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Hetzner oder netcup: vServer Benchmark und Erfahrungen (VPS)

vServer-Benchmark (VPS)
Bild: Depositphotos / © artisticco

vServer (auch virtuelle Server oder VPS) haben den eigenen Server kostengünstig gemacht und stehen damit Jedermann zur Verfügung.

Hetzner und netcup sind zwei Webhosting-Anbieter aus Deutschland, die ein sehr interessantes vServer-Lineup anbieten.

Da sich bei einem vServer mehrere Kunden den gleichen physikalischen Server teilen, ist das Vergleichen von Benchmarks und Erfahrungen bei der Provider-Wahl meiner Meinung nach wichtig.

Zwar setzen die meisten Provider mittlerweile auf vollvirtualisierte vServer – so auch Hetzner und netcup.

Dennoch können vermeintlich vergleichbare Angaben aus der vServer-Beschreibung (z.B. CPU-Kerne, Arbeitsspeicher, Festplatte) sich in der Praxis ganz unterschiedlich verhalten.

Ich nutze vServer von Hetzner und netcup seit mehreren Jahren für diverse Web-Projekte und möchte hier meine Erfahrungen teilen.

Außerdem unterziehe ich zwei Test-vServer regelmäßigen Benchmarks.

vServer, VPS, Root-Server - was ist was?

Virtuelle Server werden im deutschsprachigen Raum meist als vServer bezeichnet.

Teils verwenden die Hosting-Anbieter jedoch auch andere Bezeichnungen:

  • vServer – kurz für „Virtueller Server“
  • VPS – steht für „Virtual Private Server“
  • Cloud-Server – vServer in der Cloud
  • Root-Server – meint eigentlich Root-Zugangsrechte

vServer und VPS haben die gleiche Bedeutung.

Bei einem Cloud-Server kann man zusätzliche Cloud-Funktionen wie Live-Provisionierung, Skalierbarkeit (CPU-Kerne, RAM, Festplatte…), zusätzliche Infrastruktur-Komponenten wie Private-Networking oder Floating-IPs, Block-Storage und Administration per API erwarten.

Ein Root-Server meint eigentlich einen Server, für den der Kunde einen Root-Zugang (also uneingeschränkte Administrationsrechte) erhält.

Einige Provider (wie z.B. netcup) bezeichnen höherwertige vServer-Linien als Root-Server (z.B. mit dedizierten CPU-Kernen).

KI-Zusammenfassung

Der Artikel vergleicht die vServer-Angebote von Hetzner und netcup, zwei deutschen Hosting-Anbietern, anhand von Benchmarks zu CPU, RAM, Festplatte und Netzwerk sowie anhand von Vertragsbedingungen. Getestet wurden jeweils Einsteigermodelle (Hetzner CX11 und netcup VPS 200 G8) mit KVM-Virtualisierung. Zusätzlich beleuchtet der Beitrag die 2026 erfolgten, deutlich spürbaren Preiserhöhungen beider Anbieter, unterschiedliche Traffic- und Abrechnungsmodelle sowie Aspekte wie Kundenaufnahme und Zuverlässigkeit. Der Artikel richtet sich an Privatanwender und Unternehmer, die einen eigenen VPS mieten möchten und eine fundierte Anbieterwahl treffen wollen.

  • Bei CPU-, RAM- und Festplatten-Benchmarks schneidet der getestete Hetzner-vServer tendenziell besser ab, vor allem dank lokaler NVMe-SSD.
  • Beim Netzwerk ist Hetzner in Europa stärker, während netcup einige weiter entfernte internationale Standorte besser anbindet.
  • 2026 haben beide Anbieter die Preise deutlich erhöht, wobei netcup den Speichermarkt als Grund nennt und Hetzner keine Begründung liefert.
  • Hetzner arbeitet mit automatisierter, schneller Bereitstellung und striktem pay as you go, während netcup manuell prüft und mit Vorauszahlung sowie teils langen Mindestlaufzeiten arbeitet.
  • Der Autor nutzt und empfiehlt beide Anbieter, wobei netcup nach den Preisanpassungen tendenziell die günstigere Option darstellt.
KI-generierte Zusammenfassung. Kann Ungenauigkeiten enthalten.

Einführung in die Welt der vServer

Kostengünstiger Server dank Virtualisierung

Meinen ersten dedizierten Server mietete ich vor über 20 Jahren an.

Damals noch als Schüler waren 70,- € monatlich eine Hausnummer.

Virtualisierung war damals noch nicht verfügbar.

Heute gibt es ähnliche Leistung für den Preis eines Cappuccinos monatlich – dank leistungsfähiger Server-Hardware und moderner Virtualisierung.

Mit einem günstigen vServer können Unternehmer kostengünstig Projekte realisieren und Privatanwender für kleines Geld z.B. einen eigenen privaten VPN hosten.

Ein VPN ist da nur ein Beispiel.

Wer mehr Inspiration sucht, kann sich z.B. die Listen Awesome-Selfhosted und Awesome-Sysadmin genauer anschauen 🙂

Die Möglichkeiten sind (fast) unbegrenzt…

Was ist eigentlich ein vServer?

Ein vServer bietet ähnliche Möglichkeiten wie ein dedizierter Server, ist jedoch günstiger.

Verfügt ein physikalischer Server z.B. über eine CPU mit 32 Kernen, 128 GB RAM, eine 5 TB Festplatte und 10Gbit/s-Netzwerkanbindung, wird der Webmaster einer kleineren bis mittleren Webseite diese Ressourcen kaum auslasten können.

Per vServer kann sich der Webmaster stattdessen einen kleinen Teil dieses Servers zu einem Bruchteil der monatlichen Kosten mieten.

Dazu virtualisiert der Provider die Hardware eines physikalischen Servers, so dass mehrere Kunden einen vServer erhalten.

Administratoren verfügen dennoch über einen Root-Zugang, können verschiedene Betriebssysteme installieren und den Server komplett nach eigenen Anforderungen konfigurieren.

Dabei teilen sich die vServer die Leistung bezüglich:

  • CPU: virtualisierte CPU-Kerne (vCPU)
  • Arbeitsspeicher: eigenes RAM-Kontingent
  • Festplatte bzw. Flash-Speicher: zugewiesener Speicherplatz
  • Netzwerkanbindung: virtuelle Netzwerkkarte

Mit den Freiheiten, die ein vServer bietet, kommen auch Lasten: Kenntnisse der Server-Administration sind notwendig und für die Umsetzung eines Sicherheits- und Backup-Konzeptes ist man selbst verantwortlich.

Wer dafür nicht gut vorbereitet ist oder schlichtweg keine Zeit hat, kann alternativ auf einen Managed-vServer zurückgreifen.

Virtualisierung – KVM, OpenVZ, XEN, VMware

Früher gab es zwei gängige Virtualisierungstechniken:

  • KVM – „Kernel-based Virtual Machine“
  • OpenVZ – „Open Virtualization“

Der Markt hat sich mittlerweile verändert und die meisten Provider setzen KVM ein – so auch Hetzner und netcup.

KVM gilt grundsätzlich als überlegen, da der vServer einen eigenen Kernel ausführen kann (so sind z.B. neben Linux- auch Windows-Installationen möglich).

Weiterhin werden bei KVM zugesicherte Arbeitsspeicher- und Festplattenkontingente isoliert und stehen demnach dauerhaft zur Verfügung.

Einige findige „Billig-Provider“ setzten OpenVZ so ein, dass auf dem Hypervisor (der physische Server) mehr vServer als tatsächlich zur Verfügung stehende Kapazitäten verkauft wurden (im Englischen „overselling“).

Bei KVM ist „overselling“ prinzipiell auch möglich, jedoch sind die Ressourcen grundsätzlich isoliert.

Man spricht bei KVM deswegen auch von Vollvirtualisierung.

