Vivid - Erfahrungsbericht zu Girokonto und Karte der Vivid Money GmbH
FinTech

Vivid – meine Erfahrungen mit der Vivid Money-App

Bild: Tech Junkies / Patrick Woessner

Vivid heißt das neueste Smartphone-Banking-FinTech aus Deutschland.

Man darf sich durchaus fragen: Ist der Markt für Smartphone-Banking-Produkten nicht bereits gesättigt? Denn kaum vergeht ein Monat, in dem nicht ein neuer Mitspieler in den Markt eintritt.

Das weiß man auch bei der Vivid Money GmbH, die hinter dem Banking-Startup steht.

Deshalb gibt es bei Vivid durchaus neue Ideen für Girokonto und Debit-Karte.

Bereits verfügbar ist das Cashback-Programm, bei dem man derzeit bis zu 10% des Kartenumsatzes bei ausgewählten Händlern zurück erhält. Das Cashback fließt sodann in Stock Rewards, wodurch der Wert durch Kopplung an den Kurs einer Aktie steigen kann – ebenfalls ein neues Konzept.

Vivid-Konto mit 40,- € Startguthaben

Aktuell gibt es eine interessante Aktion bei Vivid.

Lässt Du Dich bei Deiner Neuanmeldung werben, erhältst Du 40,- € Startguthaben (der Werber erhält den gleichen Bonus), was Deinem Stock Rewards-Pocket gutgeschrieben wird.

Dazu musst Du lediglich in den ersten 30 Tagen nach der Registrierung einen Einkauf in Höhe von mindestens 20,- € tätigen und mit Deiner Vivid Visa-Karte bezahlen.

Falls Du einen Einladungslink zu der Aktion suchst, kannst Du mir eine E-Mail an vivid@techjunkies.blog schreiben 🙂

Man scheint noch einiges vorzuhaben – unter anderem plant Vivid den Handel mit Aktien und anderen Wertpapieren wie ETFs als künftiges Feature.

Die Vivid Money GmbH arbeitet mit der solarisBank AG in Berlin zusammen – ein weiteres FinTech-Startup also, das auf die solarisBank-Infrastruktur setzt.

Ergänzungen zu meinem Erfahrungsbericht

Bei Banking-Startups und FinTech-Anbietern kann ein Erfahrungsbericht bereits kurz nach der Veröffentlichung nicht mehr aktuell sein.

Der Grund dafür ist, dass sich Konditionen und Produkt schnell ändern können.

Viel anders scheint das auch bei Vivid nicht zu sein, denn seitdem ich erstmals meine Erfahrungen zu diesem App-Girokonto niedergeschrieben habe, hat sich bereits einiges geändert.

Zu den Aktualisierungen gehören:

  • Informationen zur kostenlosen Prime-Mitgliedschaft ergänzt
  • Neue Bedingungen für Cashback der Kategorie „Special-Offers“
  • Nun auch Cashback in der neuen Kategorie „Vivid Services“
  • Neue Cashback-Partner und höhere Cashback-Raten verfügbar
  • Aktion mit 40,- € Startguthaben ergänzt
  • Weitere Details zur Metallkarte (Visa Debit) hinzugefügt

Ich nutze Konto und Karte weiterhin regelmäßig und werde so gut wie möglich versuchen, meine Erfahrungen an dieser Stelle fortlaufend zu aktualisieren.

So funktioniert Vivid

Vivid Money GmbH (die keine Bank ist) und solarisBank AG

Wer ein Konto bei Vivid eröffnet, erhält dieses genau genommen bei der solarisBank.

Sichtbar wird das auch an der IBAN (Kontonummer) und dem BIC (Bank Identifier Code):

BIC: SOBKDEB2

BIC der solarisBank, bei der das Konto von Vivid geführt wird.

Denn eine Vivid Bank im eigentlichen Sinne gibt es nicht – das Startup verfügt über keine eigene Banklizenz.

Wie diverse andere Startups und FinTech-Unternehmen greift Vivid deshalb auf die Bank-Dienstleistungen der solarisBank AG zurück.

