Monitor-Lampe ausprobiert - ein sinnvolles Gadget?
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Monitor-Lampe – ist die Screenbar ein sinnvolles Gadget?

Bild: Tech Junkies / Patrick Woessner

Eine Monitor-Lampe wollte ich schon lange ausprobieren.

Entsprechende Lampen (etwas „schicker“ auch Screenbar genannt) werden ganz einfach am oberen Rahmen des Monitors befestigt und meist per USB mit Strom versorgt.

Die Idee einer solchen LED-Leuchte – das Leuchtmittel spendet im dunklen Licht auf dem Schreibtisch ohne aber für lästige Reflexionen auf dem Bildschirm zu sorgen.

In der Theorie hört sich das natürlich toll an (die Hersteller versprechen so einiges – augenschonend, platzsparend, blendfrei…). Doch ist eine Monitor-Lampe sinnvoll im Alltag oder doch nur eine Spielerei? Ich habe es ausprobiert.

Screenbar auf einen Blick (und welche ich ausprobiert habe)

Kleiner Marktüberblick – Lampen für Computer-Bildschirme von BenQ, HANNspree, Xiaomi, Yeelight, Quntis, Digitus, LogiLink, XLayer usw.

Ich habe mich ein wenig umgeschaut und der Markt der Monitor-Lampen fällt (noch) recht überschaubar aus – ca. 15 Modelle habe ich gefunden.

Als Monitor- bzw. Bildschirm-Spezialisten sind BenQ und HANNspree vertreten.

BenQ hat gleich vier „ScreenBar“ genannte Lampen im Lineup – ich habe eine davon getestet und zwar die „normale“ BenQ ScreenBar.

Von HANNspree gibt es nur eine Leuchte, die vergleichsweise günstig zu haben ist.

Übrigens – ich nutze einen Monitor von einem anderen Hersteller. Die Leuchten der beiden Monitor-Hersteller sind nicht spezifisch auf das eigene Monitor-Lineup ausgelegt.

Xiaomi hat ziemlich viele Gadgets im Portfolio (was eigentlich nicht…) und so wenig verwunderlich auch eine Monitor-Lampe. Weiterhin sind die Zubehör-Hersteller Digitus, LogiLink und XLayer vertreten.

Hier einem Test unterzogen habe ich die BenQ ScreenBar (ab ca. 100, €).

Vielleicht auch einen Blick wert und teils günstiger zu haben:

Ich möchte mal behaupten – Licht spenden tun sie alle 🙂

Unterschiede gibt es m.E. vor allem bei Verarbeitung / Material, Bedienungsmöglichkeiten sowie Automatik-Modus (mit Lichtsensor).

Hier muss man eben schauen, ob man den Aufpreis für eine hochwertige Leuchte in die Hand nehmen will.

Mit der BenQ ScreenBar habe ich meine Erfahrungen mit einer vergleichsweise teuren Monitor-Lampe gesammelt – die ist aber hochwertig verarbeitet und automatisch dimmbar mittels Lichtsensor.

Und wie sieht es mit einer Curved-Monitor-Lampe aus?

Noch ein Wort zu einer Lampe für einen Curved-Monitor (also mit gekrümmtem Panel).

„Normale“ (sprich: gerade) Monitor-Lampen funktionieren prinzipiell auch in Verbindung mit einem Curved-Monitor. Perfekt ist die Lösung natürlich nicht.

Naheliegend wäre eine gebogene Leuchte, die entlang das Rahmens des Monitors Licht spendet – also eine Curved-Monitor-Lampe, die ebenfalls gekrümmt ist.

Gelegentlich empfohlen wird die BlitzWolf BW-CML3 mit R1000-Krümmung – und damit speziell für Curved-Monitore ausgelegt.

Das Problem – die scheint derzeit kaum zu bekommen zu sein. Auch auf der Hersteller-Webseite wird die Monitor-Lampe für Curved-Monitore als „out of stock“ angezeigt.

Als Alternative speziell für einen Curved-Monitor fand ich (lieferbar) nur eine Alternative, die rein äußerlich identisch zur BlitzWolf BW-CML3 zu sein scheint.

Diese nennt sich Vanyuei Curved-Monitor LED Light Bar (gelistet bei Amazon). Von Vanyuei habe ich noch nie etwas gehört und eine Hersteller-Webseite scheint es auch nicht zu geben.

Alternativ kann man sich die BenQ ScreenBar Halo (gelistet bei Amazon) anschauen. Das Top-Modell von BenQ ist zwar nicht gekrümmt, will aber dank Kombi-Clip mit zusätzlichem Abstand besser auf einen Curved-Monitor passen.

Eine weitere (lieferbare) Curved-Monitor-Lampe kenne ich leider nicht. Wer eine Alternative kennt, darf gerne einen Kommentar schreiben.