Neben KVM und OpenVZ gibt es weitere Virtualisierungstechniken, die jedoch seltener anzutreffen sind.

Hier sind vor allem XEN und VMware zu nennen, die ähnlich wie KVM funktionieren.

vServer-Provider in Deutschland

Auf multinationaler Ebene bzw. vor allem in den USA gibt es eine große Auswahl an VPS-Anbietern.

Da wären einerseits die Cloud-Giganten wie AWS oder Google Cloud zu nennen.

Auch Ionos (1&1) und OVH sind hier zu nennen. Diese sind zwar in Deutschland bzw. Frankreich und Kanada beheimatet, betreiben jedoch weltweit Rechenzentren.

Entsprechend kommen auch die Kunden aus aller Welt.

In der globalen Top-Liste taucht bereits Hetzner auf.

Hetzner kommt aus Deutschland und verfügt mit der Hetzner Cloud über eine interessante vServer-Linie, die in mittlerweile vier Rechenzentren verfügbar ist (2 x Deutschland, 1 x Finnland, 1 x USA).

Als mittelständischer, deutscher Provider hat sich netcup in den letzten Jahren ebenfalls einen guten Namen mit vServer-Produkten aufgebaut.

Die Liste könnte man beliebig ergänzen – gerade wenn man auch kleine vServer-Anbieter berücksichtigt.

Bei hosttest.de finden sich z.B. über 40 Provider in der vServer-Liste – darunter auch kleinere Anbieter, mit denen ich keine Erfahrung habe.

Ich habe schon diverse kleine VPS-Hoster ausprobiert. Die waren meist zu Beginn auch gut. Später gab es Änderungen am Geschäftsmodell oder der Betrieb wurde eingestellt. Deshalb greife ich nur noch auf etablierte Hoster zurück.

Kommentar von Patrick Woessner, Autor bei Tech Junkies

Künftig kann ich mir vorstellen, den Benchmark hier um ein bis zwei weitere Hoster zu ergänzen.

Bedingung ist dann aber, dass ich eigene Erfahrungen gesammelt habe und der Hoster bereits seit einigen Jahren am Markt aktiv ist.

vServer-Benchmark – Hetzner vs. netcup

Test mit automatisiertem Benchmarking

Für das Benchmarking der VPS-Provider habe ich jeweils einen vServer angemietet, den ich ausschließlich für Benchmarks nutze.

Auf beiden Servern läuft das gleiche Betriebssystem.

Das Benchmarking habe ich einmal direkt nach Bereitstellung des Servers durchgeführt (nachfolgend als „initialer Benchmark“ bezeichnet).

Einmal wöchentlich läuft per Cronjob ein weiterer Benchmark, der automatisch hier eingefügt wird (bezeichnet als „letzter Benchmark-Snapshot“).

Warum gehe ich so vor?

Bei einem vServer gibt es oft das „noisy neighbour“-Problem.

Hat man frisch einen vServer gemietet, stehen die Karten gut, dass sich auf dem physikalischen Server noch nicht viele Kunden befinden bzw. die vServer noch nicht vollumfänglich genutzt werden („idling“).

Einige Stunden, Tage oder Wochen später ist der physikalische Server dann „ausgebucht“ und die Administratoren haben die vServer in den produktiven Betrieb genommen.

Auf CPU, Festplatte, Arbeitsspeicher und am Netzwerk-Port liegt nun Last an – die „noisy neighbours“ sind eingezogen.

Zwar sind die Ressourcen des physikalischen Servers per Virtualisierung aufgeteilt und damit zu einem gewissen Maß isoliert

Dennoch teilt sich jeder vServer-Kunde am Ende des Tages einen physikalischen Server mit anderen Kunden. Eine perfekte Isolation gibt es nicht.

Vergleicht man Benchmarks zu unterschiedlichen Zeiten, kann man so unterschiedliche Resultate bekommen.

Deshalb ist aus meiner Sicht unerlässlich, Benchmarks regelmäßig und über einen längeren Zeitraum durchzuführen und zu erfassen.

Automatisierter Benchmark pausiert

Einmal pro Woche lief ein neuer Benchmark-Durchlauf auf dem Test-vServer – gesteuert per Cronjob. So habe ich das fünf Jahre lang gehandhabt.

Die aktuellen Ergebnisse wurden automatisch übermittelt und hier angezeigt.

Doch mit der Zeit entsprachen die angemieteten Testserver nicht mehr dem aktuellen Stand – sowohl bei Hetzner wie auch bei netcup gibt es neue vServer-Generationen.

Die Ergebnisse sind damit nicht mehr unbedingt aussagekräftig – zumindest was die Hardware-Benchmarks angeht.

Deswegen habe ich den vServer-Benchmark pausiert.

Plan für die Zukunft (nur Zeit muss ich finden) – Neustart auf aktueller Server-Hardware.

Technische Daten der Test-vServer

Systeminformationen der Test-vServer

Die Systeminformationen lese ich direkt vom VPS aus und verwende dazu:

cat /proc/cpuinfo
cat /proc/meminfo
df
virt-what

Zu beachten ist dabei, dass geringfügige Abweichungen durch die Art und Weise, wie der vServer bereitgestellt wird, zustande kommen.

So wird der Hetzner vServer z.B. mit einer etwas anderen Partitionierung erstellt. Die Hauptpartition ist dadurch etwas kleiner.

Stand der Messwerte
Alle folgenden Zahlen stammen aus einem festen Testaufbau. Der letzte Benchmark-Snapshot datiert auf den 24. Februar 2025.

Beide getesteten Tarife lassen sich inzwischen nicht mehr bestellen: Hetzner hat die CX-Reihe mit geteilten Intel-vCPUs im September 2024 aus dem Angebot genommen, Einstiegsmodell ist seither der CX22. Bei netcup ist die VPS-Reihe mittlerweile bei Generation 12 angekommen.

Die Messwerte dokumentieren also den Stand dieses Vergleichs, nicht das heutige Produktangebot. Der methodische Teil und die Einordnung bleiben davon unberührt.

Test-vServer von Hetzner

MerkmalHetzner CX11
RechenzentrumFalkenstein
VirtualisierungKVM
Festplatte19 GB
Arbeitsspeicher (RAM)1951 MB
Anzahl CPU-Kerne1 Kern
CPU-ModellIntel Xeon Processor (Skylake, IBRS)
CPU-Takt2099,998 MHz
CPU-Cache16384 KB
Konfiguration des Test-vServers (Hetzner CX11).

Test-vServer von netcup

Merkmalnetcup VPS 200 G8
RechenzentrumNürnberg
VirtualisierungKVM
Festplatte20 GB
Arbeitsspeicher (RAM)1838 MB
Anzahl CPU-Kerne1 Kern
CPU-ModellQEMU Virtual CPU version 2,5
CPU-Takt2095,068 MHz
CPU-Cache16384 KB
Konfiguration des Test-vServers (netcup VPS 200 G8).

Anmerkungen zur Auswahl der Test-vServer

Wichtig zu erwähnen ist, dass Hetzner mehrere vServer-Typen anbietet.

  • nach CPU: „Classic“ (vCPU) und „Dedicated“ (dedizierte vCPU)
  • nach Speichertyp: lokale NVMe-SSD oder CEPH-Netzwerkspeicher

Der netcup VPS, den ich für den Benchmark verwende, verfügt über 1 vCPU und lokalen SSD-Speicher.

Deswegen gab es m.E. für einen direkten vServer-Vergleich nur eine richtige Auswahl bei Hetzner – nämlich „Classic“ und lokale NVMe-SSD.

Würde man CEPH-Netzwerkspeicher oder die dedizierte vCPU-Option auswählen, wäre das nämlich ein „Äpfel-und-Birnen“-Vergleich.

