.
Die Akasa AK-PCCU3-08 bietet einen solchen Anschluss mit USB 3.2 Gen 2×2, also bis zu 20 Gbit/s – sofern auch Kabel und Buchse im Gehäuse das hergeben.
Die Alternative sind Adapter vom 19-Pin-USB-3.0-Anschluss des Mainboards auf Key-A. Das funktioniert, liefert an der Frontbuchse aber nur 5 Gbit/s.
Mainboards bringen außerdem interne USB-2.0- und USB-3.0-Anschlüsse mit – damit lassen sich auch interne Hubs, Kartenleser oder Frontpanels ohne USB-C versorgen.
Bringt die USB-C-Buchse am Gehäuse zum Laufen, wenn dem Mainboard der passende Anschluss fehlt - über einen internen 20-Pin-Anschluss mit bis zu 20 Gbit/s.
USB-C mit 20 Gbit/s nachrüsten
Wer mehr Tempo sucht, wählt eine Karte mit USB 3.2 Gen 2×2 und maximal 20 Gbit/s (alle Transferraten sind theoretische Werte).
Wichtig vorab: Die 20 Gbit/s gibt es nur, wenn auch das angeschlossene Gerät Gen 2×2 beherrscht – etwa eine entsprechende externe SSD.
Selbst für USB4-Geräte ist der Modus nicht Pflicht. Solche Geräte laufen an der Karte dann mit 10 Gbit/s.
Icy Box IB-PCI1901-C32
Bei den Anschlüssen ist die RaidSonic Icy Box IB-PCI1901-C32 bescheiden – nur 1 x USB-C gibt es an der Blende. Dafür aber eben flottes USB 3.2 Gen 2×2.
Neben dem USB-C-Anschluss finden sich zwei Kontroll-LEDs (1 x Power, 1 x Verbindung). Die Stromversorgung wird über einen SATA-Stromanschluss realisiert.
Wichtig – um die maximale Geschwindigkeit zu erreichen, muss der PC über mindestens einen freien PCIe-3.0-x4-Steckplatz verfügen.
Nur ein USB-C-Anschluss, der ist aber dank USB 3.2 entsprechend schnell - die RaidSonic Icy Box IB-PCI1901-C32 verspricht max. 20 GBit/s (theoretisches max.).
SilverStone ECU06 und weitere Karten mit 20 Gbit/s
Ebenfalls mit einem USB-C-Anschluss kommt die SilverStone ECU06. Sie nutzt den verbreiteten ASMedia-Controller ASM3242, benötigt keinen Zusatzstrom und liegt mit Low-Profile-Blende bei.
Vergleichbar aufgebaut ist die StarTech PEXUSB321C (gelistet bei Amazon). Zwei Anschlüsse mit 20 Gbit/s bietet die Delock-Karte mit 2 x USB 20 Gbit/s (gelistet bei Amazon), die dafür einen Steckplatz mit acht Lanes (x8) braucht.
Eine USB-C-Buchse mit 20 Gbit/s über den ASMedia-Controller ASM3242 - ohne Zusatzstrom und dank Low-Profile-Blende auch für kompakte Gehäuse.
Passende SSD gesucht? Bei externen USB4-SSDs und -Gehäusen – ist ggf. etwas mit dabei.
Bild, USB4 und Thunderbolt nachrüsten
Monitor mit nur einem Kabel anschließen und gleichzeitig den USB-Hub am Monitor nutzen – dafür braucht es USB-C mit DisplayPort. Eine PCIe-Karte kann das Bild aber nicht selbst erzeugen.
Karten mit Bildausgabe haben deshalb DisplayPort-Eingänge, die man per Kabel mit dem Ausgang der Grafikkarte verbindet. Die Karte reicht das Signal dann über USB-C weiter – ähnlich wie bidirektionale DisplayPort-USB-C-Adapter.