BenQ ScreenBar – hochwertige Monitor-Lampe

Preis und Verfügbarkeit der BenQ ScreenBar

BenQ ScreenBar (Monitor-Lampe, Standard-Version)
Produktbild zu BenQ ScreenBar (Monitor-Lampe, Standard-Version)
Letzte Aktualisierung: 19.08.2022 20:17 Uhr, Preis kann jetzt höher sein - Änderungen / Irrtümer möglich, zzgl. Versand ab 4,99 €.
alternativ auch gelistet mit-Lieferung Amazon
Hochwertige Monitor-Lampe inkl. Automatik-Modus (automatische Dimmung mit Lichtsensor) - die BenQ ScreenBar kommt edel daher, ist aber nicht ganz günstig.
Vollständige Bezeichnung (wie bei Proshop):
Bezeichnung, Bilder und Preis zu BenQ ScreenBar (Monitor-Lampe, Standard-Version) via Shop-Datenfeed von Proshop, Affiliate-Links (Provisions-Links)
BenQ ScreenBar (Monitor-Lampe, Standard-Version) in anderen Online-Shops
(Listung in einem weiteren Shop gefunden)
Quelle für Bezeichnung und Preis: Shop-Datenfeed von Amazon, Affiliate-Links (Provisions-Links), letzte Aktualisierung: 19.08.2022 20:33 Uhr, Preis kann jetzt höher sein - Änderungen / Irrtümer möglich, zzgl. Versand ab 0,00 €.

Technische Daten der BenQ ScreenBar

Als Leuchtmittel der BenQ ScreenBar kommt eine Dual-Color-LED zum Einsatz.

Dass das LED-Leuchtmittel zweifarbig ist, macht natürlich Sinn – schließlich kann die Farbtemperatur der Monitor-Lampe verändert werden.

Die maximale Leuchtstärke gibt der Hersteller mit 930 Lux an (bei einer Höhe von 45 cm). Die Farbtemperatur liegt zwischen 2700 K und 6500 K (einstellbar).

Ansonsten noch wichtig – die Breite beträgt 45 cm.

Zur Einordnung – ein üblicher 16:9-Monitor ist bei 27 Zoll gut 60 cm breit. Bei einem 24 Zoll-Monitor kann man ca. 54 cm kalkulieren (Schätzwerte – es kommt auch auf den Rahmen an).

Ich habe die Monitor-Lampe an einem 27 Zoll-Monitor getestet – da machen die Proportionen einen guten Eindruck. Bei kleineren Bildschirmdiagonalen würde ich aber auch kein kürzere Lampe nehmen.

Ansonsten gibt BenQ folgende Eckdaten an:

  • Automatik-Modus (integrierter Lichtsensor)
  • dimmbar
  • Farbtemperatur einstellbar
  • Stromversorgung per USB (direkt am Monitor, sofern USB vorhanden)
  • einfache Montage per Clip (keine Schrauben, kein Kleber)

BenQ ScreenBar – oder doch lieber „Plus“, „Halo“ oder „Lite“?

Die BenQ ScreenBar ist in vier Varianten erhältlich:

  • ScreenBar (Steuerung per Touch-Leiste direkt an der Monitor-Lampe)
  • ScreenBar Plus (Steuerung auf dem Schreibtisch per kabelgebundenem „Desktop-Dial“)
  • ScreenBar Halo (Steuerung auf dem Schreibtisch per „Wireless-Desktop-Dial“, zusätzlich rückseitige Monitor-Beleuchtung, Kombi-Clip auch für Curved-Monitor)
  • ScreenBar Lite (Kurzversion – 26 cm statt 45 cm breit)

Ich habe die normale Variante ausprobiert – die BenQ ScreenBar, bei der die Tasten zur Steuerung (An/Aus, Dimmung, Farbtemperatur sowie Automatik-Modus) in einer Touch-Leiste direkt oben auf der Monitor-Lampe untergebracht sind.

Wer einen ganz kleinen Monitor verwendet, schaut sich vielleicht die Lite-Version an.

Eine „Desktop-Dial“-Fernbedienung für den Schreibtisch finde ich eher kontraproduktiv (Stichwort „platzsparend“) – aber wer die Lampe auf diese Weise steuern möchte, kann zur Plus- bzw. Halo-Version der BenQ ScreenBar greifen.

Die Halo-Version hat außerdem noch eine rückseitige Beleuchtung und einen Kombi-Clip, der eine bessere Anpassung für Curved-Monitore erlauben soll.

Ausprobiert – Erfahrungen mit der Monitor-Lampe

Erster Eindruck – die Leuchte macht etwas her

Zunächst einmal – die Montage der BenQ ScreenBar ist kinderleicht.

Die Verpackung ist so gestaltet, dass man beim Öffnen der Schachtel direkt den USB-Anschluss und die Funktionen der Tasten präsentiert bekommt – Anleitung lesen ist nicht erforderlich.

Unboxing - die Verpackung der BenQ ScreenBar dient gleichzeitig als Anleitung

Bild: Tech Junkies / Patrick Woessner

Von einer Montage kann man eigentlich auch nicht sprechen. BenQ spricht von einer Befestigung per Clip – der funktioniert aber ganz einfach.