CEPH-Netzwerkspeicher hat den grundsätzlichen Vorteil der hohen Verfügbarkeit. Lokale Speicherlösungen sind jedoch performanter.

Mittlerweile hat sich das Thema erledigt – denn Hetzner bietet die Option mit CEPH-Netzwerkspeicher mittlerweile nicht mehr an.

Dazu heißt es kurz und knapp in den FAQ:

Cloud Server mit Ceph-Festplatte sind seit 01. Dezember 2021 nicht mehr verfügbar.

Der lokale Speicher bietet schon immer bei gleicher Stabilität eine höhere IO-Leistung und geringere Latenzen, was diesen zur besten Wahl für unsere Kunden macht.

Quelle: Hetzner FAQ

Dedizierte vCPU-Kerne bietet netcup im VPS-Lineup überhaupt nicht an. Hier wäre dann eher das Root-Server-Lineup für einen Vergleich geeignet.

Denn da gibt es bei netcup garantierte CPU-Kerne (derzeit auf Basis von AMD EPYC 7702 CPUs).

Ich beschränke mich im Benchmark also auf die jeweiligen „Einsteigermodelle“.

Auch preislich liegen die beiden ausgewählten Test-vServer so auf Augenhöhe.

Benchmark-Ergebnisse

CPU- und RAM-Benchmark mit Sysbench

Sysbench CPU (Single-Core)

Der CPU-Benchmark von Sysbench weist den Prozessor dazu an, auf die Suche nach Primzahlen zu gehen.

Je nachdem wie schnell die Suche abgeschlossen ist, lässt dies einen Rückschluss auf die zur Verfügung stehende Rechenpower zu.

Wie folgt starte ich den Benchmark:

sysbench --test=cpu --cpu-max-prime=24576 --num-threads=1 run

Aus der benötigten Zeit errechne ich eine Punktzahl.

AnbieterInitialer BenchmarkLetzter Benchmark-Snapshot (vom 24.02.2025)
Hetzner CX112097,8 Punkte (95%)2186,2 Punkte (100%)
netcup VPS 200 G81961,8 Punkte (89%)1978,8 Punkte (90%)
sysbench, CPU Single-Core. Messwerte vom Testaufbau; letzter Snapshot vom 24. Februar 2025.
Sysbench RAM-Bandbreite

Bei der RAM-Bandbreite wird die Arbeitsspeicher-Performance evaluiert.

sysbench --test=memory --memory-total-size=20000M run

Damit wird der Arbeitsspeicher der verwendeten VPS-Konfiguration insgesamt ca. 10 x beschrieben.

Der Test-vServer von Hetzner verfügt bei den durchgeführten Messungen tendenziell über eine höhere RAM-Bandbreite.

AnbieterInitialer BenchmarkLetzter Benchmark-Snapshot (vom 24.02.2025)
Hetzner CX113065,25 MiB/s (100%)2863,25 MiB/s (93%)
netcup VPS 200 G82936,12 MiB/s (95%)3019,19 MiB/s (98%)
sysbench, RAM-Bandbreite. Messwerte vom Testaufbau; letzter Snapshot vom 24. Februar 2025.

Festplatten-Benchmark

Benchmark mit FIO

FIO ist ein IO-Test-Tool – es steht für „Flexible IO Tester“.

Dabei lässt FIO es zu, die Festplatten-Geschwindigkeit in verschiedenen Szenarien zu testen. Es können z.B. konfiguriert werden:

  • Größe der Test-Datei
  • Blockgröße
  • Art des Zugriffs (lesend, schreibend, gemischt)

Die Test-vServer von Hetzner und netcup haben mehrere Szenarien durchlaufen.

Hetzner schneidet dabei besser ab, was dem Umstand geschuldet ist, dass lokale NVMe-SSDs verwendet werden.

Bei netcup waren es zum Testzeitpunkt vermutlich SATA-SSDs.

Dieser Abstand dürfte heute kleiner ausfallen: Die aktuelle VPS-Generation von netcup setzt ebenfalls auf NVMe-Speicher. Die gemessenen Festplattenwerte gelten deshalb für die getestete Generation, nicht für das heutige Angebot.

MessungHetzner CX11netcup VPS 200 G8
FIO – Schreiben (IOPS)3088 IOPS3547 IOPS
FIO – Schreiben (4K)12,1 MB/s13,9 MB/s
FIO – Schreiben (64K)147,1 MB/s218,9 MB/s
FIO – Schreiben (512K)612,5 MB/s1,071,0 MB/s
FIO – Lesen (IOPS)3033 IOPS4402 IOPS
FIO – Lesen (4K)11,9 MB/s17,2 MB/s
FIO – Lesen (64K)107,1 MB/s179,4 MB/s
FIO – Lesen (512K)391,2 MB/s1,056,0 MB/s
FIO, Festplatten-Durchsatz. Messwerte vom Testaufbau; letzter Snapshot vom 24. Februar 2025.
Benchmark mit dd

Mit dd lassen sich einfache Geschwindkeitsmessungen für das sequenzielle Lesen und Schreiben durchführen.

Folgendes dd-Kommando nutze ich:

dd if=/dev/zero of=test_file bs=64k count=16k conv=fdatasync && rm -f test_file

Dieses läuft dreimal nacheinander. Aus den drei Einzeldurchläufen bilde ich schließlich einen einfachen Durchschnitt.

Auch hier hat Hetzner dank schneller NVMe-SSD die Nase vorne.

MessungHetzner CX11netcup VPS 200 G8
DD – IO (Lauf #1)901,0 MB/s548,0 MB/s
DD – IO (Lauf #2)980,0 MB/s516,0 MB/s
DD – IO (Lauf #3)928,0 MB/s410,0 MB/s
DD – IO (Durchschnitt)936,3 MB/s491,3 MB/s
dd, sequenzielles Schreiben in drei Läufen. Messwerte vom Testaufbau; letzter Snapshot vom 24. Februar 2025.

Ergebnisse mit UNIXBENCH (Single-Core)

UNIXBENCH ist eine Benchmarking-Suite, die mehrere Hardware-Tests zu einem einzigen Punkte-Score verdichtet.

Das Ergebnis hängt von vielen Faktoren ab und schwankt je nach Zeitpunkt der Messung.

Die UNIXBENCH-Ergebnisse haben deswegen begrenzte Aussagekraft für die Praxis.

Unterm Strich schneiden die vServer von Hetzner und netcup ähnlich ab.

AnbieterInitialer BenchmarkLetzter Benchmark-Snapshot (vom 24.02.2025)
Hetzner CX11545,1 Punkte (79%)560,0 Punkte (81%)
netcup VPS 200 G8621,9 Punkte (90%)688,2 Punkte (100%)
UNIXBENCH, Single-Core. Messwerte vom Testaufbau; letzter Snapshot vom 24. Februar 2025.

Test der Netzwerk-Geschwindigkeit

Bei der Netzwerkgeschwindigkeit gibt es vier grundlegende Faktoren:

  • Anbindung des jeweiligen Rechenzentrums
  • Uplink des Servers bzw. der der virtuellen Netzwerkkarte des vServers
  • Netzwerk-Auslastung
  • Ziel-Server

Bei Hetzner können vServer-Kunden inzwischen zwischen fünf Standorten wählen: Nürnberg (DE), Falkenstein (DE), Helsinki (FI) sowie Hillsboro und Ashburn in den USA.

Bei netcup standen die vServer zum Zeitpunkt des Tests ausschließlich in Nürnberg. Inzwischen stehen dort ebenfalls mehrere Standorte zur Wahl, neben Nürnberg auch Wien, Amsterdam, Manassas (US) und Singapur.

Beim Netzwerk-Test zu beachten: Der Test-vServer von Hetzner steht im RZ Falkenstein, während der Test-vServer von netcup im RZ Nürnberg untergebracht ist.

