Mit dem ersten 8K-Monitor dreht sich die Spirale der höchsten Auflösung weiter.
Während die 5K-Monitore (5.120 × 2.880 Pixel → 14,7 Millionen Bildpunkte) und 6K-Monitore (6.144 x 3.456 Pixel → 21,2 Millionen Bildpunkte) setzt die 8K-Auflösung nochmal deutlich eins drauf – 7.680 x 4.320 Pixel entspricht 33,2 Megapixeln.
Wozu wird solch eine enorme Auflösung überhaupt benötigt?
Mit einem 8K-Monitor lässt sich auch bei großen Bildschirmdiagonalen (≥ 32 Zoll) eine enorme Pixeldichte erreichen – bei 32 Zoll sind es 275 PPI (pixel per inch) und damit nochmal mehr als die Retina-Auflösung bei Apple-Geräten (liegt bei 220 PPI).
Profitieren kann man z.B. bei Design, Bildbearbeitung, VR/AR oder wenn man täglich viel Text vor sich hat (z.B. Softwareentwickler aber auch Anwälte) – denn der sieht einfach gestochen scharf aus.
Einen Einstieg in die 8K-Auflösung gebe ich hier – inklusive der Frage, für wen sich die ultrahohe Auflösung überhaupt lohnen könnte.
8K-Monitore bieten mit 7.680 x 4.320 Pixeln (33,2 Megapixel) eine extrem hohe Auflösung, die hauptsächlich für professionelle Anwender in Design, Bildbearbeitung und CAD relevant ist. Derzeit sind nur zwei Modelle verfügbar: der ASUS ProArt 8K PA32KCX (ca. 10.000 €) und der Dell UltraSharp UP3218KA (ca. 3.200 €). Für Gaming und Heimgebrauch ist 8K noch nicht praktikabel.
- 8K-Auflösung ermöglicht auch bei großen Bildschirmen (≥ 32 Zoll) eine hohe Pixeldichte von 275 PPI, mehr als Apples Retina-Standard.
- Der ASUS ProArt 8K PA32KCX bietet moderne Ausstattung mit DisplayPort 2.1, Mini-LED-Backlight und HDR-Unterstützung.
- Grafikkarten sind noch nicht leistungsstark genug für 8K-Gaming bei 60 Hz, und es fehlt an 8K-Content für Verbraucher.
- Ältere 8K-Monitore benötigen zwei DisplayPort-Kabel (Dual-DisplayPort) für die volle Auflösung bei 60 Hz.
- 8K bleibt vorerst ein Nischenthema für Professionals mit sehr hohem Budget und spezifischen Anforderungen.
Inhaltsverzeichnis
Liste der 8K-Monitore
Derzeitige und künftige 8K-Bildschirme (Release-Liste)
Derzeit gibt es nur zwei 8K-Monitore, die auch lieferbar sind:
- ASUS ProArt 8K PA32KCX
- Dell UltraSharp UP3218KA
Der zweite in der Liste ist bereits seit ≈ 2017 auf dem Markt (jedenfalls das weitestgehend identische UP3218K-Modell), also bedingt aktuell.
Jedoch gibt es Ankündigungen anderer Hersteller, demnächst ebenfalls auf die 8K-Auflösung aufzurüsten.
Aktuell gibt es keine 8K-Monitore auf der Release-Liste, bei denen ein baldiges Release zu erwarten ist:
| Modell | Eigenschaften | Status |
| Philips 328P8K | 8K-Auflösung, 32 Zoll, Wide-Gamut, USB-C | 2017 angekündigt, nie erschienen |
| Sharp 8M-B32C1 | 8K-Auflösung, 32 Zoll, Wide-Gamut, max. Helligkeit 1.000 cd/m² | erschienen, jedoch mit begrenzter Verfügbarkeit |
| ViewSonic ColorPro VP3286-8K | 8K-Auflösung, 32 Zoll, Wide-Gamut, max. Helligkeit 1.000 cd/m² | 2021 angekündigt, nie erschienen |
| ViewSonic VG3281 | 8K-Auflösung, 32 Zoll, 99% Adobe RGB, KVM-Switch | 2023 angekündigt, jedoch nur in chinesischen Shops gelistet |
Hoffnung bereitet allenfalls das BOE 8K 120Hz-Panel (31.5 Zoll mit Mini-LED-Backlight), welches auf der Displayweek im Mai 2025 in Los Angeles gezeigt wurde.
