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Monitor-Lampe – ist die Screenbar ein sinnvolles Gadget?

Monitor-Lampe ausprobiert - ein sinnvolles Gadget?
Bild: Tech Junkies / Patrick Woessner

Eine Monitor-Lampe wollte ich schon lange ausprobieren.

Entsprechende Lampen (etwas „schicker“ auch Screenbar genannt) werden ganz einfach am oberen Rahmen des Monitors befestigt und meist per USB mit Strom versorgt.

Die Idee einer solchen LED-Leuchte – das Leuchtmittel spendet im Dunkeln Licht auf dem Schreibtisch, ohne dabei lästige Reflexionen auf dem Bildschirm zu verursachen.

In der Theorie hört sich das natürlich toll an (die Hersteller versprechen so einiges – augenschonend, platzsparend, blendfrei…). Doch ist eine Monitor-Lampe sinnvoll im Alltag oder doch nur eine Spielerei? Ich habe es ausprobiert.

Update (Juli 2026) - neue Modelle

Letzte Aktualisierung Juli 2026. Neu im Lineup ist die BenQ ScreenBar Halo 2 (2025) – das aktuelle Flaggschiff, das ich unten einordne.

Außerdem neu – ein eigener Abschnitt zu Screenbars für Curved- und Ultrawide-Monitore, eine Erklärung, warum manche Leuchten blenden und andere nicht, sowie eine Abgrenzung zu Streaming-Leuchten wie dem Elgato Key Light.

Meine persönlichen Erfahrungen mit der BenQ ScreenBar (Standard) und der LaptopBar bleiben die Grundlage – ich nutze die Lampe weiterhin täglich.

KI-Zusammenfassung

Der Artikel bespricht Monitor-Lampen (Screenbars), die am oberen Monitorrahmen befestigt werden und den Schreibtisch reflexionsfrei beleuchten. Der Autor testet verschiedene Modelle, vor allem die BenQ ScreenBar (Standard, Halo, Halo 2, Pro) sowie die tragbare LaptopBar, und ordnet auch günstigere Alternativen von Xiaomi, Yeelight oder Quntis ein. Zielgruppe sind Menschen, die konzentriert am PC arbeiten und einen aufgeräumten, blendfreien Arbeitsplatz schätzen. Zusätzlich werden Sonderfälle wie Curved-Monitore, die Kombination mit einer Webcam sowie die Abgrenzung zu Streaming-Lichtern wie dem Elgato Key Light behandelt.

  • Eine gute Screenbar nutzt asymmetrische Lichtführung, sodass sie im Gegensatz zu billigen LED-Streifen kaum auf dem Bildschirm spiegelt.
  • Günstige Modelle ab 30–60 Euro liefern bereits einen Großteil der Funktion, während BenQ vor allem bei Verarbeitung, Lichtqualität und Bedienung punktet.
  • Für Curved- oder Ultrawide-Monitore eignen sich speziell gekrümmte Leuchten oder Modelle mit passendem Curved-Clip besser als gerade Standardleisten.
  • Eine Webcam lässt sich problemlos direkt auf der Screenbar befestigen, teils sogar mit speziellem Zubehör von BenQ.
  • Der Autor sieht die Monitor-Lampe als sinnvolles, aber kein zwingend notwendiges Gadget, das den Schreibtisch aufräumt und angenehmes Arbeitslicht liefert.
KI-generierte Zusammenfassung. Kann Ungenauigkeiten enthalten.

Screenbar auf einen Blick (und welche ich ausprobiert habe)

Ich habe mich ein wenig umgeschaut und der Markt der Monitor-Lampen fällt (noch) recht überschaubar aus – ca. 15 Modelle habe ich gefunden.

Als Monitor- bzw. Bildschirm-Spezialisten sind BenQ und HANNspree vertreten.

BenQ hat gleich vier „ScreenBar“ genannte Lampen im Lineup – ich habe eine davon getestet und zwar die „normale“ BenQ ScreenBar.

Von HANNspree gibt es nur eine Leuchte, die vergleichsweise günstig zu haben ist.