Die Lampe hängt einfach an der Oberkante des Monitors. Ein Gegengewicht auf der Rückseite des Clips gibt den nötigen Halt. Kein Schrauben, kein Kleben also.

Dann noch das mitgelieferte USB-Kabel (Stromversorgung) mit einem freien USB-Anschluss verbinden – und einsatzbereit ist die Screenbar.

Idealerweise nimmt man einen USB-Anschluss am Monitor (sofern USB-Hub vorhanden). Denn dann gibt es nach außen hin gar keine zusätzlichen sichtbaren Kabel.

Die Steuerung ist ansonsten auch kinderleicht.

Beim ersten Einschalten der Monitor-Lampe ist die Auto-Dimmung aktiviert – und die macht keinen schlechten Eindruck. Der Lichtsensor ist neben den Bedienelementen der Touch-Leiste untergebracht.

Wählt man eigene Einstellungen bei der Helligkeit und Farbtemperatur, so wird die Auto-Dimmung deaktiviert.

Vier Bedienelemente gibt es also. Neben An/Aus-Taste sind das dreimal Steuerung – Dimmung, Farbtemperatur und Automatik-Modus.

Ich habe die Screenbar meist von Hand gesteuert in Betrieb.

Die Verarbeitung ist der BenQ ScreenBar macht einen durchaus hochwertigen Eindruck – naja, bei einem Preis von ca. 100,- € darf man das auch erwarten.

Einige der günstigeren Leuchten sehen doch eher nach Plastik aus, während BenQ die Monitor-Lampe mit einer Aluminiumlegierung versehen haben will.

Licht aus – Vergleich Monitor-Lampe An/Aus im Dunkeln

Ich schreibe hier nicht viel, sondern füge einfach ein Vergleichsbild ein.

Links ist der Monitor in einem dunklem Raum ganz ohne Beleuchtung, rechts ist die Monitor-Lampe eingeschaltet.

Direkter Vergleich - mit und ohne Monitor-Lampe

Bild: Tech Junkies / Patrick Woessner

Während man auf der linken Seite (Leuchte aus) mein Stehpult nur erahnen kann, sieht man den Unterschied, den die Screenbar macht, auf der rechten Seite (Leuchte an) deutlich.

Was BenQ (wie auch eigentlich alle anderen Screenbar-Hersteller) verspricht, kann ich erstmal bestätigen – lästige Reflexionen auf dem Bildschirm gibt es nicht.

Mein Vergleich hier ist ansonsten zugegebener Weise „schwarz oder weiß“.

Irgendeine Beleuchtung hat man auch ohne Monitor-Leuchte im Raum – sei es die Schreibtisch-Lampe oder eine Deckenleuchte.

Bei mir war es bislang z.B. eine einfache Klemmleuchte, die ich seitlich angebracht habe.

Hier kann ich für mich sagen – müßte ich zwischen den beiden wählen, würde ich jederzeit die Monitor-Lampe nehmen. Das Licht ist einfach angenehm zum Arbeiten.

Mein Fazit – eine Monitor-Lampe ist sinnvoll, jedoch kein absolutes Must-Have

Ich arbeite gerne mit der Monitor-Lampe. Das fasst es schon einmal gut zusammen 🙂

Drei Vorteile hat die BenQ ScreenBar, die ich verwende, für mich:

  • Angenehmes Licht auf dem Schreibtisch, reflexionsarm gegenüber dem Monitor.
  • Ein (sichtbares) Kabel weniger (durch Verzicht auf Schreibtisch-Lampe).
  • Aufgeräumter Schreibtisch mit mehr Platz.

Bei den anderen Funktionen der Monitor-Lampe (dimmbar, Farbtemperatur einstellbar…) – die gibt es prinzipiell auch bei „normalen“ Schreibtisch- oder Deckenleuchten.

Ansonsten betonen die Hersteller die augenschonenden Eigenschaften einer solchen Leuchte.

Sicherlich ist eine angemessene Beleuchtung des Arbeitsplatzes wichtig. Ob eine Screenbar hier einen entscheidenden Unterschied macht, dazu erlaube ich mir jedoch keine Beurteilung (ich bin kein Augenarzt…).

Für mich ist eine Monitor-Lampe ein sinnvolles Gadget, was ich nicht mehr missen möchte.

Optisch macht die Screenbar auch etwas her – und damit darf sich auch die (vielleicht gar nicht mal so kleine) Zielgruppe angesprochen fühlen, die Wert darauf legt, dass der Arbeitsplatz einen hochwertigen und aufgeräumten Eindruck hinterlässt.

Patrick Woessner

Ich bin Patrick und hier blogge ich zu verschiedenen Themen rund um Technik, Gadgets und mehr. Früher hatte ich gleich mehrere Blogs zu diesem Thema. Mittlerweile steht Tech Junkies im Mittelpunkt.

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