Innerhalb von Europa scheint das Hetzner-Netzwerk überlegen zu sein, während der netcup VPS global besser angebunden ist.

MessungHetzner CX11netcup VPS 200 G8
Download – CDN598,0 MiB/s @ 10,0 ms111,0 MiB/s @ 3,7 ms
Download – Amsterdam, NL33,0 MiB/s @ 121,2 ms31,0 MiB/s @ 122,9 ms
Download – Atlanta, US57,0 MiB/s @ 16,1 ms40,0 MiB/s @ 21,8 ms
Download – Bangalore, IN232,0 MiB/s @ 22,2 ms96,0 MiB/s @ 20,7 ms
Download – Chennai, IN18,0 MiB/s @ 275,7 ms21,0 MiB/s @ 299,5 ms
Download – Dallas, US2,7 MiB/s @ 131,6 ms1,9 MiB/s @ 127,7 ms
Download – Düsseldorf, DE30,0 MiB/s @ 13,9 ms19,0 MiB/s @ 13,6 ms
Download – Falkenstein, DE137,0 MiB/s @ 33,5 ms81,0 MiB/s @ 31,4 ms
Download – Frankfurt, DE3,4 MiB/s @ 155,5 ms38,0 MiB/s @ 145,4 ms
Download – Gothenburg, SE0,2 MiB/s @ 246,7 ms0,2 MiB/s @ 157,0 ms
Download – Hong Kong, CN19,0 MiB/s @ 269,9 ms25,0 MiB/s @ 275,6 ms
Download – London, GB19,0 MiB/s @ 298,4 ms24,0 MiB/s @ 301,1 ms
Download – Luxemburg, LU15,0 MiB/s @ 271,9 ms28,0 MiB/s @ 252,2 ms
Download – Melbourne, AU52,0 MiB/s @ 104,8 ms51,0 MiB/s @ 104,1 ms
Download – Mailand, IT1,4 MiB/s @ 25,9 ms12,0 MiB/s @ 25,3 ms
Download-Durchsatz und Latenz je Messpunkt. Messpunkte ohne Ergebnis sind nicht aufgeführt. Messwerte vom Testaufbau; letzter Snapshot vom 24. Februar 2025.

Was sagen die vServer-Test-Ergebnisse aus?

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Benchmarks:

  • Synthetische Benchmarks: Isolierte Hardware-Tests, die mit tatsächlichen Anwendungsszenarien eher wenig zu tun haben.
  • Real-World-Benchmarks: Messungen in Anwendungen, die dem späteren Use-Case entsprechen.

Nun ist es so, dass alle obigen Server-Benchmarks zur synthetischen Kategorie gehören.

Ich betreibe auf meinen vServer-Instanzen meist einen Web-Server-Stack.

Das Beschreiben der Festplatte mit Zufallsdaten oder die Bestimmung von Primzahlen mit dem Prozessor hat für diesen Use-Case erstmal keine praktische Bedeutung.

Wichtig ist deshalb zu beachten, dass die Benchmarks allenfalls Anhaltspunkte liefern.

Für die „echte“ Performance spielen viele weitere Faktoren eine Rolle.

vServer-Vergleich bei Hetzner und netcup – Provider und Control-Panel

Preise und Preisgefüge

Preise stehen in diesem Artikel bewusst nur an einer Stelle: in der Momentaufnahme weiter unten. Der Grund ist die Entwicklung des Jahres 2026, die weiter unten beschrieben wird – Beträge im Fließtext wären binnen Wochen falsch.

Wichtiger als der Betrag ist ohnehin, wie die beiden Anbieter ihre Preise überhaupt aufbauen.

Hetzner trennt nach Art der CPU-Zuteilung. Die Linien CX und CAX arbeiten mit geteilten Kernen und sind die günstige Basis, CAX läuft dabei auf ARM-Prozessoren. Darüber stehen CPX und CCX, die mehr Leistung zusichern beziehungsweise dedizierte Kerne vergeben – und entsprechend deutlich mehr kosten.

netcup zieht dieselbe Trennlinie über zwei Produktnamen: VPS für geteilte Kerne, Root-Server für dedizierte. Die Hardware darunter ist in der aktuellen Generation weitgehend dieselbe.

Eine Angabe aus früheren Fassungen dieses Artikels stimmt nicht mehr: netcup bietet inzwischen ebenfalls ARM-Tarife an, nicht mehr ausschließlich x86.

In der Praxis heißt das: Wer geteilte Kerne akzeptiert, zahlt bei beiden Anbietern wenig. Der Aufschlag für garantierte oder dedizierte Ressourcen fällt dagegen bei Hetzner seit 2026 deutlich kräftiger aus als bei netcup.

Die Preiswende 2026

2026 haben beide Anbieter die Preise spürbar angehoben – und zwar in einer Größenordnung, die frühere Anpassungen deutlich übertrifft.

netcup hat den Schritt öffentlich angekündigt und begründet. Als Ursache nennt der Anbieter ausdrücklich die angespannte Lage am Speichermarkt. Neubestellungen wurden zum 19. März 2026 um 24,33 Prozent teurer, Bestandsverträge um 18,51 Prozent ab frühestens 1. Mai 2026, Storage-Produkte um 21,52 Prozent. Die separat berechnete IPv4-Gebühr blieb unverändert.

Hetzner hat zum 15. Juni 2026 angepasst, allerdings sehr ungleichmäßig. Die günstigen Linien mit geteilten Kernen wurden etwa ein Drittel teurer. Bei den leistungsstarken und dedizierten Linien hat sich der Preis dagegen mehr als verdoppelt, im Extremfall fast verdreifacht.

Ein Unterschied fällt dabei auf: netcup nennt einen Grund, Hetzner nicht. Die Preisdokumentation von Hetzner listet nur neue Beträge, ohne Erklärung.

Warum die Preise steigen - und was daran belegt ist
Der Zusammenhang mit dem Boom bei KI-Rechenzentren liegt nahe: Deren Bedarf an Arbeitsspeicher treibt seit 2025 die Vertragspreise für DRAM, was in der Branche breit berichtet wird.

Belegt ist damit der Marktdruck, nicht die Rechnung dahinter. Wie viel Prozent einer konkreten VPS-Preiserhöhung auf welche Kostenposition entfallen, hat keiner der beiden Anbieter offengelegt. netcup verweist allgemein auf den Speichermarkt, Hetzner äußert sich gar nicht.

Wer irgendwo eine genaue Kausalkette liest, liest eine Schätzung.

Momentaufnahme der Preise

Die folgenden Werte stammen aus der Preisdokumentation von Hetzner und zeigen, wie unterschiedlich die Anpassung ausgefallen ist.

TarifArtvorherseit 15.06.2026
CX23geteilte Kerne3,99 €5,49 €
CAX11geteilte Kerne, ARM4,49 €5,99 €
CPX22geteilte Kerne, mehr Leistung7,99 €19,49 €
CCX13dedizierte Kerne15,99 €42,99 €
Preis-Momentaufnahme, Stand August 2026. Monatspreise ohne IPv4. Quelle: Preisdokumentation von Hetzner. netcup hat statt einzelner Beträge prozentuale Anpassungen veröffentlicht, siehe oben.

Bei Hetzner gelten die neuen Preise für Neubestellungen und für Instanzen, die neu skaliert werden. Wer eine bestehende Instanz unverändert weiterlaufen lässt, behält zunächst den alten Preis. Bei netcup wurden dagegen auch Bestandsverträge angehoben.

Traffic und Vertragsbedingungen

Diese Punkte ändern sich selten und sind deshalb für die Auswahl oft aussagekräftiger als der Monatspreis.