Die solarisBank AG mit Sitz in Berlin bietet keine Konten für Endkunden an, sondern hat sich darauf spezialisiert, Banking-Dienstleistungen als Whitelabel-Lösung für andere Unternehmen bereitzustellen, die Finanzprodukte anbieten.

Es gilt als schwierig für junge Unternehmen, eine eigene Bank-Lizenz zu erhalten.

Das dürfte auch der Grund sein, weshalb die Vivid Money GmbH (ebenfalls mit Sitz in Berlin) nicht als Bank auftritt, sondern an dieser Stelle mit der solarisBank zusammenarbeitet.

Damit ist man in guter Gesellschaft.

Bereits ausprobiert habe ich das Smartphone-Konto Tomorrow – ein weiteres Startup, was in Zusammenarbeit mit der solarisBank realisiert wird.

Die Gründer hinter Vivid Money GmbH haben sich in der Digital-Banking-Szene übrigens schon anderswo ihre Orden verdient.

Vivid nennt als Ankerinvestor in Pressemitteilungen nämlich die TCS Group Holding PLC, hinter der der russische Milliardär Oleg Tinkov, u.a. Gründer der russischen Tinkoff-Bank, einer Digital-Bank mit über 10 Mio. Kunden, steht.

Funktionen im Vivid Smartphone-Banking

Im Folgenden stelle ich die Kontomodelle (bei Vivid nennt sich das Pläne) vor.

Einige Funktionen bietet die Banking-App jedoch ganz unabhängig des jeweils aktiven Planes an.

Dazu gehören:

  • Apple Pay und Google Pay verfügbar
  • Karte wird als Metallkarte ausgegeben
  • Reisevorteile (keine zusätzliche Karten-Auslandseinsatzgebühr für Zahlungen und Abhebungen)
  • Unterkonten (sog. Pockets)
  • Abokontrolle für Lastschriften und Kartenzahlungen
  • Geld zu Kontakten senden und Rechnungen teilen
  • Finanzübersichten und Auswertungen

Die App ist dabei sehr minimalistisch gestaltet.

Dazu später noch mehr.

Kontomodelle bei Vivid

Vivid Standard

Vivid Standard ist die kostenloses Variante.

Viele Funktionen sind auch hier bereits inklusive und eine monatliche Gebühr wird im Standard-Plan nicht berechnet.

Das bietet Vivid Standard:

  • Kostenloses Girokonto
  • 1 x Visa Debit als Metallkarte kostenlos
  • Abhebungen am Geldautomaten bis 200,- € monatlich kostenlos (bei min. 50,- € Abhebebetrag)
  • max. 15 Pockets können angelegt werden
  • bis zu 40 Fremdwährungen können in Pockets gehalten werden
  • Cashback bis max. 20,- € monatlich

Derzeit ist es so, dass man nicht mit dem Vivid Standard-Plan beginnt, sondern bei Kontoeröffnung wird Vivid Prime testweise eingerichtet.

Denn die ersten drei Monate ist Vivid Prime kostenlos.

In Vergangenheit gab es auch immer wieder Aktionen, bei denen Vivid den Prime-Plan kostenlos verlängert hat, sofern gewisse Anforderungen erfüllt werden (z.B. Kunden-Werben-Kunden / KWK).

Vivid Prime

Vivid Prime ist der Premium-Plan.

Hier werden 9,90 € monatlich fällig. Jedoch gibt es Vivid Prime in den ersten drei Monaten für alle neuen Nutzer kostenlos.

Zusätzlich zum Standard-Plan ist hier inklusive:

  • 1x virtuelle Visa Debit für Online-Shopping (zusätzlich zur physischen Metallkarte)
  • Abhebungen am Geldautomaten bis 1.000,- € monatlich kostenlos (bei min. 50,- € Abhebebetrag)
  • über 100 Fremdwährungen für die Pockets
  • mehr Cashback-Möglichkeiten
  • Cashback bis max. 100,- € monatlich

Besonders der höhere Rahmen für den kostenlosen Bargeldbezug am Geldautomaten und die erweiterten Cashback-Möglichkeiten dürften hier interessant sein.