Übrigens – ich nutze einen Monitor von einem anderen Hersteller. Die Leuchten der beiden Monitor-Hersteller sind nicht spezifisch auf das eigene Monitor-Lineup ausgelegt.

Xiaomi hat ziemlich viele Gadgets im Portfolio (was eigentlich nicht…) und so wenig verwunderlich auch eine Monitor-Lampe. Weiterhin sind die Zubehör-Hersteller Digitus, LogiLink und XLayer vertreten.

Hier habe ich die BenQ ScreenBar einem Test unterzogen (ab ca. 100,- €). Später habe ich mir dann auch noch die hochwertigere Halo-Version (ca. 170,- €) und die Pro-Version (ca. 140,- €) angeschaut.

Vielleicht auch einen Blick wert und teils günstiger zu haben:

Ich möchte mal behaupten – Licht spenden tun sie alle 🙂

Unterschiede gibt es m.E. vor allem bei Verarbeitung / Material, Bedienungsmöglichkeiten sowie Automatik-Modus (mit Lichtsensor).

Hier muss man eben schauen, ob man den Aufpreis für eine hochwertige Leuchte in die Hand nehmen will.

BenQ oder günstige Alternative – wann lohnt der Aufpreis?

Genau diese Frage wird in der Community heiß diskutiert. Der Tenor: Günstige Modelle von Xiaomi, Yeelight oder Quntis liefern einen Großteil der Funktion für einen Bruchteil des Preises – solange es kein komplettes No-Name-Produkt ist.

Was BenQ (vor allem ab der Halo) zusätzlich bietet – hochwertigere Verarbeitung (Aluminium statt Plastik), gleichmäßigeres und oft farbtreueres Licht, den ergonomischen Dreh-Puck für den Schreibtisch und (bei der Halo 2) Extras wie Bewegungssensor und Curved-Clip.

Kurz: Wer nur „Licht ohne Reflexion“ will, ist mit einem 30–60 €-Modell gut bedient. Wer Wert auf Haptik, Bedienung und Lichtqualität legt, zahlt für BenQ bewusst drauf.

Mit der BenQ ScreenBar habe ich meine Erfahrungen mit einer vergleichsweise teuren Monitor-Lampe gesammelt – die ist jedenfalls hochwertig verarbeitet und automatisch dimmbar mittels Lichtsensor.

Screenbar für Curved- und Ultrawide-Monitore

Bei einem Curved-Monitor (gekrümmtes Panel) ist die Lampenwahl kniffliger – ein Thema, das in der Community immer wieder auftaucht.

Eine gerade Standard-Screenbar funktioniert am Curved-Monitor grundsätzlich, sitzt aber nicht perfekt: An den Enden steht die Leiste vom Panel ab. Erst ab flacheren Krümmungen (etwa ab 1500R) fällt das kaum ins Gewicht. Bei stark gekrümmten 1000R-Monitoren passt ein Standard-Clip oft gar nicht sauber.

Der Rat aus der Community ist entsprechend eindeutig: Für einen Curved-Monitor am besten eine Leuchte nehmen, die dafür gemacht ist.

Als speziell gekrümmte, aktuell lieferbare Option hat sich die Quntis Curved Monitor Lampe (gelistet bei Amazon) etabliert.

Sie wird in der Community für kleines Geld gelobt (leuchtet den Schreibtisch gut aus, das RGB-Hintergrundlicht lässt sich bei Bedarf abschalten).

Von den großen Marken deckt vor allem die BenQ ScreenBar Halo 2 Curved-Monitore ab – ihr Clip ist ausdrücklich für Krümmungen von 1000R bis 1800R ausgelegt.

Auch die ältere BenQ ScreenBar Halo 1 bringt bereits einen Kombi-Clip mit zusätzlichem Abstand mit.

Bei einem sehr breiten Ultrawide-Monitor (jenseits 34 Zoll) reicht eine einzelne Leiste ggf. nicht über die volle Breite – hier setzen manche auf zwei Leuchten nebeneinander.

Ersetzt die Bildschirmlampe eine Schreibtischlampe?

Jein.

Zumindest bei größeren Schreibtischen kommt eine Monitor-Lampe alleine nicht in Frage, um die gesamte Schreibtischbeleuchtung zu ersetzen – das ist jedenfalls meine Meinung.