BOE baut zwar keine eigenen Monitore, ist jedoch ein Schwergewicht in der Panelproduktion. Wenn Hersteller wie z.B. ASUS, Dell oder LG Monitor-Modelle in die Produktion schicken, könnte es zuwachs geben.
8K @ 120 Hz wäre absolutes Neuland – mit DisplayPort 2.1 (jedoch nur in der Kombination UHBR20 + DSC) grundsätzlich denkbar.
Ob und welche neue Monitor-Modelle erscheinen, hängt zuletzt auch davon ab, ob sich die 8K-Auflösung durchsetzen kann.
Bislang ist 8K-Content nämlich (noch) Mangelware.
Und im Consumer-Bereich darf man sich auch durchaus kritisch fragen, ob die extrem hohe Auflösung am Ende des Tages einen Mehrwert bietet (Stichwort z.B. 8K-Gaming).
Die Zielgruppe, die derzeit angesprochen wird, sind Professionals (z.B. Bildbearbeitung, Videoschnitt, CAD, VR/AR usw.). Dementsprechend fällt das Preisschild hoch aus.
Verfügbare 8K-Monitore im Jahr 2026
ASUS ProArt 8K PA32KCX
Wer 2026 einen 8K-Monitor anschaffen will, muss m.E. den ASUS ProArt 8K PA32KCX in die nähere Auswahl rücken. Release-Termin 2026, aktuelle High-End-Ausstattung – das sind die Argumente.
Hervorzuheben sind Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung – bis zu 1.200 cd/m² Helligkeit im Peak und extrem feines Full Array Local Dimming mit 4.032 Zonen.
Das sind hervorragende Werte für HDR-Content – Zertifizierungen für bzw. Kompatibilität mit VESA DisplayHDR 1000, HDR10, HLG und Dolby Vision inklusive.
Weiterhin sind die Anschlüsse „state-of-the-art“ – DisplayPort 2.1, HDMI 2.1 und Thunderbolt 4 gehören dazu. Allenfalls Thunderbolt 5 könnte man vielleicht vermissen.
Hardware-Kalibrierung ist möglich (14 Bit-LUT), ein Calman Ready-Zertifikat ist vorhanden.
Teuer ist der High-End-8K-Monitor jedoch – ca. 10.000 € werden zur Markteinführung aufgerufen. Angesprochen dürfen sich deshalb professionelle Anwender mit sehr hohem Budget fühlen.
Brandaktueller 8K-Monitor der Ultra-High-End-Kategorie mit Mini-LEDs, HDR und Wide Gamut - der ASUS ProArt 8K PA32KCX liefert beeindruckende Specs.
Dell UltraSharp UP3218KA
Der Dell UltraSharp UP3218KA wurde im Grunde schon 2017 mit einem stolzen Preis lanciert und spricht vor allem „early adopters“ mit hohen Anforderungen an.
Denn die noch verfügbare Variante mit der Endung „KA“ ist ein Rebadge des Dell UltraSharp UP3218K – gleiches Panel, gleiches technische Eckdaten.
Verbaut ist ein IPS-Display mit 7680×4320 Bildpunkten (i.e. 8K-Auflösung), 60 Hz und 10 Bit-Farbtiefe.
Die maximalen Helligkeit beträgt 400 cd/m². Adobe RGB-, Rec.709- und sRGB-Farbraum werden zu 100% abgedeckt, DCI-P3 zu 98% und Rec.2020 zu über 80%.
Der Dell UltraSharp UP3218KA hat sich bislang als ziemlich preisstabil erwiesen (Markteinführungspreis ca. 3.200,- €) und ist im Jahr 2026 technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand.
Mir fehlen HDR-Fähigkeiten – Kritikpunkt ist das konventionelle LED-Backlight.
Mit dem Dell UltraSharp UP3218KA ist der weltweit erste 8K-Monitor nun lieferbar - zu einem stattlichen Preis.
Wissenswertes rund um den 8K-Monitor
8K-Auflösung mit mehr als doppelt so vielen Pixeln wie 5K
Selbst ein 5K-Monitor ist noch ein relativ neues Segment.
Zum Vergleich: Ein 4K-Monitor verfügt über 3.840 x 2.160 Bildpunkte. Bei 5K sind es hingegen bereits 5.120 x 2.880 Pixel.
Der 8K-Monitor bietet gar 7.680 x 4.320 Pixel. Aufgrund der vertikalen Auflösung wird die 8K-Auflösung auch 4320p genannt.