Denn über das Cashback besteht grundsätzlich die Möglichkeit, sich die Monatsgebühr für Vivid Prime „zurück zu verdienen“.

Hier muss man sich aber genau anschauen, welche Cashback-Partner und allgemeine Cashback-Möglichkeiten geboten werden.

Je nach Nutzungsverhalten könnte es schwierig werden, die monatliche Gebühr über das Cashback wieder „reinzuholen“.

Coming soon… wohin wird die Reise gehen?

Bei FinTech-Anbietern ist es ja fast üblich.

Gestartet wird quasi mit den „Butter und Brot“-Funktionen und mit der Zeit werden zusätzliche Features ausgerollt. Teils sind das Kleinigkeiten, teils tut sich auch Grundlegendes.

Bei Vivid scheint man ähnlich vorzugehen.

Wohin die Reise genau geht, dazu verrät Vivid nicht viel.

Schon jetzt steht jedoch fest, welches das nächste, große Feature werden wird.

Künftig soll die Vivid-App auch über eine Brokerage-Funktion verfügen. Konkret ist der Handel mit Aktien und ETFs angekündigt.

Die Konditionen für den Wertpapier-Handel und den Launch-Termin wurden noch nicht bekannt gegeben. Bislang heißt es von Vivid zu ersterem lediglich:

Investiere in Aktien von US-Unternehmen provisionsfrei und mit nur geringen Pauschalgebühren von Unternehmen innerhalb der EU.

Quelle: Webseite von Vivid

Damit dürfte sich schon andeuten, in welche Richtung die Reise gehen könnte.

Girokonto, Unterkonten (Pockets), Kartenzahlung, Fremdwährungen, Cashback-Programm und künftig Brokerage – man setzt wohl darauf, ein ganzheitliches Finanz-Universum für Kunden anbieten zu können.

Das kommt vermutlich auch nicht von ungefähr.

Bei der Vielzahl von FinTech-Unternehmen, Neo-Banken, Challenger-Banken und weiteren Akteuren, die mit einem eng abgestecktem Geschäftsmodell in der Nische operieren, darf durchaus hinterfragt werden, wie man künftig Geld verdienen will.

Vivid scheint sich hier entsprechend breit aufstellen zu wollen.

FinTech, Neo-Banken, Challenger-Banken - die neue Welt der Finanzen

FinTech, Neo-Banken, Challenger-Banken – viele Begrifflichkeiten tummeln sich derzeit rund um neue Finanzprodukte.

FinTech

FinTech steht für „Financial Technology“.

Hierunter fallen also Unternehmen und Finanzprodukte, die zu einem hohen Maß auf Technologie (i.e. Digitalisierung) zurückgreifen, um Prozesse zu digitalisieren und zu automatisieren.

Neo-Banken

Neo-Banken sind reine Digital-Banken, eine physische Präsenz (Bankfilialen) gibt es also nicht.

Obwohl „Bank“ in der Bezeichnung steckt, muss es keine Bank im engeren, regulatorischen Sinne sein.

Über eine eigene Banklizenz verfügen Neo-Banken nämlich nicht zwangsweise. Man greift z.B. auf eine Partner-Bank zurück oder hat eine Lizenz als E-Geld-Institut.

Challenger-Banken

Challenger-Banken setzten ebenfalls auf Digitalisierung, verfügen jedoch über eine eigene Banklizenz.

Folglich bietet man oft ein umfangreiches Spektrum an Bank-Dienstleistungen an.

Das Banking findet hier auch nicht zwangsweise komplett online statt. Digitalisierung ist wichtig, Challenger-Banken sind jedoch teilweise auch physisch präsent.

Erfahrungen mit Vivid

Kontoeröffnung ganz einfach – auch aus dem EU-Ausland

Im Segment der Neo-Banken ist die einfache und schnelle Kontoeröffnung schon fast Standard.