Der Grund: Diese Screenbar-Lampen werfen einen eher kleinen Lichtkegel mittig unter den Monitor.

Das ist perfekt, um die Fläche rund um die Tastatur und die Maus auszuleuchten z.B. wenn ausschließlich und fokussiert am PC gearbeitet wird.

Im Gegensatz zu den meisten „normalen“ Schreibtischlampen fehlt außerdem die Möglichkeit, die Lampe und somit den Lichtkegel zu verstellen.

BenQ ScreenBar – hochwertige Monitor-Lampe

Preis und Verfügbarkeit

BenQ ScreenBar Halo 2 (2025) – das aktuelle Flaggschiff
BenQ ScreenBar Halo 2
Produktbild zu BenQ ScreenBar Halo 2
Das neue Top-Modell (2025): dreizonige rückseitige Beleuchtung, Bewegungssensor (schaltet die Lampe bei Inaktivität ab), Wireless-Puck mit Touch-Display und ein Clip ausdrücklich auch für stark gekrümmte Curved-Monitore (1000R–1800R). Preislich am oberen Ende (rund 180–200 €).
Bezeichnung, Bilder und Preis zu BenQ ScreenBar Halo 2 via Shop-Datenfeed von Amazon, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Die Halo 2 ist der Nachfolger der Halo und aktuell die technisch umfangreichste ScreenBar. Wer die ältere Halo günstiger bekommt, macht damit aber ebenfalls nichts falsch.

Achtung Stromanschluss: BenQ setzt weiterhin auf USB-A. An einem Monitor, der nur USB-C bietet, braucht man einen Adapter.

BenQ ScreenBar (Standard-Version)
BenQ ScreenBar (Monitor-Lampe, Standard-Version)
Produktbild zu BenQ ScreenBar (Monitor-Lampe, Standard-Version)
Hochwertige Monitor-Lampe inkl. Automatik-Modus (automatische Dimmung mit Lichtsensor) - die BenQ ScreenBar kommt edel daher, ist aber nicht ganz günstig.
Vollständige Bezeichnung (wie bei Amazon):
Bezeichnung, Bilder und Preis zu BenQ ScreenBar (Monitor-Lampe, Standard-Version) via Shop-Datenfeed von Amazon, Affiliate-Links (Provisions-Links)
BenQ ScreenBar Halo (mit kabelloser Fernbedienung)
BenQ ScreenBar Halo (Monitor-Lampe, Halo-Version)
Produktbild zu BenQ ScreenBar Halo (Monitor-Lampe, Halo-Version)
Das High-End-Modell - die ScreenBar Halo verfügt über eine kabellose Fernbedienung für den Schreibtisch, ist etwas größer und hat auch eine rückseitige Beleuchtung integriert.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu BenQ ScreenBar Halo (Monitor-Lampe, Halo-Version) via Shop-Datenfeed von Amazon, Affiliate-Links (Provisions-Links)
BenQ ScreenBar Pro (mit Bewegungssensor)
BenQ ScreenBar Pro
Produktbild zu BenQ ScreenBar Pro
Die neue BenQ ScreenBar Pro ist da - mit höherer Leuchtleistung, verbesserter Klemme und Bewegungssensor.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu BenQ ScreenBar Pro via Shop-Datenfeed von Amazon, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Technische Daten der BenQ ScreenBar

Als Leuchtmittel der BenQ ScreenBar kommt eine Dual-Color-LED zum Einsatz.

Dass das LED-Leuchtmittel zweifarbig ist, macht natürlich Sinn – schließlich kann die Farbtemperatur der Monitor-Lampe verändert werden.

Die maximale Leuchtstärke gibt der Hersteller mit 930 Lux an (bei einer Höhe von 45 cm). Die Farbtemperatur liegt zwischen 2700 K und 6500 K (einstellbar).

Ansonsten noch wichtig – die Breite beträgt 45 cm.

Zur Einordnung – ein üblicher 16:9-Monitor ist bei 27 Zoll gut 60 cm breit. Bei einem 24 Zoll-Monitor kann man ca. 54 cm kalkulieren (Schätzwerte – es kommt auch auf den Rahmen an).