Hetzner rechnet mit festen Inklusivvolumen, die stark vom Standort abhängen. In den europäischen Rechenzentren sind 20 TB üblich, in den USA dagegen nur 1 TB bei den dort angebotenen Linien, in Singapur je nach Instanz zwischen 0,5 und 8 TB. Wer darüber hinaus Datenverkehr erzeugt, zahlt nach – in Europa und den USA moderat, in Singapur ein Vielfaches davon.

netcup wirbt stattdessen mit einer Traffic-Flatrate. Die hat allerdings eine Grenze: Übersteigt der Datenverkehr im Schnitt der letzten 24 Stunden 2 TB, wird die Anbindung vorübergehend auf 200 Mbit/s gedrosselt.

Das ist ein grundsätzlicher Unterschied im Modell: Bei Hetzner kostet zu viel Datenverkehr Geld, bei netcup Geschwindigkeit.

Auch bei den Vertragslaufzeiten lohnt der genaue Blick. Hetzner rechnet durchgehend stundengenau mit monatlicher Obergrenze, ohne Mindestlaufzeit. Bei netcup hängt es vom konkreten Tarif ab – dieselbe Konfiguration wird in Varianten mit unterschiedlichen Mindestlaufzeiten angeboten, teils mit zwölf Monaten Bindung. Vor der Bestellung gehört deshalb geprüft, welche Variante man gerade im Warenkorb hat.

Abrechnungsmodalitäten

Mit stundengenauer Abrechnung werben beide Hoster – Hetzner und netcup.

Beachten muss man bei netcup, dass Vertragslaufzeit und Abrechnungsperiode getrennt zu betrachten sind.

Bucht man einen vServer aus der VPS-Linie (Root-Server haben andere Modalitäten), wird eine Rechnung für sechs Monate im Voraus gestellt.

Eine Mindestvertragslaufzeit gibt es jedoch nicht.

Man kann jederzeit kündigen und erhält die nicht verbrauchte Vorauszahlung dem Kundenkonto gutgeschrieben.

Hetzner hingegen arbeitet mit echtem „pay as you go“.

vServer lassen sich jederzeit erstellen und löschen.

Am Ende des Monats werden die vServer-Verbrauchszeiten zusammengerechnet und per Monatsrechnung abgerechnet.

Etwas flexibler ist Hetzner auch bei Zahlungsarten – hier gibt es SEPA-Lastschrift, Paypal, Kreditkarte oder Zahlung per Rechnung zur Auswahl.

Hingegen bietet netcup die Zahlung per SEPA-Lastschrift, Paypal oder Rechnung.

vServer mieten – Bestellung und Bereitstellung

Ebenfalls unterscheidet sich die Bereitstellung.

Bei netcup wird jede Bestellung manuell bearbeitet.

D.h. die Bestellung wird von einem netcup-Mitarbeiter geprüft und anschließend wird der vServer bereitgestellt.

Man erhält schließlich eine E-Mail.

Mail von netcup - neuer vServer bereitgestellt

Bei der Hetzner Cloud läuft die Bestellung eines neuen vServers hingegen komplett automatisch.

Die Verwaltung geschieht über die Hetzner Cloud Console.

Man konfiguriert den vServer, bestellt diesen und wenige Sekunden später ist der Server bereitgestellt.

Die Erstellung der Server-Instanz geht dabei wirklich rasend schnell. Selbst bei großen US-Providern ist mir kein Anbieter bekannt, der bei der Serverprovisionierung schneller wäre.

vServer mieten über die Hetzner Cloud Console Bild: Screenshot Hetzner Cloud Console

Gut ist auch die Funktionalität gelöst.

Neben der Konfiguration des Servers (RZ, Betriebssystem, Typ usw.) kann auch direkt ein SSH-Key hinterlegt werden.

Diese Funktion fehlt bei netcup noch.

Wer einen SSH-Key hinterlegen möchte, muss dies von Hand nach dem ersten Login machen.

Grundsätzlich ist die Hetzner Cloud Console also moderner.

Wer bei netcup einen vServer mieten möchte, muss einen klassischen Bestellvorgang durchlaufen und warten, bis der Support die Bestellung verarbeitet hat.

Der Unterschied ist jedoch eher theoretischer Natur, denn der netcup-Support ist extrem fix.

Selbst an einem Feiertag habe ich bislang kaum mehr als 10 Minuten gewartet, bis der vServer bereitgestellt wurde.

Zuverlässigkeit, Aufnahme als Kunde und Alternativen

Drei Fragen tauchen bei diesem Vergleich immer wieder auf, die kein Benchmark beantwortet.

Wie zuverlässig sind die beiden?

In Fachforen und Communitys gilt Hetzner als der stabilere der beiden Anbieter, während netcup häufiger mit längeren Ausfällen in Verbindung gebracht wird.

Dabei ist Vorsicht angebracht. Diese Einschätzung stützt sich fast immer auf Einzelberichte und auf den Eindruck, wie viele Ausfallmeldungen sich zu einem Anbieter finden lassen. Eine belastbare Gegenüberstellung gemessener Verfügbarkeiten ist das nicht.

Was sich sagen lässt: Der Eindruck ist verbreitet und hält sich hartnäckig über Jahre. Wer produktiv arbeitet, sollte sich davon aber weder abschrecken noch beruhigen lassen, sondern die zugesicherte Verfügbarkeit im jeweiligen Vertrag nachlesen und eigene Überwachung einrichten.

Die hier gemessenen Werte sagen dazu nichts aus. Ein Benchmark misst Leistung an einem Stichtag, nicht Verfügbarkeit über Monate.

Wird man überhaupt Kunde?

Ein Punkt, der in Vergleichstabellen nie auftaucht, aber regelmäßig zum eigentlichen Ausschlusskriterium wird: die Aufnahme als Neukunde.

Hetzner prüft Neukunden vergleichsweise streng. Abgelehnte Kreditkarten und eine Identitätsprüfung per Ausweis kommen regelmäßig vor, gerade bei Bestellungen aus dem Ausland. Wer schnell einen Server braucht, kann daran hängenbleiben.

Bei netcup ist die Hürde eine andere: Die Vertragsbedingungen unterscheiden sich je nach Tarifvariante erheblich, von stundengenauer Abrechnung bis zu zwölf Monaten Mindestlaufzeit. Das lässt sich leicht übersehen.

Welche Alternativen gibt es?

Nach den Preisrunden 2026 stellt sich diese Frage häufiger als früher.

Im deutschsprachigen Raum werden vor allem Contabo, IONOS und Strato als Ausweichmöglichkeiten genannt, europaweit kommen Anbieter wie OVHcloud und Scaleway dazu. Die großen Cloud-Plattformen von Amazon, Google und Microsoft spielen in einer anderen Preisklasse und lohnen sich meist erst, wenn man ihre übrigen Dienste tatsächlich nutzt.

Sinnvoller als eine Namensliste sind die Kriterien, an denen sich ein Wechsel entscheidet:

  • Geteilte oder dedizierte Kerne – danach richtet sich der Preis mehr als nach allem anderen.
  • Traffic-Modell: festes Inklusivvolumen mit Nachberechnung oder Flatrate mit Drosselung.
  • Mindestlaufzeit und Abrechnungstakt.
  • Standortwahl und ob der Anbieter dort eigene Technik betreibt oder einmietet.
  • Alter der Hardware-Generation – hier unterscheiden sich günstige Anbieter am deutlichsten.

Ein eigener Benchmark wie der hier beschriebene lässt sich auf jeden dieser Anbieter anwenden. Die Skripte sind nicht an Hetzner oder netcup gebunden.

Häufige Fragen zu Hetzner und netcup

Warum sind die vServer-Preise 2026 gestiegen?