In Sachen Auflösung sind der ASUS ProArt 8K PA32KCX und der Dell UltraSharp UP3218KA als einzige verfügbaren 8K-Monitore also das Maximum an Bildpunkten, was derzeit möglich ist.
Im Vergleich zu 4K bedeutet das + 300% Pixel (vierfache Menge) und verglichen mit 5K sind es + 125% Pixel (2,25-fache Menge).
Die 5K-Auflösung (7.680 x 4.320 Pixel) entspricht dem Standard-Bildschirmverhältnis 16:9.
Bild: Tech Junkies / Patrick Woessner8K-Monitor mit Dual-DisplayPort
Bereits beim 5K-Monitor bestand teils ein Bandbreiten-Problem (also beim 8K-Monitor erst recht), um das Video-Signal bereitzustellen.
Hintergrund war bislang: Der damals gängige Standard DisplayPort 1.2 schafft maximal 4K @ 60 Hz.
Der Dell UltraSharp UP3218KA verfügt zwar über DisplayPort 1.4.
Jedoch: DisplayPort 1.3 und DisplayPort 1.4 schaffen nun zwar 5K @ 60 Hz. Aber eben nicht 8K @ 60 Hz, wie bei 8K Monitoren erforderlich.
Möglich ist 8K @ 30 Hz mit einem Kabel, was jedoch wenig praxistauglich ist.
8K @ 60 Hz geht zwar auch mit einem Kabel, jedoch müsste die verwendete Grafikkarte DSC (Display Stream Compression) unterstützen und das ist verlustbehaftet.
DSC ist Teil des DisplayPort 1.4-Standards.
Beim Dell UltraSharp UP3218KA behilft man sich genauso, wie dies bereits bei einigen 5K-Monitoren üblich war: Das Bild-Signal wird über zwei DisplayPort-Kabel angelegt (Dual-DisplayPort).
Bereits 5K-Monitore verwendeten Dual-DisplayPort, denn damals waren DisplayPort 1.3 / DisplayPort 1.4 noch nicht verfügbar, sodass ein ähnliches Bandbreiten-Problem bestand.
Notwendig ist also eine halbwegs moderne Grafikkarte, die über 2 x DisplayPort verfügt (z.B. ab AMD Vega / Nvidia Pascal).
Wer solche Umwege vermeiden will, muss sich den ASUS ProArt 8K PA32KCX anschauen. Dieser hat DisplayPort 2.1 – 8K @ 60 Hz wird nativ mit einem Kabel und ohne DSC unterstützt.
Softwareseitig können Windows 10, Windows 11 sowie ein halbwegs aktuelles macOS bereits mit 8K-Auflösung umgehen.
Künftig Retina-Auflösung bei großformatigen Monitoren?
8K dürfte auch bei Monitoren ein Nischenphänomen bleiben – selbst wenn 2026 weitere Monitore angekündigt werden.
Von der Pixeldichte her braucht „Otto-Normalanwender“ (und da sprechen wir schon von verwöhnten Augen) keine 8K-Auflösung.
Nehmen wir die Retina-Auflösung aus dem Apple-Universum.
Von Retina spricht man üblicherweise, wenn eine Pixeldichte von ca. 220 PPI erreicht wird. Apple selbst macht das mit den eigenen Displays vor, wie derzeit:
Apple Pro Display XDR
Apple Displays mit Retina-Pixeldichte
32 Zoll, 6.016 x 3.384 Pixel, entspricht 216 PPI
Apple Studio Display
27 Zoll, 5.120 x 2.880 Pixel, entspricht 218 PPI
Beide Monitore haben bereits eine sehr hohe Auflösung – jedoch kein 8K.
Mit einem 8K-Monitor könnte man eine Pixeldichte von ca. 220 PPI sogar auf riesigen 40 Zoll Bildschirmdiagonale erreichen.
Das zeigt, wo die Reise hingehen könnte. Zugebener Weise ist ein Monitor mit ca. 40 Zoll Bildschirmdiagonale jedoch kein typischer „Schreibtisch-Monitor“.
Fraglich ist deshalb, inwiefern 8K überhaupt ein (sinnvolles) Thema abseits des Profi-Segments werden könnte.
Lohnt sich ein 8K-Monitor?
Die ersten beiden 8K-Monitore dürften ausschließlich Professionals (CAD-Zeichner, Grafikdesigner, Fotografen, Video-Editoren…) ansprechen, die mit hohen Auflösungen arbeiten wollen.
Für Gaming und Heimgebrauch ist 8K einstweilen kein Thema.