Ich habe die Monitor-Lampe an einem 27 Zoll-Monitor getestet – da machen die Proportionen einen guten Eindruck. Bei kleineren Bildschirmdiagonalen würde ich aber auch keine kürzere Lampe nehmen.

Ansonsten gibt BenQ folgende Eckdaten an:

  • Automatik-Modus (integrierter Lichtsensor)
  • dimmbar
  • Farbtemperatur einstellbar
  • Stromversorgung per USB (direkt am Monitor, sofern USB vorhanden)
  • einfache Montage per Clip (keine Schrauben, kein Kleber)
Was 2026 neu ist – aktuelle Screenbar-Features

USB-C-Stromversorgung (teils mit Power-Delivery-Passthrough, etwa bei Yeelight- und Baseus-Modellen) ist praktisch bei Monitoren, die nur USB-C bieten.

Automatische Helligkeit per Umgebungslichtsensor ist bei den Premium-Modellen inzwischen Standard; die BenQ Halo 2 ergänzt einen Bewegungssensor, der bei Inaktivität abschaltet.

RGB-/Ambient-Hintergrundlicht und App-/Smart-Home-Anbindung (Alexa, Google, teils Matter) bieten vor allem Modelle von Yeelight und Govee – eher für Gaming und Streaming gedacht.

BenQ ScreenBar vs. Halo – wo liegen die wichtigen Unterschiede?

Ich habe auch die Halo-Version ausprobiert.

Die wichtigsten Unterschiede aus meiner Sicht:

  • Die Lampe ist etwas breiter (50 statt 45 cm).
  • Grau statt schwarz (betrifft nur die ScreenBar selbst).
  • Zusätzlich ist in der Halterung eine rückseitige Lampe angebracht, die die Wand hinter dem Monitor beleuchtet (sieht cool aus, kann aber auch ausgeschaltet werden).
  • Es gibt die kabellose Fernbedienung „Wireless-Desktop-Dial“, die zum Lieferumfang gehört (inkl. 3 x AAA-Batterien) – im Gegenzug gibt es keine Bedienelemente direkt an der Lampe.
  • Statt max. 5 Watt genehmigt sich die Halo-Version 6,5 Watt via USB-A-Kabel – und das Kabel (150 cm Länge) ist fest mit der Lampe verbunden.
  • Die Halo-Version ist auch für Curved-Monitore geeignet – dazu wird ein zusätzlicher Clip mitgeliefert.

Die Fernbedienung funktioniert ordentlich – per Touchscreen und Drehrad, um die Intensität zu steuern (Lampe an / aus, Wärme des Lichts, Helligkeit, Lampen-Modus beide / nur vorne / nur hinten, Automatik-Modus via Lichtsensor an / aus, Favoriten-Einstellung).

Berechtigt ist die Frage, ob man da ein Power-User ist, der ständig die Lampen-Einstellung verändert.

Mir persönlich reicht die Steuerung direkt an der Lampe bei der „normalen“ BenQ ScreenBar und ich spare mir den Platz auf dem Schreibtisch lieber.

Davon abgesehen würde ich die Halo-Version für größere Monitore (31.5 Zoll aufwärts) oder eben für Curved-Monitore empfehlen.

Bild: Tech Junkies / Patrick Woessner

BenQ ScreenBar – oder doch lieber „Halo 2“, „Halo“, „Pro“ oder „Lite“?

Die BenQ ScreenBar gibt es in mehreren Varianten – hier von neu nach alt:

Ich habe die „normale“ BenQ ScreenBar ausprobiert, bei der die Tasten zur Steuerung (An/Aus, Dimmung, Farbtemperatur sowie Automatik-Modus) in einer Touch-Leiste direkt oben auf der Monitor-Lampe untergebracht sind.

Danach habe ich mir noch die Halo-Version genauer angeschaut, bin dann aber doch bei der Standard-Version hängen geblieben.

Der Grund dafür ist der folgende.