So auch bei Vivid:

  • App herunterladen
  • Persönliche Daten eingeben
  • Video-Ident starten
  • Konto inkl. IBAN ist eingerichtet

Für Video-Ident (zumindest in meinem Fall über IDnow) muss man Reisepass oder Personalausweis bereit halten.

Die Kontoeröffnung funktioniert auch für Auslandsdeutsche und Einwohner weiterer EU-Länder problemlos – so auch in meinem Fall.

Ein Wohnsitz in einem EU-Land ist jedoch Voraussetzung für die Kontoeröffnung.

Da alle Nutzer zunächst kostenlos mit Vivid Prime starten, ist auch sofort die virtuelle Visa Debit in der App verfügbar.

Die Kartendaten kann man sich in der App anzeigen lassen oder auch zu Apple Pay oder Google Pay hinzufügen und so bereits in Geschäften bezahlen, bevor die Metallkarte ankommt.

Freilich benötigt man dafür zuerst Guthaben in dem Main Pocket (dem Girokonto) oder einem anderen Pocket. Dies kann man derzeit per SEPA-Überweisung oder über die „Geld anfordern“-Funktion hinzufügen.

Eine Top-Up-Funktion per Kreditkarte oder Debit-Karte wurde einmal in den Raum gestellt. Jedoch ist es darum wieder ruhig geworden.

So bleibt derzeit die Möglichkeit, per SEPA-Überweisung das Konto zu füllen.

Cashback, Cashback, Cashback – zu gut um wahr zu sein?

Jede Menge Cashback-Möglichkeiten bei Vivid

Dass man für Zahlungen mit der Kreditkarte (oder auch Debit-Karte) als Kunde belohnt wird, das gibt es schon länger.

Die Bank verdient nämlich ein wenig an der Kartenzahlung – und zwar mit den sogenannten Interchange-Gebühren.

In der EU bzw. dem EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) sind diese reguliert – 0,2 % bei Debit-Karten und 0,3% bei Credit-Karten (Ausnahme sind geschäftliche Karten).

Viel gibt es hier also nicht zu holen.

Außerhalb des EWR ist das Interchange teils deutlich höher. Das kann sich für Kartenanbieter schon eher lohnen.

Vivid gibt derzeit bis zu 21% Cashback.

Konkret sind das:

  • 10% Champion-Cashback bei häufig besuchten Händlern der „Dining-Out“-Kategorie (Restaurants und Cafés) nach Ernennung zum „Champion“
  • bis zu 21% Cashback bei wechselnden „Special-Offers“
  • bis zu 10% Cashback bei „Vivid Services“ derzeit für Hotel- und Mietwagenbuchungen

Diese Cashback-Programme sind prinzipiell für alle Nutzer verfügbar. Für die „Special-Offers“ muss man sich jedoch qualifizieren. Dazu später mehr.

Wer im Vivid Prime-Plan ist, hat sodann noch Zugriff auf:

  • 0,1 % Cashback auf alle Einkäufe
  • 1% Cashback auf Einkäufe außerhalb des EWR
  • 3% Cashback auf Restaurants außerhalb des EWR
  • sowie bis zu 10% Cashback in der Kategorie „Prime Cashback“

Cashback in der Höhe von bis zu 10% ist durchaus eine Ansage und definitiv nicht mehr von der Interchange-Gebühren gedeckt.

Hier muss man abwarten, wie sich das Cashback in der Zukunft entwickelt.

Zuletzt wurde bereits der Zugang zu den „Special-Offers“ limitiert. Anfangs hatten noch alle Kunden Zugriff auf diese Cashback-Kategorie.

Die Cashback-Angebote mit hoher Rückvergütung (5%, 10% und mehr) sind außerdem zeitlich limitiert und nur bei bestimmten Marken bzw. Händlern verfügbar.

Cashback-Kategorien im Detail

„Champion-Cashback“

„Champion-Cashback“ muss man sich erst verdienen.

Dazu bezahlt man innerhalb des Qualifikationszeitraums mindestens zweimal bei dem gleichen Händler der „Dining-Out“-Kategorie per Karte.