Beide Anbieter haben 2026 die Preise erhöht. netcup nennt als Grund ausdrücklich die angespannte Lage am Speichermarkt und hob die Preise für neue Server wie auch Bestandsverträge an. Hetzner passte die Preise ebenfalls an, ohne eine Begründung zu veröffentlichen. Der Bedarf der KI-Rechenzentren an Arbeitsspeicher gilt als Treiber der Marktpreise, eine genaue Zurechnung auf einzelne Tarife hat aber keiner der Anbieter offengelegt.

Ist netcup ein seriöser Anbieter?

netcup ist ein etablierter deutscher Anbieter mit eigenen Standorten in Nürnberg und Karlsruhe sowie weiteren Rechenzentren in Wien, Amsterdam, Manassas und Singapur. In Communitys wird die Verfügbarkeit häufiger kritisiert als bei Hetzner, das stützt sich allerdings auf Einzelberichte und nicht auf gemessene Vergleichswerte.

Ist Hetzner ein seriöser Anbieter?

Hetzner betreibt eigene Rechenzentrumsparks in Falkenstein, Nürnberg und Helsinki, dazu Colocation-Standorte in Ashburn, Hillsboro und Singapur. Der Anbieter gilt als zuverlässig, prüft Neukunden aber vergleichsweise streng – abgelehnte Kreditkarten und eine Ausweisprüfung kommen vor.

Wie viel Traffic ist bei Hetzner und netcup inklusive?

Bei Hetzner hängt es stark vom Standort ab. In Europa üblicherweise 20 TB, in den USA nur 1 TB, in Singapur je nach Instanz zwischen 0,5 und 8 TB. Darüber hinausgehender Datenverkehr wird berechnet. netcup wirbt mit einer Traffic-Flatrate, drosselt aber vorübergehend auf 200 Mbit/s, wenn der Datenverkehr im Schnitt der letzten 24 Stunden 2 TB übersteigt.

Was kostet eine IPv4-Adresse?

Beide Anbieter berechnen IPv4 inzwischen gesondert, weil die Adressen knapp geworden sind. Bei beiden lässt sich ein Server auch ohne IPv4 und nur mit IPv6 buchen, was den Preis senkt.

Welche Alternativen gibt es zu Hetzner und netcup?

Im deutschsprachigen Raum werden vor allem Contabo, IONOS und Strato genannt, europaweit kommen OVHcloud und Scaleway dazu. Die großen Cloud-Plattformen lohnen sich meist erst, wenn man ihre übrigen Dienste ohnehin nutzt. Entscheidend sind weniger die Namen als die Kriterien: geteilte oder dedizierte Kerne, Traffic-Modell, Mindestlaufzeit und Alter der Hardware.

Fazit zum Vergleich – vServer von Hetzner oder netcup?

Sowohl Hetzner wie auch netcup haben sehr interessante vServer-Produkte.

Ich nutze beide Provider für Online-Projekte – empfehlenswert sind meiner Meinung nach beide.

Kunde bin ich bei beiden VPS-Hostern und nutze diese z.B., um WordPress-Webseiten zu hosten.

Kommentar von Patrick Woessner, Autor bei Tech Junkies

Bei der Auswertung der Benchmarks fällt mir bislang folgendes auf:

  • CPU-Benchmark – Hetzner liegt vorne
  • RAM-Benchmark – Hetzner liegt vorne
  • Festplatten-Benchmark – Hetzner liegt vorne
  • Netzwerk-Test – Hetzner und netcup mit individuellen Vorzügen

Wirklich gravierend fallen die Unterschiede jedoch in keiner Kategorie aus.

Einzig der Festplatten Benchmark offenbart einen größeren Abstand.

Hier ist es so, dass der Test-vServer von Hetzner mit einer NVMe-SSD ausgestattet ist.

Bei netcup wird der Festplatten-Typ nicht genau spezifiziert. Da von SSD die Rede ist, handelt es sich ggf. um SATA-SSDs.

Das würde die Diskrepanz beim Performance-Test erklären.

Beim Netzwerk geben sich die Provider nicht allzu viel.

Hetzner ist stark in Europa, während netcup einige weiter entfernte Ziele besser anbindet.

Bei meinem Benchmark ist Hetzner etwas stärker auf der Brust.

Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch die VPS-Produkte beider Provider uneingeschränkt empfehlen.

Insbesondere mit der aktuellen Preisliste beider Provider (nach IPv4-Preisanpassung und gestiegenen Energiekosten) sowie dem Launch der aktuellen 10er-VPS-Generation bleibt noch zu sagen, dass es bei netcup tendenziell günstiger ist.

Patrick Woessner

Ich bin Patrick und hier blogge ich zu verschiedenen Themen rund um Technik, Gadgets und mehr. Früher hatte ich gleich mehrere Blogs zu diesem Thema. Mittlerweile steht Tech Junkies im Mittelpunkt.

34 Kommentare

  1. Mike

    Danke für die super Übersicht.
    Wie schaut es bezüglich Upgrade Möglichkeiten aus ? Inwiefern kann man bei den beiden Anbietern Ressourcen zubuchen ?

    Antworten
    1. Hallo Mike,

      ein Tarifwechsel ist bei beiden Hosting-Anbietern über das Kunden-Panel möglich.

      Bei netcup gibt es Produktgenerationen. Von einer älteren in eine neuere per Mausklick wechseln geht m.W. nicht – dann muss der VPS gekündigt und von Hand migriert werden.

      Im Kunden-Panel von Hetzner wird gefragt, ob man beim VPS-Upgrade auch die Festplatte vergrößern will. Wählt man das ab, hat man die Möglichkeit, auch jederzeit wieder ein Downgrade machen zu können.

      Individuelle Ressourcen hinzu buchen (z.B. zusätzlich RAM oder ein weiterer CPU-Kern – Wunschkonfiguration) geht m.W. bei beiden nicht. Man muss sich an die veröffentlichten vServer-Tarife halten.

      Viele Grüße,
      Patrick

      Antworten
  2. Ben

    Wie hast du denn die Punktzahlen berechnet? Dann könnte ich das mit meinen eigenen Ergebnissen vergleichen. Danke!

    Antworten
  3. Jürgen

    Hallo Patrick,

    toller Artikel. Mit welchen Parametern hast du FIO aufgerufen? Ich würde mal die Ergebnisse gerne mit meinem Root Server bei Netcup vergleichen.

    Antworten
    1. Hallo Jürgen,

      folgend die verwendeten FIO-Parameter für Schreiben / 64K:

      --randrepeat=1 --ioengine=libaio --direct=1 --gtod_reduce=1 --bs=64k --size=1500M --readwrite=randwrite

      Viele Grüße,
      Patrick

      Antworten
  4. Sebastian

    Hallo Patrick,

    super Artikel! Ich kenne mich mit der Materie gut aus und hatte selbst auch schon VPS bei beiden Anbietern, aber so ein guter Vergleich hat mir bisher gefehlt. In letzter Zeit habe ich zu Hetzner tendiert, weil die einfach einen etwas professionelleren Eindruck machen und ich auch sehr gute Erfahrungen mit den Bare Metal Servern aus deren Serverbörse gemacht habe, aber für budgetkritische Themen scheint ja Netcup dennoch eine solide Alternative zu sein.
    Was leider nicht hervorgeht, mich aber brennend interessiert ist, wie die Performance über den ganzen Zeitraum aussah. Gab es Tage / Stunden mit massiven Einbrüchen und dementsprechend größeren Unterschieden zwischen den Anbietern?

    Viele Grüße
    Sebastian

    Antworten
    1. Hallo Sebastian,

      danke, guter Punkt.

      Die historischen Benchmark-Daten erfasse ich von Beginn an, muss mir aber noch Gedanken machen, wie ich das visualisieren kann. Allerdings läuft der Benchmark auch nur 1x wöchentlich – ich will keine Dauerlast auf dem VPS erzeugen.

      Viele Grüße,
      Patrick

      Antworten
  5. Niklas Rogge

    Ich bin ein Sondefall, das vorweg.