Eine „Desktop-Dial“-Fernbedienung für den Schreibtisch finde ich eher kontraproduktiv (Stichwort „platzsparend“) – aber wer die Lampe auf diese Weise steuern möchte, kann zur Plus- bzw. Halo-Version der BenQ ScreenBar greifen.

Die Halo-Version hat außerdem noch eine rückseitige Beleuchtung und einen Kombi-Clip, der eine bessere Anpassung für Curved-Monitore erlauben soll.

Als Alternative gibt es dann noch die Pro-Variante, die ich ebenfalls einem Test unterzogen habe.

Wer einen ganz kleinen Monitor verwendet, schaut sich vielleicht die Lite-Version an.

Die „Plus“ und „Lite“ konnte ich zuletzt jedoch nicht mehr im Handel anfinden.

Ausprobiert – Erfahrungen mit einer Monitor-Lampe

Erster Eindruck – die Leuchte macht etwas her

Zunächst einmal – die Montage der BenQ ScreenBar ist kinderleicht.

Die Verpackung ist so gestaltet, dass man beim Öffnen der Schachtel direkt den USB-Anschluss und die Funktionen der Tasten präsentiert bekommt – Anleitung lesen ist nicht erforderlich.

Unboxing - die Verpackung der BenQ ScreenBar dient gleichzeitig als Anleitung
Bild: Tech Junkies / Patrick Woessner

Von einer Montage kann man eigentlich auch nicht sprechen. BenQ spricht von einer Befestigung per Clip – der funktioniert aber ganz einfach.

Die Lampe hängt einfach an der Oberkante des Monitors. Ein Gegengewicht auf der Rückseite des Clips gibt den nötigen Halt. Kein Schrauben, kein Kleben also.

Dann noch das mitgelieferte USB-Kabel (Stromversorgung) mit einem freien USB-Anschluss verbinden – und einsatzbereit ist die Screenbar.

Idealerweise nimmt man einen USB-Anschluss am Monitor (sofern ein USB-Hub vorhanden ist). Denn dann gibt es nach außen hin gar keine zusätzlichen sichtbaren Kabel.

Die Steuerung ist ansonsten auch kinderleicht.

Beim ersten Einschalten der Monitor-Lampe ist die Auto-Dimmung aktiviert – und die macht keinen schlechten Eindruck. Der Lichtsensor ist neben den Bedienelementen der Touch-Leiste untergebracht.

Wählt man eigene Einstellungen bei der Helligkeit und Farbtemperatur, so wird die Auto-Dimmung deaktiviert.

Vier Bedienelemente gibt es also. Neben An/Aus-Taste sind das dreimal Steuerung – Dimmung, Farbtemperatur und Automatik-Modus.

Ich habe die Screenbar meist von Hand in Betrieb genommen.

Die Verarbeitung der BenQ ScreenBar macht einen durchaus hochwertigen Eindruck – naja, bei einem Preis von ca. 100,- € darf man das auch erwarten.

Einige der günstigeren Leuchten sehen doch eher nach Plastik aus, während BenQ die Monitor-Lampe mit einer Aluminiumlegierung versehen haben will.

Licht aus – Vergleich Monitor-Lampe An/Aus im Dunkeln

Ich schreibe hier nicht viel, sondern füge einfach ein Vergleichsbild ein.

Links ist der Monitor in einem dunklen Raum ganz ohne Beleuchtung, rechts ist die Monitor-Lampe eingeschaltet.

Direkter Vergleich - mit und ohne Monitor-Lampe
Bild: Tech Junkies / Patrick Woessner

Während man auf der linken Seite (Leuchte aus) mein Stehpult nur erahnen kann, sieht man den Unterschied, den die Screenbar macht, auf der rechten Seite (Leuchte an) deutlich.

Was BenQ (wie auch eigentlich alle anderen Screenbar-Hersteller) verspricht, kann ich erstmal bestätigen – lästige Reflexionen auf dem Bildschirm gibt es nicht.

Mein Vergleich hier ist ansonsten zugegebenermaßen „schwarz oder weiß“.

Irgendeine Beleuchtung hat man auch ohne Monitor-Leuchte im Raum – sei es die Schreibtisch-Lampe oder eine Deckenleuchte.