Dazu gehören z.B. Restaurants und Cafés.

In der Vivid-App kann man anschließend sehen, ob man zum „Champion“ für die entsprechende Lokalität ernannt wurde.

Falls ja, erhält man ab Ernennung für zwei Wochen 10% Cashback auf weitere Einkäufe bei diesem „Dining-Out“-Händler.

Ich fand diese Cashback-Möglichkeit zunächst interessant und bin auch bereits „Champion“ geworden. Noch habe ich es aber nicht geschafft, davon zu profitieren – ich habe schlichtweg kein häufig frequentiertes Stammrestaurant oder -café, so dass es sich lohnen würde.

Kommentar von Patrick Woessner, Autor bei Tech Junkies
„Special Offers“

Den Zugang zu den „Special-Offers“ (die teils sehr attraktiv sind, z.B. 21% Drogeriemarkt-Cashback, 11% Supermarkt-Cashback oder 17% Tank-Cashback) hat Vivid mittlerweile an Bedingungen geknüpft.

Derzeit muss man über einen persönlichen Einladungslink einen Neukunden werben.

Dann erhält man neben 40,- € Kunden-Werben-Kunden-Bonus auch eine Freischaltung für die „Special-Offers“ – jedoch zeitlich limitiert.

Der Geworbene soll natürlich auch profitieren – und erhält ebenfalls 40,- € Bonus.

40,- € Startguthaben für die Vivid Money-App

Sofern Du Dich für das Girokonto mit Cashback-Programm von Vivid interessierst und die 40,- € Startguthaben mitnehmen willst, kannst Du mir eine kurze E-Mail an vivid@techjunkies.blog schreiben 🙂

Ich schicke Dir dann einen Einladungslink zu.

Die Bedingungen für die „Special-Offers“ kann man sich zusammengefasst hier durchlesen. In der App gibt es nochmal ein ausführliches PDF-Dokument dazu.

„Vivid Services“

„Vivid Services“ ist die neueste Cashback-Kategorie bei Vivid.

Zum Start sind verfügbar Hotelbuchungen (bei Booking.com, 4% für Standard und 10% für Prime) sowie Mietwagenbuchungen (bei Rentalcars.com, 5% für Standard und 10% für Prime).

Eine Buchungsmaske findet man direkt in der App.

Anschließend wird man über einen Ref-Link auf die jeweilige Anbieter-Webseite weitergeleitet, wo man die Buchung abschließt.

Vivid hat bereits angekündigt, dass an dieser Stelle weitere Cashback-Möglichkeiten mit der Zeit ergänzt werden sollen.

Anders als Cashback bei Kartenzahlung z.B. im Supermarkt dürfte Vivid in diesem Fall direkte Zuwendungen erhalten, da die verwenden Ref-Links bestehende Affiliate-Vereinbarungen nahelegen.

Etwas Ähnliches gibt es in der Welt der Banken und Girokonten z.B. bereits bei der DKB mit dem Online-Cashback für Aktivkunden.

Die Direktbank hat neben zahlreichen Online-Shops ebenfalls Booking.com und Rentalcars.com im Programm – jedoch mit deutlich geringeren Cashback-Raten.

Alternativ kann man man auf Cashback-Plattformen wie Shoop zurückgreifen.

Hier präsentiert Vivid also eine durchaus interessante, zusätzliche Cashback-Funktion, die es jedoch in ähnlicher Form auch anderswo gibt.

Attraktiv sind jedoch die derzeit hohen Cashback-Raten für Prime-Kunden.

„Prime Cashback“ (nur für Prime-Mitglieder)

Derzeit gibt es in der Kategorie „Prime Cashback“ vor allem Online-Dienste.

So erhält man z.B. Cashback auf die Prime-Mitgliedschaft bei Amazon oder ein Abo bei Streaming-Diensten wie Netflix, Spotify oder YouTube.

Auch hier sind die Cashback-Möglichkeiten jedoch zeitlich limitiert.

Vivid hat bereits öfter gewechselt.