    Ich lebe derzeit in Polen (Slubice nur wenige Meter hinter der Grenze zu Frankfurt (Oder)) und bei Netcup sind die Verbindungen nach Polen echt schlecht, Hetzner ist da was den Down- Uploadspeed angeht deutlich stärker.

    Mein Setup auf den Server: Adguard Home + Unbound + Jitsi Meet Server ohne Docker (ich hasse Docker). Eine deutsche IP ist für viele Sachen hier zu gebrauchen. Mediatheken, keine ständigen SMS abfragen von Paypal und Co. zudem wird auch gleich noch Werbung heraus gefiltert.

    Und ich kann nur sagen, dass die Performance sich bei Netcup spürbar verschlechtert hat. Insbesondere bei den VPS Produkten.

    Antworten
    1. Hallo Niklas,

      danke für Deine Meinung bzgl. Hetzner vs. netcup!

      Dann bin ich übrigens auch ein Sonderfall – ich lebe auf den Kanaren (die übrigens dank modernem Unterseekabel und Glasfaser-Anschlüssen bis nach Hause / FTTH eine sehr gute Internet-Anbindung haben) 🙂

      Ich nutze meine VPS primär als Webserver – so ist z.B. dieser Blog auf einem VPS gehostet.

      Beim Netzwerk sehe ich bei Hetzner auch einen Tick vorne, netcup ist aber keinesfalls schlecht. Die Cloud-Konsole bzw. das Panel bei Hetzner ist ebenfalls top, während netcup da vielleicht eher „altmodisch“ ist (manch einer bevorzugt das ja 😉 ).

      Naja, ich kann mich einfach nicht entscheiden und nutze beide Provider für diverse Projekte – Stärken und Schwächen und m.E. insgesamt gute VPS-Produkte bei beiden Anbietern.

      Ich muss den Artikel hier bald aktualisieren, denn Hetzner hat ja die Preise angepasst. Der günstigste VPS (CX11) kostet mittlerweile 4,15 € monatlich, während netcup weiterhin den Einstiegspreis von 2,69 € (VPS 200 G8) hat – jeweils deutsche Preise.

      Viele Grüße,
      Patrick

      Antworten
      1. Christian Czech

        also wir nutzen bisher hauptsächlich netcup und auch schon Hetzner. Ich kann hier feststellen dass netcup bei der Festplattenleistung stark nachgelassen hat und es immer mal wieder zu hängern über mehrere Sekunden kommt wenn mehr Daten geschrieben werden.

        zudem ist bei Speedtests auf die Kanaren Hetzner sehr viel schneller als netcup. die Differenz liegt teilweise bei über 100MBit. teilweise bricht die Performance bei netcup komplett ein und es gibt Unterbrechungen und hohe Latenzen. trotz dokumentierter logs kümmert das bei netcup keinen. wir werden wohl in Richtung Hetzner umziehen. nach dem wir dieses Jahr auch noch mit unserer .EU Domäne über netcup mehr als eine Woche nicht erreichbar waren weil die DNS Server von netcup nicht funktioniert haben. wir haben dann die DNS Auflösung weg migriert und alles hat wieder geklappt. Tage später hat sich dann netcup gemeldet. wir waren mit dem Problem wohl nicht die einzigen. aktuell kann ich netcup keinem empfehlen.

        Antworten
        1. Hallo Christian,

          vielen Dank für das ausführliche Feedback.

          To-Do für dieses Jahr – Hetzner vs. netcup-Benchmark auf die aktuelle vServer-Generationen umstellen.

          Ansonsten schaue ich auch ein wenig über den Tellerrand. Denn die letzten Neuerungen bei beiden Hosting-Anbietern (z.B. USA-Expansion) sind für mich überhaupt nicht interessant 🙂

          Viele Grüße,
          Patrick

          Antworten
  6. Georg

    Seit 01. Dezember 2021 ist die Option „CEPH“ bei den Hetzner VPSsen (CX…) nicht mehr verfügbar.
    Grund ist angeblich die fehlende Nachfrage. Lt. Hetzner-FAQs bieten die lokalen Drives ohnehin „the same level of stability“ – wobei der springende Punkt doch eher die „availability“ wäre. Irgendjemand hat aber auch mal geschrieben, dass Hetzners CEPH-System ohnehin nicht automatisiert, sondern auf manuelles „Umschalten“ angewiesen war.
    So selten sollte der Anwendungsfall mit überschaubaren Permformance-Anforderungen, aber automatischem Failover eigentlich nicht sein. Einen Performance-Nachteil von verteiltem Speicher gibts ja vorwiegend beim Schreiben (zumindest der Hetzner-CEPH war da bei eigenen Tests wirklich lahm), und Schreibvorgänge sind bei vielen Web-Anwendungen eher von untergeordenter Bedeutung.
    Leider ist das Angebot an günstigen VPSsen mit „echtem“ Netzwerkspeicher recht klein, und bis auf ein paar Anbieter, die damit gezielt werben und es als USP einsetzen, sind die Angaben zur Redundanz oft extrem schwammig (und wie will man es überprüfen?).

    Antworten
    1. Hallo Georg,

      dass Hetzner die CEPH-Option nicht mehr anbietet, habe ich ebenfalls mitbekommen. Jedoch bin ich noch nicht dazu gekommen, meinen VPS-Vergleich hier auf den aktuellen Stand zu bringen. Dahingehend danke für die Erinnerung 🙂

      Auf dem deutschen Markt kenne auch ich keinen mittelständischen Hoster, der dahingehend eine „Hetzner-Cloud-Alternative“ anbieten würde. Deinen konkreten Use-Case kenne ich ohnehin nicht.

      Viele Grüße,
      Patrick

      Antworten
      1. Stefan

        erstmal danke für den Vergleich 😃 Das Ceph nicht mehr angeboten wird kann ich maximal nachvollziehen, absoluter Festplattenvernichter. Bei 50 Nodes/Platten kannst im Jahr, je nach Auslastung und Config, 3-15 SSDs tauschen 🙁 War für uns in der Firma langfristig als Filestorage Backend (PDF, Img, API Req/Responses etc) und täglichem schreib/lese-Volumen von ca 30gb/500gb zu viel Wartungsaufwand.

        Antworten
        1. Hallo Stefan,

          danke für das Teilen Deiner Meinung. Das offizielle Wording von Hetzner zum Ende von CEPH-Storage war „mangelnde Nachfrage“, soweit ich mich recht erinnere.

          Viele Grüße,
          Patrick

          Antworten
  7. Patric

    Hi, auch von mir ein Dankeschön. Sehr interessanter Artikel! Da ich mich gerade mit Problemen auf unserem Hetzner vServer rumschlage, bin ich bei der Suche nach Alternativen auf diesen Artikel gestoßen.

    Ein wichtiger Punkt, der bisher keine Erwähnung findet:
    Der Support der Hetzner-Cloud-Server ist nur Wochentags! Das kann am Wochenende stark nerven!

    Antworten
  8. Leon

    Gerade bei billigen VPS kann ich Contabo nur empfehlen. Auch ein deutscher Hoster und deutlich billiger als Netcup und Hetzner.
    Vorsicht btw. bei der Tiefpreisgarantie von Netcup: Habe denen drei günstigere Angebote geschickt und jedes mal wurde ein anderer Grund genannt, warum dies doch nicht vergleichbar wäre.
    Anbei der Fragenkatalog, bei dem alle Aspekte gleichwertig sein müssen:

    Wird Ihnen eine gleichwertige Mindestverfügbarkeit angeboten? Wenn ja, welche Mindestverfügbarkeit wird garantiert? Was wird Ihnen angeboten, wenn die Mindestverfügbarkeit nicht eingehalten wird?

    Wird der vServer auf Markenhardware betrieben? Wenn ja, von welchen Hersteller stammen die Server?