Bei mir war es bislang z.B. eine einfache Klemmleuchte, die ich seitlich angebracht habe.

Hier kann ich für mich sagen – müsste ich zwischen den beiden wählen, würde ich jederzeit die Monitor-Lampe nehmen. Das Licht ist einfach angenehm zum Arbeiten.

Warum manche Monitor-Lampen blenden – und gute nicht

Der wichtigste Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Screenbar ist die Optik.

Seriöse Modelle nutzen eine asymmetrische Lichtführung: Das Licht wird gezielt nach unten auf den Schreibtisch gelenkt und nach oben abgeschirmt (BenQ nennt das ASYM-Light mit einem Abschirmwinkel von rund 18 Grad). So landet kein Streulicht auf dem Bildschirm.

Billige LED-Streifen ohne echte asymmetrische Optik strahlen dagegen breiter ab – und genau dann sieht man Reflexionen auf dem Display.

In der Community ist das der am häufigsten genannte Punkt: Eine gute Lampe blendet praktisch nicht, bei einer schlechten ist es „Tag und Nacht“. Wer doch Blendung sieht, sollte zuerst die Neigung der Leuchte prüfen – oft ist sie schlicht nicht sauber ausgerichtet.

Wohin mit der Webcam?

Eine Monitor-Lampe wird per Clip mit Gegengewicht oben am Monitor befestigt – nimmt also die typische Position einer Webcam ein.

Wer wie ich viele Videokonferenzen hat, will natürlich nicht auf die Webcam verzichten.

Monitor-Lampe oder Webcam – es ist zum Glück kein Entweder-oder.

Bei mir sitzt die Webcam ganz einfach auf der Monitor-Lampe – hier eine BenQ ScreenBar. Dazu öffne ich den Befestigungsclip der Webcam vollständig. Das funktioniert in der Praxis gut!

Monitor-Lampe mit Webcam

Als Alternative gibt es auch eine Lösung direkt von BenQ – und zwar das BenQ Webcam-Zubehör für ScreenBar Halo (gelistet bei Amazon).

Das ist ein zusätzlicher Clip, der per magnetischem Klebepad oben auf der ScreenBar befestigt wird und sich für die Webcam wie der Monitorrahmen verhält.

Bei der neuen Halo 2 gehört ein solcher Webcam-Halter laut Hersteller zum Zubehör.

Auch für unterwegs – LaptopBar bzw. Laptop-Lampe

Noch ein Sonderfall – die Laptop-Lampe.

Genauer genommen habe ich mir die BenQ LaptopBar genauer angeschaut.

Was ist die Idee hier?

  • kürzer als eine normale Monitor-Lampe (23,7 cm)
  • mitgelieferter Akku für Batteriebetrieb (max. 160 Minuten bei 50% Helligkeit)
  • 7 Farbtemperatur-Schritte BenQ (2700K – 5700K)
  • integrierter Lichtsensor
  • Arretierung an der Rückseite des Laptop-Displays per klebbarer Magnetscheibe
  • ausklappbar / neigbar
  • erhältlich in Mattschwarz oder Elfenbein-Weiß
  • robust und mit kompakter Tragetasche

Die Laptop-Lampe ist also durchaus für häufige Reisen und die Nutzung unterwegs ausgelegt. Da macht der Akku natürlich Sinn. So ist die BenQ LaptopBar autark und belastet nicht den Laptop-Akku.

Ich war etwas skeptisch, muss aber sagen, dass es sich mit der Laptop-Lampe durchaus angenehm arbeiten lässt. Ausprobiert habe ich die Leuchte mit einem MacBook Air (13 Zoll). Viel kleiner sollte der Laptop nicht sein, größer ist natürlich kein Problem.

Der Magnet hält in der Praxis gut.

Preislich werden (zumindest im November 2023 direkt zur Markteinführung) 139,- € aufgerufen.