Bis vor Kurzem waren z.B. noch diverse Stromanbieter bei „Prime Cashback“ verfügbar.

Cashback mit Rendite – die Stock Rewards

Erhaltenes Cashback wird in ein eigenes Pocket gebucht.

Dieses nennt sich Stock Rewards.

Dort wird übrigens auch eine etwaige Prämie für Kunden-Werben-Kunden oder ein etwaiges Startguthaben verbucht.

Hinter den Stock Rewards versteckt sich noch einmal eine interessante Funktion von Vivid, die ich in dieser Form bislang noch nirgendwo kennengelernt habe.

Man hat die Möglichkeit, eine Aktie aus einer Liste von derzeit 40 Aktien auszuwählen.

Anschließend partizipiert das verdiente Cashback und ggf. die Prämie an der Entwicklung des Aktienkurses – jedoch nur im Falle eines Wertzuwachses.

Verliert die gewählte Aktie an Wert, bleibt das ursprünglich verdiente Guthaben aus Cashback und ggf. Prämie dennoch erhalten.

Tatsächlich kauft man keine Aktie. Vivid erklärt die Funktionsweise von Stock Rewards wie folgt:

Wir weisen darauf hin, dass du keine Aktien kaufst. Wir verknüpfen deine Ersparnisse einfach mit den Aktien. Stock Rewards ist ein Anlageprogramm, bei dem es nur Gewinner gibt. Stock Rewards ist allerdings kein Broker-Service.

Quelle: FAQ von Vivid

Grundsätzlich qualifiziert das gesamte Cashback für Stock Rewards – egal ob es Prime-Cashback, Special-Offer-Cashback oder auch Kunden-werben-Kunden ist.

Über den Gegenwert des Stock Rewards-Pocket kann man jederzeit verfügen.

Die Stock Rewards-Funktion könnte man bereits als Teaser für die kommende Broker-Funktion verstehen – der Nutzer wird behutsam an die Aktienwelt herangeführt.

Kommentar von Patrick Woessner, Autor bei Tech Junkies

Metallkarte (Visa Debit als „metal card“)

Statt einer Bankkarte aus gewohntem Plastik spendiert Vivid eine Metallkarte.

Diese wirkt durchaus hochwertig, ist jedoch um ein Vielfaches schweres als die „normalen“ Kreditkarten bzw. Debitkarten, die man sonst so gewöhnt ist.

Was Vivid überhaupt nicht mehr macht, ist die Kartendetails (Kartennummer, Ablaufdatum, CVC-Code) aufzudrucken.

Lediglich der Name des Karteninhabers und die letzten vier Ziffern der Kartennummer sind auf der Vorderseite der Metallkarte aufgedruckt. Mehr nicht.

Die Rückseite ist bis auf ein Hologramm komplett „nackt“.

Die übrigen Kartendetails kann man sich nur in der App anzeigen lassen.

Zwar hatte ich das Thema seit der Kontoeröffnung noch nicht, jedoch würde mich durchaus interessieren, was in Folgendem Fall passiert.

Gelegentlich kommt es vor, dass die Kreditkarte zum Abgleich vorgezeigt werden muss. Gerade Airlines machen das gelegentlich beim Check-In zur Betrugsprevention. Wie es sich da verhält, wenn man eine „nackte“ Karte vorzeigt, das kann ich (noch) nicht beantworten.

Unterm Strich ist die Metallkarte ein „nice to have“. Ich persönlich würde nur deswegen aber nicht mit dem Girokonto von Vivid liebäugeln.

Was die Vivid Money-App sonst noch kann

Bei Vivid erfolgt das Banking über die Smartphone-App, Online-Banking gibt es derzeit (noch) nicht.

Dementsprechend wichtig ist die Banking-App.

Ich finde die App durchaus gelungen.

Das User Interface ist minimalistisch gestaltet. Alle Funktionen sind über fünf Tabs zugänglich, die unten angeordnet sind.