    Was für Festplatten werden eingesetzt? Gibt es Angaben zu den nutzbaren IOPS?

    Welches RAID-Level wird verwendet?

    Verfügen die Systeme über eine redundante Strom- und Netzwerkanbindung?

    Können Snapshots angelegt werden, die bei Bedarf zurückgespielt werden können?

    Besteht die Möglichkeit eigene Images anzufertigen, herunterzuladen und bei Bedarf einzuspielen?

    Sind Sie bereit auch eine lange Mindestvertragslaufzeit einzugehen oder eine hohe Einrichtungsgebühr zu bezahlen?

    Antworten
    1. Hallo Leon,

      danke für die Ergänzung.

      Contabo habe ich selbst nie genutzt. In Benchmarks, die ich z.B. in Communities gesehen habe, waren CPU (hohe Steal Time) und HDD-Speed teils durchwachsen. Mag aber sein, dass das in den VPS-Generationen von Contabo kein Thema mehr ist…

      Aufmerksam geworden bin ich auf Contabo erst die letzten Tage wieder, da der Hoster ein sehr interessante bepreistes S3-kompatibles Object Storage lanciert hat. Mal sehen, ob ich mir in dem Zuge auch die VPS-Linie noch einmal genauer anschaue.

      Bzgl. Bestpreisgarantie von nectup – yup, das scheint dann eher Marketing zu sein. Möchte mich aber über die „normalen“ Preise von netcup nicht beschweren. Die sind m.E. bereits gut.

      Viele Grüße,
      Patrick

      Antworten
      1. Oliver

        „Besteht die Möglichkeit eigene Images anzufertigen, herunterzuladen und bei Bedarf einzuspielen?“

        Die Frage dürfte dann vermutlich der Punkt sein, den fast kein Anbieter offeriert. 🙂
        Allerdings liegen doch Netcup mit 5,55 € und Contabo mit 4,99 € nicht soweit auseinander, dass es überlegenswert wäre. Contabo bietet dabei mehr RAM, Netcup bietet eben dafür mehr Datenspeicher und mehr Traffic.

        Grüße

        Antworten
  9. Oliver

    Erstmal vielen Dank für den ausführlichen Artikel.

    In 2022 unterscheiden sich Hetzner und Netcup mittlerweile „deutlich“ in den Preisen. Sicherlich sind die Preise bei beiden Anbietern immer noch preiswert. Im Vergleich ist der Hetzner CPX11 (2 vCPU, 2 RAM, 40 GB NVMe und 20 TB Traffic) doch deutlich „teurer“ als der VPS 200 G10s (2 vCPU, 2 GB RAM, 40 NVMe und 80 TB Traffic) bei Netcup. Hetzner berechnet für den CPX11 4,57 € während Netcup 2,99 € berechnet. Natürlich sind das immer noch wenig Kosten für ausreichend Ressourcen, allerdings hat Hetzner vor einigen Tagen bekannt gegeben, dass die Preise ab 2023 noch mal wegen der gestiegenen Energiekosten angepasst werden.
    Wenn es rein um den Faktor „Ressourcen für Geld“ geht, zieht Netcup sehr schnell an Hetzner vorbei. Der CPX21 bei Hetzner bietet 3 vCPU, 4 GB RAM 80 GB NVMe und 20 TB Traffic für 8,21 €. Vergleichbare Ressourcen bei Netcup kosten 5,55 € im VPS 500 G10s. Für ein paar Cent mehr gibt es bei 9,00 € bei Netcup schon dedizierte Hardware im RS 1000 G9.5. Hier werden dann schon 4 Kerne, 8 GB RAM 160 GB SSD und 2,5 Gbit-Anbindung geboten.
    Aus meiner Sicht liefert Netcup mittlerweile deutlich mehr Hardware fürs Geld.
    Signifikant finde ich allerdings den Kundenbereich beider Anbieter und ich denke, dass sich hier jeder die Frage stellen darf, ob die aus meiner Sicht intuitive Bedingung bei Hetzner den höheren Preis wert ist. Aus meiner Sicht ist die Hetzner Cloud benutzerfreundlicher als das SCP von Netcup. Zum Beispiel kann ich die Firewall in der Hetzner Cloud konfigurieren, was bei Netcup nicht möglich ist.

    Grüße

    Antworten
    1. Hallo Oliver,

      danke für das Teilen Deiner Meinung / Erfahrungen zu Hetzner bzw. netcup.

      Ich muss demnächst ein aktuelles Update nachreichen, danke für die Erinnerung. Bzgl. Preiserhöhung: Da kommt 2022 / 2023 sicher bei vielen Hosting-Anbietern noch etwas, da Strom nunmal in dem Business ein wesentlicher Kostenfaktor ist.

      Viele Grüße,
      Patrick

      Antworten
  10. Hon Tran

    Hallo Patrick,

    vielen Dank für den tollen und informativen Artikel.

    Hast du oder andere Meinungen zu GCP, AWS & co für vServer Angebote? Die sind deutlich teurer, höhere Preise gerechtfertigt? Wichtig für mich wäre die Anbindung Performance.

    Beste Grüße

    Hon Tran

    Antworten
    1. Hallo Hon Tran,

      ich kenne jetzt nicht Deine Use-Case, aber nein: Eine VM einer der großen, globalen Cloud-Provider hat meiner Erfahrung nach keine bessere Performance als ein vergleichbarer vServer eines deutschen Hosting-Unternehmens – das bezieht auf einen einzelnen vServer, der z.B. für Webseiten-Hosting genutzt wird.

      Es sind eher Konzerne, KMUs und Startups, die auf die großen Cloud-Provider setzen und da gibt es dann andere ausschlaggebende Gründe (Skalierbarkeit, Sicherheit, globale Infrastruktur, Verlässlichkeit, Compliance…).

      Viele Grüße,
      Patrick

      Antworten
  11. Felix

    Klasse! Sehr interessant. Besten Dank! Ich betreibe 3 vServer seit über 5 Jahren bei Strato. Entgegen den meisten Erfahrungsberichten bin ich mit 90% der Laufzeit ausgesprochen zufrieden. Die übrigen 10% sorgen eigentlich erst in letzter Zeit dafür, dass ich mich nach Alternativen umschaue.

    Interessant wären jetzt Messwerte zu den Strato vServern. Vielleicht auch gerade weil man Strato ja eher ein Level niedriger einordnen würde.

    Interesse, die Ergebnisse mal mit den von Strato zusammenzuführen? Dann stelle ich gerne welche bereit.

    Antworten
    1. Hallo Felix,

      danke, interessanter Hinweis.

      Ich habe mir das aktuelle VPS-Lineup bei Strato angeschaut. Ich bin mir ziemlich sicher, bei Strato im letzten Jahr noch Virtuozzo-Virtualisierung gesehen zu haben. Jetzt scheint es KVM zu sein – ein guter Schritt.

      Dazu überlege ich mir etwas. Bei Strato scheint das kleinste Paket scheint 4 vCPU / 4 GB RAM / 500 GB NVMe zu haben – da müßte ich zur besseren Vergleichbarkeit meine Benchmark-Server bei netcup und Hetzner upgraden.

      Viele Grüße,
      Patrick

      Antworten
  12. Paul

    Hallo Felix,

    vielen Dank für den ausführlichen Test. Wir nutzen für unsere Firma auch die Angebote beider Anbieter – aus Mangel an stundenbasierten Angeboten anderer Anbieter. Leider haben wir bei netcup nun regelmäßig Ausfälle der Server. Über die letzten Monate hinweg ist es immer instabiler geworden, weshalb wir diese gern durch eine Alternative ersetzen würde. Meine Frage daher, kennt jemand eine Alternative zu diesen beiden Anbietern?

    gruß, paul

    Antworten

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