Smart Glasses sind Brillen mit eingebauter Technik – meist Kamera, Lautsprecher, Mikrofone und ein KI-Assistent. Bei manchen Modellen kommt ein kleines Display im Glas hinzu.
Mittlerweile sehen Smart Glasses fast aus wie normale Brillen.
Gestartet als Nischenprodukt, sind die KI-Brillen im Massenmarkt angekommen. Allen voran Meta mit den Brillen von Ray-Ban und Oakley, die einen Großteil des Marktes unter sich aufteilen.
Gleichzeitig wird das Gadget kontrovers diskutiert. Denn wer eine Kamera auf der Nase trägt, kann andere (fast) unbemerkt filmen.
Wo Smart Glasses herkommen, wo die Technik heute steht, wofür sie im Alltag taugen, welche Modelle die Community derzeit bevorzugt und was beim Filmen erlaubt ist – darum geht es hier.
Smart Glasses haben sich vom Nischenprodukt zum Massenmarkt entwickelt, angeführt von Meta mit Ray-Ban- und Oakley-Modellen. Die Brillen vereinen Kamera, Lautsprecher, Mikrofone und KI-Assistenten, teils ergänzt um ein Display im Glas. Sie eignen sich im Alltag für Musik, Telefonate, Fotos aus der Ich-Perspektive, Übersetzung und Navigation, kämpfen aber noch mit Software- und Akkuproblemen. Gleichzeitig sorgt die Technik für Kontroversen: Da die Kamera unauffällig auf Augenhöhe filmt, geraten Datenschutz und heimliche Aufnahmen in die Kritik, etwa durch sogenannte „Rizzfluencer“. Betroffen sind Nutzer, Hersteller und Passanten gleichermaßen, während Google, Samsung und möglicherweise Apple als künftige Konkurrenz zu Meta aufschließen.
- Meta dominiert den schnell wachsenden Markt für KI-Brillen mit einem Marktanteil von 81 Prozent.
- Aktuelle Modelle wie die Ray-Ban Meta (Gen 3) bieten 12-Megapixel-Kamera, 3K-Video und bis zu neun Stunden Akkulaufzeit.
- Die unauffällige Kamera der Brillen führt zu Datenschutzbedenken und rechtlichen Konsequenzen bei heimlichen Aufnahmen.
- Die Aufnahme-LED als Schutzmechanismus hat laut Bundesdatenschutzbeauftragtem Schwachstellen, etwa bei Gegenlicht oder reinen Audioaufnahmen.
- Google plant mit Android XR und Partnern wie Samsung eine eigene Plattform, die Metas Vormachtstellung künftig herausfordern könnte.
Was sind Smart Glasses?
Unter dem Begriff Smart Glasses (teilweise auch KI-Brille genannt) werden sehr unterschiedliche Geräte zusammengefasst. Vor dem Kauf lohnt es sich, die Kategorien auseinanderzuhalten.
KI-Brillen mit Kamera, ohne Display
Das ist der derzeitige Trend.
Diese Brillen haben eine Kamera für Fotos und Videos, offene Lautsprecher in den Bügeln, mehrere Mikrofone und einen Sprachassistenten.
Ein Display gibt es nicht – Antworten kommen per Sprache.
Typische Vertreter sind die Ray-Ban-Meta- und Oakley-Meta-Modelle. Sie sehen kaum anders aus als normale Brillen oder Sonnenbrillen.
Smart Glasses mit integriertem Display
Hier blendet ein kleines Display Informationen direkt ins Sichtfeld ein (z.B. Nachrichten, Navigation, Untertitel oder Übersetzungen).
Die Darstellung ist bewusst dezent und für Umstehende kaum sichtbar.
Beispiele sind die Meta Ray-Ban Display mit Farbdisplay im rechten Glas oder die Even Realities G2, die ganz ohne Kamera auskommt.
Video- und AR-Brillen als virtueller Bildschirm
Diese zähle ich nicht mehr zu Smart Glasses im engeren Sinne – denn diese Brillen funktionieren nur, wenn per Kabel eine Verbindung zu Smartphone, Laptop oder Konsole hergestellt wird.
Herumlaufen im Alltag – Fehlanzeige.
Bekannte Hersteller sind XREAL, Viture und Rokid.
Vermarktet werden diese häufig als „AR-Brille“, auch wenn sie streng genommen meist nur ein Bild einblenden.