BenQ LaptopBar (Laptop-Lampe)
Produktbild zu BenQ LaptopBar (Laptop-Lampe)
BenQ bringt das ScreenBar-Konzept für den Laptop heraus - die BenQ LaptopBar ist eine kompakte, einfach zu transportierende Laptop-Lampe mit eigener Stromversorgung (Akku) und magnetischer Befestigung.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu BenQ LaptopBar (Laptop-Lampe) via Shop-Datenfeed von Amazon, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Ob es die BenQ LaptopBar dauerhaft in meine Laptoptasche schafft, muss sich im Langzeittest noch zeigen. Der erste Eindruck ist jedenfalls gut 🙂

Auch hier steht das Modell von BenQ übrigens für die Premium-Variante – eine kurze Suche nach Laptop-Lampen fördert jedenfalls noch einige No-Name-Alternativen aus Fernost zutage.

Abgrenzung: Screenbar vs. Streaming-Licht (Elgato & Co.)

Im selben Atemzug tauchen oft Leuchten wie das Elgato Key Light (Neo bzw. Air MK.2) oder das Logitech Litra auf. Die sind aber für einen anderen Zweck gebaut.

Eine Screenbar leuchtet asymmetrisch nach unten auf den Schreibtisch – für blendfreies Arbeiten. Ein Elgato Key Light ist ein Streaming- bzw. Videolicht: Es strahlt breit und symmetrisch nach vorne, um das Gesicht bei Videocalls oder Streams auszuleuchten.

Genau deshalb taugt ein Key Light schlecht als Monitor-Lampe: Vor dem Bildschirm montiert, spiegelt sich das breite Licht schnell auf dem Display. Umgekehrt eignet sich eine Screenbar kaum zur Gesichtsausleuchtung.

Kurz: Für Augenkomfort beim Arbeiten spricht die Screenbar, für Streaming und Videocalls ein Streaming-Licht wie Elgato oder Logitech Litra. Das sind zwei verschiedene Produktkategorien.

Mein Fazit – eine Monitor-Lampe ist sinnvoll, jedoch kein absolutes Must-Have

Ich arbeite gerne mit der Monitor-Lampe. Das fasst es schon einmal gut zusammen 🙂

Drei Vorteile hat die BenQ ScreenBar, die ich verwende, für mich:

  • Angenehmes Licht auf dem Schreibtisch, reflexionsarm gegenüber dem Monitor.
  • Ein (sichtbares) Kabel weniger (durch Verzicht auf Schreibtisch-Lampe).
  • Aufgeräumter Schreibtisch mit mehr Platz.

Bei den anderen Funktionen der Monitor-Lampe (dimmbar, Farbtemperatur einstellbar…) – die gibt es prinzipiell auch bei „normalen“ Schreibtisch- oder Deckenleuchten.

Übrigens habe ich von BenQ auch die Halo-Version der ScreenBar ausprobiert. Die bietet ein paar nette Gimmicks für ca. 60,- € Aufpreis (inkl. Clip für Curved-Monitor).

Nett finde ich auch die neue Pro-Version, die ein LED-Leuchtmittel mit höherer Beleuchtungsstärke sowie einen Bewegungssensor mitbringt.

Mir persönlich reicht die Standard-Version.

Ansonsten betonen die Hersteller die augenschonenden Eigenschaften einer solchen Leuchte.

Sicherlich ist eine angemessene Beleuchtung des Arbeitsplatzes wichtig. Ob eine Screenbar hier einen entscheidenden Unterschied macht, dazu erlaube ich mir jedoch keine Beurteilung (ich bin kein Augenarzt…).

Für mich ist eine Monitor-Lampe ein sinnvolles Gadget, was ich nicht mehr missen möchte.

Optisch macht die Screenbar auch etwas her – und damit darf sich auch die (vielleicht gar nicht mal so kleine) Zielgruppe angesprochen fühlen, die Wert darauf legt, dass der Arbeitsplatz einen hochwertigen und aufgeräumten Eindruck hinterlässt.

Häufige Fragen zu Monitor-Lampen

Ist eine Monitor-Lampe (Screenbar) sinnvoll?

Für konzentriertes Arbeiten am PC ja: Eine Screenbar leuchtet Tastatur und Schreibtisch blendfrei aus, ohne den Bildschirm zu spiegeln, und spart Platz gegenüber einer Schreibtischlampe. Ein absolutes Must-Have ist sie aber nicht – wer bereits gutes, reflexionsfreies Licht hat, kommt auch ohne aus.