Heute sind das vor allem USB4- und Thunderbolt-Karten. Sie haben einen gemeinsamen Haken: Sie brauchen einen Thunderbolt- bzw. USB4-Header auf dem Mainboard und passende BIOS-Unterstützung.
Die Hersteller führen dazu Kompatibilitätslisten, in der Regel nur für eigene Mainboards. Ohne Eintrag dort sollte man nicht kaufen – sonst funktioniert die Karte nicht oder nur eingeschränkt.
USB4 mit 40 Gbit/s
Die ASUS USB4 PCIe Gen4 Card bringt zwei USB4-Anschlüsse mit bis zu 40 Gbit/s und zwei DisplayPort-Eingänge. Jeder Port lädt Geräte mit bis zu 60 W, dafür gibt es einen 6-Pin-Stromanschluss.
ASUS nennt als kompatibel ausgewählte eigene Mainboards mit Intel-700er-Chipsatz und für AM5 – die aktuelle Liste steht auf der Support-Seite der Karte.
Zwei USB4-Anschlüsse mit 40 Gbit/s, Bild über zwei DisplayPort-Eingänge und bis zu 60 W Ladeleistung je Port - läuft allerdings nur auf Mainboards mit USB4- bzw. Thunderbolt-Header.
Thunderbolt 4 und Thunderbolt 5
Thunderbolt 4 mit 40 Gbit/s gibt es etwa mit der ASUS ThunderboltEX 4 (gelistet bei Amazon) und der Gigabyte GC-Maple Ridge (gelistet bei Amazon), jeweils mit zwei Mini-DisplayPort-Eingängen. Auch hier gilt: funktioniert nur mit kompatiblem Mainboard des jeweiligen Herstellers. Details zu diesen Karten stehen im Beitrag Thunderbolt nachrüsten.
Neu ist Thunderbolt 5: Die ASUS ThunderboltEX 5 bietet zwei Anschlüsse mit bis zu 120 Gbit/s, drei Mini-DisplayPort-Eingänge nach DisplayPort 2.1 und insgesamt bis zu 130 W Ladeleistung. Sinnvoll ist das vor allem für Thunderbolt-5-Docks und schnelle Speicherlösungen.
Thunderbolt 5 mit bis zu 120 Gbit/s, drei Mini-DisplayPort-Eingängen nach DP 2.1 und bis zu 130 W Ladeleistung - setzt ein kompatibles Mainboard mit Thunderbolt-Header voraus.
Dockingstation mit mehreren Monitoren am Desktop-PC
Immer wieder kommt die Frage auf, ob sich eine Dockingstation mit mehreren Monitoren auch am Desktop-PC betreiben lässt. Mit einer einfachen USB-C-Karte klappt das nicht, denn sie liefert kein Bild.
Möglich ist es mit einer USB4- oder Thunderbolt-Karte, deren DisplayPort-Eingänge mit der Grafikkarte verbunden sind. Wie viele Monitore das Dock dann ansteuert, hängt von Dock und Anzahl der Eingänge ab – siehe auch USB4-Docks und -Hubs.
Die Alternative sind Docks mit DisplayLink-Chip. Sie erzeugen das Bild per Treiber und übertragen es komprimiert über USB – das funktioniert auch an einfachen USB-Anschlüssen, eignet sich aber weniger für Spiele und hochauflösende Videos.
PCIe-Erweiterungskarte einbauen
Eine PCIe-Erweiterungskarte einzubauen ist kein großer Akt.
Auch wenn man beim PC-Schrauben keine große Erfahrung hat, lässt sich eine solche Schnittstellenkarte relativ einfach einbauen.
Die folgenden Schritte sind für eine USB-C-PCIe-Schnittstellenkarte erforderlich:
Benötigte Zeit: 15 Minuten
USB-C-PCIe-Schnittstellenkarte einbauen
- PC vorbereiten
PC herunterfahren und vom Stromnetz trennen.