Grafikkarten sind nicht leistungsstark genug, um 8K @ 60 Hz ausgeben zu können bzw. Games unterstützen diese Auflösung erst gar nicht.
Viele Gamer bevorzugen außerdem höhere Bildwiederholfrequenzen als 60 Hz.
Für den Heimgebrauch fehlt es ebenfalls an 8K-Content (z.B. Videos).
Außerdem gibt es bis dato nicht nicht gerade eine große Auswahl an 8K-Monitoren – genau zwei Modelle sind mit dem ASUS ProArt 8K PA32KCX und dem Dell UltraSharp UP3218KA verfügbar.
All diese Gründe zusammengenommen – 8K bleibt einstweilen ein Nischenthema für anspruchsvolle Professionals. Wie sich das in Zukunft entwickelt, muss man abwarten.













„‚Grafikkarten sind nicht leistungsstark genug, um 8K @ 60 Hz ausgeben zu können“. Wirklich? Schon eine baseline Quadro RTX 4000 würde 3xDP1.4 + 1x Thunderbolt, also ausreichend für 2x 60Hz mit dual DP 1.4 an 8K Monitor machen. Also 1x 1Slot Karte für 2 8K Monitore mit 60Hz! Vielleicht ist man als Gamer, und der Massenmarkt treibt ja die Preise, an keine 8K Monitore gewöhnt. Aber bei Wissenschaft und Technologie, nicht nur CAD und Grafik, wúrde ich oft jedes Pixel fúr die Darstellung von Simulationen zu allen möglichen Sachverhalten mitnehmen: Mechanik, Genomik, Medizin, und wenn 1 Monitor 4K Stereo bieten kann … Das Sehvermögen von Menschen ist sehr unterschiedlich. Lange gab es daher auch nur 100dpi für Displays, und dass es keine 8K Treiber für Macs gibt, ist eigentlich eun Armutszeugnis für Sculley 2.0. Das wäre wohl unter Steve nicht passiert. Der popularisierte immerhin mit NeXT bereits Megapixel Displays als Windows noch unter 3.1 kämpfte.
Hallo „datarimlens“,
ich haben den Kommentar jetzt zweimal gelesen, kann aber nicht erkennen, wo wir uns grundlegend widersprechen würden.
Das kurze Zitat ist aus dem Kontext gerissen. Mit dem Satz davor lautete das nämlich:
Dass für Profi-Anwender durchaus Anwendungsfälle für 8K existieren, stelle ich jar gar nicht in Frage. Stichwort Nvidia Quadro RTX 4000 – das ist ja eben eine Workstation-Grafikkarte und professionelle Anwender haben andere Anforderung als Heimanwender.
Für den Heimgebrauch hingegen: Computer-Gaming in 8K, Video-Streaming z.B. auf Netflix in 8K… (bislang) nur Zukunftsmusik.
Viele Grüße,
Patrick
Ich mache Leiterplatten CAD, also nur statische Bilder.
Idee:günstigen 8K QLED Fernseher kaufen!!!
Spricht da irgendetwas dagegen?
Hallo Peter,
8K-Fernseher sind natürlich deutlich günstiger zu haben. Ich kenne Dein genaues Setup nicht, deswegen folgende Antwort nur im Ungefähren.
Einschränkungen bei der Farbuntertastung sind bei modernen TV-Geräten auch kein Thema mehr – insb. im High-End-Bereich. Und ein „PC-Modus“, mit dem sich die Bildoptimierungsprogramme des TVs (ausgelegt für Filme, Serien usw.) abschalten lassen, gehört mittlerweile auch zum guten Ton.
Das klare Aber kommt anderswo her: Der „kleinste“ 8K-Fernseher, den ich kenne, hat immer noch 55 Zoll. In einem Schreibtisch-Setup (man sitzt 50-80 cm vom Monitor entfernt) ist das viel zu groß – man hat bei weitem nicht das ganze Bild im Blick, müßte ständig die Augen bewegen bzw. sogar den Kopf drehen.
Viele Grüße,
Patrick
Also bei mir steht ein 58″-Panasonic 4k TV. Zu groß ist er mir nicht. Er steht hinter meinem Schreibtisch auf einem weiteren schmalen Tisch. Und wenn man Augen und Kopf nun bewegen muss, dann stört mich das eigentlich wenig.
Hallo Erich,
ein Zustelltisch hinter dem Schreibtisch ist natürlich ein guter Trick, um den Abstand zum Bildschirm ein wenig zu erhöhen 🙂
Viele Grüße,
Patrick