Audio-Brillen
Die schlichteste Form: Lautsprecher und Mikrofone im Bügel, aber weder Kamera noch Display.
Meta hat mit der Ray-Ban Meta Audio im September 2026 ein solches Modell angekündigt – mit 43 Gramm laut Hersteller die bislang leichteste Brille der Reihe.
Von Google Glass bis Ray-Ban Meta: die Geschichte der Datenbrille
Die Idee einer „smarten“ Brille ist deutlich älter als meinen meinen mag.
Das erste Modell, welches ich als Grundstein bezeichnen würde, kommt (vielleicht etwas überraschend) von Epson. Gemeint ist die Moverio BT-100 aus dem Jahr 2011.
Google Glass kam nur wenig später – 2012 (Vorstellung) bis 2014 (verfügbar für Verbraucher als Beta-Tester).
Snap hat es später mit den Spectacles (heute: SPECS) probiert. Danach kamen die Focals von North (2020 gekauft von Google).
Den Grundstein für den heutigen Erfolg hat Meta mit den Ray-Ban Stories 2021 gelegt.
Der richtige Wurf gelang zwei Jahre später mit den Ray-Ban Meta – erstmals mit Meta AI als integriertem KI-Assistenten.
Heutige Smart Glasses sind stylische Brillen, mit denen man sich im Alltag durchaus Blicken lassen kann und kein Vergleich zu den globigen, frühen Versuchen.
Was Smart Glasses heute können
Der aktuelle Stand der Technik
Aktuelle KI-Brillen wie die Ray-Ban Meta (Gen 3) bringen laut Meta eine 12-Megapixel-Kamera mit 3K-Video, sechs Mikrofone, offene Lautsprecher und bis zu neun Stunden Akkulaufzeit mit. Aufladen ist einfach möglich per Ladeetui.
Gesteuert wird die Brille per Sprachbefehl, über ein Touchfeld am Bügel oder eine Taste.
Der KI-Assistent beantwortet Fragen, beschreibt auf Wunsch, was die Kamera sieht, und übersetzt Gespräche.
Bei Brillen mit Display kommt eine visuelle Ebene hinzu. Die Meta Ray-Ban Display zeigt laut Meta Inhalte auf einem Farbdisplay mit 600 x 600 Pixeln im rechten Glas an und hält bis zu sechs Stunden durch.
Bedient wird die Brille über das Meta Neural Band, ein Armband, das Muskelsignale am Handgelenk als Gesten erkennt.
Rechenintensive KI-Aufgaben laufen dabei meist nicht auf der Brille selbst, sondern über das gekoppelte Smartphone und die Server des KI-Anbieters. Ohne Internetverbindung ist der Funktionsumfang deshalb deutlich eingeschränkt.
Rasant wachsender Markt
Das Marktforschungsunternehmen Omdia hat Zahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt – und die können sich sehen lassen.
Weltweit wurden 4,2 Millionen KI-Brillen ausgeliefert – das sind 127% mehr als im Vorjahreszeitraum.
Meta ist mit großem Abstand Marktführer – und hält nach Omdia 81% Marktanteil.
Im Vergleich zu anderen Segmenten wie Smartwatches oder Smartphones ist der Markt aber insgesamt noch klein.
Lohnen sich Smart Glasses im Alltag?
Schick sehen die Glasses aus. Die Hersteller bewerben die neuesten Features. Nicht alles macht Sinn – das folgende ist aus meiner Sicht jedoch sehr interessant:
- Musik oder Podcasts hören, Telefonate führen – zwar kommen die offenen Lautsprecher nicht an gute Kopfhörer ran, für den Alltag reicht es jedoch.
- Fotos und Videos aus der Ich-Perspektive mit einer Kamerabrille lassen sich Erinnerungen so festhalten, wie man sie selbst gesehen hat.
- Live-Übersetzung: Kurze Gespräche im Urlaub oder die Speisekarte im Restaurant – wie gut das klappt, hängt von Sprache und Umgebung ab (siehe auch Übersetzer-Apps).
- Navigation und Benachrichtigungen: Mit Display wird die Brille zum Head-up-Display für Abbiegehinweise und Nachrichten.
- Untertitel und Transkription: Brillen mit Display können Gespräche live mitschreiben – eine echte Hilfe für Menschen mit Hörminderung.