- PC-Gehäuse öffnen
Seitenteil des PC-Gehäuses für Zugriff auf das Mainboard öffnen.
- Freien PCIe-Steckplatz identifizieren
Freien PCIe-Steckplatz mit ausreichend Lanes aussuchen (Handbuch des Mainboards beachten).
- Steckplatz-Blende entfernen
Blende am Gehäuse für den gewählten PCIe-Steckplatz entfernen.
- PCIe-Karte installieren
Erweiterungskarte am PCIe-Steckplatz einrasten.
- Kabel anschließen
Ggf. weitere Kabel anschließen (z. B. SATA- oder 6-Pin-Stromversorgung, das interne Kabel der Frontbuchse, bei USB4- und Thunderbolt-Karten die Header-Kabel zum Mainboard und die DisplayPort-Kabel zur Grafikkarte).
- Blende verschrauben
Blende der Erweiterungskarte verschrauben.
- Installation abschließen
Gehäuse wieder schließen und PC hochfahren.
Einfache USB-C-Karten sind danach in der Regel sofort einsatzbereit.
Bei USB4- und Thunderbolt-Karten muss man die Unterstützung zusätzlich im BIOS aktivieren und gegebenenfalls Treiber vom Mainboard-Hersteller installieren.
Häufige Fragen zum USB-C-Nachrüsten
Wie kann man USB-C am PC nachrüsten?
Am einfachsten mit einer PCIe-Erweiterungskarte, die in einen freien PCIe-Steckplatz des Mainboards gesteckt wird. Einfache Karten liefern USB-C mit 10 oder 20 Gbit/s für Daten. Wer zusätzlich Bild, hohe Ladeleistung oder Thunderbolt möchte, braucht eine USB4- oder Thunderbolt-Karte und ein dazu kompatibles Mainboard (letzteres ist unbedingt zu beachten).
Wie schließt man die USB-C-Buchse am Gehäuse an, wenn das Mainboard keinen Anschluss dafür hat?
Die USB-C-Buchse vorn am Gehäuse braucht einen internen 20-Pin-Anschluss (Key-A bzw. Type-E). Fehlt er auf dem Mainboard, gibt es PCIe-Karten mit genau diesem internen Anschluss, etwa die Akasa AK-PCCU3-08 mit bis zu 20 Gbit/s. Adapter vom 19-Pin-USB-3.0-Anschluss funktionieren auch, liefern aber nur 5 Gbit/s.
Reicht ein PCIe-x1-Steckplatz für eine USB-C-Karte?
Für einfache Karten ja, aber mit Abstrichen: PCIe 3.0 x1 schafft netto knapp 8 Gbit/s, also etwas weniger als die 10 Gbit/s von USB 3.2 Gen 2 – und das für alle Anschlüsse der Karte zusammen. Für volle 10 Gbit/s je Port oder für 20 Gbit/s braucht es einen Steckplatz mit vier Lanes (x4).
Kann man über eine USB-C-Karte einen Monitor anschließen?
Nur mit Karten, die einen DisplayPort-Eingang haben. Sie werden per Kabel mit dem Ausgang der Grafikkarte verbunden und geben das Bild über USB-C weiter – das können USB4- und Thunderbolt-Karten. Einfache USB-C-Karten übertragen nur Daten und liefern kein Bild.
Funktioniert eine Thunderbolt- oder USB4-Karte in jedem PC?
Nein. Diese Karten brauchen einen Thunderbolt- bzw. USB4-Header auf dem Mainboard und passende BIOS-Unterstützung. Die Hersteller führen Kompatibilitätslisten, in der Regel für eigene Mainboards. Vor dem Kauf sollte man prüfen, ob das eigene Board darauf steht.
Braucht eine USB-C-PCIe-Karte einen Treiber?
Unter Windows 10 und 11 sowie unter Linux in der Regel nicht – die gängigen USB-Controller laufen mit den Standardtreibern des Betriebssystems. Thunderbolt- und USB4-Karten benötigen dagegen teils Treiber und Firmware-Updates vom Mainboard-Hersteller.