BenQ ScreenBar oder günstige Alternative?

Günstige Modelle von Xiaomi, Yeelight oder Quntis liefern einen Großteil der Funktion für einen Bruchteil des Preises. BenQ (ab Halo) bietet zusätzlich bessere Verarbeitung, gleichmäßigeres Licht und den ergonomischen Dreh-Puck. Wer nur Licht ohne Reflexion will, spart mit einem 30–60 €-Modell. Für Haptik und Lichtqualität lohnt BenQ.

Welche Monitor-Lampe passt für einen Curved-Monitor?

Für Curved-Monitore eignet sich eine speziell gekrümmte Leuchte (z. B. Quntis Curved) oder ein Modell mit Curved-Clip wie die BenQ ScreenBar Halo 2 (für 1000R–1800R). Gerade Standard-Leisten passen erst ab flacheren Krümmungen (ca. 1500R) gut.

Blendet eine Monitor-Lampe auf dem Bildschirm?

Gute Modelle blenden praktisch nicht: Sie nutzen eine asymmetrische Optik, die das Licht nur nach unten lenkt. Billige LED-Streifen ohne echte Asymmetrie können dagegen auf dem Display spiegeln. Bei Blendung hilft oft schon, die Neigung der Leuchte korrekt einzustellen.

Monitor-Lampe und Webcam gleichzeitig – geht das?

Ja. In der Praxis lässt sich die Webcam einfach auf die Screenbar setzen (Klemme weit öffnen). BenQ bietet zudem ein magnetisches Webcam-Zubehör. Bei der Halo 2 gehört es laut Hersteller zum Lieferumfang.

Was ist der Unterschied zwischen einer Screenbar und einem Streaming-/Videolicht?

Eine Screenbar leuchtet asymmetrisch nach unten für blendfreies Arbeiten. Ein Streaming-/Videolicht (z.B. Elgato Key Light oder Logitech Litra) strahlt breit nach vorne, um das Gesicht auszuleuchten – vor dem Monitor montiert spiegelt es. Es sind zwei verschiedene Produktkategorien.

Patrick Woessner

Ich bin Patrick und hier blogge ich zu verschiedenen Themen rund um Technik, Gadgets und mehr. Früher hatte ich gleich mehrere Blogs zu diesem Thema. Mittlerweile steht Tech Junkies im Mittelpunkt.

6 Kommentare

  1. Flori

    Danke für den ehrlichen Artikel! In vielen anderen wird die Sinnhaftigkeit einer solchen Lampe nicht einmal erwähnt. Kleine Anmerkung (und die gilt für jede Website, die von Text lebt): Bitte nicht nach jedem Satz einen Absatz machen, das liest sich SEHR anstrengend. Den Text in sinnvolle Absätze gliedern, dann erfasst man den gesamten Text besser. Das ist nicht umsonst der Standard – wohlgemerkt nicht nur auf Websites.

    Antworten
    1. Hallo Flori,

      danke für das Feedback 🙂

      Deine Anmerkungen zur Lesbarkeit verstehe ich. Bei mir ist es jedoch andersherum – ich schätze kurze Absätze.

      Viele Grüße,
      Patrick

      Antworten
  2. Florian

    Gute Übersicht. Ich hatte mir auch eine Screenbar angeschafft. Allerdings war mir die BenQ doch zu teuer. Bin mit meiner Xiaomi Variante sehr zufrieden und kostet viel weniger.

    Antworten
  3. Rita Konrad

    Ein weiterer negativer Punk welcher noch anzumerken wäre, ist dass der Betrieb einer Webcam mit einer solchen Lampen nicht mehr ohne weiteres möglich ist.

    Antworten
    1. Danke, guter Hinweis! Da ist in der Tat Improvisation angesagt.

      Ich nutze Webcam und Monitor-Lampe gemeinsam. Dazu klappe ich die Klemme der Webcam vollständig auf und stelle diese mittig oben auf die Screenbar. Hält problemlos!

      Alternative wäre eine separate Webcam-Halterung.

      Viele Grüße,
      Patrick

      Antworten

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