- Teleprompter und Spickzettel: Displaybrillen zeigen Stichpunkte für Vorträge diskret im Sichtfeld an.
- Kino für unterwegs: Videobrillen wie die XREAL One Pro machen aus Smartphone, Laptop oder Gaming-Handheld einen großen privaten Bildschirm.
Ganz ohne Kinderkrankheiten läuft es aber (noch) nicht. In Communities klagen viele über unzuverlässige Software, Verbindungsprobleme mit dem Smartphone und einen Akku, der bei viel Kamera- und KI-Nutzung nicht den ganzen Tag hält.
Auch die Display-Modelle polarisieren: Sie gelten als spannender Blick in die Zukunft, sind aber schwerer und auffälliger als die Kameramodelle.
Große Kontroverse – heimliches Filmen und Datenschutz
Problemfeld – dezentes Filmen
Kein anderes Thema rund um Smart Glasses wird so hitzig diskutiert. Der Kern des Problems: Eine Brille filmt aus Augenhöhe, ohne dass jemand ein Smartphone hochhält – Umstehende bemerken die Aufnahme oft nicht.
Zuletzt sorgten in Deutschland sogenannte „Rizzfluencer“ für Schlagzeilen, die Passanten mit Kamerabrillen ansprechen, heimlich filmen und die Videos online stellen.
Die Organisation HateAid hat deshalb Strafanzeige gestellt – auch gegen Hersteller und Händler.
Die Aufnahme-LED – Schutz mit Lücken
Meta-Brillen haben vorne eine LED, die bei Foto- und Videoaufnahmen leuchtet. Seit Juli 2026 schaltet Meta per Pflicht-Update die Kamera ab, wenn diese LED verdeckt oder beschädigt wird.
Ganz löst das das Problem nicht. Der Bundesdatenschutzbeauftragte weist darauf hin, dass die LED etwa bei hellem Sonnenschein oder Gegenlicht schlecht zu erkennen ist – und dass es für reine Sprachaufnahmen gar keine Anzeige gibt. Das Mikrofon erfasst laut BfDI mindestens einen Umkreis von zwei Metern.
Mitte Oktober 2026 kam ein weiterer Vorfall hinzu: Nutzer berichteten, dass ihre Ray-Ban-Meta-Brillen Gespräche aufgezeichnet hatten, ohne dass das Aktivierungswort gefallen war. Meta erklärte das Problem für behoben (9to5Google).
Woran erkennt man Smart Glasses?
Die neuen Modelle sehen normalen Brillen zum Verwechseln ähnlich. Ein paar Merkmale verraten sie dennoch:
- Eine kleine Kameralinse vorne am Rahmen, meist in der Ecke neben dem Glas.
- Eine Aufnahme-LED auf der anderen Seite, die beim Filmen leuchtet.
- Auffällig dicke Bügel, in denen Akku, Lautsprecher und Technik stecken.
- Kleine Lautsprecher- und Mikrofonöffnungen an der Bügelunterseite nahe dem Ohr.
- Der Träger tippt oder wischt am Bügel oder spricht scheinbar mit sich selbst.
- Bei Display-Modellen manchmal ein heller Lichtreflex im Glas – und bei der Meta Ray-Ban Display ein auffälliges Armband am Handgelenk.

Was ist lassen sich Smart Glasses verantwortungsvoll nutzen?
Im Grunde gehört nur gesunder Menschenverstand dazu. In den folgenden Fällen sollten Smart Glasses auf keinen Fall aufnehmen:
- Bilder oder Videos anderer Personen ohne deren Einwilligung anfertigen (und noch schlimmer – veröffentlichen)
- Heimliche Audiomitschnitte
- Aufnahmen untersagt per Hausrecht
Im Grunde gibt es das Problem mit anderen Aufnahmegeräten – aber mit Smart Glasses sind eben besonders unauffällige Aufnahmen möglich. Deswegen wird auch ein Verbot diskutiert.
Was passiert mit den Daten?
Für die Meta-Brillen ist ein Meta-Konto Pflicht. Fotos und Videos werden laut Hersteller zunächst nur zwischen Brille und App auf dem Smartphone synchronisiert. Sobald die KI ein Bild analysiert, landet es aber auf Metas Servern.