USB-C nachrüsten – eigentlich ganz einfach
Sofern der PC über einen freien PCIe-Steckplatz verfügt, lässt sich USB-C einfach nachrüsten. Ein wenig Planung ist dennoch sinnvoll. Konkret sollte man sich überlegen:
- Reichen 10 Gbit/s, sollen es 20 Gbit/s sein oder noch mehr (USB4 bzw. Thunderbolt) – und kann das Gegenstück das überhaupt?
- Hat der Steckplatz genug Lanes, und wird er nicht von einer M.2-SSD ausgebremst?
- Soll die USB-C-Buchse am Gehäuse angeschlossen werden?
- Sind Bild, hohe Ladeleistung oder Thunderbolt gewünscht – und ist das Mainboard dafür kompatibel?
Für ein paar schnelle Anschlüsse genügt eine einfache Karte wie die Digitus DS-30225. Wer mehrere Ports mit vollem Tempo braucht, greift zur StarTech P10Q4C-USB-CARD.
Für die Frontbuchse ist die Akasa AK-PCCU3-08 die passende Lösung, für 20 Gbit/s die SilverStone ECU06 oder die RaidSonic Icy Box IB-PCI1901-C32.
Bild, bis zu 130 W Ladeleistung und Thunderbolt 5 bringen die ASUS USB4 PCIe Gen4 Card und die ASUS ThunderboltEX 5 – aber nur auf Mainboards, die laut Hersteller kompatibel sind.








Mit Steckkarten ist das immer so eine Sache. Die werden ausnahmslos von Idioten designet. So hat z.B. keine einzige Karte hier einen internen Socket um Anschlüsse am Gehäuse zu versorgen, wie es sie sonst auf jedem Mainboard gibt.
Hallo Lapis,
also wenn dann bin ich der Idiot… denn ich habe nicht daran gedacht, interne Ports für USB-C-Buchsen am Gehäuse zu würdigen. Den Anwendungsfall hatte ich bislang noch nicht…
Passende PCIe-Erweiterungskarten gibt es jedenfalls. Sowohl mit rein internen Ports wie auch mix intern / extern (Slotblende). Intern ist das dann ein USB Key A-Anschluss (20 PIN, Hersteller aus Fernost nennen diesen internen Port häufig auch „USB Type E“).
Verfügbar ist z.B. die Silverstone SST-ECU02-E oder die neuere SST-ECU07. Wie gesagt, es gibt auch andere Konfigurationen. Hast Du konkrete Anforderungen?
Wenn ich Zeit habe, berücksichtige ich das Thema interne Anschlüsse für das I/O-Panel des Gehäuses hier auch noch…
Viele Grüße,
Patrick
Hallo und guten Tag,
meine Frage : gib es Einbaukarten für USB 2, so das ich z.B. einen internen USB Hub anschließen kann ?
über ein Antwort würde ich sehr freuen.
Hallo Günter,
Du suchst ein PCIe-Karte, die Dir einen internen USB 2.0-Header (9 PIN) anbietet? Da fällt mir ad hoc nichts ein.
Anders sähe es mit einem USB 3.0-Header (19 PIN) aus – da gibt es die ein oder andere PCIe-Karte. Deinen internen USB-Hub könntest Du ggf. weiterverwenden – und zwar per USB-Header-Adapterkabel (19 PIN female auf 9 PIN male) – z.B. so ein Kabel.
Viele Grüße,
Patrick
Ich möchte einen 2 Jahre alten Desktop an meine neue USB-C Dockingstation anschliessen. dabei auch meine 3 Monitore benutzen. Welche Karte wäre für mein Anwendungszweck geeignet und auf was müsste ich sonst noch beachten. Vilen Dank
Hallo Marco,
was für einen Desktop-PC hast Du denn?
Viele Grüße,
Patrick