Weitere interessante Funktionen in der App sind:

  • Auswertungen: Man sieht, wie viel man bei welcher Händlerkategorie ausgegeben hat.
  • Pockets: Zusätzliche Pockets anlegen (max. 15, in Echtzeit zwischen den Pockets Geld umbuchen, Pocket mit Debit-Karte verknüpfen.
  • Abo-Kontrolle: Man kann künftige Zahlungen bei Abo-Diensten blockieren.
  • Karten-Kontrolle: Monatliches Limit und Sicherheitseinstellungen (Karte einfrieren oder selektiv Online-Zahlungen und / oder Abhebungen am Geldautomaten sperren).
  • Push-Nachrichten bei Konto- und Kartenaktivität.
  • Überweisungen durchführen, Geld anfordern und Daueraufträge einrichten.
  • Kontakt zum Support per In-App-Chat.

Fazit zu meinem Erfahrungsbericht

Meine Erfahrungen mit der Vivid Money-App sind noch recht frisch.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

Weiterhin interessant ist derzeit das großzügige Cashback-Programm. Das gibt es mit solch hohen Cashback-Raten kaum und mit den derzeitigen „Special-Offers“ sollte für fast jeden etwas mit dabei sein.

Jedoch hat Vivid den Zugang zum Cashback bereits eingeschränkt. Derzeit gibt es die „Special-Offers“ nicht mehr für Jedermann.

Ein bisschen Skepsis darf natürlich auch weiterhin angebracht sein.

Vivid ist ganz neu mit Girokonto und Visa Debit als Metallkarte in einen heiß umkämpften Markt gestartet.

Da stellt sich natürlich die Frage, ob das Cashback-Programm nur aus einem derzeit gut gefütterten Marketing-Topf finanziert wird.

In dem Fall müßte man schauen, welche Zukunft Cashback und Stock Rewards haben bzw. ob sich das Programm so weitergeführt wird und sich auch künftig lohnt.

Vivid Money mit 40,- € Startguthaben ausprobieren

Per Einladungslink gibt es aktuell 40,- € Startguthaben für ein neu eröffnetes Konto bei Vivid Money.

Wenn Du einen entsprechenden Einladungslink suchst, kannst Du Dich per E-Mail an vivid@techjunkies.blog bei mir melden.

Bei der Aktion gibt es jeweils 40,- € für beide – Neukunde und Bestandskunde.

Ansonsten sind die übrigen Banking-Funktionen in der Vivid Money-App gut umgesetzt. Hier gibt es nicht so viel, was man nicht anderswo finden würde.

Die Metallkarte ist ein nettes Schmankerl (ich persönlich könnte darauf verzichten). Anderswo gibt es eine Metallkarte nur mit Premium-Abo.

Das „Killer-Feature“ dürften zweifelsohne das Cashback-Programm mit den integrierten Stock Rewards sein.

Richtig gespannt bin ich nochmal auf die Broker-Funktion, die bald kommen und den Handel mit Aktien und ETFs ermöglichen soll.

Bis dahin bleibe ich am Ball und werde meine Erfahrungen mit der Vivid Money-App an dieser Stelle mit der Zeit weiter ergänzen.

Patrick Woessner

Ich bin Patrick und hier blogge ich zu verschiedenen Themen rund um Technik, Gadgets und mehr. Früher hatte ich gleich mehrere Blogs zu diesem Thema. Mittlerweile steht Tech Junkies im Mittelpunkt.

Diskussion - 2 Kommentare
  • Brian sagt:

    Hallo Patrick,

    danke für den Bericht. Das hilft schon einmal weiter.

    Ich habe anderswo gelesen, dass es die metal card nur zeitlich befristet gibt. Wenn ich mich jetzt bei der Vivid Money Bank anmelde, bekomme ich die metal card?

    Grüße von Brian

    • Hallo Brian,

      theoretisch kann Vivid das jederzeit ändern (und hat es an anderer Stelle schon getan). Derzeit sieht es jedoch so aus, wie wenn die Metallkarte auch weiterhin für alle Neukunden mit dabei ist.

      Viele Grüße,
      Patrick

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