Nach Angaben von Meta, die der Bundesdatenschutzbeauftragte wiedergibt, werden Bilder, Sprachnachrichten und Chatverläufe der Brille derzeit nicht für das KI-Training verwendet. Das ist eine Momentaufnahme – wer die Brille nutzt, sollte die Datenschutzeinstellungen in der App regelmäßig prüfen.
Aktuelle Smart Glasses im Überblick
Die folgenden Modelle werden derzeit am meisten diskutiert und sind in Deutschland erhältlich.
Ray-Ban Meta (Gen 3) – die bekannteste
Die dritte Generation ist laut Meta schlanker als der Vorgänger, hält eine Stunde länger durch und bekommt eine frei belegbare Aktionstaste für Meta AI.
Sechs Mikrofone sollen Hintergrundgeräusche bei Telefonaten deutlich reduzieren.
Die neueste und meistverkaufte KI-Brille: 12-MP-Kamera, Open-Ear-Audio und Meta AI in klassischer Ray-Ban-Optik - ein Display gibt es allerdings nicht, und ohne Meta-Konto geht nichts.
Wer etwas sparen möchte, findet mit der Ray-Ban Meta (Gen 2) (gelistet bei Amazon) den weiterhin erhältlichen Vorgänger mit gleicher Kameraauflösung und bis zu acht Stunden Akkulaufzeit.
Oakley Meta Vanguard – für Sport und Outdoor
Die Vanguard ist Metas Sportbrille.
Sie ist nach IP67 gegen Staub und Wasser geschützt, hat eine Weitwinkelkamera und lässt sich mit Garmin-Uhren und Strava verbinden, um Trainingsdaten anzusagen.
Die Sportvariante mit Weitwinkelkamera, IP67-Schutz und Anbindung an Garmin und Strava - für den Alltag im Büro aber eher zu auffällig.
Wer eine sportliche, aber alltagstauglichere Form sucht, kann sich die Oakley Meta HSTN (gelistet bei Amazon) ansehen.
Meta Ray-Ban Display – KI-Brille mit Bildschirm
Die erste Display-Brille von Meta ist seit dem 13.10.2026 in Deutschland erhältlich, unter anderem direkt im Online-Shop von Meta. Sie blendet Nachrichten, Navigation, Übersetzungen und einen Kamerasucher ins rechte Glas ein.
Zum Lieferumfang gehört das Neural Band für die Gestensteuerung.
Die Brille ist allerdings sichtbar dicker und schwerer als die Modelle ohne Display.
Even Realities G2: Display ohne Kamera
Die Even Realities G2 geht einen anderen Weg: Sie hat weder Kamera noch Lautsprecher, sondern zeigt Benachrichtigungen, Navigation, Übersetzungen und Notizen auf einem grünen Display im Glas.
Damit ist die Kontroverse rund um heimliches Filmen kein Thema.
Die Brille ist unauffälliger als die Kamerabrillen und kommt laut Hersteller bis zu zwei Tage mit einer Akkuladung aus. Korrekturgläser lassen sich direkt mit bestellen.
Rokid AI Glasses Style – KI, aber ohne Meta
Die Rokid AI Glasses Style (gelistet bei Amazon) sind eine Kamerabrille ohne Display, die statt auf Meta AI auf Modelle wie Gemini und ChatGPT setzt.
Wer sich nicht an Meta und Meta AI binden möchte, findet hier eine interessante Alternative.
XREAL One Pro – virtueller Großbildschirm
Wer vor allem Filme schauen, spielen oder unterwegs mit einem großen Bildschirm arbeiten möchte, ist bei einer Videobrille richtig aufgehoben.
Die XREAL One Pro erzeugt per Micro-OLED ein großes virtuelles Bild und wird per USB-C angeschlossen.
Keine KI-Brille, sondern ein privater Großbildschirm für Smartphone, Laptop oder Handheld - per Kabel angeschlossen und deshalb nichts für unterwegs auf der Straße.
Eine Alternative mit ähnlichem Konzept ist die VITURE Beast (gelistet bei Amazon).
Die Modelle im Vergleich
| Modell | Art | Kamera | Display | Akku (laut Hersteller) |
|---|---|---|---|---|
| Ray-Ban Meta (Gen 3) | KI-Brille | 12 MP, 3K-Video | nein | bis 9 h |
| Ray-Ban Meta (Gen 2) | KI-Brille | 12 MP, 3K-Video | nein | bis 8 h |
| Oakley Meta Vanguard | KI-Sportbrille | 12 MP, 3K-Video | nein | bis 9 h |
| Meta Ray-Ban Display | KI-Brille mit Display | 12 MP | Farbe, 600 x 600 Pixel | bis 6 h |
| Even Realities G2 | Display-Brille | keine | grün, monochrom | bis 2 Tage |
| XREAL One Pro | Videobrille | keine | Micro-OLED, 1080p | über Kabel |
Ausblick – Smart Glasses von Google, Samsung und Apple im Anmarsch?
Meta bekommt bald Konkurrenz. Google hat mit Android XR eine eigene Plattform für Brillen vorgestellt. Kooperationen sind angekündigt – z.B. mit Samsung sowie den Brillenmarken Gentle Monster und Warby Parker.
Wenig verwunderlich dürfte sein – Gemini, der KI-Assistent von Google, hat bei Android XR einen festen Platz.
Die ersten Modelle mit Android XR sollen noch in diesem Jahr erscheinen.
Gemunkelt wird auch, dass Apple mit Smart Glasses liebäugelt. Da gibt es aber anders als bei Google noch keine handfesten Hinweise.
Die großen Tech-Player scheinen den Smart Glasses jedenfalls ein ordentliches Potenzial einzuräumen.
Häufige Fragen zu Smart Glasses
Was können Smart Glasses?
Aktuelle Smart Glasses machen Fotos und Videos aus der Ich-Perspektive, spielen Musik ab, ermöglichen Telefonate und beantworten über einen KI-Assistenten Fragen – auch zu dem, was die Kamera sieht. Modelle mit Display blenden zusätzlich Nachrichten, Navigation oder Untertitel ins Sichtfeld ein.
Sind Smart Glasses in Deutschland erlaubt?
Derzeit ja, wenngleich teilweise kontrovers diskutiert. Was aufgenommen wird, unterliegt aber den üblichen Regeln: Wer Aufnahmen anderer Personen ohne Einwilligung veröffentlicht, private Gespräche heimlich mitschneidet oder in geschützten Räumen filmt, handelt sich Ärger ein – zu Recht.
Woran erkennt man Smart Glasses?
Ganz einfach ist das nicht. Daher kommt auch die Kontroverse rund um das unerlaubte Filmen. Achten kann man auf eine kleine Kameralinse am Rahmen, eine Aufnahme-LED, auffällig dicke Bügel und kleine Lautsprecheröffnungen nahe dem Ohr. Bei Display-Modellen ist teilweise zusätzlich eine Reflexion im Glas zu erkennen.
Gibt es Smart Glasses mit Sehstärke?
Ja, die meisten Kamerabrillen wie die Ray-Ban-Meta-Modelle lassen sich mit Korrekturgläsern bestellen oder beim Optiker verglasen. Bei Display-Modellen ist die Auswahl begrenzter.
Wie lange hält der Akku von Smart Glasses?
Aktuelle Kamerabrillen kommen kommen derzeit auf 8-9 Stunden bei „normaler Nutzung“ – wer viel filmt, kommt deutlich kürzer. Display-Brillen schaffen meist weniger. Zum Nachladen unterwegs gibt es ein Ladeetui.
Brauche ich ein Smartphone für Smart Glasses?
In der Regel ja. Die Brillen werden per App eingerichtet, Fotos landen auf dem Smartphone, und KI-Funktionen werden ebenfalls darüber abgewickelt.
Hören andere mit, was ich über Smart Glasses höre?
Bei normaler Lautstärke eher nicht. In ruhiger Umgebung und bei hoher Lautstärke können Personen in unmittelbarer Nähe aber etwas mithören, weil die Lautsprecher offen am Ohr sitzen.
Was ist der Unterschied zwischen AR-Brille und Smart Glasses mit Display?
Smart Glasses mit Display blenden kleine Informationen wie Nachrichten oder Navigation ins Sichtfeld ein und werden kabellos getragen. Als AR- oder Videobrille werden meist Modelle bezeichnet, die per Kabel einen großen virtuellen Bildschirm für Filme, Spiele oder Arbeit erzeugen.
Funktioniert die KI von Smart Glasses ohne Internet?
Nur sehr eingeschränkt. Die meisten KI-Funktionen werden über das Smartphone und die Server des Herstellers verarbeitet. Offline bleiben meist nur Fotos, Videos und Musik.



